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Erhard Wiersing: Hartmut von Hentig – Ein Essay zu Leben und Werk

Cover Erhard Wiersing: Hartmut von Hentig – Ein Essay zu Leben und Werk. UniversitätsVerlagWebler (Bielefeld) 2020. 429 Seiten. ISBN 978-3-946017-19-6. D: 64,90 EUR, A: 59,90 EUR.
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Autor

Erhard Wiersing war nach seinem Lehramtsstudium (Germanistik, Romanistik) in Göttingen Studienassessor für Deutsch und Französisch in Hameln (1968 – 1972), danach Studienrat im Hochschuldienst an der TU Hannover. Nach seiner Promotion in Erziehungswissenschaften (1977) wurde er 1978 zum Professor für Allgemeine Pädagogik an die Hochschule für Musik in Detmold (NRW) berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung (2005) lehrte. 1983 gründete er den „Arbeitskreis Vormoderne Erziehungs- und Bildungsgeschichte (AVE)“ innerhalb der Historischen Sektion der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Wiersing ist Autor zahlreicher Untersuchungen zur Bildungsgeschichte (insbesondere zur Bildung im Klassischen Altertum). Zu den wichtigsten Veröffentlichungen der jüngeren Vergangenheit zählen der von ihm herausgegebene Sammelband „Humanismus und Menschenbildung“ (2001), die „Geschichte des historischen Denkens“ (2007) und die „Theorie der Bildung – Eine humanwissenschaftliche Grundlegung“ (2015).

Aufbau und Inhalt

Wiersing gliedert seinen „Essay“ in drei umfangreiche, in sich vielfach unterteilte Abschnitte. Die Überschriften ersten beiden Teile hat er den Titeln der Bände I/II und III der Autobiografie von Hartmut von Hentig entnommen („Mein Leben – bedacht und bejaht“ 2007; „Noch immer Mein Leben“ 2016), der dritte ist „Das klassische Altertum ‚meine geistige Heimat‘ (2016)“ überschrieben. Im Vorwort begründet der Autor sein Vorhaben und die gewählte Darstellungsform. Der umfangreiche Anhang listet die eingearbeitete allgemeine Literatur und, getrennt davon, die herangezogenen Texte Hentigs auf. Außerdem skizziert Wiersing dessen Lebenslauf und bietet ein auf die gesamte Abhandlung bezogenes Personen- und Sachregister. Ein spezielles Verzeichnis dient der Suche nach Personen und Aspekten, die im Zusammenhang mit dem sog. „Odenwaldschul-Skandal“ eine Rolle gespielt haben. Dem Verlauf, dem medialen Echo und den Auswirkungen auf die Person und das berufliche wie gesellschaftliche Ansehen Hartmut von Hentigs ist der größte Teil des zweiten Abschnitts gewidmet.

Teil I: „Mein Leben – bedacht und bejaht“

Als „Zeitzeuge“, „Literat“, „Pädagoge“, „Bürger“ und als „Erinnerer einer langen und bejahten Lebensgeschichte“ ist Hartmut von Hentig für Erhard Wiersing „eine deutsche Ausnahmepersönlichkeit des 20. Jahrhunderts“ (7). Er habe über Jahrzehnte hinweg die Bildungsdiskussion und Bildungspolitik in Deutschland mitbestimmt und viele Zeitgenossen durch sein „geradezu sprichwörtliches bürgerschaftliches Engagement“ (1) mitgerissen. Nach 2010, als die Missbrauchsverbrechen seines Freundes Gerold Becker zwischen 1971 und 1985 an der „Odenwaldschule“ bekannt wurden, sei er von Opfern Beckers der Mitwisserschaft und Vertuschung bezichtigt worden und der medialen wie gesellschaftlichen Ächtung verfallen, ohne dass die Vorwürfe belegt worden seien. Den Gegendarstellungen des Beschuldigten sei nicht geglaubt worden. Wiersings Motiv für den vorliegenden Essay: „Hartmut von Hentig […] auf der Grundlage einer sorgfältigen Prüfung aller objektiv gegebenen Tatsachen und Umstände und der kritischen Würdigung seiner eigenen Erklärungen zur Sache Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“ (1). Das geschieht zwar nominell im II. Teil, aber Wiersing begnügt sich nicht mit einer Apologie, sondern er zeichnet die wichtigsten Lebensstationen Hentigs nach, um dessen „Leben und Werk“ sichtbar zu machen.

