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Christoph Gille, Birgit Jagusch u.a. (Hrsg.): Die extreme Rechte in der Sozialen Arbeit

Rezensiert von Prof. Dr. Gertrud Hardtmann, 17.01.2022

Cover Christoph Gille, Birgit Jagusch u.a. (Hrsg.): Die extreme Rechte in der Sozialen Arbeit ISBN 978-3-7799-6626-5

Christoph Gille, Birgit Jagusch, Yasmine Chehata (Hrsg.): Die extreme Rechte in der Sozialen Arbeit. Grundlagen – Arbeitsfelder – Handlungsmöglichkeiten. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2021. 450 Seiten. ISBN 978-3-7799-6626-5. D: 34,95 EUR, A: 35,90 EUR.
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Thema

Extrem rechte Diskurse und Praktiken auch in der Sozialen Arbeit.

Herausgeber/​innen und Autorinnen

Herausgeber/​innen sind:

  • Christoph Gille, Dr., ist Sozialarbeiter und vertritt eine Professur für Theorien des Sozialen an der Hochschule in Koblenz.
  • Birgit Jagusch ist Sozialwissenschaftlerin und Professorin für Soziale Arbeit an der TH Köln.
  • Yasmine Chehata ist Lehrende und Forschende an der TH Köln.

Im Band kommen zu Wort:

