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Hans Joas, Steffen Mau (Hrsg.): Lehrbuch der Soziologie

Cover Hans Joas, Steffen Mau (Hrsg.): Lehrbuch der Soziologie. Campus Verlag (Frankfurt) 2020. 4., vollständig überarbeitete Auflage. 992 Seiten. ISBN 978-3-593-50346-2. D: 49,95 EUR, A: 51,40 EUR, CH: 56,29 sFr.
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Thema: Ein klassisches Lehrbuch zur Gegenwartssoziologie

Der Rezensent hat die Freude, ein Werk besprechen zu dürfen, dessen Erstausgabe ihm selbst ca. 2002 in einem Erstsemesterkurs zum Soziologiestudium als besonders ‚innovative‘ weil/und (?) nach ‚amerikanischem Vorbild‘ konzipierte Einführung in das Fach empfohlen wurde. Tatsächlich waren Aufmachung, Layout und inhaltliche Perspektive des von Hans Joas erstmals 2001 herausgegebenen Lehrwerkes seinerzeit modern, innovativ und ansprechend. Soziologie wurde darin nicht länger nur als textlastige und Klassiker-zentrierte Theorieveranstaltung präsentiert, sondern die Themenauswahl, viele Fotos (s/w) und grafischen Textgliederungselemente zeigten, dass es der Gesellschaftswissenschaft vor allem um das Verstehen und Erklären der höchst lebendigen Verhältnisse ‚draußen vor der Türe‘ geht.

Es handelt sich hier also um ein grundständiges Lehrbuch der Soziologie, das aufgrund seiner fachlich einschlägigen Beiträgerinnen und Beiträger sowie der allgemeinverständlichen und alltagsbezogenen Einführung von Joas (nicht nur) den gesellschaftswissenschaftlich aufgeschlossenen Studierenden der Sozialen Arbeit die soziologische Perspektive nahe bringt.

Die vorliegende Neuausgabe unterscheidet sich deutlich von den älteren Auflagen: Die Seitenzahl hat sich von 640 auf 993 erhöht, die Abbildungen sind durchweg farbig, es gibt das E-Book als Gratisdownload und dem Verlag ist ausdrücklich zur wesentlich stabileren Bindung des Hardcovers zu gratulieren, die dem Buch nicht nur einen angemessenen, ‚wertigeren‘ Charakter verleiht, sondern vor allem auch die Benutzung erleichtert. Zur Perfektion fehlt hier leider noch ein Einmerkband.

Herausgeber

Hans Joas ist Soziologe und Sozialphilosoph und lehrt an der HU Berlin. Auf seine Initiative ging seinerzeit die Adaption eines Lehrbuches für Soziologie aus dem US-amerikanischen Bereich für den deutschen Hochschulbetrieb zur Jahrtausendwende zurück. Unter den zahlreichen Veröffentlichungen von Joas ist für die Menschenrechtsprofession Soziale Arbeit insbesondere das 2011 erschienene Buch „Die Sakralität der Person – Eine neue Genealogie der Menschenrechte“ hervorzuheben.

Als Co-Herausgeber trat für diese vierte Auflage der Soziologe und Politikwissenschaftler Steffen Mau hinzu, der ebenfalls an der HU Berlin lehrt und u.a. durch seine Ethnografie des Rostocker Stadtteils Lütten-Klein (2019) und seine Kritik der Digitalisierungsgesellschaft („Das metrische Wir – Über die Quantifizierung des Sozialen“ 2017) bekannt geworden ist.

Aufbau

Das Buch gliedert sich in 26 Kapitel, die thematisch alle einschlägigen Themenfelder bzw. die wesentlichen „Bindestrich-Soziologien“ durch Beiträge einer durchweg renommierten Autor*innenschaft abdecken. Den Einstieg liefert der Herausgeber Hans Joas mit seinem aus den vorherigen Ausgaben bekannten, aber mit einem kleinen „Corona-Update“ versehenen Einführungstext zur „Soziologischen Perspektive“. Daran schließen sich zwei neu aufgenommene Kapitel zur quantitativen Sozialforschung (von Thomas Hinz) sowie zu deren qualitativen Pendants (von Udo Kelle) an. Nach diesen methodologischen und erkenntnistheoretischen Einführungen in soziologische Theoriebildung und Empirie thematisieren die weiteren Kapitel allgemeinere (auch: makrosoziologische) Themen wie Kultur (Rehberg/​Moebius), Interaktion, Institution und Gesellschaft (Weymann), Sozialisation (Geulen/​Veith), Lebenslauf (Heinz/​Sackmann) und Abweichung/​Kriminalität (Sack). Daran schließen sich die Themenfelder der Meso-Ebene wie Gruppen und Organisationen (Schimank) und Soziale Ungleichheit und Sozialstruktur (Mau/Verwiebe) an.

