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Stefan T. Siegel, Martin Daumiller (Hrsg.): Wissenschaft und Wahrheit

Cover Stefan T. Siegel, Martin Daumiller (Hrsg.): Wissenschaft und Wahrheit. Ursachen, Folgen und Prävention wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2020. 114 Seiten. ISBN 978-3-8474-2429-1. D: 19,90 EUR, A: 20,50 EUR.
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Thema

Ist das gesellschaftliche Vertrauen in die Wissenschaft dahin und wie lässt es sich (wieder-) herstellen? Diese Fragen haben besonders in Zeiten von Fake News und Populismus wieder an Bedeutung gewonnen. Bei dem Versuch sie zu beantworten, wählen die Herausgeber des Bandes „Wissenschaft und Wahrheit. Ursachen, Folgen und Prävention wissenschaftlichen Fehlverhaltens“ einen interdisziplinären Ansatz, indem sie die Perspektiven von Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen bündeln.

Herausgeber

Stefan T. Siegel Gesamtkoordinator im Projekt „Förderung der Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität“ (LeHet) und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik der Universität Augsburg. Er forscht u.a. zu erziehungswissenschaftlichen Theorien, Bildungsmedien und den Themen Wissenschaftstheorie, -kommunikation und wissenschaftliche Bildung.

Martin H. Daumiller ist akademischer Rat auf Zeit, der am Lehrstuhl für Psychologie der Universität Augsburg habilitiert. Seine umfassende Publikationsliste zeugt von reger wissenschaftlicher Tätigkeit und seine Arbeit weist eine hohe empirische Qualität auf. Seine Forschungsschwerpunkte sind Motivation und Motivationsförderung in Bildungskontexten, Ziele und Zielorientierungen, akademisches Betrugsverhalten, das Erleben, Verhalten und Leisten von Wissenschaftler*innen und Lernen mit digitalen Medien im tertiären Sektor.

Inhalt

1. Vertrauen vs. Betrug und Fehlverhalten in der Wissenschaft

Den ersten Beitrag liefern Siegel und Daumiller selbst und nehmen darin zunächst eine umfassende Begriffsbestimmung vor. Das ist auch gut so, denn dabei wird deutlich, dass nicht nur die Kenntnis der Bedeutungsvielfalt der Begriffe Wissenschaft, Vertrauen und Betrug Grundlage für eine realistische Bewertung der Rezeption von Wissenschaft ist. Schon allein die „Frage, ob das Vertrauen in die Wissenschaft […] dahin ist, kann in dieser Pauschalität weder positiv noch negativ beantwortet werden“ (S. 19). Eine systematische Herangehensweise ist gefragt. Diese liefern Siegel und Daumiller genauso, wie eine Sammlung exemplarischer Leitfragen, die am Ende des Beitrages platziert den Eindruck vermitteln, im Rahmen der folgenden Kapitel aufgegriffen zu werden.

2. Faking Science: Erlebnisbericht eines Betrügers

Die Bestrebung der Herausgeber, mannigfaltige Perspektiven auf das zentrale Thema Wissenschaft darzustellen, wird gleich im zweiten Kapitel sichtbar. Die Sichtweise eines Betrügenden darf nicht fehlen. Diederik A. Stapel, ehemaliger Professor für kognitive Sozialpsychologie an die Universität Groningen, liefert einen Beitrag, der fast schon unterhaltsam wirkt: In Form eines Erfahrungsberichtes benennt er Gründe für wissenschaftlichen Betrug und die Verlockungen, die dazu führen können. Dieser Text dürfte auch für Nicht-Wissenschaftler*innen gleichermaßen faszinierend, wie erschreckend wirken. Es wird deutlich, wie schnell und oftmals problemlos die Grenze zwischen Wahrheitsfindung und Hochstapelei überschritten ist. Allerdings enthält der Erlebnisbericht auch die Schilderung möglicher Konsequenzen wissenschaftlichen Fehlverhaltens – und die sind alles andere als harmlos.

