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Hannes Hofbauer, Stefan Kraft (Hrsg.): Lockdown 2020

Cover Hannes Hofbauer, Stefan Kraft (Hrsg.): Lockdown 2020. Wie ein Virus dazu benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern. Promedia Verlagsgesellschaft (Wien) 2020. 280 Seiten. ISBN 978-3-85371-473-7. D: 17,90 EUR, A: 17,90 EUR.
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Thema

Das ist ein wichtiges Buch zu einer Zeit, in der die Reduktion unseres gesellschaftlichen Lebens -gemeinhin Lockdown genannt- als zentrale Antwort auf die Verbreitung des Corona-Virus gesehen wird. Die Herausgeber des Bandes sehen die Problematik vielschichtiger. Sie stellen die existenzielle Frage, ob die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus notwendig, angemessen und verhältnismäßig sind oder ob das Virus benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern. Die Essays der achtzehn Autor*innen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen erweitern mit ihren differenzierten Analysen den Diskursraum in wohltuender Weise. 

Herausgeber

Die beiden Herausgeber Hannes Hofbauer und Stefan Kraft leiten den Promedia-Verlag. Der Verlag begreift sich als gesellschaftlich engagiertes Projekt, das sich seit fast 40 Jahren erfolgreich in Österreich am Buchmarkt behauptet. Von Hannes Hofbauer sind bei socialnet bereits die Bücher „Diktatur des Kapitals“ und „Kritik der Migration“ rezensiert worden.

Aufbau

Der Reader enthält 20 Beiträge, die in der Regel eine lesefreundliche Länge von ca.10 Seiten haben.

Die Beiträge sind in vier inhaltliche Bereiche gegliedert.

  • Der Nährboden für die Pandemie (11-76)
  • Sozioökonomische Folgen (79-113)
  • Staatliche Zwangsmaßnahmen und die Rolle der Medien (117-190)
  • Der neue Umgang (193-266)

Am Ende des Buches sind Zitate zum Lockdown u.a. von Wodarg, Streeck, Montgomery, Agamben, Drosten, Lauterbach, Bill & Melinda Gates aufgenommen worden (267-277).

Inhalt

Der erste Beitrag im Band ist von einem chinesischen Kollektiv (Chuang-Blog) verfasst worden, das sich mit Wirtschaftsanalyse befasst. Die Autoren zeichnen die Entstehung, Verlauf und Interpretation der Virusausbreitung nach (11-41). Epidemien in China werden als zwangsläufige Folge der Art des Wirtschaftens und des massiven Rückzugs des Staates aus dem Gesundheitssystem gesehen. Die Ausgaben für öffentliche Güter wie Gesundheitsversorgung sind in China sehr niedrig. Eine ungeregelte Agrarökonomie und Urbanisierung versetzt Virenstämme in extrem selektionsfördernde Umfelder. Das Ergebnis sind dann zoonotische Übertragungen. Es gibt keine Wildnis, sondern es gibt bis in die wildesten Gattungen ausgeweitete landwirtschaftliche Verwertungsketten. Das ist der Nährboden für Pandemien. Am Beispiel von Ebola-Ausbrüchen zeigen die Autoren, dass diese auftraten, „als die Expansion von Grundstoffindustrien im Wald siedelnde Bevölkerungen weiter zurückdrängte und örtliche Ökosysteme zum Erliegen brachte.“ (32). Mit der Bekämpfung dieser sogenannten „Naturkatastrophen“ wird die Ausweitung staatlicher Kontrolle rechtfertigt.

Der Politiker Andrej Hunko setzt sich in seinem Beitrag „Wer bestimmt, was gesund ist?“mit der Rolle der WHO auseinander (43-53). Die erhebliche Finanzierung der WHO durch die Bill & Melinda Gates Stiftung wird für ihn dadurch problematisch, dass „Reichtum verwendet werden kann, um die Gesellschaft nach den eigenen Interessen und Vorstellungen zu formen.“ (46). Hunko bemängelt, dass die WHO 2009 unter intransparenter Beschlusslage die Definition einer Pandemie geändert hat. Seitdem ist das Kriterium „hohe Sterblichkeit“ nicht mehr Bestandteil der Definition.

