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Marie Špiláčková: Enterprise social policy

Cover Marie Špiláčková: Enterprise social policy as a means of development of social work. Budrich Academic Press GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2020. 252 Seiten. ISBN 978-3-96665-022-9. D: 33,90 EUR, A: 34,90 EUR.
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Thema

Wir kennen betriebliche Sozialpolitik und wir haben ein Verständnis von einer betrieblichen Sozialarbeit auch in Deutschland. Bereits in der Frühphase der industrie-kapitalistischen Entwicklung haben sich Unternehmer aus einer patriarchalisch-feudalistischen Tradition heraus als gute und fürsorgliche „Väter“ ihrer Untergebenen verstanden und große Unternehmen wie Krupps haben bereits sehr früh damit begonnen, ein System sozialer Sicherung für ihre Arbeiter aufzubauen, was die Arbeiter vor Risiken am Arbeitsplatz, wie die Krankheit, Unfall und Alter schützen und absichern sollte. Der Kern der deutschen Sozialpolitik ist von Anbeginn die Sozialversicherung.

Betriebliche Sozialpolitik hat in Deutschland und anderen europäischen Ländern aber auch eine längere Tradition. Die im Mittelalter entstandenen berufsständischen Selbsthilfeeinrichtungen haben eine gewisse Absicherung bei Krankheit, Unfall und Alter angestrebt und in modifizierter Form als gewerkschaftliche Hilfskassen im 19. Jahrhundert fortgesetzt. Und auch die Logik ihrer Finanzierung – ein Teil trägt der Betriebsherr und ein Teil der Arbeiter – wurde beibehalten und entwickelt.

Betriebliche Sozialarbeit ober besser: betriebliche Sozialfürsorge im Rahmen einer betrieblichen Sozialpolitik als eine eigenständige Institution hat sich in Deutschland eigentlich erst am Ende des 19. Jahrhunderts durch die Werksfürsorge entwickelt. Im Rahmen einer Fabrikpflege wirkten Fabrikpflegerinnen beim Arbeitseinsatz von Frauen mit, berieten bei betrieblichen und familiären Problemen, bei Gesundheitsfragen und bei der Gestaltung der Freizeit.

In vielen europäischen Ländern finden wir ähnliche Traditionen. In den Kernländer der europäischen Sozialpolitikentwicklung wie Frankreich, England, Österreich und den nordischen Ländern sowie in den von der k und k – Doppelmonarchie geprägten Ländern wie u.a. auch in der Böhmen und Mähren finden wir Wurzeln einer betrieblichen Sozialpolitik und Sozialarbeit, die bis zum heutigen Tage ihre Bedeutung hatten und heute noch haben.

Autorin

Marie Špiláčková Ph. D. ist Assistenzprofessorin an der Universität Ostrava, Fakultät für Soziale Studien, Ostrava, Tschechien.

Aufbau

Das englischsprachige Buch gliedert sich nach einer Einleitung (Introduction) in sechs größere Kapitel:

  1. Terminological Definitions of Terms
  2. Social Policy of Vítkovice Ironworks
  3. Social Policy of the Bata Company
  4. Social Work as an Element of Enterprise Social Policy methodologically led by FMLSA of CSSR
  5. Memories of Contemporary Witnesses
  6. Summarising the Findings

Am Ende des Buches findet man nach einer Conclusion und einem Resumé eine Reihe von Listen und Tabellen und eine ausführliche Literaturliste.

Introduction

Es geht um die Rekonstruktion der Entwicklung der betrieblichen Sozialarbeit als Teil einer betrieblichen Sozialpolitik in der Tschechoslowakei in der Zeit zwischen 1876, also ihrem Beginn, bis zur Transformation der tschechoslowakischen Gesellschaft 1989 im Kontext der Auflösung des Warschauer Paktes und der Transformation der mittel- und osteuropäischen Staaten insgesamt. Auf der Basis der These, dass Soziale Arbeit von Anbeginn ein konstitutiver Teil der Sozialpolitik ist, entfaltet die Autorin ihr Forschungsthema. Vor dem Hintergrund eines hermeneutischen Ansatzes, der eine Verbindung von Inhaltsanalyse, „oral history“ und thematischer Analyse darstellt, interessiert sie sich für die die Entwicklung der Sozialen Arbeit in Betrieben im Kontext ihrer jeweiligen betrieblichen Sozialpolitik und rekonstruiert in der angegebenen Zeitspanne das sozialpolitische Selbstverständnis oder Credo der Unternehmen als Arbeitgeber und ihr jeweiliges Verständnis von Sozialer Arbeit in ihren Betrieben.