Es folgen spezielle Soziologien mit einer zunehmenden Orientierung von ‚klassischen‘ hin zu den eher ‚neueren‘ Themen: Ethnizität, Nation und Rasse (Joppke), Geschlecht (Wobbe/​Nunner-Winkler), Familie (Steinbach/Hank); Bildung (Allmendinger/​Solga); Religion (Pollack); Sozialpolitik (Wendt/​Bahle); Medien (Hepp); Wirtschaft und Arbeit (Beckert); Technik (Rammert/​Schulz-Schaeffer); Staat, Herrschaft, Demokratie (Lessenich/Offe); Globale Ungleichheiten (Weiß); Bevölkerung (Kreyenfeld/​Konietzka) sowie Städte, Gemeinden, Urbanisierung (Häußermann/​Siebel).

Mit den Themen Soziale Bewegungen u. Kollektive Aktionen (Rucht/​Neidhardt); Umwelt (Brand/​Reusswig) und Digitalisierung (Staab) beenden drei explizit in jüngster Vergangenheit relevante Themen der Soziologie diese Überblicksdarstellung. Den Abschluss des Buches bildet hingegen ein ebenfalls neu in den Text aufgenommenes Kapitel zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten in der Soziologie von Ruth Manstetten.

Jedes Kapitel endet mit einer prägnanten Kurzzusammenfassung für ‚schnelle‘ Leserinnen und Leser bzw. Lernende, einem Block mit 2–4 Übungsfragen zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte sowie einer Kurzliste „zum Weiterlesen“, die neben bzw. aus dem meist umfänglichen Verzeichnis referierter Literatur eine überschaubare Auswahl von meist fünf Titeln zum Selbststudium empfiehlt. Dieser durchweg gut gelungene didaktische Teil umfasst meist nicht mehr als drei Druckseiten pro Kapitel.

Inhalt

Im Folgenden sollen exemplarisch elf der insgesamt 26 Kapitel mit klaren Verbindungen zur Sozialen Arbeit herausgegriffen werden, um Leserinnen und Lesern aus dem Feld der Lehre und Praxis einen besseren Eindruck vom didaktischen Konzept dieses Lehrbuches zu vermitteln. Denn die Text eignen sich – soviel vorab – insgesamt sehr gut, um Studierenden einen ebenso schnellen und niederschwelligen wie fachlich hochwertigen Einstieg in soziologische Betrachtungsweisen von Gesellschaft und damit Handlungszusammenhängen auch Sozialer Arbeit zu ermöglichen. Dabei erlaubt sich der Rezensent,von der sonst üblichen und sinnvollen Trennung von Darstellung und Kommentierung der Inhalte bei ausgewählten Themen abzuweichen.

Hans Joas führt in überzeugender Weise in die ‚Soziologische Perspektive‘ auf das Zusammenleben von Menschen ein, indem er auf die Unterwerfung biologischer Reproduktionsprozesse unter gesellschaftliche Normierungsprozesse am Beispiel von Fertilisations- und Familienpolitiken im Vergleich Europa und China hinweist. Joas konturiert den Zugang zum Themenfeld der Soziologie über fünf Schlüsselbegriffe, die so oder ähnlich in allen universitären Einführungsvorlesungen zur Gesellschaftswissenschaft auftauchen dürften: Sozialstruktur, Soziales Handeln, Kultur, Macht und Funktionale Integration.

Die Reihenfolge in der diese Leitbegriffe eingebracht werden, verrät etwas über den erkenntnistheoretischen und didaktischen Ansatz von Joas, der aber im Aufbau des gesamten Buches dann leider nicht durchgehalten wird: Es geht Joas darum, Gesellschaft von von den durch sie verursachten Unterschieden zwischen menschlichen Lebenslagen her verstehen, diese als Folgen intentionaler Handlungen und deren nicht-intendierter Nebenfolgen zu erklären, um so einen Zugang zur sozialwissenschaftlichen Rekonstruktion kultureller, machtbezogener und funktionaler Reproduktionsstrukturen von Handlungszusammenhängen zu gewinnen.

Die Einführung wird abgeschlossen durch ein knappes und konzises Referat der Fachgeschichte mit einem für den deutschsprachigen Bereich immer noch wichtigen Vertiefung zum Einfluss der amerikanischen Nachkriegssoziologie, die ihrerseits in ihren Vorläufern über die Chicago-School eng mit der Fachgeschichte Sozialer Arbeit verbunden ist.

