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Ina Hermann-Stietz: Praxisberatung und Supervision in der sozialen Arbeit

Rezensiert von Volker Jörn Walpuski, 07.10.2022

Cover Ina Hermann-Stietz: Praxisberatung und Supervision in der sozialen Arbeit ISBN 978-3-7344-1293-6

Ina Hermann-Stietz: Praxisberatung und Supervision in der sozialen Arbeit. Wochenschau Verlag (Frankfurt am Main) 2021. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. 164 Seiten. ISBN 978-3-7344-1293-6. D: 9,90 EUR, A: 10,20 EUR.
Reihe: Wochenschau Studium. Grundlagen Sozialer Arbeit.

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Thema der Publikation

Im Mittelpunkt steht das „Beratungsformat Supervision“ (S. 7). Die Autorin möchte „theoretisches Grundlagenwissen über Supervision als Methode zur professionellen Praxisberatung, eine Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Supervisors in der Supervision sowie eine detaillierte Anleitung zur selbstständigen Durchführung kollegialer Supervision“ (ib.) liefern und dafür „Arbeitsmaterialien zum Thema Supervision zur Verfügung“ (ib.) stellen. Supervision sieht sie dabei als „sinnvolle Maßnahme im Rahmen des Qualitätsmanagements“ (S. 8).

Zur Autorin und zum Entstehungshintergrund

Die Autorin – Sozialarbeiterin und Supervisorin – lehrte rund 15 Jahre an der HAWK Hildesheim. 2001 promovierte sie über Supervision (Hermann-Stietz 2001). In den Band flossen Erfahrungen aus der hochschulischen Lehre in Sozialer Arbeit ein. Der Band ist die aktualisierte und erweiterte Auflage von Hermann-Stietz (2009; vgl. Kmiec 2011) nach ihrer Emeritierung und richtet sich an „Menschen in helfenden Berufen“ (S. 7).

Aufbau

Das 164-seitige Buch ist in sieben Kapitel gegliedert. „Nach einer knapp zweiseitigen Einleitung wird im ersten Teil (Kapitel eins bis fünf) auf 67 Seiten ‚Grundlagenwissen über Supervision‘ angeboten. Der zweite Teil titelt ‚Der Supervisor in der Supervision‘ (Kapitel 6) und umfasst 17 Seiten, während dem dritten Teil unter der Überschrift ‚Anleitung zur kollegialen Supervision‘ [58] Seiten gewidmet werden“ (Kmiec 2011). Ein zehnseitiges Literaturverzeichnis schließt das Buch ab. Allein das erste Kapitel bietet eine zweiseitige Zusammenfassung; diese fehlt (leider) bei den weiteren Kapiteln (vgl. Kmiec 2011) oder beschränkt sich auf jeweils nur einen kurzen, nicht mehr herausgestellten Absatz.

Inhalt

Im ersten Teil stellt die Autorin in fünf Kapiteln „Grundlagenwissen über Supervision“ dar. Kapitel 1 versucht, den Supervisionsbegriff, die Ziele und die Entwicklungsgeschichte der Supervision auf zehn Seiten zu klären. Kapitel 2 bearbeitet auf 13 Seiten „Arbeitsformen bzw. Settings von Supervision“ und versucht dabei, den Coachingbegriff zu klären. Kapitel 3 bearbeitet auf acht Seiten Konzepte von Supervision. Im vierten Kapitel werden „Anlässe zu Supervision bzw. Coaching“, deren Ablauf und Gestaltung erarbeitet. Die Autorin „listet […] zunächst dreizehn Ansätze auf, die sie für grundlegende Therapie- und Beratungsansätze hält, um sie anschließend sehr knapp nach den Kriterien grundlegender Therapie- und Beratungsverfahren, Supervisionsansatz und Literatur zu beschreiben. Das Kapitel endet mit dem Appell eines Pragmatismus nach Buer innerhalb der Supervisions-Profession, um die verschiedenen Positionen und damit verbundenen Ansätze unter das Dach ‚Supervision‘ zu subsumieren“ (Kmiec 2011). Der erste Teil wird durch das fünfte Kapitel abgeschlossen, in dem „Forschungsansätze zu Effektivität und Auswirkungen von Supervision“ auf 15 Seiten präsentiert werden. In diesem Teil fasst sie auf acht Seiten komprimiert die Ergebnisse ihrer Dissertationsschrift (Hermann-Stietz 2001) zusammen (S. 68–76).

Der zweite Buchteil – „Der Supervisor in der Supervision“ – besteht einzig aus dem Kapitel 6, das sich auf 15 Seiten mit der Person, Rolle und Funktion des Supervisors beschäftigt.