Die Autorin geht von folgenden Forschungsfragen aus:

  • Wie implementierte und entwickelte sich die Sozialpolitik der Unternehmen Vítkovice und Bata Company in den Zeiträumen 1876–1954 (Vítkovice) und 1900–1945 ( Bata Company)?
  • Wie gestaltete sich die Sozialpolitik und Sozialarbeit von 1969–1989 in den Unternehmen?
  • Welche Interessen waren mit der Implementation von Sozialpolitik in den jeweiligen Unternehmen verbunden?
  • Wie entwickelte sich die Soziale Arbeit und wie gestaltete sich Soziale Arbeit im Kontext der jeweils vorherrschenden Paradigmen unternehmerischer Sozialpolitik?

Sie diskutiert diese Forschungsfragen am Beispiel von zwei ausgesuchten Betrieben, die eine hervorgehobene Stellung in der tschechoslowakischen Wirtschaft hatten. Dabei erläutert sie auch ihren Ansatz von Sozialer Arbeit in diesem Kontext. Einmal geht um eine Soziale Arbeit in ihrer Praxis vor dem Hintergrund der jeweiligen theoretischen Ansätze. Zum anderen geht es um eine Soziale Arbeit im Kontext der Entwicklung und des Verständnisses einer betrieblichen Sozialpolitik der jeweiligen Unternehmen.

Sowohl ihre Vorgehensweise einer historischen Rekonstruktion, die auch immer den gegenwärtigen Blickwinkel der Analyse mit berücksichtigt, als auch ihr Verständnis von Sozialpolitik werden von Spilácková ausführlich und tiefgründig in ihrer Einleitung erörtert.

1. Terminological Definitions of Terms

Hilfe ist ein wesentliches Element von Humanität; Helfen ist eine Grundvoraussetzung menschlicher Existenz. Hilfsbedürftigkeit ist verwiesen auf gesellschaftliche Solidarität. Helfen und Hilfsbedürftigkeit sind immer auch gesellschaftlich determiniert, abhängig von der jeweiligen historisch geprägten gesellschaftlichen Verfasstheit und des Organisationsgrads gesellschaftlicher Institutionen; moderne Gesellschaften haben Institutionen geschaffen, um Hilfe und Solidarität zu organisieren und auf Dauer zu stellen. Dies gilt auch für die Soziale Arbeit und ihr institutioneller Rahmen, die Sozialpolitik.

Diese Entwicklung wird von der Autorin ausführlich begründet. Sie beschreibt den historischen Prozess der Institutionalisierung von Hilfe und zeigt zugleich auch auf, was Hilfsbedürftigkeit bedeutet, wer Hilfe beanspruchen kann und wer hilft: die Kommune, der Staat, Organisationen der Zivilgesellschaft. Vor allem geht es aber auch um eine Definition von Sozialpolitik, wobei die Autorin auf prominente Definitionen zurückgreift. Sie kommt dabei zu der Erkenntnis, dass ein Unterschied besteht zwischen einer Sozialpolitik, die Teil der Wirtschaftspolitik ist (was übrigens eine lange Tradition hat) und einer Sozialpolitik von Organisationen, die im Grund eher bemüht sind, die problematischen, weil desintegrierenden Folgen wirtschaftlicher Aktivitäten bei den Menschen zu beheben, sicher auch mit dem Interesse, dass diese Menschen wieder in den Wirtschaftskreislauf und damit in den Arbeitsprozess integrierbar sind.

Špiláčková kommt dann nach einer längeren Diskussion der Sozialpolitikbegriffe zu dem Ergebnis, dass Sozialpolitik drei Wesensmerkmale hat:

  • normative Merkmale, die auf die gesellschaftliche Werte des Zusammenlebens verweisen, auf denen Sozialpolitik gründet;
  • ökonomische Merkmale, die deutlich machen, dass von einem bestimmten Wert von Wohlstand ausgegangen werden muss, wenn sozialpolitische Maßstäbe und Muster der Verteilung benannt werden und die zugleich auch deutlich machen, was Hilfsbedürftigkeit in einer Gesellschaft bedeutet und was nicht (sozio-kulturelles Existenzminimum);
  • soziostrukturelle Merkmale, die darauf verweisen, dass Gesellschaften immer auch eine soziale Schichtung aufweisen, also auch strukturell soziale Ungleichheit reproduzieren und wer überhaupt noch dazugehört und wer nicht.

Dies wird noch einmal deutlicher, wenn sie die Armenfürsorge (care for the poor) der Sozialfürsorge (social care) gegenüberstellt.

In der Tschechoslowakischen Republik galt als Armenfürsorge in der Tradition der mittelalterlichen Armenfürsorge die Fürsorge für das Nötigste, was Arme brauchen um zu überleben. Später, im 19. zum 20. Jahrhundert waren dann auch schon präventive Maßnahmen damit verbunden, auch sozialpädagogische Maßnahmen für die arbeitende Bevölkerung. Sie wandelte sich auch zu einer sozialpolitischen Strategie öffentlicher Fürsorge durch gesetzliche Maßnahmen des Staates, sie wurde auch zur Sozialfürsorge als Inbegriff von institutionellen Maßnahmen der Gesundheitsfürsorge und Maßnahmen der individuellen Daseinsfürsorge.