Die beiden Kapitel zur quantitativen und qualitativen Sozialforschung dokumentieren sehr gut die empirischen Zugänge soziologischer Forschung zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Dabei erscheint dem (hier sicher einem Wahrnehmungsbias unterliegenden) Rezensenten die methodologische Reflexion und systematische Darstellung der qualitativen Verfahren bei Udo Kelle etwas überzeugender. Bei quantitativen Modellbildungen fehlt mitunter der (selbst)kritische Blick auf die Grenzen der eigenen Vorannahmen bzw. den möglichen Einfluss nicht beachteter Variablen – von den Problemen harter Kausalitätsannahmen ganz abgesehen. Sehr hilfreich und gut gelungen sind durchweg die Übungsfragen (z.B. S. 95) zum Kapitel, die kurz und knapp – aber konsequent als Wissenstransfer bzw. Anwendungsaufgaben angelegt sind. Udo Kelle liefert eine sehr überzeugende historisch-methodologische Einordnung qualitativer Forschung, die sich für die Lehre in der Sozialarbeitsforschung sehr gut zur Einführung ins Themenfeld eignen dürfte.

Aus dem folgenden Kapitel von Rehberg und Moebius zur Kultursoziologie sei besonders der Exkurs zu „Kultur und Distinktion“ ab S. 138 für Sozial Arbeitende empfohlen, da hier die Habitus- und Kapitalsortentheorie Pierre Bourdieus auf zwei Seiten recht griffig zusammengefasst wird. Das übrige Kapitel, das mit einem etwas schwergängigen, weil ‚hochkulturlichen‘ Thema im Spannungsfeld der Vereinigung von Ost- und Westdeutschland einsteigt, bietet ab S. 144 wesentliche Beiträge zum Verständnis von Normen und Werten sowie deren Relevanz in subkulturellen Kontexten, die in der Sozialen Arbeit als Voraussetzung gelingender interkultureller Kommunikation unbedingt mit bedacht werden wollen.

Das Kapitel zur Sozialisationstheorie ab S. 209 von Geulen und Veith steigt mit den anthropologischen Grundbedingungen für Sozialisationsprozesse ein. Es beginnt damit auf einer grundlegenderen Ebene als viele rein soziologische oder sozialpsychologische Darstellungen. Das ist heute umso mehr von Bedeutung, als in ethnokulturell pluralisierten Gesellschaften die jeweils für Herkunftsgesellschaften spezifischen Funktionen und Ausprägungen sozialisatorischer Prozesse und deren Resultate zunehmend wichtiger werden.

Jede Gesellschaft musste historisch ihre je eigenen Antworten auf die anthropologisch gesetzte Herausforderung, einen passenden Umgang mit der biologischen Entwicklungstatsache ihrer neu geborenen Mitglieder finden, um ihre eigenen Strukturen möglichst nachhaltig zu reproduzieren. Viele gesellschaftliche Probleme für Soziale Arbeit oder im Bildungswesen resultieren ja gerade aus der zunehmenden Nichtpassung zwischen sozialisatorischen Prozessen und Erwartungshaltungen von unterschiedlichen Herkunftsgesellschaften, Subkulturen bzw. sozial, religiös und kulturell definierbaren Milieus und der staatlich verfassten und massenmedial integrierten Nationalstaatsgesellschaft in Deutschland.

Im Kapitel zum Lebenslauf von Heinz und Sackmann (ab S. 243) wird neben der Jugendphase ein Gewicht auf die Herausforderungen des demografischen Wandels im Hinblick auf alternde Gesellschaften gelegt. Dabei wäre eine differenziertere Darstellung der Lebensphasen nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben (S. 266) sicherlich instruktiv gewesen.

Mit der Entscheidung für den kritischen Kriminalsoziologen Fritz Sack als Autor des Kapitels zu Abweichung und Kriminalität ist – wie selbstredend bei allen anderen Texten ebenfalls – die Präferenz für einen spezifischen Themenzugang gefallen. Die Erwähnung dieser Tatsache an dieser Stelle ist wichtig, weil der Diskurs zum Thema Kriminalität bereits vordergründig in weit höherem Maße normativ aufgeladen ist wie etwa in Fragen der Sozialisation oder des Lebenslaufes. Die Darstellung steigt erwartungsgemäß mit einem kapitalismuskritischen Fallbeispiel ein und folgt im Verlauf konsequent einer kritisch-sozialkonstruktivistischen Perspektive. Nach dieser ist jede als (unter anderem auch Kriminalität) definierbaren Abweichung von bestimmten kontextuellen Verhaltenserwartungen in Abhängigkeit von Machtkonstellationen zu verstehen, die durch ihre Definitionsmacht in Rechtswesen und Medien bestimmte Verhaltensweisen als ‚kriminell‘ besetzen (und andere als ‚Kavaliersdelikte‘ durchgehen lassen). Dabei führt gerade die Stigmatisierung von Menschen als „Kriminelle“ im Sinne des Etikettierungsansatzes (Labelling) (S. 284) gegen jede Präventionsintention – zu Verfestigung abweichender Lebensläufe, mit deren Bearbeitung dann unter anderem auch Soziale Arbeit befasst ist.

