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Anne Schlachtberger: FASD und Schule

Cover Anne Schlachtberger: FASD und Schule. Eine Handreichung zum Umgang mit Schülern mit Fetaler Alkoholspektrumstörung. Schulz-Kirchner Verlag (Idstein) 2020. 3., geringfügig überarbeitete Auflage. 152 Seiten. ISBN 978-3-8248-1214-1.
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Thema

Die häufigste Ursache für eine geistige Beeinträchtigung und Entwicklungsverzögerungen im Kindesalter ist das FASD (Fetales Alkoholspektrumstörung). Auffällig ist, dass weitere Details zu Entstehung, Folgen und Umgang kaum bekannt sind. Eine Aufklärung ist nötig: Um eine angemessene Förderung zu ermöglichen, braucht es Kenntnisse über Besonderheiten von Schülerinnen und Schülern mit FASD.

Das vorgelegte Büchlein ist eine Handreichung für Lehrer*innen an Regelschulen und für Sonderpädagog*innen an Förderzentren. Es gibt Anregungen und Tipps zum Umgang mit betroffenen Schüler*innen in Unterricht und Schule. Eine frühzeitige Diagnose, spezielle Fördermaßnahmen und eine umfassende Betreuung können auftretende Probleme abmildern und Betroffene mit FASD vor schwerwiegenden gesundheitlichen, sozialen und beruflichen Folgen schützen. Neben den medizinischen Grundlagen des Syndroms und den Möglichkeiten der Diagnostik werden Strategien und Förderaspekte erläutert. Dieses Wissen hilft, fehlinterpretierte Verhaltensweisen bei Schüler*innen mit FASD zu vermeiden.

Autorin

Anne Schlachtberger arbeitet als Sonderpädagogin an einem Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Zu dem Thema Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) kam sie durch die eigene Unterrichtspraxis, durch einen Fall in der eigenen Familie und durch Erfahrungen in der Betreuung von Freizeiten für den FASD Deutschland e.V.

Aufbau und Inhalt

Das Buch ist im DIN A 5 Softcoverformat erschienen und hat einen Umfang von 152 Seiten, die sich in drei Teile mit 11 Kapiteln und zahlreichen Unterkapitel gliedern. Aufzählungen, Tabellen und Abbildungen verdeutlichen die Ausführungen und lockern den Fließtext auf.

  • Teil A: Vorwort und Danksagungen (Kapitel 1 und 2)
  • Teil B: Leitfaden zum Umgang mit Schülern mit FASD (Kapitel 3 bis 11)
  • Teil C: Schlusswort, das Literaturverzeichnis und Anhang.

Inhalt

Das hier vorliegende Buch ist 2017 zum ersten Mal erschienen, nun liegt die dritte geringfügig überarbeitete Auflage vor. An das Vorwort und Danksagungen (Kap. 1 und 2) in Teil A schließt sich der Hauptteil B mit dem Leitfaden zum Umgang mit Schülern mit FASD und der Teil C, dem dritten Teil, mit dem Schlusswort, das Literaturverzeichnis sowie ein umfangreicher Anhang an.

Teil B Leitfaden zum Umgang mit Schülern mit FASD ist der umfangreichste Teil. Die Autorin erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vielmehr war es ihr ein Anliegen, Basisinformationen zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema in allen Schulformen zu geben.

Kapitel drei gibt Hinweise zur Handreichung (Anregungen und Tipps) zum Umgang im Unterricht. Die vorgestellten Strategien können auch bei Schülerinnen und Schülern ohne Förderbedarf angewendet werden. Die Autorin versteht diese Handreichung als Sammlung, aus der passende Strategien ausgewählt werden können, wichtig ist auch, dass auch Erzieher*innen und Schulbegleiter*innen einbezogen werden (S. 17).