Dieser Prozess wird von der Autorin ausführlich beschrieben und erläutert, um dann zur Sozialfürsorge im Verhältnis zur betrieblichen Sozialarbeit zu kommen, die Deutschland bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts kannte. Als Fabrikpflegerinnen und Sozialbetriebsarbeiterin kümmerten sich Sozialarbeiter um die Gesundheitsfürsorge und das Wohlergehen der Fabrikarbeiter. Dieser Prozess wird von der Autorin auch in allen Facetten Sozialer Arbeit detailliert erörtert.

Marie Špiláčková erörtert dann unternehmerische Sozialpolitik in Europa an Hand ausgewählter Beispiele. Sie zeigt auf, dass eine solche Sozialpolitik nicht nur auf große Organisationen beschränkt war. Bereits 1923 konnte die Tschechoslowakische Staatliche Eisenbahn auf eine Reihe von sozialfürsorgerischen und sozialarbeiterischen Grundsätzen und Maßnahmen verweisen. Auch die Trinec Iron and Steel Works kannten in der Tschechoslowakei bereits zu Beginn des 20. Jahrhundert Maßnahmen, die sich auf das Wohlergehen der Arbeiter und vor allem auf die Krankenfürsorge und die Sozialversicherung bezogen.

In ähnlicher Weise schildert die Autorin dann Beispiele aus Schweden, Frankreich und der Schweiz.

2. Social Policy of Vítkovice Ironworks

Die Vítkovice Stahlwerke haben den Prozess der Industrialisierung und die Entwicklung einer ausgeprägten Industriekultur in Mähren und weit darüber hinaus nachhaltig und tiefgehend beeinflusst. Die Werke haben nicht nur die Stadtentwicklung von Ostrava beeinflusst, zumal sie ein ganzes Stadtviertel geprägt haben; sie haben auch sozialstrukturell eine Arbeiterschicht geschaffen, die dieses Stadtviertel auch durch eine ähnlich strukturierte Reproduktion der Arbeitskraft (Wohnen, Freizeit, Kultur) in einer besonderen Weise soziokulturell geprägt haben.

Die Autorin beschreibt dies in einer kurzen Geschichte der Stahlwerke. Die Arbeiter kamen nicht nur Ostrava, sondern auch aus der Umgebung, was auch zu spezifischen Problemen der Integration führte, die die Geschichte der Industrialisierung allemal kennt: Arbeiter vom Land kommen in eine Industriestadt, die sich entwickelt und selbst ohnehin schon genug Strukturprobleme kennt, wie z.B. die Wohnraumversorgung. Die Wohnungsproblematik und die Anpassungsprobleme einer Landbevölkerung an eine städtische Dynamik haben zu dem geführt, was dann als Soziale Frage diskutiert wurde. Und auch das Management bestand nicht nur aus Menschen, die in der Region aufgewachsen und integriert waren – viele kamen auch aus Deutschland. Schulen und Kindergärten waren erforderlich; übrigens war die „Schulsprache“ deutsch.

Zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde eine Reihe von sozialen Maßnahmen etabliert. Vergünstigungen an Arbeiter wurden eingerichtet, die den Lebensstandard der Arbeiter verbesserten, Gewerkschaften wurden gegründet, die Familien der Arbeiter wurden in soziale Sicherungsmaßnahmen einbezogen. Ähnlich wie bei Krupp in Deutschland wurden Werkswohnungen gebaut, die ja auch zu einer spezifischen Wohn- und Lebenskultur der Arbeiter beitrugen (Arbeiterkultur).

Nach 1945 trat eine neue Entwicklung ein, die auch deutlich macht, wie sich in einem staatlichen Unternehmen eine eigene Unternehmenskultur entwickeln kann und wie sich aber auch eine wechselseitige Durchdringung von sozialer Kontrolle und Hilfe etabliert. Dies wird an Hand von Dokumenten und offiziellen Schriftstücken von der Autorin ausführlich beschrieben. Zum Beispiel hat der Sozialarbeiter die Arbeiterfamilien zu Hause besucht, sie kontrolliert und auf Fehler aufmerksam gemacht, sie also auch in ihrer Reproduktionssphäre kontrolliert – ein Charakterzug, den die Soziale Arbeit letztlich nie ganz verloren hat.

Die Autorin beschreibt dies auch vor dem Hintergrund der jeweils sich verändernden Selbstverständnissen von betrieblicher Sozialpolitik und Sozialer Arbeit in einer nun sich etablierenden sozialistischen Gesellschaft.