Uwe Schimank steigt in sein Kapitel zu Gruppen und Organisationen mit einem schönen Beispiel nachbarschaftlicher Selbstorganisation von Betroffenen ein, das auch aus einem Lehrbuch der Gemeinwesenarbeit stammen könnte, sofern die geschilderte Selbstorganisation einer Elterninitiative nicht ohne eine unterstützende „Fachkraft“ auskommen würde. Damit ist die Relevanz des vergleichsweise abstrakten Themas für die Sozialarbeit bereits klar: Gruppentheorie auf sieben Seiten (323-330) prägnant zusammengefasst und im Anschluss auf formale Organisationsformen und deren Spezifika erweitert, sollte zum Handwerkszeug – nicht nur in der Gemeinwesenarbeit bzw. im Quartiersmanagement gehören.

Der Mitherausgeber Steffen Mau und Roland Verwiebe gehen schließlich in ihrem Text (der nach der Logik der fünf Leitbegriffe von Hans Joas sich gut als Einstieg in die soziologische Gesellschaftsperspektive eignen würde), auf Soziale Ungleichheit und Sozialstruktur ein. Dabei wird – ähnlich wie bei Fritz Sack zur Krimalsoziologie – nicht bei den Lebenslagen der Abgehängten und Marginalisierten eingestiegen, sondern Gesellschaft „von oben her“, aus der Distanz der Lebenswelten wohlhabender Menschen, gedeutet.

Das ist konsequent, wenn eine machtkritische Grundperspektive vertreten wird, die in ihrer verdeckt normativen Implikation (Soziale Ungleichheiten als potentielle Ungerechtigkeiten) allerdings ebenfalls zu explizieren wäre. Die Autoren zeigen dies zum Ende ihrer Einführung auf S. 349 auch an, wenn sie (beleglos) die Vergleichbarkeit der Anzahl der Wohnungslosen und Millionäre in Deutschland der mit dem, demokratischen Prinzipien widersprechenden, großen Unterschied an der politischen Einflussnahme beider Gruppen gegenüberstellen. Als Beleg dieser These wäre hier z.B. die Studie von Elsässer et al. (2016): „Systematisch verzerrte Entscheidungen? Responsivität der Deutschen Politik von 1998 bis 2015“ zu ergänzen.

Für die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession sind machtkritische Perspektiven auf soziale Ungleichheiten stets sehr gut anschlussfähig und die Darstellungen zur Verteilung des Sozialprestiges nach Eigentumsvolumen in Marktgesellschaften sind evident. Auch die systematischen Ausführungen zu Klassen-, Schichtungs- und Milieustrukturen in der deutschen Gesellschaft ab S. 362 sollten zum soziologischen Grundwissen und konzeptionellen Handwerkszeug Sozial Arbeitender gehören.

Am Ende ihres Kapitels gehen die Autoren auf die Folgen der globalisierungsbedingten Öffnung des nationalgesellschaftlichen Raumes ein und diskutieren (ohne dafür die in der Soziologie verpönten, weil journalistisch geprägten Begriffe zu nutzen) die Entstehung einer globalen, sozioökonomisch geprägten Zweiklassengesellschaft aus gebildet/​kosmopolitisch-wohlhabend-mobilen Bevölkerungsteilen (‚Anywheres‘) und regressiv/​traditional-verarmend-immobilen Gruppen (‚Somewheres‘). Auch wenn sich die Autoren hier nicht zu einer pointierten Darstellung entschließen, dürfte sich diese Leitdifferenz künftig immer stärker über die Formierung der darunterliegenden Milieu- und Schichtstrukturen legen und die zentralen Konfliktlinien in der post-nationalgesellschaftlichen Globalgesellschaft bestimmen.