Der Mediziner Andreas Sönnichsen, Vorsitzender des Deutschen Netzwerkes Evidenzbasierter Medizin, geht hart mit der Art und Weise um, in der Zahlen zur Legitimation von Maßnahmen in der Corona-Krise herangezogen werden (55-68). Warum werden der Öffentlichkeit täglich kumulierte Corona-Infektionszahlen präsentiert? Dies geschieht bei keiner anderen Krankheit. Die Berichterstattung unterscheidet nicht zwischen Test-Positiven und Erkrankten. In Deutschland kam es nie zu einer Überlastung des Gesundheitssystems. Die Anzahl der Tests wirkt sich auf die Infektionszahlen aus. Je höher die Testhäufigkeit, desto mehr Infizierte werden entdeckt und desto höher ist die Anzahl falsch-positiver Befunde. Bei der niedrigen Prävalenz der Erkrankung (0,02 %) ist es „extrem unwahrscheinlich, einem Infizierten zu begegnen.“ (61). Massentests sind daher nicht sinnvoll. Das Verhältnis von Infizierten zu Toten wird in der Risikobetrachtung zu wenig berücksichtigt, es liegt unter 1 %. Es gibt wenig belastbare Evidenz, dass Social Distancing zu einer Verringerung der an oder mit Corona Gestorbenen führt. Sönnichsen stellt daher die Frage, wie viele Menschenleben durch die Lockdowns gerettet wurden und wie viele Lebensjahre und Lebensqualität durch die verordneten Maßnahmen vernichtet worden sind. Und er beantwortet sie auch: die Maßnahmen können weit größeren Schaden angerichtet haben als das Virus selbst.

Der folgende Beitrag des italienischen Arztes Armando Mattioli lenkt den Blick darauf, dass die neoliberalen Definanzierung des Nationalen Gesundheitsdienstes (SSN) in Kombination mit ungünstigen sozioökonomischen Bedingungen die Hauptursache für die meisten der Corona-Todesfälle in Italien sind (69-76).

Mattiolis Beitrag bereitet auf den zweiten Bereich vor, in dem es um die sozioökonomischen Folgen der Lockdowns geht. Hannes Hofbauer und Andrea Komlosy (Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte) beschreiben den Lockdown als Treibriemen des Übergangs vom Industriezeitalter in ein neues kybernetisches Zeitalter (79-89). In diesem Prozess werden die exekutiven Organe gestärkt und der Weg für neue Leitbranchen geebnet. Das menschliche Verhalten gerät zunehmend in den Verwertungsprozess, angefangen bei Angeboten zur Selbstoptimierung bis hin zur totalen Überwachung. Die menschliche Gesundheit wird ökonomisiert im Sinne der Kommodifizerung, Verhaltensweisen werden in Ware umgesetzt, durch Lockdowns und Home Office steigt das Volumen an gesammelten Daten. „Der Plattformkapitalismus verwandelt Erfahrungswissen in Markt- und Kontrollwissen.“ (82).

Alfred J. Noll, Jurist, Soziologe, Abgeordneter, analysiert das Staatseingreifen mit Rückgriff auf Friedrich Engels (91-100). Das Außergewöhnliche der Situation liegt darin, dass der Staat die allgemeinen Bedingungen der Produktion durch den Lockdown zum Erliegen gebracht hat. Der Staat sieht sich mit einer Problemstruktur konfrontiert, der er nicht gewachsen ist. „Die daraus resultierende Unfähigkeit…mündet in der notwendigen Preisgabe bürgerlicher Gesetzlichkeit.“ (93). Noll sieht einen Verlust der Rechtsqualität, das Recht verflüchtigt sich, Sachlichkeit und Verhältnismäßigkeit sind obsolet geworden. Das Dilemma von gesundheitspolitisch induzierter Restriktion und wirtschaftspolitischer Gewährleistungspflicht wird mit der Unendlichkeit stattlicher Subventionen „gelöst“. Er postuliert eine zunehmende Verschiebung von der Legislative zur Exekutive.