3. Social Policy of the Bata Company

Ähnlich wie Vítkovice ist die Bata Company im Kontext der Stadt Zlín entstanden, einer Stadt, die städtebaulich stark geprägt wurde von dem Aufstieg der Bata-Schuhfabrik. Nachdem die Autorin die fehlende sozialhistorische Forschung zu diesem einzigartigen Komplex einklagt – geht es doch um einen Sonderweg der industriellen Verstädterung – geht sie kurz auf die Geschichte der Bata Company ein. Sie beschreibt den rasanten Aufstieg dieser Schuhfabrik zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die im Grunde auch eine Geschichte der Industrialisierung ist. Interessant ist allerdings die Ausrichtung der Unternehmensphilosophie, die von vielen anderen Industrieunternehmen in dieser Zeit abweicht. Die Arbeiter sollen spirituell integriert werden, die Philosophie des Unternehmens verinnerlichen und das soll vor allem durch Partizipation am Erfolg der Firma geschehen. Es ging um Teilhabe an den ökonomischen und sozialen Prozessen im Unternehmen mit dem Ziel der Förderung des gemeinsamen Interesses am Unternehmen als „Produktionsgemeinschaft“. Dabei ging es nicht um einen kollektivistischen Ansatz, der die Arbeitsmoral eher schwächt, sondern um die Stärkung des Gemeinschaftsgeistes, an dem die Individuen teilhaben. Dies wird von der Autorin ausführlich und engagiert begründet.

Anschließend geht sie auf die Institutionen der betrieblichen Sozialpolitik ein. Diese Sozialpolitik soll die besten Bedingungen für das Leben und Arbeiten der Arbeiter ermöglichen. Als Beispiele seien genannt: die Arbeitswoche beträgt 40 Stunden, samstags und sonntags wird nicht gearbeitet (allgemein betrug die Arbeitswoche 48 Stunden), die Arbeitsstätten waren eingebettet in Parks und Grün und waren gut und freundlich ausgestattet, es wurde auf Sauberkeit am Arbeitsplatz geachtet und die Angestellten hatten ein Einkommen, das ihnen gute und billige Wohnverhältnisse ermöglichte. Die Sozialpolitik ruhte auf drei Säulen: Wohnen, Ernährung und Gesundheit, die von Špiláčková ausführlich vorgestellt werden. Sie geht dann auf die Aufgaben und die Arbeit eines „Sozialangestellten“, eines Sozialarbeiters ein, die sich im Wesentlichen auf soziale Aspekte des Arbeitens, der Zusammenarbeit mit anderen bezog und auch solidarische Aspekte beinhaltete. Weiter beschäftigt er sich mit den Familien der Angestellten. Die Autorin diskutiert auch die Aktivität des Unternehmens im Bildungs- und Schulbereich und belegt deren Erfolg.

Zum Schluss dieses Kapitels geht die Autorin auf die Präsentation der betrieblichen Sozialpolitik von Bata in der Öffentlichkeit ein, auf Aktivitäten der Fürsorge für die Angestellten, auf Sozialfürsorge, auf die Fürsorge von Angestellten mit großen Familien und auf andere Aktivitäten in Bereichen von Bildung und Wohnen sowie auf soziale Zuwendungen, die auch im Rahmen der Sozialen Arbeit der Region von Zlín stattfanden.

4. Social Work as an Element of Enterprise Social Policy methodologically led by FMLSA of CSSR

In diesem Kapitel erörtert und analysiert die Autorin, wie eine Soziale Arbeit als Element unternehmerischer Sozialpolitik in Unternehmen aussieht, die staatlich gelenkt sind und methodologisch begleitet werden durch das Federal Ministry of Labour and Social Affairs (FMLSS).

Denn die beiden beschriebenen Unternehmen waren in der sozialistischen Phase staatlich und unterlagen der Wirtschafts- und Sozialpolitik des Staates. In Anlehnung an die UN-Kommission für soziale Entwicklung sollte die betriebliche Sozialpolitik in der Tschechoslowakischen Republik nicht länger eine marginale Angelegenheit caritativer Aktivitäten sein, sondern sollte ein zentrales politisches Mittel der Herstellung gleicher Chancen und Lebensbedingungen für alle Menschen sein. Das war ein sozialpolitisches Ziel des Staates. Und betriebliche Sozialpolitik sollte den institutionellen und sozialen Wandel durch Partizipation aller Bürgerinnen und Bürger beschleunigen.

Als staatliche Unternehmen waren die Unternehmen in ihrer Sozialpolitik an gewisse Anforderungen gebunden:

  • Die Interessen staatlicher Unternehmen dürfen nicht in Konflikt geraten mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik des Staates.
  • Die Leistungen und Ressourcen des Systems staatlicher Sozialpolitik haben Vorrang vor anderen sozialen Aktivitäten.
  • Die Unternehmen haben genügend materielle und personelle Ressourcen, um sowohl angemessene Arbeitsbedingungen zu schaffen, als auch angemessene Lebensbedingungen außerhalb des Arbeitsplatzes.
  • Eine geeignete Fürsorge steigert die Zufriedenheit der Arbeiter, motiviert zur Arbeit und beeinflusst die Ergebnisse des Unternehmens und der Gesellschaft insgesamt.