Mit den bestehenden und jenen künftigen Konfliktlinien der Gesellschaft beschäftigt sich auch Christian Joppke in seinem Beitrag zu kollektiven Identitäten unter den Begrifflichkeiten von „Ethnizität, Nation, Rasse“. Am Beispiel der Folgen der langjährigen Kolonial- und Apartheidspolitik in Südafrika kann die Virulenz des Themas überzeugend dargelegt werden, wobei der askriptive (Zuschreibungs-) Charakter aller drei Leitbegriffe von Anbeginn (S. 382) deutlich gemacht wird. In seinem historischen Rekurs macht der Autor die enge Bindung dieser Konzepte an nationalstaatliche Identitätspolitiken zur Integration binnendifferenzierter Gesellschaften in der Moderne deutlich und beleuchtet unter anderem die kritische Auseinandersetzung Max Webers mit dem Ausgrenzungsbegriff der „Rasse“ zu einer Zeit, in der Rassenlehren in der westlichen Welt allgemein Teil der universitären Wissenschaften waren (S. 385).

Insgesamt ist die ausgewogene und informative Darstellung Joppkes für Soziale Arbeit besonders deshalb lesenswert, weil hier ein soziologisch-distanzierender Schritt zurück hinter die vielfach moralistisch-aufgeladenen (Anti-)Rassismusdiskurse der Gegenwart getan wird und eine sozialfunktionale und historische Einordnung der Begriffe (gut gelungen ist die Zusammenfassung S. 404 f.) vorgenommen wird. Dabei wirft der Autor einen durchaus nachdenklichen Blick auf die künftigen Herausforderungen gesellschaftlicher Integration in einem post-nationalstaatlichen Zeitalter. Denn hier treten zunehmend immer neue, frei wählbare Identitätskonstruktionen einem Beharren auf normativ wirksame Kollektividentitäten (Volk, Nation etc.) gegenüber, das auf familiäre Abstammung und/oder askriptive Gruppenzugehörigkeiten abstellt.

In den Kapiteln zu Geschlecht und Gesellschaft (Wobbe u. Nunner-Winkler, S. 407 ff.) und zur Familiensoziologie (Steinbach u. Hank, S. 439 ff.) werden zwei, über gesellschaftliche Rollenmuster eng miteinander verzahnte Themenfelder der Soziologie vorgestellt, in denen die bezugswissenschaftlichen Fachdiskurse einen besonders starken Einfluss auf die Weiterentwicklung der Disziplin Sozialer Arbeit ausüben.

Beim Thema „Geschlecht“ erfolgt der exemplarische Zugang über den Wandel der Soldatenrolle seit den 1990er Jahren: Heute dürfen im Sinne der Gleichstellung auch in Deutschland (wie in Israel schon länger) Frauen ihren ‚Dienst an der Waffe‘ tun und im Kriegseinsatz als Soldatinnen ihr Leben riskieren. Der Fokus beim Geschlechterthema liegt folglich auf gesellschaftlichen Zuschreibungen, Un-/Gleichstellungen und Redefinitionen von Rollenverständnissen. Dabei weisen die Autorinnen gleich zu Beginn auf die Ungleichzeitigkeit und Widersprüchlichkeit gesellschaftlicher Transformationsprozesse im Hinblick auf Geschlechterthemen hin (S. 411 unten).

Das Kapitel gliedert sich in zwei Teile, wobei im ersten Teil zunächst die Geschlechter(rollen)konstruktion – z.B. im Sport – im Zentrum steht und im zweiten Teil deren Auswirkungen auf Teilhabechancen und Ungleichstellung der Geschlechter im Berufsleben. Im ersten Teil werden auch alle wichtigen Konzepte (Sex, Gender, Doing Gender) eingeführt. Zum Ende des Kapitels konstatieren die Autorinnen eine „Unübersichtlichkeit und Unordnung“ der Geschlechterbeziehungen (S. 433) die weitere Herausforderungen für Gleichstellungspolitiken innerhalb von Feldern formaler Gleichstellung der Geschlechter bilden. Damit folgt das Kapitel einer Logik der produktiven Nutzung von (askriptiven) Geschlechterkategorien als Hebel sozialer Interessenpolitiken (Gleichstellung) sich selbst als Frauen definierende Personen.

Beim Begriff der Familie ist für Steinbach und Hank die Hinterfragung, Ausdifferenzierung und möglicherweise Auflösung feststehender Zuordnung bestimmter Konstellationen (hier: des Zusammenlebens von Menschen in Unterstützungs- und/oder Wirtschaftsgemeinschaft) bereits weiter vorangeschritten. Das einleitende fiktive (?) Beispiel zum Thema illustriert dies: Ein Ticketverkäufer will einer um ein gleichgeschlechtliches Paar konstruierten Patchworkfamilie kein „Familienticket“ verkaufen, weil die Personenkonstellation nicht seinem Normbild entspräche (S. 440).