  • Alexander Häusler ist Dipl. Sozialwissenschaftler und wissenschaftl. Mitarbeiter am Forschungszentrum Rechtsextremismus/​Neonazismus Universität Frankfurt.
  • Benjamin Böhm ist Politikwissenschaftler und Lehrbeauftragter an der University of Applied Sciences/​Frankfurt
  • Bernhard Weidinger, Dr., ist Rechtsextremismusforscher am Dokumentationsarchiv des österreich. Widerstandes (DÖW)
  • Christina Wüstefeld ist Politikwissenschaftlerin und freiberufl. Bildungsreferentin.
  • Christine Krüger ist Professorin für Sozialwissenschaften/​Qualitative Sozialforschung.
  • Eren Yidirim Yetkin promovierte in Soziologie über kollektives Gedächtnis.
  • Esther Lehnert, Dr., ist Professorin für Geschichte, Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit an der Alice Salomon Hochschule/​Berlin.
  • Eva Grigori ist Dozentin am Department Soziales der FH St. Pölten.
  • Fabian Reeker arbeitet als Berater bei der Opferberatung Rheinland (OBR)/Düsseldorf.
  • Fabian Virchow ist Professor für Theorien der Gesellschaft und des politischen Handelns an der Hochschule Düsseldorf.
  • Fatima Remli arbeitet politisch und ist freie Autorin.
  • Friedemann Bringt; Dr., studierte Sozialpädagogik in Dresden/​Utrecht/​Berlin und ist Fachreferent für Qualitäts- und Berufsfeldentwicklung im Kulturbüro Sachsen e.V.
  • Gillian Zimmermann, M.A. Kriminologie, Schwerpunkt rechte Diskurse und Bewegungen.
  • Heike Radvan, Dr., ist Professorin am Institut Sozialer Arbeit an der BTU Cottbus.
  • Heiko Klare arbeitet als Diplom-Pädagoge in der mobilen Beratung gegen Extremismus in NRW.
  • Ibrahim Arslan, ein Überlebender des Brandanschlags in Mölln 1992 spricht für die Betroffenen und ist aktiv beim Freundeskreis im Gedenken an rassistische Brandanschläge.
  • Ingo Grastorf leitet bei der Diakonie als Diplom-Soziologe das Zentrum Engagement, Demokratie und Zivilgesellschaft.
  • Jonas Kohlschmidt ist wissenschaftl. Mitarbeiter für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg.
  • Julia Besche verwaltet die Professur für normative Rahmungen in der Sozialen Arbeit an der Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen der HAWK/Holzminden.
  • Julia Weber, ist Professorin für Migrationsgesellschaft und Demokratiepädagogik an der Hochschule Neubrandenburg.
  • Juliane Lang arbeitet wissenschaftlich in der politischen Bildung, Schwerpunkte extreme Rechte, Geschlecht, Antifeminismus als Scharnierideologie.
  • Kai Dietrich, Sozialpädagoge, Psychologe und Soziologe, arbeitet als Koordinator für den Arbeitsbereich „Mut“ zur Demokratiebildung bei der AGJF in Sachsen.
  • Katrin Haase, Dr., ist wissenschaftl. Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. in Halle/​Saale.
  • Kemal Bozay ist Professor für Soziale Arbeit und Sozialwissenschaften an der Internationalen Hochschule Köln.
  • Laura Nagelschmidt, hat politische Bildung und Gender/​Queer Studies studiert und arbeitet freiberuflich ‚rund um Gender‘.
  • Lukas Nicolaisen ist Erziehungswissenschaftler, Soziologe und Agrarwissenschaftler und leitet die Fachstelle Radikalisierungsprävention im Naturschutz (FARN).
  • Melanie Werner ist wissenschaftl. Mitarbeiterin im Projekt „Soziale Arbeit plus“ an der Technischen Hochschule Köln.
  • Michael Müller, Dr., ist wissenschaftl. Referent und empirischer Sozialforscher am Deutschen Jugendinstitut e.V.
  •  Michaela Köttig ist Professorin für Gesprächsführung, Kommunikation und Konfliktbearbeitung an der University of Applied Sciences/​Frankfurt.
  • Miriam Fritz Trzeciak, Dr., arbeitet am Lehrstuhl Interkulturalität der BTU Cottbus-Senftenberg.
  • Moritz Schwerthelm ist wissenschaftl. Mitarbeiter im Bereich Sozialpädagogik an der Universität Hamburg.
  • Nadiye Ünsal ist Doktorandin in Gießen, Themen: Kolonialität, Migration, Intersektionalität, Menschenrechte.
  • Nikolaus Meyer ist Professor für Profession und Professionalisierung Sozialer Arbeit.
  • Nils Schuhmacher, Dr., ist wissenschaftl. Mitarbeiter im Fachgebiet Kriminologische Sozialforschung der Universität Hamburg.
  • Peps Gutsche hat Sozialwissenschaften, Gender Studies, Medien und Bildung studiert und arbeitet an der Slice Salomon Hochschule/​Berlin.
  • Reinhard Koch ist Diplom-Pädagoge und war von 1980-2018 pädagogischer Mitarbeiter und Leiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG)/Braunschweig.
  • Reyhan Sahin, Dr., ist Post Doc-Stipendiatin der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin.
  • Saloua Mohammed Oulad M‘Hand ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Migration und interkulturelle Bildung an der Technischen Hochschule Köln.
  • Savas Tas, Dr., ist z.Zt. an der Izmir Democrasy University in der Türkei tätig.
  • Stephan Bundschuh ist Professor für Kinder- und Jugendhilfe an der Hochschule Koblenz.
  • Stephanie Simon ist wissenschaftl. Mitarbeiterin am Institut für Sozialpädagogik der TU Dortmund.
  • Timo Dorsch arbeitet als Wissenschaftler und freier Journalist in deutscher und spanischer Sprache.
  • Tom David Uhlig ist Mitherausgeber der Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie Freie Association und der Psychologie und Gesellschaftskritik.
  • Werner Thole Ist Professor für Sozialwesen an der Universität Kassel.
  • Wiebke Dierkes ist Diplom-Pädagogin und arbeitet im Bereich Sozial- und Rehabilitationspädagogik an der Universität Marburg.
  • Yannick Passeick hat Politik- und Rechtswissenschaften studiert und ist Referent bei FARN.
  • Zülfukar Cetin ist Professor für Migration und Diversity an der EHB.

Entstehungshintergrund

Die Einflüsse extrem rechter Diskurse auf die Soziale Arbeit, theoretische Grundlagen, konkrete Erscheinungsformen und Gegenstrategien.