Die Grundannahme der Etablierung Sozialer Arbeit in Betrieben war, dass Arbeiter umso zufriedener sind, wenn sie sich sozial in das Unternehmen eingebunden fühlen. Deshalb war eine der Voraussetzungen der Etablierung umfassender Programme die Analyse der jeweiligen betrieblichen Kollektive sein, was u.a. ihre psychosoziale Verfasstheit und ihre Beziehungsmuster am Arbeitsplatz angeht.

Was sind die Charakterzüge einer Sozialen Arbeit in Betrieben und auf welche Methoden greifen Sozialarbeiter zurück?

Die Autorin diskutiert diese Frage auf der Grundlage der Arbeitsverfassung und anderen gesetzlichen Grundlagen, die das Ministerium erarbeitet hat.

In einem weiteren Sinne versteht der Staat demnach soziale Fürsorge als eine Reihe von Maßnahmen, die im sozialen Umfeld des Arbeiters begründet sind, in seinen Reproduktions- und Lebensbedingungen. Es geht um Gesundheitsfürsorge am Arbeitsplatz (technischer Arbeitsschutz) und um die Verbesserung der soziokulturellen Beziehungen bei der Arbeit, aber auch um eine Steigerung der professionellen Kompetenzen.

In einem engeren Sinn bedeutet Soziale Arbeit die Fürsorge des Arbeiters in Bezug auf die Inhalte seiner Arbeit und im Kontext der kollektiven Ziele und Vereinbarungen.

Betriebliche Fürsorge verstand sich hauptsächlich auf Aktivitäten, die sich auf Vergünstigungen für die Arbeiter bezogen. Soziale Arbeit im Betrieb beinhaltete vor allem die Fürsorge für die Arbeiter und ihre Familien in Bezug auf die sozialen und physischen Bedürfnisse wie Wohnung, Ernährung, Mobilität; weiter ging es um kulturelle Bedürfnisse, um Bedürfnisse der Regeneration. Weiter ging es um Bedürfnisse von Individuen und Gruppen mit besonderen Problemlagen und Bedürfnissen: Frauen, Alleinerziehende, ältere Personen oder Migrantengruppen wie z.B. die Roma. Und es ging um Arbeiter, die früher im Betrieb gearbeitet haben, Arbeiter mit Behinderungen auf Grund eines Arbeitsunfalls, um Familienmitglieder, deren Leben schwierig ist, und um Arbeiter, die auf Grund von Umstrukturierungen von der Arbeit freigesetzt waren (also arbeitslos waren).

Dies wird im Folgenden ausführlich analysiert und kritisch diskutiert.

Die Autorin geht dann auf die angewandten Methoden der Sozialen Arbeit in Unternehmen ein, die aus der Sozialfürsorge abgeleitet wurden. Sie bezogen sich einmal auf die Sozialdiagnostik und zum anderen auf die Sozialtherapie. Soziale Arbeit mit Gruppen und Individuen halfen den Charakter des Falls zu identifizieren und zu klassifizieren und Wege der Problemlösung zu finden. Die Autorin beschreibt dann die Sozialarbeiter als Vertreter der betrieblichen Sozialen Arbeit in vier Funktionen und Qualifikationsgraden:

  • als sozial-legaler Sozialarbeiter, der für soziale Aktivitäten sorgt und eine berufliche Ausbildung in einem ausgewiesenen sozialen Berufsfeld und 3 Jahre Berufserfahrung mitbringt,
  • als unabhängiger Sozialarbeiter, der kleinere Arbeitsgruppen und Sektionen der Fürsorge für die Arbeiter organisiert und neben der oben genannten Ausbildung 6 Jahre Berufserfahrung mitbringt,
  • als leitender Sozialarbeiter, der eine Gruppe von Sozialarbeitern führt und Sektionen der Fürsorge für die Arbeiter verantwortet und
  • als Leiter der Abteilung für soziale Angelegenheiten, der neben der Berufsausbildung auf 12 Jahre Berufserfahrung oder ein Universitätsstudium in einer der Human- und Sozialwissenschaften und 6 Jahre Erfahrung verweisen kann. Die alles wird ausführlich erörtert und es wird eine Reihe von Hauptaufgaben der Sozialarbeiter in Organisation beschrieben.

Eine besondere Herausforderung scheint die Beziehung der Angestellten zur betrieblichen Sozialen Arbeit zu sein, sind sie doch Subjekte. Auch dies wird ausführlich erörtert.

Die Autorin beschäftigt sich weiter mit den Stärken und Schwächen eines umfassenden Programms der Fürsorge für Arbeiter. In einer Phase zu Beginn der 70er Jahre wurde experimentell getestet, welche Qualifikationen Sozialarbeiter benötigen, worauf die Autorin ausführlich eingeht.