Zunächst verfolgt der Autor den durch Kriegsdienst, Verwundung und Gefangenschaft unterbrochenen Bildungsweg Hentigs, den der Kriegsheimkehrer in Göttingen beginnt und danach in den USA fortsetzt und mit der Promotion in Klassischer Philologie an der Universität von Chicago formell abschließt. Nach seiner Rückkehr arbeitet er als Lehrer für Alte Sprachen am Landerziehungsheim Birklehof und an einem Tübinger Gymnasium. 1963 wird er als Nachfolger von Herman Nohl an die Göttinger Universität berufen. Helmut Schelsky, der Gründungsrektor der Universität Bielefeld, holt ihn an die neue Hochschule mit dem Angebot, dort als wissenschaftlicher Leiter den Entwurf einer an der „Lebenswirklichkeit“ orientierten Schule, mit dem Hentig einige Jahre zuvor auf sich aufmerksam gemacht hatte, als „Laborschule“ und „Oberstufenkolleg“der Universität zu realisieren. Es folgen Jahre der Planung und dann der Konflikte bei der Umsetzung. Nach dem Urteil Wiersings sind die Zwistigkeiten mitbedingt durch unrealistische Erwartungen des Schulreformers hinsichtlich der Reformbereitschaft der Lehrerschaft und der Selbstdisziplin wie Selbstorganisation der Schüler, aber auch durch eine Fehleinschätzung im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit gewachsener Strukturen in Schule und Unterricht. Wiersing begnügt sich aber nicht mit diesem Aufriss, sondern er verknüpft ihn immer wieder mit Verweisen auf Hentigs pädagogischen Ideenreichtum, die hohe Akzeptanz seiner Schriften in der Erziehungswissenschaft und bei Praktikern, seine Mitwirkung im Deutschen Bildungsrat, sein Engagement in der deutschen Friedensbewegung und nicht zuletzt auf die zahlreichen Ehrungen, die ihm zuteil geworden sind. Nach der Emeritierung Hentigs 1988 sieht Wiersing den „Pan-Pädagogen“ (83, nach Werner Ross) sein bisheriges pädagogisches Konzept reflektieren und weiterentwickeln: mit einer Schultheorie („Die Schule neu denken“, 1993), einer phänomenologischen Bildungstheorie („Bildung. Ein Essay“, 1996), mit dem Versuch, sich über Jean Jacques Rousseau noch einmal über die Voraussetzungen einer „natürlichen Erziehung“ klar zu werden („Jean Jacques Rousseau – oder: Die wohlgeordnete Freiheit“, 2003), und nicht zuletzt mit den beiden ersten Bänden der Autobiografie („Mein Leben bedacht und bejaht“, Bd. 1: „Kindheit und Jugend“; Bd. 2: „Schule, Polis, Gartenhaus“, 2007), in denen Hentig die verschiedenen Ebenen seines Lebens miteinander verknüpft.

Teil II: „Noch immer mein Leben“ (2016)

An den Anfang des II Teils stellt Wiersing die seinen „Essay“ motivierende Rehabilitierung Hentigs, auch, wie er betont, „im öffentlichen Interesse“ (239). Sie geht von folgendem Tatbestand aus: „Im Jahr 1998 und dann erneut im März 2010 wird Hentig mit dem gut belegten Verdacht konfrontiert, dass sich sein Lebensfreund Gerold Becker zur Zeit seiner Leitung der Odenwaldschule in Ober-Hambach zwischen 1971 und 1985 an ihm in seiner Internatsfamilie anvertrauten Schülern sexuell vergangen haben könnte. Im Zuge der näheren Ermittlungen gegen Becker wird daraufhin von ehemaligen Schülern und dann auch von den großen Zeitungen unseres Landes Hentig selbst eine Mitwisserschaft, Tolerierung und Bagatellisierung jenes Missbrauchs, wenn nicht gar eine Mittäterschaft unterstellt. Aufgrund dieser Anschuldigungen wird ihm von einem Tag auf den anderen in der Öffentlichkeit seine Glaubwürdigkeit als Pädagoge und als Mensch entzogen“ (195).