Das vierte Kapitel widmet sich der Frage, was FASD ist. Ausgehend von den Definitionen folgt ein kurzer Ausblick in die Geschichte und die medizinischen Grundlagen. In Deutschland ist nur wenig bekannt – die USA ist da schon weiter – die Autorin verweist auf amerikanische Literatur aus dem Jahr 2009 von Blaschke, Maltaverne, Struck. In der Abbildung 1 auf Seite 20 werden Angriffspunkte während der embryofetalen Entwicklungsphasen beschrieben. Welche Fehlbildungen entstehen, hängt nicht nur von Menge und Häufigkeit des Alkoholkonsums ab, sondern auch vom Entwicklungszeitpunkt des Kindes, das ist auch eine Erklärung dafür, warum kein einheitliches körperliches Störungsbild gibt.

Nach der Beschreibung der Entstehung folgen Ausführungen zum äußeren Erscheinungsbild, zu der Auswirkung auf die Hirnfunktionen und sonstige Auswirkungen. Besprochen werden Differenzialdiagnosen und Komorbiditäten sowie Möglichkeiten, eine Diagnose zu stellen. Eine Diagnose entlastet v.a. Betroffene weil damit die Suche nach dem Grund der Andersartigkeit entfällt. Die Diagnose gibt einen Beleg dafür, dass Schwierigkeiten nicht durch mangelnde Erziehung entstanden sind, sondern es organische Ursachen gibt. Eine Diagnose ist ein erster Schritt zu Maßnahmen in Bezug auf therapeutische, soziale und staatliche Unterstützung. FASD kommt viel häufiger vor als z.B. das Downsyndrom (1:600). Zahlen aus 2012 belegen eine Häufigkeit von 1:100. Auf S. 28 findet sich eine Abbildung zu einer Umfrage aus dem Jahr 2013 in Schulen.

Im Mittelpunkt von Kapitel fünf steht der Unterricht von Schüler*innen mit FASD. Einführend wird darauf verwiesen, was die häufigsten Auffälligkeiten sind. Genannt werden motorische Unruhe, Impulsivität, eine geringe Aufmerksamkeitsspanne, Störung der Gedächtnisleistung sowie Teilleistungsstörungen. Den Betroffenen fehlt eine innere Struktur, sodass Lehrer*innen und Erzieher*innen so weit es geht, eine externe Struktur bieten müssen. Betroffene tun sich mit offenen Unterrichtsformen schwer und lernen besser mit engen Vorgaben. Oft verdecken die meist sehr guten verbalen Fähigkeiten mögliche Unterstützungsbedarfe. Deshalb werden betroffene Schüler*innen oft kompetenter eingeschätzt, als sie in Wirklichkeit sind, was in der Folge zu überzogenen Erwartungen führen kann. Wichtig ist auch die Kenntnis darüber, dass betroffene Schüler*innen eine schwankende Tagesform haben.

Berücksichtigt werden müssen zudem Defizite im Lang- und Kurzzeitgedächtnis. Im Langzeitgedächtnis treten Schwierigkeiten beim Speichern und Abruf neuer Inhalte auf, das hat zur Folge, dass Sachwissen, Regeln und Handlungsabläufe schnell vergessen werden. Probleme in Bezug auf das Kurzzeitgedächtnis liegen darin, dass Inhalte bzw. Arbeitsaufträge leicht verloren gehen z.B. wenn ein neuer Reiz auftritt. Folge ist, eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, allgemeine Lernschwierigkeiten und die Unfähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen, zu erwähnen ist auch, dass es Betroffenen schwerfällt, aus Fehlern zu lernen. Daraus ergibt sich eine zweifache Herausforderung: Auf der einen Seite wird die Beeinträchtigung der betroffenen Schüler*innen mit FASD oft unterschätzt, auf der anderen Seite deren Stärken seltener erkannt, dies sind Empathie und Hilfsbereitschaft, ein besonderer Sinn für Gerechtigkeit, das Eintreten für Schwächere sowie Ehrgeiz, Geschicklichkeit und Ausdauer im sportlichen Bereich. Die Stärken bilden den Ansatz zur Förderung!