Die besondere Bedeutung der Sozialarbeit in Unternehmen lag im präventiven Charakter der Sozialen Arbeit. Dieser Ansatz gehört sicher zur Philosophie jeder Sozialen Arbeit, im Grunde im Vorgriff zu verhindern, was möglicherweise als Gefahr eintreten könnte. Das gehört sicher auch zu einem Planungsverständnis; schließlich soll der Plan gelingen und planen kann man nur im die Zukunft hinein. Dabei gilt sicher in dieser Zeit in der Tschechoslowakei, das der Plan auch durchgehalten wird, was möglicherweise mit unvorhersehbaren Ereignissen kollidieren kann. Aber dieses Vorverständnis von Sozialen Arbeit in Unternehmen gehört sicher auch zur Tradition der Entwicklung der Sozialen Arbeit überhaupt und zu ihrer Professionsgeschichte und Professionalisierung – so die Autorin.

5. Memories of Contemporary Witnesses

Zeitzeugen stellen oft auch einiges klar, was in Geschichten und Erzählungen möglicherweise durch ihre ständige Reproduktion und damit auch durch die immer wieder reproduzierte Neuinterpretation der Ereignisse „verbogen“ wird. Aber solche Geschichten sind ein konstitutiver Teil eines kollektiven Gedächtnisses und prägen ein gesellschaftliches Bewusstsein. Menschen interpretieren ihre Gegenwart im Lichte ihrer Vergangenheit(en); sie ordnen geschichtliche Ereignisse ein nach Maßgabe ihrer früheren Wahrnehmungen, sie interpretieren aber auch vergangene Ereignisse vor dem Hintergrund gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen im Lichte ihrer lebensgeschichtlichen Erfahrungen. Dies ist eine besondere methodologische Herausforderung der Betrachtung historischer Ereignisse. Insofern sind solche Zeitzeugen wichtig, weil sie noch einmal ein anderes Licht auf die Deutung vergangener Prozesse und Ereignisse werfen. Auch deshalb ist ein hermeneutischer Ansatz wichtig in dem die „oral history“ einen zentralen Platz einnimmt.

M. Špiláčková hat sich dieses Ansatzes angenommen und lässt eine Reihe von Menschen zu Wort kommen, die sowohl in der Stahlfabrik Vítkovice als auch in der Bata Company oder in anderen Institutionen wie dem Ministerium gearbeitet haben und dort jeweils die Sozialpolitik und die Soziale Arbeit mit gestaltet und geprägt haben. Dabei werden auch die besonderen Zeitumstände sichtbar, wie Krieg und Nachkriegszeit. Umbrüche gesellschaftlicher Systeme werden noch einmal deutlicher und die Auseinandersetzung mit politischen, sozialen und kulturellen Prozessen und Phänomenen in den Unternehmen treten noch einmal deutlich hervor und werfen vor allem noch einmal ein anderes Licht auf die jeweiligen Entwicklungen. Dazu gehört auch das Selbstverständnis von Sozialer Arbeit und sein Wandel bis hin zu einer professionellen Arbeit, die konstitutiv zum gesellschaftlichen System gehört und nicht mehr wegzudenken ist. Dass vor allem dies in der betrieblichen Sozialarbeit seinen Anfang in der Tschechoslowakei hat, ist einerseits bemerkenswert, findet sich aber andererseits auch in anderen industrialisierten Gesellschaften wieder, ist die Geschichte der Sozialen Arbeit doch mit dem Prozess der Industrialisierung und der industriellen Verstädterung in Europa und den USA verbunden, wenngleich sie sich eher außerhalb der Produktionssphäre und eher im Reproduktionsbereich außerhalb der Fabriken und Produktionsstätten entwickelte. Dazu gehört vor allem die Tradition der Gemeinwesenarbeit.

Die Erinnerungen der Zeitzeugen werden ausführlich, empathisch und sorgfältig beschrieben. Sie in ihrer Vielschichtigkeit und ihrer Intensität wiederzugeben überfordert sicher eine Rezension; sie sind beeindruckend in ihrer Reflexion von den Personen und überzeugen in manchen Aspekten mehr als eine objektive Geschichtsschreibung. Sie sind lesenswert!

6. Summarising the Findings

In ihrer Zusammenfassung formuliert Špiláčková noch einmal die Zielsetzung ihrer Untersuchung. Auf der Basis von primärer Quellen wie Dokumenten und vor dem Hintergrund der Erinnerungen der Akteure, die die Sozialpolitik in den beschriebenen Unternehmen geprägt haben und die betriebliche Sozialarbeit mit gestaltet haben, sollte die Entwicklung und der Charakter unternehmerischer Sozialpolitik beschrieben und analysiert werden, in deren Kontext betriebliche Soziale Arbeit eingebettet war. Dabei referiert die Autorin noch einmal ihre eingangs erwähnten Forschungsfragen und kommt dann zu einigen wichtigen Ergebnissen.