Aufbau und Inhalt

Nach einer Einführung und einem Prolog folgen vier Kapitel zu den Themen: I Grundlagen, II Arbeitsfelder, III Kreuzungen, IV Handlungsperspektiven und ein Epilog:

  • Einführung (10 Seiten):Christoph Gille, Birgit Jagusch und Yasmine Chehata: Die extreme Rechte in der Sozialen Arbeit: Eine dreifache Bewegung. Die extreme Rechte konstruiert ein Gewaltverhältnis aus Ressentiments und Ideologieresten. ‚Soziale Ausschließung‘ findet auch bei Studierenden Sozialer Arbeit Gehör. Die Extreme Rechte versucht Träger und Einrichtungen zu destabilisieren, deshalb ist eine normative Orientierung (Gerechtigkeit, Menschenrechte, Achtung vor Vielfalt) wichtig.
  • Prolog (17 Seiten): Ibrahim Arsland/​Nadiye Ünsal: Wenn Verlust zum Urteil wird und Gerechtigkeit eine Utopie. Gedenken und Widerstand von Rassismusbetroffenen und sein gesellschaftlicher Kontext. Ibrahim ist selbst Betroffener und beklagt rassistische und rechte Kontinuitäten in Deutschland und zweifelt an der „Unmöglichkeit“ der Aufklärung (Umfeld des NSU-Trio). Gedenken ist auch ein Akt des Widerstandes; man sollte jedoch die betroffenen Opfer selbst zu Wort kommen lassen und ihnen mehr Beratung und Begleitung anbieten.
  • I. Grundlagen (134 Seiten): Fabian Virchow/​Alexander Häusler geben eine begriffliche Einordnung von Rechtsextremismus – Rechtsradikalismus – extreme Rechte – Faschismus – Neonazismus – Neue Recht – Rechtspopulismus, ihre Gesellschaftsbilder (präfaschistische völkische Ideen), Führungsstrukturen und Anhänger (Mittelschicht und Kleinbürger) (11 Seiten). Melanie Werner beschäftig sich mit den klassischen Theorien sozialer Arbeit wie Kulturalismus, »Volksgeist« (Hermann Nohl) und Volk als Wirtschaftsgemeinschaft (Alice Salomon). Braucht Demokratie eine innere ethische Orientierung? (12 Seiten). Christoph Gille/​Jonas Kohlschmidt thematisieren die ‚lange Lüge‘ vom »Nichteinwanderungsland« und die Folgen für die Betroffenen. In Manifestationen von Rassismus, einer Vorverlegung der ‚Drittstattenregelung‘, sowie rassistischen kulturellen Grenzziehungen war teilweise auch Sozialarbeit eingebunden (16 Seiten). Werner Thole/​Stephanie Simon thematisieren den nationalkonservativen Neoliberalismus und eine nationalistisch getönte »Kapitalismuskritik« – sozialpolitische Narrative der Neuen Rechten (18 Seiten). Tom David Uhlig: What we do in the Shadows. Verschwörungstheorien in der Corona-Pandemie (11 Seiten). Eva Grigori/​Bernhard Weidinger: Recht(s) sozial. Zum spezifischen Verhältnis von Sozialer Arbeit und Rechtsextremismus in Österreich. Diese ist weitgehend geprägt vom nationalsozialistischen Erbe, mit der FPÖ als parlamentarischer Arm. Es fehlen Distanzierungs- und Präventionsprogramme (15 Seiten). Christoph Gille/​Birgit Jagusch/​Christine Krüger/Julia Weber: Kontinuierliche Präsenz, systematische Angriffe und alltägliche Verschiebungen. Die Autoren untersuchen die extreme Rechte in der Sozialen Arbeit in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern durch Befragungen und Einschätzungen (24 Seiten). Julia Besche: Studierende der Sozialen Arbeit im Kontext recht(extrem)er Strömungen. Einflussnahmen geschehen über Chatgruppen und häufig auch unauffällige Aktivitäten. Ein Großteil der Studierende ist aber eher links orientiert (12 Seiten). Michael Köttig: Akzeptieren?! – Konfrontieren?! Gesellschaftshistorische Einbettung und gegenwärtige Herausforderungen an professionelle Ansätze in der Sozialen Arbeit im Umgang mit extrem rechten Tendenzen (Infragestellen der Migrationspolitik, der sexuellen Liberalität, der Demokratie). Eine projektbezogene Förderung ist wegen mangelnder Kontinuität nicht ausreichend (14 Seiten).