3. Motivationale Orientierungen und menschliches Handeln

Obwohl Stapels Verfehlungen in ihrem Ausmaß ein Extrembeispiel wissenschaftlichen Betrugs darstellen mag, wird gleich im nächsten Beitrag darauf hingewiesen, dass weniger drastische Betrugsfälle durchaus nicht selten vorkommen. Lesende, die sich soeben noch nicht ganz sicher waren, warum Stapel betrogen hat, werden postwendend abgeholt. Stefan Janke, akademischer Mitarbeiter an der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Mannheim, präsentiert Forschungsergebnisse zu motivationalen Orientierungen. Diese Zielorientierungen können menschliches Handeln beeinflussen, wobei auch der Kontext, in dem Wissenschaft betrieben wird, nicht außer Acht gelassen wird. Janke liefert einen überzeugenden, weil wissenschaftlich fundierten Erklärungsansatz für das Zustandekommen wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Der Wechsel von einem narrativen im Kapitel zuvor, zur deutlich wissenschaftlicheren Darstellung in diesem Beitrag, ist hervorragend gelungen.

4. Wahrheit und Betrug aus sportlicher Perspektive

Die Betrachtung der Dinge aus verschiedenen Perspektiven, die den vorliegenden Sammelband auszeichnet, wird auch durch den dritten Beitrag sichtbar. Hier werden Parallelen zwischen Leistungssport und dem Wissenschaftsbetrieb gezogen, die durchweg nachvollziehbar erscheinen. Die Beweggründe, die sich für Betrug im Sport anführen lassen, können greifen in gewissem Maße auch für Betrugsverhalten im Wissenschaftssystem. Die einzelnen Kapitel des Bandes sind inhaltlich miteinander verzahnt. Der/Die aufmerksame Leser*in wird erkennen, dass besonders „Performance Goals“, die im vorangehenden Beitrag thematisiert werden, das verbindende Element zu diesem Kapitel darstellen. Für den Autor Hans Peter Brandl-Bredenbeck, Direktor des Instituts für Sportwissenschaft und Inhaber des Lehrstuhls für Sportpädagogik an der Universität Augsburg, ergibt sich beim Sport ein Spannungsfeld zwischen „Erfolgsorientierung“ und „Fairnessforderung“ (S. 51) und auch wenn er es selbst ganz anders sieht, eine gewisse Übertragbarkeit dieses Dilemmas auf den Wissenschaftsbetrieb scheint nicht zu weit hergeholt.

5. Wissenschaft und Wahrheit – Der „blinde Fleck“

Nach diesem Exkurs in den Leistungssport wird der Lesende in die Welt der Philosophie entführt. Es geht um das Verhältnis von Wissenschaft und Wahrheit. Der Autor, Uwe Voigt, Inhaber des Lehrstuhls analytische Philosophie an der Universität Augsburg, widmet sich der Logik von Gottlob Frege und zeigt auf, dass diese „ergänzungsbedürftig“ und „ergänzungsfähig“ (beide S. 59) ist. Der Gegenstand, mit dem sich eine Wissenschaft befasst, kann und darf diskutierbar sein. Auch wenn Voigts Beitrag nicht ganz unkompliziert erscheint, so stellt er in summa doch absolut schlüssig dar, dass „Wissenschaften verschiedener Art […] als Dienst an Wahrheit […] zu verstehen [sind]“ (S. 59). Dabei ist verantwortungsvolles und kritische reflektiertes Handeln unabdingbar (s. 59). Folglich verbietet sich jede Form des Wissenschaftsbetrugs, selbst wenn die Definition des Gegenstandes einer Wissenschaft einen gewissen Spielraum zulässt.