Die Entwicklung und Implementation der Sozialpolitik in den beiden analysierten Unternehmen werden beschrieben und beurteilt. Dabei werden Dokumente herangezogen, die inhaltsanalytisch diskutiert werden und historisch vor dem Hintergrund der jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Entwicklung und der damit verbundenen staatlichen Sozialpolitik eingeordnet werden. Diese Entwicklungen und ihre Stationen werden auch schematisch anschaulich gemacht, wo die vorherrschenden Paradigmen unternehmerischer und staatlicher Sozialpolitik in den jeweiligen Perioden vorgestellt werden.

Zudem wird noch einmal dargestellt, in welchen Handlungsfeldern betrieblicher Sozialpolitik vorrangig stattfand: Wohnen, Ernährung/​Versorgung mit Nahrungsmitteln und Gesundheit.

Auch wird die Arbeit der Sozialarbeiter in beiden Unternehmen noch einmal deutlich gemacht. Sie agierten hauptsächlich in den Bereichen Versorgung mit Lebensmitteln/Ernährung, Wohnen Frauen, Adoleszente, Kinder, Regeneration der Erwachsenen, Anwerben neuer Angestellter, Arbeiter mit reduzierter Arbeitsfähigkeit, Einzelfallberatung, Kooperation mit Organisationen wie den Gewerkschaften, Kampf gegen psychosoziale Krankheiten, soziale Wiedereingliederung von „Abweichlern“, erste Hilfe bei Unfällen.

Die Autorin betrachtet dann die Rolle, die Methoden und die Funktion der Sozialarbeit im Kontext der vorherrschenden Sozialpolitik, um noch einmal deutlich zu machen, dass Sozialarbeit als Mittel verstanden wird, um eine bestimmte Sozialpolitik durchzusetzen.

 Sie präsentiert dies sehr anschaulich in einer Tabelle.

Conclusion

In ihrer Schlussbetrachtung formuliert Špiláčková noch einmal ihr Forschungsanliegen und geht auf entsprechende Forschungslage zu den von ihr formulierten Forschungsfragen ein. Sie erkennt eine Forschungslücke, die sie schließen will.

Dabei erklärt sie noch einmal ihren Forschungsansatz der hermeneutischen Erschließung der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte durch historische Inhalts- und Textanalyse von Dokumenten und Schriftstücken und einer oral history, einer Befragung von Zeitzeugen in Blick auf deren Deutung von Ereignissen und Prozessen, in die sie auch involviert waren. In der Triangulation dieser Analyseansätze sieht die Autorin die Möglichkeit, jene von ihr identifizierte Lücke in der Erforschung der Implementation, Entwicklung und Professionalisierung Sozialer Arbeit zu schließen.

Soziale Arbeit wurde als professionelle Arbeit auf der Basis theoretischer Ansätze verschiedener Disziplinen verstanden, Sozialarbeit im Betrieb war nur möglich mit einer professionellen Ausbildung als Sozialarbeiter. Soziale Arbeit in Unternehmen war als eine auf sozialen Qualifikationen beruhende und unterstützte Arbeit ein konstitutiver Teil betrieblicher Sozialpolitik. Und sie beruhte auf dem individuellen Enthusiasmus der seinerzeit in Betrieben arbeitenden Akteure, was die Interviews eindeutig und beeindruckend belegen.

Nach 1945, im Rahmen einer nach planwirtschaftlichen Zielen ausgerichteten Sozialpolitik wurde betriebliche Sozialpolitik auch staatliche Sozialpolitik, Soziale Arbeit fand nun im Kontext und nach der Logik planwirtschaftlicher Zielsetzungen statt und wurde durch legale Verfahren abgesichert. Soziale Arbeit war in diesem Zusammenhang auch ein Vorläufer einer (staatlichen) Sozialen Arbeit für alle, für Senioren, Kinder, Jugendliche, Behinderte und Roma als eine spezifische Gruppe, die bis heute in Tschechien eine besondere Herausforderung für die Soziale Arbeit ist. Im Zuge der Transformation einer sozialistischen Gesellschaft in eine kapitalistisch verfasste Gesellschaft soziale Arbeit in Unternehmen verliert diese Arbeit von Sozialer Arbeit ihre Bedeutung, wenn sie nicht sogar eliminiert wurde.

Diskussion

Die kritische Rekonstruktion der Entwicklung Sozialer Arbeit in Unternehmen als Teil unternehmerischer Sozialpolitik in Böhmen und Mähren zwischen 1876 und 1989 macht auf eine ganze Reihe von wichtigen Aspekten aufmerksam.