Dieses Kapitel schließt mit Hinweisen zur Haltung von Bezugspersonen wie zum Beispiel den Unterricht bedürfnisgerecht anzupassen, so wie bei blinden Menschen selbstverständlich eine Braille – Schrift zur Verfügung gestellt wird. Eine passende Haltung drückt sich auch darin aus, die eigenen Erwartungen an das Leistungsvermögen der betroffenen Schüler*innen anzupassen und gezeigte Verhaltensweisen nicht persönlich zu nehmen (S. 32). Zusammenfassend hat die Autorin eine Liste von 10 Schlüsselbegriffen erarbeitet, die Menschen mit FASD im Leben und Lernen unterstützen können. Dazu gehört eine klare Struktur, Routine, eine reizarme Umgebung, Aufgaben mit kurzen Schritten und vor allem die Ausdauer der Bezugspersonen mit dem Ziel, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu stärken und aufzubauen. Damit stellt sich Lehrer*innen die zu verantwortende Aufgabe, Wege zu finden, wie die Schülerin bzw. der Schüler an den eigenen Stärken orientiert und mit Freude lernt, um möglichst selbstständig zu leben und das eigene Potenzial voll auszuschöpfen.

Durch ein funktionales Assessment (Kapitel sechs) im Sinne einer verstehenden Diagnostik kann ein effektives Unterstützungsprogramm geplant werden. Die Autorin arbeitet zentrale Aspekte heraus, die zu beachten sind. Ein beigefügter Fragebogen unterstützt diese Herangehensweise. Nach dem Assessment folgt die Förderplanung mit sechs Schritten, ein Arbeitsbogen dazu findet sich im Anhang 1. Kern der Arbeit ist ein auf die Belastbarkeit betroffener Schüler*innen abgestimmter, bereits reduzierter Alltag mit wenigen verlässlichen Bezugspersonen. Diese sollten über die individuelle Problematik gut informiert sein, auf gute Unterstützung zurückgreifen können und das eigene Wohlbefinden im Blick behalten.

Mit diesem Wissen werden die Umweltbedingungen angepasst. Dieses siebte Kapitel gliedert sich folgendermaßen: Es beginnt damit, auf welche Themen zu achten ist, daran schließen sich Strategien wie die Klassenzimmergestaltung, der Stundenplan, Routinen und Situationswechsel an. Auch die Kommunikation (Kapitel acht) ist von besonderer Bedeutung. Einführend wird beschrieben, was unter Kommunikation verstanden wird, daran schließen sich wiederum Strategien in Bezug auf rezeptive Sprache, das Anweisungen geben, Begriffs- und Konzeptbildung sowie die expressive Sprache an.

Das neunte Kapitel handelt von den Exekutivfunktionen. Die Beschreibung hat zwei Aspekte: 1. auf was zu achten ist und 2. warum Exekutivfunktionen diagnostiziert werden. Unter Exekutivfunktionen wird die Fähigkeit zur Verhaltenssteuerung unter Berücksichtigung der Umweltbedingungen verstanden.

Erfolgreiche Strategien beziehen sich auf das Planen und Ordnen, Organisation, das Zeitmanagement und das vorausschauende Denken sowie das Setzen von Prioritäten. Es braucht die Berücksichtigung von Funktionen des Arbeitsgedächtnisses sowie die Speicherung von Informationen, die Metakognition, die Hemmung von Verhaltensweisen und die Selbstregulation, der Antrieb und die geistige Flexibilität. Dazu gehören auch die Themen in Bezug auf die Aufmerksamkeitsspanne und die Aufmerksamkeitsfokussierung, auch das Gedächtnis spielt eine Rolle, zudem geht es um problemlösendes Denken und um das Überwachen und Anpassen.

Das zehnte Kapitel ist den kognitiven Lernmethoden gewidmet. Es beginnt wieder mit der Beschreibung von Dingen, auf die zu achten ist. Erfolgreiche Strategien beziehen 1. das visuelle (räumliche) Lernen ein, dazu gehören die Bereiche Lesen und Sprache, grafische Organisationshilfen, Farben im Klassenzimmer und die Mathematik. Des Weiteren wird 2. das auditive Lernen beschrieben, damit ist das sprachlich-verbale Lernen gemeint. Betrachtet werden Geräusche und Sprache im Klassenzimmer, Musik, Lesen und Schreiben und die Mathematik. Hier schließt sich 3. das taktil-kinästhetische Lernen an. Dazu gehören Umwelt, Lesen und Schreiben sowie die Mathematik sowie 4. die Generalisierung und der Transfer.