6. Wahrheit aus rechtswissenschaftlicher Sicht

Der Beitrag von Josef Franz Lindner, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Medizinrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Augsburg, handelt vom Wahrheitsbegriff aus einer rechtswissenschaftlichen Perspektive. Es geht um die Wahrheit im Recht, durch das Recht und des Rechts. Schon allein diese Unterscheidung verdeutlicht, dass diesem Begriff eine bereichsspezifische Bedeutung zukommt. Der Umgang mit diesem Umstand in der Rechtswissenschaft zeigt, wie wichtig und gleichzeitig schwierig die Suche nach der Bedeutung von Wahrheit ist. Die Ausführungen von Lindner lassen es wenig verwunderlich erscheinen, dass dem Wahrheitsbegriff in bestimmten juristischen Kontexten sogar ausgewichen wird und diesbezüglich weiterer Forschungsbedarf konstatiert wird.

7. Universitäre Qualitätssicherungsmechanismen

Wenn nicht abschließend geklärt ist, was Wahrheit eigentlich ist, was ist dann unter Betrug bei der Wahrheitsfindung zu verstehen? Diese Frage wird, zumindest teilweise, im Rahmen des Beitrages von Bernd Oberdorfer, Ordinarius für Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen an der Universität Augsburg, geklärt. Dieser befasst sich mit universitären Sicherungsmechanismen. Anhand realer Fallbeispiele wird anschaulich dargestellt, welche Konsequenzen Betrugsvorwürfe in Bezug auf Dissertationen nach sich ziehen können und welche universitären Kontrollorgane dabei aktiv werden. Der Text liefert einen Einblick in die Abläufe des Wissenschaftsbetriebes und zeigt gleichsam, dass immer wieder veränderte Rechtsgrundlagen, Publikationstraditionen und vertrackte Betreuungsverhältnisse pauschale Urteile über angebliche Betrugsfälle so gut wie unmöglich machen.

8. Transparenz in der Forschung

Vertrauen in die Wissenschaft (wieder-) herstellen und Betrug verhindern, zwei Probleme, auf welche die Autorinnen Sonja Härkönen, Leiterin des Referates III/5 „Open Access“ an der Universität Augsburg und Kirsten Süselbeck, Fachreferentin Europäische Ethnologie und Mitarbeiterin im Referat III/5 „Open Access“, ebenfalls an der Universität Augsburg, eine Antwort haben: Transparenz. In ihrem Beitrag geben sie „einige Empfehlungen zur Erhöhung der digitalen Offenheit, Sichtbarkeit und Reichweite wissenschaftlicher Forschung“ (S. 77). Das öffentlich zugängliche publizieren im Internet stellt eine Gegenbewegung zu einer sich seit Jahrzehnten vollziehenden Entwicklung dar, welche dafür sorgt, dass der Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen von der Größe des Geldbeutels abhängt. Härkönen und Süselbeck und lassen allerdings auch Problem des online-Publizierens nicht unbeleuchtet, was ihren Beitrag ausgewogen und reflektiert erscheinen lässt. Die Informationen zu den Themen Auftritt und publizieren im Netz sind aufschlussreich, wenn auch in erster Linie für Wissenschaftler*innen relevant. Das wird außerdem und besonders durch die beigefügte „Übersicht der genannten Tools und URLs“ (S. 85) deutlich. Aus dem Beitrag geht anschaulich hervor, dass sich das wissenschaftliche Publikationssystem im Wandel befindet und die Digitalisierung Chancen bietet, wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglicher zu machen und Vertrauen (wieder-) herzustellen.