Einmal zeigt sie sicher die Voraussetzungen betrieblicher Sozialpolitik auf, unter denen Soziale Arbeit in Betrieben sich nur entwickeln konnte. Sie verweist aber auch auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Arbeitens und Lebens, auf die Produktionsverhältnisse und die Reproduktionsbedingungen, auf die sozialpolitischen Leitideen von Integration, Solidarität, Gerechtigkeit, die zugleich dann auch Leitideen betrieblicher Sozialpolitik sind oder werden können, die auch eine Unternehmenskultur prägen und das Menschenbild formen, das Unternehmen an ihre Mitarbeiter herantragen und mit Erwartungen und Normen füllen.

Das Buch zeigt auf, dass unterschiedliche gesellschaftliche Formationen auch ein verschiedenes Menschenbild an die Soziale Arbeit herantragen, mit der Aufforderung, die Menschen jeweils dort (wieder) hinzubringen, zu (re)integrieren, sodass sie dem Menschenbild entsprechen.

Ein anderer Aspekt, auf den die Analyse der Entwicklung der Sozialen Arbeit in Unternehmen aufmerksam macht, ist das Verhältnis von Staat und Gesellschaft, in diesem Fall: von Staat und Wirtschaft. Wenn man die Arbeitsverfassungen sozialistischer Staaten anschaut, dann war die Integration in das Arbeitsleben mehr als nur Arbeit. Man hat nicht nur gearbeitet, um seine Reproduktion, seine physische Existenz und seinen sozialen Status zu sichern. Integration in den Betrieb bedeutete zugleich Integration in die gesellschaftliche Sphäre. Das zwangsweise Ausscheiden aus dem Arbeitsleben und der Verlust des Einkommens war zugleich auch eine soziale Katastrophe. Soziale Arbeit in Betrieben war deshalb auch immer Soziale Arbeit in der Gesellschaft. Integration in den Arbeitsprozess war zugleich gesellschaftliche Integration. Es ist deshalb nicht überraschend, wenn nach der 1989 nach der kapitalistischen Logik in den Betrieben eine sozialpolitische Konzeption fehlte, mit der man legitimiert hätte, Soziale Arbeit in Unternehmen erneut zu etablieren. Und nach neoliberaler Manier ist der Mensch ohnehin für sich selbst verantwortlich, sein eigener Anbieter auf dem Markt. Man arbeitet zwar auch um gesellschaftlich integriert zu sei; damit hat aber das Unternehmen nichts mehr oder nicht mehr viel zu tun.

Wenn Špiláčková davon spricht, dass Soziale Arbeit ein konstitutiver Teil der Sozialpolitik ist, dann bedarf es eines sozialpolitischen Rahmens nicht nur in den Unternehmen, sondern in der Gesamtgesellschaft, der Soziale Arbeit legitimiert, also begründet, warum man sie in Betrieben braucht, um sozialpolitische Ziele zu erreichen. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die dieses Buch vermittelt und vor allem im Zusammenhang mit der Professionalisierung Sozialer Arbeit Bedeutung gewinnt.

Fazit

Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der Sozialen Arbeit im Kontext der Geschichte der Tschechoslowakei und der jeweiligen tschechoslowakischen Wirtschaftsverfassung und Gesellschaftsformation. Sie ist zugleich ein Beitrag zum besseren Verständnis der Bedingungen, unter denen sich Soziale Arbeit entwickelt und formieren konnte. Gerade in der Phase des Umbruchs nach 1989 wurde deutlich, wie krisenanfällig die Neuausrichtung der Gestaltung des Sozialen unter den Bedingungen der Neuausrichtung der wirtschaftlichen Verfasstheit der Gesellschaft war.

Das Buch bietet auch eine Anregung, über die Verfasstheit unserer Gesellschaft nachzudenken und sei allen empfohlen, die sich darüber Gedanken machen.

Summery

The topic of this book is the critical reconstruction of the development of social work in enterprises implemented as part of enterprise social policy in the years 1876–1989 in the Czechoslovakia especially in Bohemia and Moravia. Two enterprises were analysed: Vítkovice Steelwork and Bata Company, which began very early with measures und instruments of social work against the background of their own social-political conception in their enterprises. On the base of a hermeneutical approach, which integrates historical analyses, content analyses and oral history, are analysed and considered documents, written texts and interviews of the enterprises and the state government.

The book is interesting and an important contribution to the history of professionalization of social work in the mentioned time in Czechoslovakia. And it reflects aspects of social Work and social policy which should be considered, when we discuss social work in our countries.


Rezension von
Prof. Dr. Detlef Baum
Professor em. Arbeits- u. Praxisschwerpunkte: Gemeinwesenarbeit, stadtteilorientierte Sozialarbeit, Soziale Stadt, Armut in der Stadt Forschungsgebiete: Stadtsoziologie, Stadt- und Gemeindeforschung, soziale Probleme und soziale Ungleichheit in der Stadt
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Zitiervorschlag
Detlef Baum. Rezension vom 28.10.2020 zu: Marie Špiláčková: Enterprise social policy as a means of development of social work. Budrich Academic Press GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2020. ISBN 978-3-96665-022-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/27606.php, Datum des Zugriffs 29.11.2020.


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