  • II. Arbeitsfelder (120 Seiten): Stephan Bundschuh/​Michael Müller beschreiben anhand von Stichproben mit Kita-Fachkräften, wie Sensibilisierung ein rassismuskritisches Handeln ermöglicht (19 Seiten). Gillian Zimmermann/​Moritz Schwerthelm/Nils Schuhmacher stellen rechte Interventionen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit vor (14 Seiten). Birgit Jagusch diskutiert Jugendverbände als Werkstätten der Demokratie und deren historische Nahtstellen zur extremen Rechten (16 Seiten). Wiebke Dierkes weist auf die Anschlussfähigkeit rechter Diskurse in der Sozialen Arbeit im Kontext von Erwerbslosigkeit hin (13 Seiten). Benjamin Böhm/Nikolaus Meyer beschreiben den zunehmenden rechtsextremen Einfluss in der Wohnungsnotfallhilfe (16 Seiten). Eva Grigori geht auf rechtsextreme Lebenswelten im virtuellen Raum ein, deren Strategien und Nutzung (14 Seiten). Friedemann Bringt berichtet über sozialpädagogische Handlungsfelder in Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichwertigkeit (14 Seiten). Saloua Mohammed Oulad M’Hand beschreibt neurechte Angriffe auf die Migrationssozialarbeit mit verschiedenen Altersgruppen (13 Seiten).
  • III. Kreuzungen (88 Seiten): Esther Lehnert/​Heike Radvan weisen auf die Notwendigkeit einer historischen und geschlechterreflektierenden Perspektive in Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in der Sozialen Arbeit hin (12 Seiten). Laura Nagelschmidt stellt frauenspezifische Online-Netzwerke der Neuen Rechten als Kommunikations- und Aktionsräume vor (15 Seiten). Julian Lang/Miriam Friz Trzeciak analysieren antifeministische und frauenfeindliche Angriffe, nicht nur am ‚rechten Rand‘, ihre Formen, Effekte und Gegenstrategien (12 Seiten). Savas Tas/Zülfukar Cetin beschreiben anhand von Fallbeispielen Homonationalismus als Ausdruck von Rassismus in rechtspopulistischen Politiken und queren Bündnissen (15 Seiten). Kemal Bozay/​Reyhan Sahin thematisieren Ungleichwertigkeitsvorstellungen und Rassismus in der (post)-migrantischen Gesellschaft und berichten über pädagogische Konzepte in der Distanzierungsarbeit, fokussiert auf „Graue Wölfe“ und islamistische Anhänger (17 Seiten). Lukas Nicolaisen/​Yannick Passeick weisen auf rechtsextreme Gefährdungslagen im Natur- und Umweltschutz und der Ökologiebewegung hin, insbesondere unter Hinweis auf völkische Konstrukte (14 Seiten).
  • IV. Handlungsperspektiven (121 Seiten): Kai Dietrich berichtet über den Alltag von Fachkräften der Jugendarbeit in Auseinandersetzung mit völkischem Nationalismus und Neonazismus in der Gemeinwesenarbeit und über Strategien der Demokratiebildung in der Kinder- und Jugendarbeit (17 Seiten). Friedemann Bringt/​Heiko Klare sehen einen innovativen Handlungsansatz zur Förderung demokratischer Alltagskultur im Gemeinwesen durch mobile Beratung gegen Rechtsextremismus, u.a. auch im internationalen Vergleich (14 Seiten). Fabian Reeker und das Team der OBR stellen ihre Arbeit in der Beratung und Unterstützung von Betroffenen rechter Gewalt vor und diskutieren diese Tätigkeit im Kontext gesellschaftlicher Macht- und Ausschließungsverhältnisse (14 Seiten). Katrin Haase stellt theoretisch-konzeptionelle Überlegungen an zur Unterstützung und Beratung (professionelle Solidarität) von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (12 Seiten). Reinhard Koch arbeitet mit Aussteigern aus der rechten Szene und beschreibt ‚Bausteine‘ in diesem Prozess, Herausforderungen und Kompetenzen (12 Seiten). Eren Yilrim Yetkin sieht als Aufgabe antisemitismuskritischer Bildung auch eine entsprechende Gesellschaftskritik, da es sich nicht um ein Randphänomen handelt (11 Seiten). Peps Gutsche beschreibt anhand von Fallbeispielen rechte Erscheinungsformen an den Hochschulen der Sozialen Arbeit und gibt Handlungsempfehlungen (Beratung, Netzwerke, Dokumentation, Beschwerdestellen) (14 Seiten). Christina Wüstefeld/Ingo Grastorf und Katharina Bock sehen im Rechtsextremismus eine Herausforderung für die Soziale Arbeit mit Blick auf die Verbandspolitik in Bund und Ländern, Organisationen und Einrichtungen und deren Unterstützung in der praktischen Arbeit (13 Seiten). Timo Dorsch geht kritisch nach ‚Hanau‘ auf staatliche und mediale Reaktionen ein und stellt die Frage, ob Reden auch Handeln bedeute; er berichtet über die ‚Initiative 19. Februar‘ (11 Seiten).
  • Epilog: Das Gedicht von Fatima Remli ‚Liebes Deutschland‘ (2 Seiten).
  • Autorenhinweise (7 Seiten)