Das elfte Kapitel nimmt soziale Fähigkeiten und Verhalten in den Mittelpunkt. Einführend wird wieder erläutert, auf was zu achten ist und dann schließen sich die Strategien an. Es geht darum, Regeln aufzustellen und konsequent zu handeln, auch ein positives Klassenklima wirkt unterstützend, Stress sollte reduziert werden, das Thema Gefühle wird angesprochen und wie es gelingt, Sozialkompetenz zu erreichen. Eine bedeutsame Rolle kommt der Interaktion mit Gleichaltrigen, sogenannten Peers zu. Auch die Themen Lügen und Stehlen werden thematisiert, kurz wird auch das Thema Sexualität angerissen. Das Kapitel schließt mit weiteren Hilfestellungen für Lehrerinnen und Lehrer ab.

Das Schlusswort, die Literaturliste und der Anhang bilden den Teil C. Der Anhang gliedert sich in fünf Teile: 1. Fragebögen wie z.B. ein Fragebogen zu den allgemeinen Fähigkeiten des Schülers/der Schülerin, ein Lehrer-/​Eltern-Interview zu den Exekutivfunktionen, dem „Fetal Alcohol Syndrome Questionnaire (FASQ)“ und ein Arbeitsbogen zur Förderplanung, 2. sogenannte Lückenfüller, 3. Materialien zu Strategien wie z.B. eine Vorlage für einen Handlungsplan, eine Bastelvorlage für eine Uhr zur Zeitschätzung sowie ein Selbstbeobachtungsbogen, 4. Mindmaps wie z.B. eine klassische Mindmap und eine hierarchische Mindmap, die Darstellung eines zeitlichen Ablaufs, die Beschreibung eines Charakters und ein Geschichten-Netz sowie zwei Diagramme (ein Problemlöse-Diagramm und ein Wenn-Dann-Diagramm). Dieser Anhang schließt mit der Beschreibung typischer Fehlinterpretationen von Verhaltensweisen bei Schüler*innen mit FASD durch Lehrpersonal.

Auf Seite 152 finden sich abschließend noch Kliniken zur FASD Diagnostik, weitere Adressen gibt es auf der website www.fasd-deutschland.de.

Diskussion

Teil B Leitfaden zum Umgang mit Schülern mit FASD ist der umfangreichste Teil. Kapitel drei gibt Hinweise zur Handreichung in Form von Anregungen und Tipps zum Umgang im Unterricht. Die vorgestellten Strategien können auch bei Schülerinnen und Schülern ohne Förderbedarf angewendet werden. Das ist ein wichtiger Hinweis. Vieles von dem, was vorgestellt wird, unterstützt alle. Es geht nicht exklusiv um die eine Schülerin, den einen Schüler, sondern die gesamte Klassengemeinschaft profitiert!

Diese Handreichung ist prall gefüllt mit Inhalt, die Seiten sind eng in kleiner Schrift bedruckt. Dennoch ist es gelungen, die Inhalte übersichtlich durch Hervorhebungen in Fettdruck zu gestalten, es gibt Zwischenüberschriften und Absätze, die Ausführungen gliedern sich in zahlreiche Spiegelstriche und Abbildungen/​Tabellen. Diese Darstellungsweise sowie die aussagekräftige Gliederung eröffnet die Möglichkeit, gezielt nach Themen zu suchen.

Neben den didaktischen Handreichungen wird auch immer auf den Stellenwert der Haltung hingewiesen. Die Haltung ist entscheidend! Eine Haltung, die Möglichkeiten und Wege sucht, wendet sich dem Menschen in seinem Sosein und seinen Lebensbedingungen zu, erkennt Fähigkeiten und Stärken, die Ansatzpunkte für Lösungen bieten. Mehr dazu findet sich im fünften Kapitel, dieses gibt Hinweise zur Haltung von Bezugspersonen wie zum Beispiel den Unterricht bedürfnisgerecht anzupassen, so wie bei blinden Menschen selbstverständlich eine Braille – Schrift zur Verfügung gestellt wird. Die Autorin hebt hervor: Eine passende Haltung findet ihren Ausdruck darin, die eigenen Erwartungen an das Leistungsvermögen der betroffenen Schüler*innen anzupassen und gezeigte Verhaltensweisen nicht persönlich zu nehmen (S. 32).