Sehr anschaulich wird anschließend auf Grundlage des Wandels der Familienbildungsmuster und Heiratsstrategien das Zustandekommen der gegenwärtigen heterogenen Familienstrukturen herausgearbeitet. Eine Minimaldefinition von Familie anhand von „Kernelementen“ gibt es dann doch (S. 441): Familie ist durch Generationenbeziehungen, Verbundheitsgefühle und die Erbringung wechselseitiger Unterstützungsleistungen zwischen den Generationen geprägt. Die Zentralität von Familienkonstellationen für die Tradierung sozioökonomischer Merkmale (bzw. für die Habitusreproduktion durch ‚soziale Vererbung‘ im Sozialisationsprozess der Kinder) wird in dem Text (ab S. 454) klar herausgearbeitet. Innereuropäische Vergleiche zu intergenerationalen Unterstützungsleistungen in Familien sowie mehrere Exkurse zu Beziehungen in ‚Regenbogenfamilien‘, Migrantenfamilien und Trennungsfamilien“ (S. 459) runden das gelungene Kapitel ab. Am Ende konstatiert der Autor die zunehmende Inanspruchnahme von Familie durch gesellschaftliche Flexibilitätserwartungen an deren Mitglieder sowie die enge Verbindung seines Themas mit der zuvor besprochenen Geschlechterrollenthematik.

Im Kapitel zur Sozialpolitik von Wendt und Bahle (S. 549 ff.) werden die drei klassischen Modelle westlicher Wohlfahrtsstaatlichkeit – das sozialdemokratische Skandinaviens, die konservativ-korporatistischen Zentraleuropas und die liberalen Modelle Großbritanniens und der USA vorgestellt und in ihrer historischen Genese erläutert. An den Bereichen der Gesundheits-, Pflege- und Familienpolitik wird jeweils die Positionierung des deutschen Systems im internationalen Vergleich analysiert und durch diesen Blick über den Tellerrand eingeordnet. Leider fehlt dem Kapitel ein übergreifendes Fazit zur Perspektive wohlfahrtsstaatlicher Errungenschaften im Kontext neoliberaler Globalisierung und Wanderungsbewegungen bzw. eine Diskussion der Frage, in wie fern von einem heimlichen Siegeszug (neo)liberaler Sozialstaatsmodelle in allen untersuchten Ländern gesprochen werden könnte.

Mit dem Kapitel zum Thema Digitalisierung von Philipp Staab (S. 901 ff.) sei exemplarisch eines der derzeit am stärksten gesellschaftstransformativ wirkenden Themen ausgewählt, zu dem eine differenzierte Positionierung von Disziplin und Profession Sozialer Arbeit noch ausstehen. Aber auch für die Soziologie ist dieses Feld noch ‚neu‘, wie der Autor selbst konstatiert (S. 903). Deutlich wird, dass die Digitalisierung die Gesellschaften der Menschheit nachhaltig und tiefgreifend verändert; neue Möglichkeiten der Machtausübung und Kontrolle aber auch neue Formen der Solidarisierung und Organisation von Widerständigkeit ermöglicht.

Die begriffliche Unschärfe und wirkungsbezogene Ambivalenz des Gegenstandes trifft in der Soziologie auf ein nicht immer passendes theoretisches Instrumentarium. Staab fasst die Merkmale der Digitalisierung unter die Leitbegriffe Hierarchisierung, Zentralisierung und Überwachung (S. 916) und erkennt vier Forschungsfelder, die besonders relevant scheinen: Digitalisierung und demokratische Öffentlichkeiten, Märkte und Globalisierung, Arbeit und soziale Ungleichheit.

Die Herausforderungen durch die enorme Beschleunigungswirkung gesellschaftlicher Transformationen, die durch die globale Echtzeitkommunikation bewirkt wird, die Entstehung neuer Subjektivierungsformen von Menschen durch Selbstinszenierungen in Social-Network-Medien sowie die perspektivischen Risiken der so genannten artifiziellen Intelligenz für die Position des Menschen in (s)einer Gesellschaft der Dinge (frei nach Latour, 2001) werden nur indirekt am Rande angesprochen. Gerade bei Themen wie Digitalisierung erweist sich Soziologie als eine notorisch den Veränderungen ihres Gegenstandes nachlaufende Wissenschaft, die in ihrem Verstehen und Erklären notwendigerweise immer ‚zu spät‘ kommen muss.

Diskussion

Wie eingangs dieser Besprechung angeklungen, handelt es sich bei diesem Buch um ein im deutschsprachigen Raum etabliertes Standardlehrwerk zur Soziologie. Insofern kann eine kritische Diskussion des Textes rasch in eine kritische Perspektive auf die Gegenwartssoziologie allgemein umschlagen. Dem zuvorkommend seien an dieser Stelle lediglich auf ausgewählte ‚Blindstellen‘ hingewiesen, die bei einem Unternehmen diesen Umfangs unvermeidlich sind und keine inhaltliche Kritik, sondern eher Lesefrüchte des Rezensenten darstellen.