Wiersing zeichnet ein genaues Tableau der gegen Becker erhobenen Anklagen und der gegen Hentig erhobenen Anschuldigungen, des Echos in den Medien, bei Freunden und Bekannten sowie der Reaktionen innerhalb der deutschen Erziehungswissenschaft und hält Hentigs Bemühungen dagegen, die seine Person betreffenden Verdächtigungen zu widerlegen. Er stützt sich dabei teils auf eigene Recherchen, als „Hauptquelle“ (196) jedoch auf Hentigs III. Band der Lebenserinnerungen. Ihr glaubt er umso mehr vertrauen zu können, als die Darstellung Hentigs seit ihrem Erscheinen 2016 zwar vielfach auf pauschale und den Autor oft diffamierende Ablehnung gestoßen ist, aber in keinem Punkt widerlegt wurde, auch nicht von seinen ursprünglichen Anklägern. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft nicht davon abgehalten, ihm 2017 den 1998 verliehenen Ernst-Trapp-Preis abzuerkennen – nach Entscheidungsprozessen, die „bis heute nicht ganz geklärt“ (233) sind. Wiersing kommt nach Abwägen aller vorliegenden Aussagen und Dokumente zu dem Schluss, dass Hentig „bereits längst rehabilitiert ist und damit auch seine Glaubwürdigkeit wieder hergestellt ist“ (241).

Bei diesem Ergebnis bleibt der Autor nicht stehen. Angeregt durch Hentigs Nachforschungen zur Pädophilie seines Freundes geht er dieser Spur noch einmal gesondert nach, einerseits um sich über das Verhalten Beckers gegenüber Jungen und die Schwierigkeiten, es aufzudecken, Klarheit zu verschaffen, andererseits um das Phänomen als solches sexualwissenschaftlich einzuordnen und Möglichkeiten der Prävention (280 ff.) in pädagogischen Beziehungen zu diskutieren.

„Zu den bedeutendsten Kapiteln von ML 3“ („Immer noch Mein Leben“, H. H.) – so Wiersing – „zählt zweifellos das 18. über Hentigs Forderung nach einer ‚befreiten Sprache‘ und über sein Bekenntnis zur eigenen Homosexualität“ (285). Nötig sei, so paraphrasiert er Hentig, „im Besonderen eine Sprache, die auch ein ungezwungenes Reden über die menschliche Sexualität wie auch über ihre abweichenden Formen erlaube“ (ebd.). Für den Autor sind in diesem Zusammenhang folgende Aspekte zu bedenken: die „Regeln des menschlichen Taktes“ (ebd.), die Reflexion über „die traditionelle christliche und bürgerliche Ablehnung, Tabuisierung des Redens über Sexuelles“ (ebd.), „der von daher rührende Ausdrucksmangel der Rede über Sexuelles“ (ebd.), die Notwendigkeit der Entwicklung einer „‘befreiten Sprache‘“ (ebd.) und „die Verteidigung des Rechts des einzelnen, über eigenes Intimes nicht reden zu müssen“ (ebd.).

Zum Abschluss den II. Teils geht der Autor Hentigs „Leben und Wirken im hohen Alter“ (295 ff.) nach. Er bezeugt großen Respekt vor der intellektuellen und auch physischen Leistung, die Lebenserinnerungen zum Abschluss zu bringen, sich sozialpädagogisch – etwa in einem „Projekt zur Resozialisierung von Straßenkindern in Kiew“ (304 f.) – zu engagieren, sich in öffentlicher Kritik mit den „Exzesse(n) des Finanzkapitalismus“ (305) und immer wieder aufs Neue mit pädagogischen, politischen und philosophischen Themen zu befassen. Zu den letzteren zählt er Hentigs „Vermächtnis“, den Entwurf einer „Einfache(n) Sittlichkeit als Kompass im Leben“ (318 ff.). Ihr „Kern“ sei: „Sich im anderen wieder(zu)erkennen“ (331). Daraus folgten die beiden „grundständigen Gebote der Freundlichkeit und Redlichkeit“ (328).

