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Jens Baas (Hrsg.): Perspektive Gesundheit 2030

Rezensiert von Prof Dr. Mirella Cacace, 28.01.2022

Cover Jens Baas (Hrsg.): Perspektive Gesundheit 2030 ISBN 978-3-95466-605-8

Jens Baas (Hrsg.): Perspektive Gesundheit 2030. Gesellschaft, Politik, Transformation. MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (Berlin) 2021. 382 Seiten. ISBN 978-3-95466-605-8. D: 59,95 EUR, A: 61,75 EUR, CH: 72,00 sFr.
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Thema und Entstehungshintergrund

Mit seinem dritten Herausgeberband „Perspektive Gesundheit 2030. Gesellschaft, Politik, Transformation“ lädt Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der Techniker Krankenkasse, zum Dialog über die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems. Das Buch will Reformbedarfe und -perspektiven für das Gesundheitssystem in dieser Dekade aufzeigen. Dazu thematisiert es die zentralen Ziele, Herausforderungen und Lösungsansätze. Es stellt die Frage, wie ein Gesundheitssystem finanziert, organisiert und reguliert werden sollte, und welche Rollen den politischen, gesellschaftlichen und privaten Akteuren dabei zukommen. Das Werk will die Bedarfe derjenigen in den Mittelpunkt rücken, die das Gesundheitssystem nicht nur in Anspruch nehmen, sondern auch finanzieren: die Nutzerinnen und Nutzer.

Das interdisziplinäre Buch versammelt namhafte Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Forschung. Zu den vertretenen Disziplinen gehören die Gesundheitsökonomie/das Gesundheitsmanagement, die Soziologie und Politikwissenschaften sowie die Gesundheits- und Pflegewissenschaft. Auch die Praktikerinnen und Praktiker der Techniker Krankenkasse kommen zu Wort. Vor diesem Hintergrund spricht das Buch auch eine Breite von Zielgruppen an. Der Herausgeber intendiert nach eigenen Worten neue Perspektiven auch für gut informierte Leserinnen und Leser anbieten zu können.

Aufbau und Inhalt

Das Gesamtwerk ist in vier etwa gleichgewichtige Segmente unterteilt, die im Folgenden umrissen werden. Es ist zu erwähnen, dass die folgende zusammenfassende Übersicht über diesen Sammelband dem Facettenreichtum der Beiträge nur bedingt gerecht werden kann. Die zahlreichen Autorinnen und Autoren bitte ich um Verständnis, dass nur wenige in dieser Rezension namentlich genannt werden können. Die Auswahl ist zudem ausdrücklich dem Duktus geschuldet und nicht als Akzentuierung zu verstehen.

Teil I: Ziele der Gesundheitspolitik

Der erste Teil setzt sich mit den Zielen der Gesundheitspolitik auseinander. Im Sinne einer Akzentuierung der Perspektive der Nutzer*innen, kommt zunächst die Bevölkerung zu Wort. Aus deren Sicht erfreut sich das deutsche Gesundheitssystem einer breiten Zustimmung, auch – oder gerade – unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Demnach ist die Bevölkerung im Jahre 2021 zufriedener den je mit dem Gesundheitssystem, ist bereit, tiefer für Krankenversicherung und Pflege in die Taschen zu greifen, und weist eine positive Grundhaltung gegenüber der Digitalisierung auf.

Kann die (Gesundheits-)Politik angesichts dieser positiven Rückmeldung nun innehalten und nach zwei für alle Beteiligten anstrengenden Corona-Jahren die Reformzügel erst einmal lockerlassen? Bei weitem nicht. Hohe Akzeptanzwerte täuschen nicht über gravierende Effizienzverluste und Gerechtigkeitsdefizite hinweg. Wie Eckhard Nagel, Justin Hecht und Michael Lauerer betonen, ist das Ziel eines gerechten Zugangs zum Versorgungssystem immer noch nicht verwirklicht und damit zentral. Zur Stärkung von Nutzerinnen und Nutzern kann die Steigerung der Gesundheitskompetenz, insbesondere digitaler Kompetenzen, als zentrales Ziel und Zukunftsthema nicht genug betont werden.