Es darf zunächst einmal gefragt werden, warum die fünf Schlüsselbegriffe, die Hans Joas in seinem Einführungskapitel entwickelt, sich später nicht stärker in der Gliederung des Gesamtbandes (etwa als Zwischenkapitel) wiederfinden. Dies wäre didaktisch sicherlich sinnvoll, wenngleich die Zuordnung der Einzelthemen keine Aufgabe wäre, die der Rezensent gern übernehmen möchte.

Die (neuen) Kapitel zu den Forschungsmethoden wären – aus Sicht studentischer Leserinnen und Leser – in ihrem Aufbau besser aufeinander abzustimmen, um eine bessere Vergleichbarkeit der erkenntnistheoretischen Paradigmen und Grenzen der jeweiligen Methodologien zu ermöglichen.

Die kritische Kriminalistik Fritz Sacks ordnet ihre Übersichtsdarstellungen zu Kriminalitätstheorien und das staatliche Strafsystem konsequent in eine kapitalismus- und machtkritische Grundperspektive ein, die Lesende teilen können oder eben auch nicht. Gerade Aspekte wie die Entstehung unterschiedlicher neurobiologischer bzw. psychologischer Dispositionen zum Bruch welcher (und wessen) Normen auch immer sowie die Dimensionen der ubiquitären und sozialisatorisch funktionalen Jugenddevianz als weitgehend von konkreten Gesellschaftsordnungen unabhängiges Phänomen, werden hier unterbelichtet.

Überhaupt kann Sack der Handlungssicherheit stiftenden und somit gesellschaftsstabilisierenden Funktion von Abweichungsdefinitionen nur wenig abgewinnen, da er diese, im Sinne einer ‚Bestrafung der Armen‘ (vgl. Waquant 2009) vor allem als Selbstschutz-, Disziplinierungs- und Machtinstrument herrschender Schichten über die Majorität der Unterprivilegierten ansieht. Es wäre reizvoll, in einem Lehrbuch der Soziologie einmal ein ebenso macht- und kapitalismuskritisches Kapitel zum Thema „Sozialisation und Lebenslauf“ als Zurichtung der Menschen zu willfährigen Arbeitssklaven und manipulierbaren Konsumenten zu lesen – um sich dann zu fragen, warum solch eine Perspektive bei Themen wie der Kriminalität – bereits möglich ist.

Interessant, weil mitten im Diskurs der Gesellschaft angekommen, ist die die Gegenüberstellung der gegenläufigen soziologischen Perspektiven auf die askriptiven Kollektividentitätsmarker „Geschlecht“ und „Ethnie/​Rasse“ in den jeweiligen Beiträgen. Während für das Geschlecht auf eine, das Konzept (in welchen Ausprägungen auch immer) stabilisierende „Gleichstellung“ insistiert wird, werden alle auf „Abstammung“ hin codierte Kollektividentitäten als Exklusionsstrategien entsprechend als solche dekonstruiert und machtkritisch analysiert.

Dabei verfestigt jede (!) identitätspolitische Zuordnung von Menschen anhand von phänotypischer Merkmalsausprägungen von Abstammung/​Hautfarbe (auch im Sinne positiver Diskriminierung benachteiligter Kollektive) über die Köpfe von Betroffenen hinweg solche Gruppenkonstruktionen, die mit liberal-autonomen Selbstkonzepten letztlich nicht mehr vereinbar sind (vgl. Kostner 2019). Die Kritik der klassischen Gleichstellungspolitik als gruppenbezogener Interessenpolitik (der davon überwiegend profitierenden besser gebildeten, ‚weißen‘ und bürgerlichen Frauen) sowie eine wahrnehmungspolitische Perspektive, die die Kategorie „Geschlecht“ als gesellschaftliche Leitdifferenz überhaupt hinterfragt (ähnlich wie die Zurückdrängung der Relevanz von bestimmten äußeren Merkmalen des Menschen für dessen gesellschaftliche Position im Antirassismus) steht immer noch noch aus.