Andrea Komlosy widmet sich abschließend zu diesem Bereich den Auswirkungen auf globale Güterketten durch den Lockdown (101- 113). Sie beschreibt den Güterkettenzyklus sowie die Lieferkette bis vor die Haustür und weist darauf hin, dass die Cloud- und Streaming-Dienste enorm viel Energie verbrauchen. Ein Ende der globalen Güterketten ist nicht in Sicht, sondern sie verfolgen die Arbeiter*innen über Apps und Streaming-Dienste bis in die Privatsphäre.

Der nächste Teil des Buches „Staatliche Zwangsmaßnahmen und die Rolle der Medien“ wird eingeleitet mit der Vorstellung des „Homo hygiencus“ durch Matthias Burchardt (Philosoph). Der „Homo hygienicus“ taucht zeitgleich zum Virusauftritt im deutschsprachigen Raum auf. Er ist dem Hygienediskurs verpflichtet und „bezieht sein Selbstbild aus dem Verhältnis zu einem Ding, das er gar nicht kennt“ (119) – dem Virus, das unsichtbar und zugleich omnipräsent ist. Der Sozialraum verändert sich, Körperkontakt wird auch bei der Begrüßung vermieden, Abstände und Bewegungsmuster werden kontrolliert, die Maske führt zur Uniformität. Der „Homo hygienicus“ interpretiert Risiko als Gefahr, jeder andere Mensch ist potenziell eine todbringende Virenschleuder. „Menschlichkeit und Lebenssinn werden uns amputiert. Als Prothese wird die Digitalisierung angepriesen.“ (118).

Der Journalist Roland Rottenfußer sieht eine Gesundheitsdiktatur am Horizont (129-141). Mit den Lockdowns trainieren die Staaten ihren „Repressionsmuskel“. Den Einsatz von Schock-Strategien, die Einschränkung von Bürgerrechten, die Härte gegen Gesundheitsdeserteure, die Überwachungsarmbänder für Unschuldige erläutert er am Beispiel der Schweinegrippenpanik (2009) und der Corona-Verbreitung. Für ihn geht die Entwicklung dahin, das Selbstbestimmungsrecht der Menschen über ihren eigenen Körper einzuschränken und eine bis ins Letzte durchreglementierte Gesellschaft durchzusetzen.

Joachim Hirsch beleuchtet das Thema aus politikwissenschaftlicher Perspektive (143-153 ). Für ihn ist die „Corona-Krise“ eine weitere und einschneidende Etappe des Prozesses der Einschränkung bürgerlicher Freiheiten und rechtsstaatlicher Normen. Die bei Grundrechtseinschränkungen notwendige Prüfung der Verhältnismäßigkeit sowie eine empirisch abgestützte Prüfung der Sinn- und Zweckhaftigkeit der Maßnahmen fand nicht statt. Dass „die verheerenden hygienischen Zustände in Alten- und Pflegeheimen…ein Effekt der Privatisierungswelle im Gesundheitswesen sind“, wurde in der Öffentlichkeit nicht diskutiert. Hirsch zweifelt an, dass die in der Krise entwickelten Überwachungstechniken wieder abgeschafft werden.

Der Journalist Peter Nowak beschreibt die Digitalwirtschaft als großen Profiteur der Krise (155- 164). Der Lockdown trägt dazu bei, dass die Entwicklung in den digitalen Kapitalismus mit Macht vorangeht.