Aus der Finanzierungsperspektive gilt es, das solidarische System zu stärken. Um das Ziel der (Generationen-) Gerechtigkeit zu realisieren, werden Argumente für eine Bürgerversicherung als auch für Pauschalzahlungen der Versicherten („Kopfpauschalen“) ausgetauscht. Primäre Reformziele auf der Leistungserbringungsseite sehen die Expertinnen und Experten in einem effizienten und effektiven Versorgungssystem, welches die für das deutsche Gesundheitssystem typischen „Silostrukturen“ aufbricht. Ein Schwerpunkt der Beiträge befasst sich daher mit dem Ziel einer besseren Verzahnung der Versorgungsbereiche. Damit einhergehen müssen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Hierbei ist nicht nur die Qualität einzelner Prozeduren, sondern die Systemqualität insgesamt in den Blick zu nehmen.

Diese Zielsetzungen sind selbstverständlich nicht neu, historisch gewachsene Strukturen und Besitzstände verhindern deren konsequente Bearbeitung jedoch seit langem. Neben einer Auseinandersetzung mit den Zielen an sich, befasst sich der erste Teil des Buchs daher auch mit der Frage, welche Rolle öffentlichen und privaten Akteuren bei deren Verwirklichung zukommt. Trotz eines grundsätzlichen Bekenntnisses zum Subsidiaritätsprinzip ist die staatliche Gesundheitspolitik gefordert. Aufgabe der Politik ist, die Akteure im Gesundheitssystem zu stärken, indem sie die technischen und personellen Voraussetzungen für eine gerechtere und effizientere Versorgung schafft. Aus der Gerechtigkeitsperspektive spricht einiges dafür, die Rolle von primär gewinnorientierten Anbieterinnen und Anbietern zu begrenzen, auch um „Knoten“ digitaler Macht zu verhindern, wie sie aktuell im Zuge der Modernisierung des Gesundheitssystems entstehen.

Teil II Herausforderungen für das Gesundheitssystem

Im zweiten Teil des Buchs werden die konkreten Herausforderungen für das Gesundheitssystem vor dem Hintergrund dieser breiten Zielsetzungen spezifiziert. Patientenorientierung und vernetzte Versorgung sind dabei längst überfällige Fokussierungen, die angesichts der Aufgabendichte während der Corona-Pandemie nicht aus den Augen geraten dürfen.

Vor diesem Hintergrund hinterfragen die Expertinnen und Experten, wie zum Teil lange historisch gewachsene Strukturen aufgebrochen und Arbeitsweisen neu gedacht werden können. Eine erhebliche Beschleunigung wird von der Digitalisierung erwartet. Die Reaktionen in der Corona-Krise demonstrieren, dass die politisch Verantwortlichen handlungsfähig sind und das System widerstandsfähig ist, trotz aller kritischen Stimmen. Der so gestärkte Staat erhält den Auftrag, einen klaren rechtlichen und ordnungspolitischen Rahmen zu setzen. Auch oder gerade deshalb sind Transparenz und Partizipation die zentralen Herausforderungen, soll das Gesundheitssystem demokratisch legitimiert sein.

Doch auch die besten Innovationsimpulse drohen zu versanden, werden sie nicht systematisch evaluiert und – bei Eignung – nachhaltig in der Regelversorgung verankert. Die konsequente Fortführung erfolgversprechender Projekte und Entwicklungen ist auch für die Versorgung ländlicher Regionen essentiell. Eine bedarfsgerechte Versorgung kann hier nur durch stärker arbeitsteilige Versorgungsformen erreicht werden. Zentrales Problem dabei ist der Fachkräftemangel, dem durch Akademisierung in Pflege und therapeutischen Berufen begegnet werden soll.

Teil III Handlungsoptionen für die nächste Legislaturperiode

Der dritte Teil des Buchs beleuchtet die Handlungsoptionen der inzwischen angebrochenen, neuen Legislaturperiode. Zentrale Ansatzpunkte sind hier Vergütungsreformen, um anreizkompatibel nachzusteuern und eine bedarfsgerechte, patientenorientierte und qualitativ hochwertige Versorgung zu erreichen. Die Autorinnen und Autoren sehen hier aktuell nicht nur einen deutlichen Handlungsbedarf, sondern auch eine große Handlungsfähigkeit. Vielversrechend scheint nach der Einschätzung von Anke Walendzik und Nikola Blase derzeit die Arbeit an einem sektorenübergreifenden Vergütungssystems für ambulante Leistungen. Auch an dem bestehenden System der Krankenhausvergütung sollte die Reformarbeit fortgesetzt werden, um es zu einem wirkungsvollen Steuerungsinstrument weiterzuentwickeln und gravierende Fehlanreize zu eliminieren.