9. Open Science – Der Weg zur Glaubwürdigkeit

Woher kommt überhaupt das Misstrauen gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen? Medienberichte über Plagiate prominenter Titelträger*innen à la Stapel, die in der breiten Öffentlichkeit immer wieder die Empörung der Bevölkerung hervorrufen können, sind eigentlich nur die Spitze des Eisbergs. Die Problematik ist viel tiefgreifender, wie Felix D. Schönbrodt, akademischer Rat und außerplanmäßiger Professor am Lehrstuhl für Psychologische Methodenlehre und Diagnostik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Stefan T. Siegel und Martin H. Daumiller, unter der Mitarbeit von Melissa Özsoy, in ihrem Beitrag zeigen. Nicht replizierbare Forschungsarbeiten in hochrangigen wissenschaftlichen Fachzeitschriften, fragwürdige Forschungsmethoden und Fehler in der Wissenschaft ziehen weitreichende Konsequenzen, nicht nur für die Wissenschaftsgemeinschaft, nach sich. Der Text in diesem Kapitel ist unter Umständen nicht sofort für jeden Lesenden verständlich. Doch obwohl einige statistische Fachbegriffe fallen, lässt sich erschließen, worum es geht. Die Statistik bietet Spielraum für intentionale und nicht intentionale Verfälschung und Fehler können passieren. Der Publikationsbias sorgt für eine Verschärfung der Problematik, sodass „sich ein beunruhigendes Bild für die Verlässlichkeit der wissenschaftlichen Literatur [ergibt]“ (S. 93). Glücklicherweise skizzieren die Autoren nach dieser ernüchternden Bestandsaufnahme einen Ausweg und schlagen dabei in die gleiche Kerbe wie die Autorinnen im vorangehenden Beitrag: „Open Science: Transparente Wissenschaft als neue Form der Wissenschaft“ (S. 93). Wenn es darum geht Vertrauen aufzubauen oder wiederherzustellen, scheint Transparenz das Mittel der Wahl. Wie das funktionieren kann, beschreiben die Autoren ausführlich und verständlich. Dabei werden besonders die Vorteile transparenter Wissenschaft hervorgehoben.

10. Regeln guter wissenschaftlicher Praxis

Wenn Fällen von Wissenschaftsbetrug etwas Positives abgewonnen werden kann, dann ein nach deren Bekanntwerden ertönender Ruf nach Regeln, deren Schaffung und die Kontrolle der Einhaltung selbiger. Regeln gibt es, wie Kirsten Hüttemann, Direktorin der Gruppe Chancengleichheit, Wissenschaftliche Integrität und Verfahrensgestaltung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in Ihrem Beitrag am Beispiel von Universitäten und der DFG zeigt, schon genug. Deshalb verweist die Autorin auf die Wichtigkeit der Prävention und führt aus, warum gerade die so schwer zu leisten ist. Sie liefert konstruktive Vorschläge, um wissenschaftliches Fehlverhalten effektiv verhindern und Wissenschaftler*innen, die ein solches anzeigen, schützen zu können. Dabei sieht sie besonders die Universitäten in der Pflicht. Ein sehr lesenswerter Beitrag mit vielen Anregungen, der nicht zuletzt wegen des Plädoyers am Schluss positiv in Erinnerung bleibt.

11. Blick in die Zukunft

In Ihrem Schlusswort greifen Daumiller und Siegel zentrale Inhalte des Bandes noch einmal auf und machen klar, dass der Stellenwert der Wissenschaft in unserer Lebenswelt nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die Autoren lenken den Blick des Lesenden auf eine Gruppe von Akteuren*innen, die die Möglichkeiten und Strategien zur Schaffung einer transparenten und vertrauenswürdigen Wissenschaft letztlich umsetzen müssen und denen eine zentrale Rolle bei der Entscheidung zukommt, wie authentisch Wissenschaft ist: (Nachwuchs-) Wissenschaftler*innen. Erneut ist hier, wie für den ganzen Band bezeichnend, eine multiperspektivische Betrachtungsweise der Thematik erkennbar. Unter Bezug auf Philosophen der Antike, den Bildungsbegriff und individueller Merkmale wie die Ausprägung der Motivation zeigen Daumiller und Siegel Aspekte auf, die Wissenschaftler*innen zum Reflektieren anregen können. Denn letztlich sind sie es, die die Zukunft von Wissenschaft und das Verhältnis von Wissenschaft zu Wahrheit in entscheidendem Maße mitbestimmen und über Familie, Partner*innen, Freund*innen und Bekannte auch nach außen hin ein Bild der Wissenschaft transportieren.