Diskussion

Die zahlreichen Beiträge geben ein buntes und sehr gemischtes Bild über die Einflussnahme der extremen Rechten in Felder der Sozialen Arbeit, ihre Strategien und Verkleidungen, wenn sie an Heimatgefühle und reale Notlagen anknüpfen. Die einzelnen Aufsätze sind sehr kurz geraten, geben nur einen kleinen Einblick, der allerdings vertieft werden kann durch die jedem Beitrag am Ende angehängte ausführliche Bibliographie. Manchmal habe ich beim Lesen gedacht, ‚weniger‘ (Beiträge) wäre mehr gewesen. Aber andererseits wird auch deutlich wie zahlreich und unterschiedlich die Einflussnahmen sind und dass den Herausforderungen nur solidarisch und mit differenzierten Gegenstrategien begegnet werden kann.

Dem Verlag und den Herausgebern ist zu danken, dass dieses Buch – gerade in einer Zeit, in der Corona bedingt die AfD versucht ihre Einflussnahme zu vergrößern und andererseits soziale Problemlagen verstärkt werden, -dieses Buch herausgebracht wurde, das zum Grundbestand in der Ausbildung zur Sozialen Arbeit gehören sollte. Die konkreten und gleichzeitig reflektierten Darstellungen regen zu einer kritischen Selbstreflexion an, insbesondere auch der Beitrag von Ibrahim Arslan, der aus der Opferperspektive nicht von Anderen vertreten, sondern selbst gehört werden möchte.

Fazit

Eine wichtige und zum richtigen Zeitpunkt erschienene, anregende und informative Veröffentlichung.

Rezension von
Prof. Dr. Gertrud Hardtmann
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Zitiervorschlag
Gertrud Hardtmann. Rezension vom 17.01.2022 zu: Christoph Gille, Birgit Jagusch, Yasmine Chehata (Hrsg.): Die extreme Rechte in der Sozialen Arbeit. Grundlagen – Arbeitsfelder – Handlungsmöglichkeiten. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2021. ISBN 978-3-7799-6626-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/28480.php, Datum des Zugriffs 14.08.2022.


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