Dieses Anliegen unterstreicht die Autorin damit, dass sie eine Liste von 10 Schlüsselbegriffen zusammengestellt hat, die Menschen, die unter den Bedingungen von FASD leben, im Alltag und im Lernen unterstützen können. Dazu gehört eine klare Struktur, Routine, eine reizarme Umgebung, Aufgaben mit kurzen Schritten und vor allem die Ausdauer der Bezugspersonen mit dem Ziel, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu stärken und aufzubauen. Damit unterstreicht die Autorin die zentrale Verantwortung von Lehrer*innen, Wege zu finden, wie die Schülerin bzw. der Schüler an den eigenen Stärken orientiert und mit Freude lernen, um möglichst selbstständig zu leben und das eigene Potenzial voll auszuschöpfen.

Das Arbeiten, angelehnt an den TEACCH Ansatz, wird nicht explizit erwähnt, dennoch lassen sich zahlreiche Parallelen erkennen. Kern der Arbeit nach der TEACCH-Philosophie liegt in der Strukturierung und Visualisierung, um besser zu verstehen, eine individuell angepasste Umgebung zu gestalten und zahlreiche Handlungsspielräume zu generieren. Damit werden alle im System – hier am Beispiel Schule – entlastet und ein gemeinsames Miteinander entsteht.

Fazit

Die häufigste Ursache für eine geistige Beeinträchtigung und Entwicklungsverzögerungen im Kindesalter ist das FASD (Fetales Alkoholspektrumstörung). Leider sind weitere Details zu Entstehung, Folgen und Umgang kaum bekannt, deshalb ist Aufklärung nötig. Um eine angemessene Förderung zu ermöglichen, braucht es Kenntnisse über Besonderheiten von Schülerinnen und Schülern mit FASD.

Das vorgelegte Büchlein ist eine prall gefüllte und dennoch sehr gut gegliederte Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer an Regelschulen und für Sonderpädagoginnen und –pädagogen an Förderzentren. Die Autorin verfügt über ein großes Wissen, sie gibt Anregungen und Tipps zum Umgang mit betroffenen Schüler*innen in Unterricht und Schule. Eine frühzeitige Diagnose, spezielle Fördermaßnahmen und eine umfassende Betreuung können auftretende Probleme abmildern und Betroffene mit FASD vor schwerwiegenden gesundheitlichen, sozialen und beruflichen Folgen schützen. Neben den medizinischen Grundlagen des Syndroms und den Möglichkeiten der Diagnostik werden zahlreiche Strategien und Förderaspekte erläutert. Dieses Wissen hilft, Verhaltensweisen betroffener Schüler*innen zu verstehen, denn diese werden oft fehl interpretiert.

Wer Hintergründe und Zusammenhänge versteht kann zielgerichtet handeln – das gilt für alle Akteure im hier vorgestellten System Schule.


Rezension von
Dipl.-Päd. Petra Steinborn
Tätig im Personal- und Qualitätsmanagement in einer großen Ev. Stiftung in Hamburg-Horn. Freiberuflich in eigener Praxis (Heilpraktikerin für Psychotherapie). Leitung von ABC Autismus (Akademie-Beratung-Coaching), Schwerpunkte: Autismus, TEACCH, herausforderndes Verhalten, Strategien der Deeskalation (systemisch), erworbene Hirnschädigungen
Homepage www.abc-autismus.de
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Zitiervorschlag
Petra Steinborn. Rezension vom 06.09.2021 zu: Anne Schlachtberger: FASD und Schule. Eine Handreichung zum Umgang mit Schülern mit Fetaler Alkoholspektrumstörung. Schulz-Kirchner Verlag (Idstein) 2020. 3., geringfügig überarbeitete Auflage. ISBN 978-3-8248-1214-1. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/28032.php, Datum des Zugriffs 22.09.2021.


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