Der dritte Buchteil umfasst das letzte Drittel des Buches, rund 52 Seiten, und ist mit „Anleitung zur kollegialen Supervision“ überschrieben. Im siebten Kapitel klärt die Autorin knapp ihr Begriffsverständnis einer „kollegialen Supervision oder Praxisberatung“, bevor sie ausführlich diese Modelle einer „Supervision ohne Supervisor“ darstellt.

Das Buch schließt mit einem zehnseitigen Literaturverzeichnis.

Diskussion

Zunächst zur Erwartungen weckenden Werbung auf dem Cover, es handele sich um die „2. aktualisierte und erweiterte Auflage“, denn dies muss kritisch gerahmt werden. Die Erstauflage (Hermann-Stietz 2009) wurde um vier Seiten ergänzt, das Inhaltsverzeichnis blieb identisch. Die Aktualisierungen und Erweiterungen blieben homöopathisch dosiert und sind kaum erkennbar. Mit Hamburger und Mertens (2017) und Hendriksen und Huizing (2020) wurden lediglich zwei neue Quellen aufgenommen. Die Aufnahme von Pühl (2017) ist lediglich kosmetischer Natur, da es die unveränderte Neuauflage von Pühl (2009) ist, das bereits in der Erstauflage Berücksichtigung fand. Ähnliches gilt für Schlee (2004; 2019). Entsprechend sei auch auf die Rezension von Kmiec (2011) verwiesen, da er im Grunde das gleiche Werk bereits diskutiert hat, wenn auch aus anderer Perspektive und nicht ganz so ausführlich. In der folgenden Diskussion ist ausgewählte Literatur bis zum Erscheinungsjahr 2021 eingearbeitet, die zur Aktualisierung erheblich beigetragen hätte.

Das Vorwort liefert die Perspektive, aus der die Autorin schreibt. Sie sieht sich „[i]n einer Zeit, die durch Mittelkürzungen und den immer eindringlicher werdenden Ruf nach Professionalisierung bzw. Qualitätsmanagement geprägt ist“ (S. 7), und beschreibt Supervision als „sinnvolle Maßnahme im Rahmen des Qualitätsmanagements“ (S. 8). Sie nimmt also eine ökonomisierende Perspektive mit Legitimationsdruck ein, die den ausgedehnten dritten Teil des Buches erklärt.

In der einführenden Begriffsklärung des ersten Kapitels vermischt die Autorin zunächst Professionalisierung mit Qualitätsmanagement (S. 10) und damit professionstheoretische Perspektiven mit Ökonomie und Managementdiskursen, ohne dabei die Machtverhältnisse zu betrachten oder neoliberale Strukturen zu reflektieren. Wenige Zeilen weiter nutzt sie den Institutionsbegriff für Organisationen (S. 11) und sorgt dort und wiederholt für weitere theoretische Unklarheit, während die gesellschaftliche Dimension der Supervision vollkommen unbenannt bleibt (vgl. dazu Gröning 2013). Die Autorin beschreibt Supervision als „Verbindung von Bewertung und Unterstützung“ (S. 12) und konzipiert sie als Form der Kontrolle (durch erfahrenere Fachkräfte und Vorgesetzte). In Bezug auf die Geschichte der Supervision fehlen in Kapitel 1 neue Forschungserkenntnisse wie beispielsweise von Jan Lohl (2019; vgl. Walpuski 2020a) oder Walpuski (2020b). Stattdessen wird im Wesentlichen Nando Belardi paraphrasiert, der wiederum das Narrativ von Kadushin (Kadushin/Harkness 2014), das die Entstehung der Supervision in den Charity Organization Services (COS) und bei Samuel Barnett verortet, übernahm. Die Entwicklungsphasen der Supervision enden mit der in den 1970er-Jahren angeblich einsetzenden „Differenzierung der Supervision“ (Jugert 1998) und blenden sowohl den Psychoboom als auch die Ökonomisierung als Phasen in der Entwicklung der Supervision vollständig aus (vgl. Gröning 2013; Lohl 2019). Warum nicht – wie an anderen Stellen im Buch auch – weitere Modelle (e. g. Weigand 1990; 2012; Schwarzwälder 1976, Ringshausen-Krüger 1977; Wieringa 1979; Steinhardt 2005; Schibli und Supersaxo 2009) diskutiert werden, wird nicht erläutert.

In Kapitel 2 nimmt die Autorin den im Fach- und Berufsverband der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv) als auch der wissenschaftlichen Literatur ausgiebig und intensiv geführten Diskurs um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Supervision und Coaching nicht auf und verortet die „Unterschiede […] im jeweiligen methodischen Ansatz des Supervisors oder in seiner Person oder in beidem“ (S. 20), setzt Supervision und Coaching also mehr oder minder gleich, nutzt die Begriffe im Folgenden synonym und akzeptiert die Ökonomisierung der psychosozialen Arbeit als Gegebenheit, weil ihrer Meinung nach letztlich nur das Honorar den Unterschied zwischen Supervision und Coaching ausmache (S. 25).