Insgesamt werden ursprünglich naturalisierend-biologische Konzepte (Ethnie als Abstammungsgemeinschaft und Geschlecht als Signifikant biologischer Reproduktionsfähigkeit) durch unterschiedliche Interessengruppen unterschiedlich analysiert und gewürdigt: Während die soziologische Dekonstruktion der Bedeutung ethnisch-rassistischer Gruppenkonstruktionen im Kontext der globalisierten, post-nationalstaatlichen Gesellschaft in ihren Konsequenzen für Solidaritätsbeziehungen identitätspolitisch in Strömungen wie „Black Lives Matter“ oder in Debatten um ‚kulturelle Aneignung‘ konfliktträchtig aufgeladen wird, vollzieht sich in Geschlechterfragen ähnliches: Klassische Gleichstellungspolitik zementiert heteronormative Grundstrukturen, während die soziologische Dekonstruktion von Geschlechterrollen bislang ihr Versprechen auf zunehmende Bedeutungslosigkeit dieser Differenzkategorie nicht einzulösen vermochte. Im Gegenteil: Die Gegenwartsgesellschaft entfernt sich in ihren Diskursen rasch vom postmodernen Traum der ironisierenden Auflösung gruppenbezogener Identitätsmarker und viele Trends weisen eher auf die Entstehung fragmentierter, neotribalistischer Gemeinschaften unter einer algorithmisch verwalteten Globalgesellschaft hin. Diese – durch habituelle Einpassungseffekte der Individuen in die Logiken der neuen (Anti-)Sozialen Medien verursachten Probleme – harren noch ihrer soziologischen Würdigung. Andererseits setzen „Big Data“ (Rudder 2016) und der Boom von Data-Science als theoriefreie Gesellschaftsanalyse die traditionellen Wege soziologischer Erkenntnisgewinnung unter zunehmenden Konkurrenzdruck: Das (marktbezogene) Handeln von Menschen kann zunehmend prognostiziert und gesteuert werden, ohne dass es notwendigerweise noch theoretisch verstanden und/oder erklärt werden muss (und soll!).

Fazit

Das umfangreiche Werk kann seinen Selbstanspruch „Die Soziologie auf einen Blick“ (Einband, Rücktitel) zu repräsentieren, in hohem Maße einlösen. Insbesondere die durchdachte thematische Gliederung, der systematische Aufbau der Kapitel mit ihren lebensweltlichen Einstiegsbeispielen zu jedem Thema und die didaktisch durchdachte Einbindung von Kurzzusammenfassungen, Leselisten und Übungsaufgaben machen das „Lehrbuch der Soziologie“ der Herausgeber Hans Joas und Steffen Mau in seiner vierten Auflage zu einer unverzichtbaren Überblicksdarstellung der Theorien und Erträge einer wichtigen Bezugswissenschaft Sozialer Arbeit. Insbesondere dort, wo die Beiträge durch die Einordnung nationalgesellschaftlicher Befunde aus Deutschland in einen historischen oder auch internationalen Kontext die Perspektive auf Gesellschaft erweitern oder wo die Fundierung gesellschaftlicher Grundstrukturen in anthropologischen Dimensionen des Menschseins deutlich werden, kann die Lektüre des Bandes Sozial Arbeitenden viele Anregungen zur kritischen Selbstreflexion ihrer eigenen Rolle in unserer Gegenwartsgesellschaft geben.

Somit darf dieses, mittlerweile in vierter Auflage umfassend aktualisierte, Lehrbuch allen Lehrenden und Studierenden der Sozialen Arbeit zur intensiven Nutzung nahegelegt werden.

Literatur

Elsässer, Lea; Hense, Svenja; Schäfer, Armin (2016): Systematisch verzerrte Entscheidungen? Die Responsivität der deutschen Politik von 1998 bis 2015. URL: https://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/SharedDocs/​Downloads/​Service/​Studien/​endbericht-systematisch-verzerrte-entscheidungen.html; Zugriff: 21.02.2021.

Kostner, Sandra (Hrsg.): Identitätslinke Läuterungsagenda. Eine Debatte zu ihren Folgen für Migrationsgesellschaften. Stuttgart: ibidem.

Latour, Bruno (2001): Das Parlament der Dinge: für eine politische Ökologie. Aus dem Franz. von Gustav Roßler. Frankfurt. Suhrkamp.

Rudder, Christian (2016): Inside big data. Unsere Daten zeigen, wer wir wirklich sind. München: Hanser.

Wacquant, Loic (2009): Bestrafen der Armen. Zur neuen Regierung der sozialen Unsicherheit. Opladen, Berlin, Toronto: Budrich.


Rezension von
Prof. Dr. René Gründer
Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, Fakultät Sozialwesen
Homepage www.heidenheim.dhbw.de/ansprechpersonen/prof-dr-ren ...
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Zitiervorschlag
René Gründer. Rezension vom 12.03.2021 zu: Hans Joas, Steffen Mau (Hrsg.): Lehrbuch der Soziologie. Campus Verlag (Frankfurt) 2020. 4., vollständig überarbeitete Auflage. ISBN 978-3-593-50346-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/27700.php, Datum des Zugriffs 23.10.2021.


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