Auch Rolf Gössner (Publizist) befasst sich mit den Themen Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaat (165-178). Er fasst seine Analyse in mehreren Thesen zusammen. Sie lauten beispielsweise: Das Corona-Virus schädigt verbriefte Grund- und Freiheitsrechte. Die politische und soziale Teilhabe wird weitgehend ausgebremst. Eine differenzierte Rechtsgüterabwägung erfolgt nicht. Das Parlament hat sich praktisch partiell selbst entmachtet. Blanko-Ermächtigungen der Exekutive unterminieren die Verfassungsgrundsätze der Gewaltenteilung und des Föderalismus. Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ist gefährdet. Die soziale Spaltung der Gesellschaft wird sich weiter verschärfen. Die Corona-Notstandsmaßnahmen führen in eine scharfe Wirtschafts-, Gesellschafts-, Demokratie-, Rechtsstaats- und Verfassungskrise.

Walter van Rossum (Publizist) moniert den fehlenden Pluralismus der sogenannten Qualitätsmedien (179-190). Im Glanz der Sensation würde auf jegliche kritische Beobachtung verzichtet und regelmäßig der ganz große Pandemiealarm ausgerufen. „Daten werden so geschliffen, bis sie ins Narrativ einer menschheitsbedrohenden Pandemie passen.“ (186).

Den Abschluss des Buches bilden sieben Beispiele, die demonstrieren, wie Corona den gesellschaftlichen Umgang verändert hat.

Stefan Kraft reflektiert, wie sich Corona auf unser Verhältnis zum Sterben und zum Tod ausgewirkt hat (193-201). Der Tod war in der Vor-Corona-Zeit aus dem kollektiven Bewusstsein verbannt und tabuisiert. „Menschlich zu sein bedeutet hingegen sterblich zu sein“ (199).

Ulrike Baureithel (Journalistin) beschreibt in ihrem Beitrag, die Angst aussortiert zu werden (203-211). Sie zitiert Ulrich Beck, dass das Merkmal „Risiko“ alle anderen Merkmale auslöscht und gesellschaftlich konstruiert ist. Dies wird besonders relevant, wenn unter dem Stichwort „Triage“ bei knappen Behandlungsressourcen über Leben und Tod entschieden wird.

Valentin Widmann (Publizist) nimmt die Menschenwürde in den Fokus und zeigt, was sie letztlich für ein flüchtiges Gut ist (213-221). Menschenwürde sei ein normativer Begriff. „Im Grunde verbürgt die Menschenwürde nichts anderes als die allen Individuen zukommenden Menschenrechte“ (215). Risikoanalysen zum Beispiel bei Lebensversicherungen hebeln die Menschenwürde aus. Wenn wir die Menschenwürde von ihren konstituierenden Schutzrechten entkoppeln, dann sei sie nicht mehr zu sehen.

Der Erziehungswissenschaftler Jochen Krautz weist auf die Gefahr hin, die in der offensiven digitalen Schultransformation liegt (223-232). Durch den Lockdown der Schulen konnte sie Fahrt aufnehmen, nachdem der sogenannte Digitalpakt der Bundesregierung lange nicht in die Gänge kam. Mit den Methoden des Change-Managements „unfreezing“, „moving“ und „refreezing“ wird versucht, den Wandel zum dauerhaft digitalen Unterricht durchzusetzen. Krautz warnt vor dem behaviouristischen Reiz-Reaktions-Ansatz des digitalen Lernens. Bildung ist für ihn das selbstständige Verstehen einer Sache, das an das soziale Miteinander im Raum gebunden ist. Unterricht ist „der spezielle Ort, „an dem Menschen ihr kulturelles Leben weitergeben“ (229). Er fordert daher als Lehre aus Corona die Rückkehr zu analogem Unterricht in der Schule.

Bernhard Heinzlmaier (Jugendforscher) argumentiert in Bezug auf die Situation der Jugendlichen in ähnlicher Weise (233-246). Bildungsferne Milieus werden noch bildungsferner. Die weitgehende Privatisierung des Schulunterrichts verstärkt das Bildungsgefälle zwischen Bourgeoisie und unterprivilegierten Schichten. Er schlussfolgert, dass sich die soziale Spaltung der Gesellschaft auch unter den Jugendlichen vertiefen wird.