Teil III: Das Klassische Altertum „meine geistige Heimat“ (2016)

Im III., weniger umfangreichen Teil führt Wiersing unter Rückgriff auf frühere Publikationen und einen Briefwechsel mit Hartmut von Hentig in dessen von ihm so genannte „geistige Heimat“ (333), das Klassische Altertum (in dessen griechischer Ausprägung) ein. Hentig habe in den Griechen kein Ideal gesehen, wohl aber, so zitiert er ihn, „‘ein Modell, an dem wir lernen, was Menschen sein, denken und tun können‘“ (336). So sehr Wiersing auf der einen Seite das pädagogische, politische und mitmenschliche Handeln Hentigs respektiert, wenn nicht gar bewundert, so skeptisch zeigt er sich für dessen sich auf Platon stützende Begründung seines Tuns. Schließlich sei etwa Platons auf der „Politeia“ beruhende Theorie der Erziehung mit ihren rigiden praktischen Konsequenzen „das Gegenteil seiner (Hentigs; H. H.) demokratischen und freiheitlichen Pädagogik“ (349). Platon als Denker sei ernst zu nehmen, aber an ihm lasse sich zugleich demonstrieren, „dass ein rationales Denken in seiner Anwendung auf das individuelle und soziale Handeln in die Irre gehen kann“ (352). Wenn sich Hentig demnach in Platon wiederzufinden glaube, dann handle es sich möglicherweise um ein „Selbstmissverständnis“ (354). Wiersing führt seine Kritik noch weiter: Hentig sei nicht nur im Hinblick auf Platon und die Sophisten eklektisch vorgegangen, sondern er habe auch Aristoteles unterschätzt und Cicero nicht in seine humanistische Bildungstheorie einbezogen, obwohl die Ethik des Römers als „Modell eines universalen Humanismus“ (389) anzusehen sei und Cicero in seiner Staatslehre die „Mitwirkung der freien Bürger“ (387) vorgesehen habe – ein Moment, das doch gerade bei Hentig eine zentrale Rolle spiele. Trotz aller Differenzen hinsichtlich der Ergiebigkeit des Klassischen Altertums für die heutige „Begründungskultur“ (400) und für aktuelle Bildungskonzepte anerkennt Wiersing „Hentigs großes Verdienst um das durch ihn […] im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wieder ins Zentrum des bildungstheoretischen Interesses gerückte Bildungspotential der Antike“ (ebd.).

Diskussion

Historisches Interesse an der Person Hartmut von Hentigs, an seiner Rolle als pädagogischer Theoretiker und Praktiker, als sprachmächtiger und einflussreicher Bürger, an seiner wissenschaftlichen und schriftstellerischen Produktivität, und das Bedürfnis, den vor zehn Jahren aus sämtlichen bisherigen Wirkungsbereichen Ausgestoßenen gegen alle Anklagen und Verdächtigungen zu verteidigen und ihn zu rehabilitieren, gehen im vorliegenden Buch Erhard Wiersings Hand in Hand. Das Etikett „Essay“ hat der Verfasser gewählt, um seinen apologetischen Schwerpunkt zu legitimieren und um sich bestimmte Freiheiten der Darstellung zu erlauben, wie sie zum Beispiel in der Einholung zusätzlicher sexualtheoretischer Informationen zur Frage der Pädophilie oder in der Auseinandersetzung mit Hentig über das angemessene pädagogische und politologische Verständnis der Klassischen Antike bestehen. Aber Wiersings Untersuchung geht weit über einen Essay hinaus. Sie ist auch und in erster Linie Biografie, eine systematische und philologisch wie historisch genaue Untersuchung der sozialen wie intellektuellen Entwicklung seines Protagonisten zum gefragten und gefeierten Interpreten der jeweiligen „Verhältnisse“ in Pädagogik, Politik und Gesellschaft und zum Deuter seines eigenen, bei allem Anerkennungs- und Erfolgsglanz stets auch vor den anderen verborgenen, von seiner homosexuellen Orientierung bestimmten Lebens.