Gesundheitspolitik ist interdependent. Auch eine leistungsorientierte Neugestaltung der Krankenhausstrukturen muss nach Einschätzung von Reinhard Busse durch Reformen auf Vergütungsseite flankiert werden. Dabei spricht vieles dafür, den Gedanken von Pauschalvergütungen grundsätzlich aufrechtzuerhalten. Diese sollten jedoch nicht den einzelnen Krankenhausfall, sondern eine gesamte Krankheitsepisode vergüten oder sogar – noch umfassender – pro Patientin/pro Patient fällig werden. Die Vergütung von ambulanter und stationärer Medizin aus einem Topf ist dabei nur konsequent weitergedacht, soll das Desiderat einer integrierten, sektorenübergreifenden Versorgung realisiert werden.

Die Vernetzung ambulanter und stationärer Strukturen und die interprofessionelle Zusammenarbeit steht auch beim Stichwort „Accountable Care“ im Vordergrund. Wie die Patientinnen und Patienten dabei systematisch in den Mittelpunkt gerückt werden können, beschreiben Erik Farin-Glattacker und Britta Lang. Diese plädieren dafür, Patient-reported Outcomes (PROs) systematisch in Evaluation und Qualitätssicherung in allen Versorgungsbereichen einzubeziehen. Auch Patientenlotsen können neben Aufgaben im Case Management zur Vernetzung der regionalen Leistungserbringer und damit zur Weiterentwicklung von Strukturen beitragen.

Teil IV: Fitnesscheck 2021

In den Beiträgen des vierten Teils kommen Expertinnen und Experten der Krankenversicherer zu Wort, die ihre Vorstellungen über die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems im Rahmen eines „Fitnesschecks“ zur Diskussion stellen.

„Das Gesundheitswesen der Zukunft wird ein digitales“, wie der Herausgeber Jens Baas und Koautor Dennis Chytrek ein zentrales Thema der Krankenversicherer formulieren. Die Beiträge zeigen dabei zunächst einmal die Vielfalt, die mit dem Thema Digitalisierung im Gesundheitssystem verbunden ist. Diskutiert werden digitale Anwendungen, die der Gesunderhaltung dienen oder ein permanentes Monitoring chronischer Erkrankungen ermöglichen, elektronische Systeme zur Unterstützung bei Dokumentationspflichten im Versorgungs- und Pflegeprozess oder Telemedizin und eHealth als Basis neuer Versorgungsmodelle. Kernelement der behandelten Innovationen ist die elektronische Patientenakte (ePA), deren volle Kraft sich jedoch nur bei konsequenter Weiterentwicklung des vielversprechenden Ansatzes entfalten kann. Bei der ePA setzt sich die Forderung nach Patientenorientierung fort in Form von Datenschutzbestimmungen und Souveränität der Patientinnen und Patienten über die eigenen Daten. Auch im Umgang mit der Digitalisierung gilt es, die (digitale) Gesundheitskompetenz von Patientinnen und Patienten zu stärken. Dies gilt insbesondere bei der Versorgung älterer Menschen, bei der die Digitalisierung ebenfalls schon lange Einzug gehalten hat, zum Beispiel in Form von Assistenzsystemen.

Nicht zuletzt angesichts der fehlenden Investitionsbereitschaft der Länder ist die Digitalisierung für die Krankenkassen in den nächsten Jahren vor allem jedoch ein Investitionsthema. Naheliegend ist hier, auf bewährte Verfahren der Beurteilung zurückzugreifen und aufzubauen, um auch bei digitalen Gesundheitsanwendungen eine sparsame Verwendung der Beitragsgelder zu gewährleisten.

In diesem Teil des Buchs wird auch deutlich, wie ambivalent das Verhältnis der Selbstverwaltungsakteure der Krankenkassen zu staatlicher Regulierung ist. So wird einerseits die Einmischung von Staat und Regulierungsbehörden gefordert, um Marktstrukturen zu gestalten und die Netzwerkstrategien internationaler Plattformen zu regulieren. Andererseits, so wird betont, soll die Entwicklung der digitalen Infrastruktur in einem dezentralen, wettbewerblichen Such- und Erfindungsprozess erfolgen. Das deutsche Gesundheitssystem befindet sich in einer Erprobungsphase, die beides mit sich bringt: große Chancen, aber auch die Notwendigkeit, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Diskussion

Durch seinen interdisziplinäreren Ansatz wird das Buch einer erheblichen Themenbreite gerecht. Es verbindet die großen Visionen mit handwerklichem Geschick, was dringend notwendig ist, um die aktuellen und auch die seit Jahrzehnten stetig wiederkehrenden Problemstellungen weiterzudenken und an Lösungskonzepten zu arbeiten.