Von Gerhard Ruiss (247-257) sind vier Reden in den Band aufgenommen worden, die er im Sommer 2020 gehalten hat. In diesen weist er darauf hin, dass die Lockdowns zehntausende Kunst- und Kulturschaffende zu einkommens- und rechtlosen Nichterwerbstätigen gemacht haben.

Der letzte Beitrag stammt von Nicole Selmer, Chefredakteurin eines Fussballmagazins (259-266). Sie befasst sich mit der Reaktion von Fussballfans auf das Stadionverbot.

Diskussion

Die Lektüre der vielen Beiträge in dem Band ist wohltuend. Dankenswerter Weise wird durch die Publikation ein Diskursraum geschaffen, der die notwendige Breite und Differenziertheit der Diskussion zum Thema Corona und Lockdown in angemessener Weise liefert. Es werden viele Facetten und Argumente in dem Band dargestellt. Die Ausbreitung der Corona-Infektionen von ihrer Entstehung über die Bewertung der Faktenlage bis hin zu den Schilderungen der Lockdownfolgen ist nachvollziehbar. Die Einführung prägnanter Wortfiguren wie „Homo hygienicus“ verleiht dem durch die Lockdowns erzeugten gesellschaftlichem Klima Plastizität. Bei allen Autor*innen klingt die Sorge über nachhaltige negative Auswirkungen der Lockdowns auf Gesellschaft, Demokratie, Rechtsstaat und Verfassung durch. Vor allem die Stärkung der exekutiven Organe und der Digitalisierungsprozesse erregt Besorgnis. Dies gilt auch für die Tendenzen zur Durchsetzung einer disziplinierten, reglementierten Gesellschaft. Diese Tendenzen erinnern fatal an den Versuch des deutschen Bundeskanzlers Ludwig Erhard Anfang der 1960er Jahre sein Konzept der „formierten Gesellschaft“ durchzusetzen. Dass diese Besorgnis nicht völlig unberechtigt ist, zeigt sich daran, dass die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages 2019 eine Ausarbeitung zum Konzept der „formierten Gesellschaft“ vorgelegt haben. Es ist dem Band von Hofbauer und Kraft zu wünschen, dass er eine hohe Leserschaft erreicht, damit das häufig eindimensionale Denken und Argumentieren zur Rolle und Wirksamkeit von Lockdowns sowie zu den „richtigen“ Maßnahmen aufgebrochen wird.

Fazit

Der von Hannes Hofbauer und Stefan Kraft publizierte Sammelband liefert umfangreiches Material und spannende Analysen zur Beurteilung der Auswirkungen des Lockdowns im Frühsommer 2020. Die in dem Band versammelten 18 Autor*innen geben dem Band eine inter- bzw. transdisziplinäre Ausrichtung. Auf der Basis von gut recherchierten Fakten werden sozioökonomische Folgen, staatliche Maßnahmen, mediale Resonanz und Änderungen im gesellschaftlichen Umgang und Sozialraum beschrieben. Die Darstellungen erstrecken sich auf Deutschland und Österreich aber auch auf Italien und China. Die einzelnen Beiträge sind gut lesbar und komprimiert geschrieben. Sie liefern differenzierte Betrachtungen zu den mit dem Lockdown verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen und ermöglichen somit dem Leser/der Leserin eine Erweiterung seines/​ihres diskursiven und perspektivischen Raums.


Rezension von
Dr. Dieter Korczak
Soziologe, Publizist, Dozent, Leiter der GP-Forschungsgruppe
Homepage www.gp-f.com
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Zitiervorschlag
Dieter Korczak. Rezension vom 16.04.2021 zu: Hannes Hofbauer, Stefan Kraft (Hrsg.): Lockdown 2020. Wie ein Virus dazu benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern. Promedia Verlagsgesellschaft (Wien) 2020. ISBN 978-3-85371-473-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/28039.php, Datum des Zugriffs 01.12.2021.


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