Diskussion

Was ist Wissenschaft? Was Wahrheit und was Betrug? Diese Fragen werden im Sammelband „Wissenschaft und Wahrheit. Ursachen, Folgen und Prävention wissenschaftlichen Fehlverhaltens“ nicht vollumfänglich und abschließend, im Sinne von Begriffsbestimmungen geklärt. Das muss auch überhaupt nicht sein. Das Werk von Daumiller und Siegel stellt einen interdisziplinären Ansatz dar, mit dem das Zusammenspiel dieser Begrifflichkeiten erörtert werden soll. Dieses Vorhaben gelingt ihnen hervorragend, von dem Erfahrungsbericht eines Betrügers bis hin zu Darstellung der Problematik des p-hacking, bietet der Band umfassende Informationen und Einblicke. Er gewährt auch nicht Wissenschaftlern*innen Zugang zu einer Welt, in der nicht selten Leistungsdruck und -streben in Konflikt mit Ethos und Ehrlichkeit geraten können. Dabei werden die Herausgeber dem Anspruch des Titels absolut gerecht. Es werden nicht nur Ursachen und Folgen von wissenschaftlichem Fehlverhalten dargestellt, der Band enthält auch zahlreiche Ansätze, die zu dessen Prävention herangezogen werden kann. Die Aktualität der Thematik ist unbestreitbar und die Qualität der Beiträge in diesem Sammelband ist hoch. Wer mitreden möchte, wenn es um Wissenschaft und ihr Verhältnis zur Wahrheit geht, sollte diesen Band gelesen haben.

Fazit

Wissenschaft und Wahrheit sind vielschichtige Begriffe, die auf vielfältige Art und Weise miteinander in Verbindung stehen und voneinander abhängen. Unsere Lebenswelt basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und oft ist uns aus Gründen der Gewohnheit nicht klar, in welchem Ausmaß wir von den Errungenschaften der Forschung profitieren. Da nicht abschließend geklärt werden kann, was Wahrheit ist und nicht jeder weiß, wie sich die Suche nach der Wahrheit gestaltet, spielt in Bezug auf den Stellenwert der Wissenschaft immer auch Vertrauen eine wichtige Rolle. Wie kann es zum Verlust dieses Vertrauens kommen und welche Maßnahmen können ergriffen werden, um eine solche Entwicklung zu verhindern? Im Sammelband Wissenschaft und Wahrheit: Ursachen, Folgen und Prävention wissenschaftlichen Fehlverhaltens, von den Herausgebern Stefan T. Siegel & Martin H. Daumiller, werden genau diese Fragen aufgegriffen. Aus verschiedenen Perspektiven werden die Begriffe Wissenschaft, Wahrheit und Betrug beleuchtet. Vom Erlebnisbericht eines Betrügers bis hin zur philosophischen Auseinandersetzung mit dem Wahrheitsbegriff enthält der Band zahlreiche lesenswerte Beiträge. Dabei erhält der Lesende einen exklusiven Einblick in die Welt der Wissenschaft. Die interdisziplinäre Betrachtungsweise zeichnen das Werk genauso aus, wie die hochkarätigen Autorinnen und Autoren, die hier zu Wort kommen.

Die Inhalte des Sammelbandes gehen weit über eine reine Bestandsaufnahme hinaus. Es werden sinnvolle Lösungsvorschläge für ernste Probleme geliefert. Dabei eröffnen sich dem Lesenden interessante Einblicke, die in dieser Zusammenstellung, mit dem gegebenen Maß an Expertise, wohl in keinem anderen Sammelband zur Verfügung stehen.


Rezension von
Tobias Böttger
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Universität Augsburg
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Zitiervorschlag
Tobias Böttger. Rezension vom 28.06.2021 zu: Stefan T. Siegel, Martin Daumiller (Hrsg.): Wissenschaft und Wahrheit. Ursachen, Folgen und Prävention wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2020. ISBN 978-3-8474-2429-1. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/28303.php, Datum des Zugriffs 24.07.2021.


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