Aus der Sammlung der Beiträge in diesem Buch wird deutlich: die Weichen zum Wunschsystem sind längst gestellt. Aufgrund historisch gewachsener Strukturen und Pfadabhängigkeiten zeigt sich das deutsche Gesundheitssystem jedoch reformresistent. Aktuell bedingt die Verfügbarkeit neuer, innovativer Arzneimittel und Therapien zu exorbitant hohen Kosten zunehmenden Ausgabendruck. Jedoch – das lehrt die Geschichte stetig steigender Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung – reicht Kostendruck allein nicht aus, um Effizienzreserven zu mobilisieren und Strukturreformen einzuleiten. Weshalb also sollten lange anstehende Reformbedarfe gerade jetzt angegangen werden?

Zentral ist das „Window of Opportunity“, aufgestoßen durch die Corona-Krise. Dabei hat die Pandemie zunächst einmal die Defizite schonungslos offengelegt und zum Gegenstand einer breiten gesellschaftlichen Debatte gemacht: die reformbedürftigen Krankenhausstrukturen, der Fachkräftemangel und nicht zuletzt die im internationalen Vergleich lange verzögerte Digitalisierung und Modernisierung. Große Erwartungen sind nun mit dem Einzug eines medizinisch und gesundheitsökonomisch ausgewiesenen Experten in das Bundesgesundheitsministerium verbunden. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass es die lange anstehende Finanzierungsreform auch in dieser Legislaturperiode nicht in den Koalitionsvertrag geschafft hat, trotz eines Gesundheitsministers, der als vehementer Vertreter der Bürgerversicherung in seine politische Karriere gestartet ist.

In der Digitalisierung wird dagegen jetzt Tempo gemacht, denn es sind nicht die technischen Voraussetzungen, welche die Entwicklung bremsen, sondern das Wahren von Interessen. Was das Buch jedoch nicht genug betont ist, dass ohne einen substanziellen Nachwuchs an Fachkräften in den medizinischen Berufen, insbesondere Pflegefachkräften, keine dieser Visionen Wirklichkeit werden wird. Es wird keine schöne neue Welt der Digitalisierung geben ohne diejenigen, die diese digitalen Lösungen anwenden und auch die Innovationen werden nicht dort ankommen, wo sie am nötigsten gebraucht werden, nämlich bei Patient*innen und Versicherten. Hier werden die Kranken- und Pflegekassen noch einmal tief in die Taschen greifen müssen und sie werden am Ende froh sein, wenn sich der festgefahrene Karren Personalmangel noch mit Geld lösen lässt.

Fazit

Insgesamt wird das Buch seinem Ziel gerecht, Bilanz zu ziehen und nach vorn zu blicken: es identifiziert zentrale Reformbedarfe im deutschen Gesundheitssystem und zeigt mögliche Perspektiven systematisch auf. Einen wichtigen Zusatznutzen gegenüber vergleichbarer Literatur hat das Werk dadurch, dass es konsequent die Nutzerinnen und Nutzer des Systems in den Vordergrund rückt. Die zentrale Frage bleibt allerdings, weshalb die zum Teil schon seit langem erkannten Bedarfe gerade jetzt Reformwirklichkeit werden sollten. Es wird spannend sein, am Ende dieser Dekade erneut einen Blick in das Buch zu werfen.

Rezension von
Prof Dr. Mirella Cacace
Gesundheitssystemgestaltung und Gesundheitspolitik
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Es gibt 1 Rezension von Mirella Cacace.

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Zitiervorschlag
Mirella Cacace. Rezension vom 28.01.2022 zu: Jens Baas (Hrsg.): Perspektive Gesundheit 2030. Gesellschaft, Politik, Transformation. MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (Berlin) 2021. ISBN 978-3-95466-605-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/28353.php, Datum des Zugriffs 26.09.2022.


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