Hartmut von Hentig hätte aufgrund seines Lebenswerks eine Biografie verdient, und wahrscheinlich hätte sich jemand aus seinem Freundes- und Kollegenkreis gefunden, sie zu schreiben, wenn er nicht in den Sog des Missbrauchsskandals geraten wäre. Es bedurfte schon eines besonderen Muts, sich danach noch zu ihm zu bekennen, sich seiner Geschichte anzunehmen und das Ergebnis der Öffentlichkeit vorzustellen. Erhard Wiersing hat ihn gefunden. Wer lesend miterlebt, mit welcher Sorgfalt er bei der Analyse des „einzigen wirklichen Bruch(s)“ (196) in Hentigs Leben die Positionen gegeneinander abwägt (nicht ohne den Beschuldigten wegen uneindeutiger Äußerungen zu Beginn der Affaire auch zu kritisieren), der kann nicht anders, als ihm in seinen Schlussfolgerungen zuzustimmen. Wer glaubt, weiterhin auf der Ächtung Hentigs beharren zu müssen, wird gezwungen sein (so er überhaupt an der Wahrheit interessiert ist), das Material, auf das Wiersing sich bezogen hat, zu prüfen und seiner Argumentation etwas entgegenzusetzen. Vor allem wird er die These widerlegen müssen, dass Hentig inkriminiert wurde, damit kein Schatten auf jene fiel, die für die missbrauchten Jungen in erster Linie rechtlich und moralisch zuständig gewesen wären: Eltern, Lehrer, Schulleitung und Schulaufsicht sowie die zahlreichen Mitwissenden unter den erwachsenen Mitschülern und in Beckers Freundeskreis in Politik und Gesellschaft (vgl. Keupp et al. 2018).

Zu den im III. Teil offengelegten unterschiedlichen Auffassungen über die Gewichtung antiker moralischer, politischer und pädagogischer Konzepte kann inhaltlich nur Stellung beziehen, wer in der Materie in vergleichbarer Weise zuhause ist wie Hentig und Wiersing. Wenn es um ihre pädagogische Relevanz geht, bleibt sowieso nichts anderes übrig, als Gesprächsformen zu arrangieren, in denen die jungen Menschen „denken lernen. Das geht auf die Prinzipien hinaus, aus denen alle Handlungen entspringen“ (Kant, o.J., 36). Darin sind sich Hartmut von Hentig und Erhard Wiersing sicher einig.

Fazit

„Das Buch besitzt durchaus die Qualität eines wissenschaftlichen Gutachtens“ (Jörg Ziegenspeck im Geleitwort, III). Es ist eine notwendige Lektüre für alle Involvierten und Meinungsbildenden in der „Causa Hentig“ und eine sinnvolle für alle, die für die Geschichte der Pädagogik seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts und die eines ihrer großen Repräsentanten aufgeschlossen sind.

Literatur

Kant, I. (1803/o.J.). Über Pädagogik. Herausgegeben von Th. Rink. Neu hrsg. von H. Holsten. Bochum: Kamp.

Keupp, H., Mosser, P., Busch, B., Hackenschmied, G., Straus, F. (2018). Die Odenwaldschule als Leuchtturm der Reformpädagogik und als Ort sexualisierter Gewalt. Eine sozialpsychologische Perspektive. Wiesbaden: Springer.


Rezension von
Helmwart Hierdeis
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Zitiervorschlag
Helmwart Hierdeis. Rezension vom 30.09.2020 zu: Erhard Wiersing: Hartmut von Hentig – Ein Essay zu Leben und Werk. UniversitätsVerlagWebler (Bielefeld) 2020. ISBN 978-3-946017-19-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/27371.php, Datum des Zugriffs 30.10.2020.


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ISSN 2190-9245

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