Das dritte Kapitel beginnt mit der „Vorstellung grundlegender Therapie- und Beratungsansätze als Basis von Supervisionskonzepten“, insgesamt 13 jeweils halbseitige Skizzen auf dem Literaturstand bis etwa zur Jahrtausendwende, darunter auch – den diesbezüglichen internationalen, kritischen akademischen Diskurs ignorierend – das Neuro-linguistische Programmieren (NLP), denn es „genießt den Ruf einer spektakulären Kurzzeit-Therapiemethode“ (S. 42). Hermann-Stietz votiert mit Ferdinand Buer (1999) für einen pragmatischen und undogmatischen Umgang und einer konstruktiven Kooperation zwischen unterschiedlichen Denkschulen, die sich jedoch jeweils einer Evaluationsforschung zu unterziehen hätten (S. 43 f.). Damit ignoriert sie theoriebedingte und akademische Widersprüche und Ausschlüsse zwischen Konzepten, die sich allein durch Pragmatismus nicht auflösen lassen.

In Kapitel 4 beschreibt die Autorin zunächst sehr praxisnah den Ablauf von Supervisionsprozessen, weist aber bei der Darstellung von Fallsupervisionen nicht auf die aktuelle Arbeit von Althoff (2020) hin. Daran schließt sich als Praxisbeispiel die Supervision in Krankenhäusern an (S. 51–53). Dies ist zunächst kein Feld der Sozialen Arbeit (Buchtitel!) und die Autorin greift leider dazu nicht auf den hervorragenden Band von Becker-Kontio et al. (2004; vgl. Schröder 2004) zurück, der auch für die erste Auflage bereits zur Verfügung gestanden hätte. Zum Ende des Kapitels (S. 53–60) konkretisiert sie die „Inhalte und Gestaltungsmöglichkeiten“ von Supervisionsprozessen als „Maßnahme des Qualitätsmanagements“ im Krankenhaus anhand empirischer Befunde aus ihrer Dissertationsschrift (Hermann-Stietz 2001), ohne zu erläutern, welche Funktion der Supervision im Rahmen des Qualitätsmanagements zukommt und ob die beforschten Teams (Supervisionsgruppen) zum pflegenden oder ärztlichen Dienst gehören oder multiprofessionell zusammengesetzt sind.

Grundsätzlich benennt Hermann-Stietz im fünften Kapitel wichtige Fragestellungen der Supervisionsforschung. Die Diskrepanz der fehlenden Aktualisierung wird im Kapitel jedoch mehr als deutlich, wenn die Autorin Forschungsansätze und -ergebnisse vorstellt, die mindestens 20 Jahre alt sind und sie sogar die längst kritisierte Kritik von Huppertz (1975) unkommentiert als aktuell darstellt (S. 63). Hier fehlt eindeutig die Forschung der letzten Jahre zur Fragestellung, die insbesondere von der Arbeitsgruppe um Heidi Möller an der Universität Kassel in den vergangenen Jahren (e. g. Deplazes 2015; Oellerich 2017; Graßmann 2018) oder darüber hinaus (e. g. Beermann 2019) vorgelegt wurde. Das gesamte Kapitel wirkt erneut wie ein Exzerpt der Dissertationsschrift der Autorin (Hermann-Stietz 2001), während Schigl (2020) tatsächlich einen aktuellen empirischen Forschungsstand referiert.

Das sechste Kapitel, das sich unter anderem mit dem „idealen Supervisor“ befasst, ist durch lange Spiegelstrichlisten geprägt, die einerseits normative Ansprüche an Supervisor*innen stellen, zum Teil stereotypisierend erscheinen und andererseits Überprüfungsfragen formulieren. Auffällig ist, dass die Standards und Arbeitshilfen der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv) als maßgeblichem Berufs- und Fachverband keine Berücksichtigung finden, beispielsweise in Hinweisen auf Ethische Leitlinien, eigene Qualitätssicherungsprozesse oder die Ombudsstelle.

Im abschließenden siebten Kapitel und zugleich umfangreichem dritten Teil des Buches ist dessen Schwerpunkt zu sehen: Letztlich wirbt Hermann-Stietz für eine „Supervision ohne Supervisor“ und liefert dafür eine detaillierte Anleitung. Sie versucht den etablierten Begriff der Kollegialen Beratung (vgl. Tietze 2010) durch den einer „kollegialen Supervision“ zu ersetzen, fügt auch „Praxisberatung“ (Buchtitel!) hinzu und trägt damit zur Begriffsverwirrung im Feld bei. Mit dem Titel „Praxisberatung“ knüpft sie zugleich an einen überwunden geglaubten Diskurs an, der bis in die 1980er Jahre geführt wurde, weil man sich in der Bundesrepublik nicht darauf einigen mochte, wie der aus dem Amerikanischen übernommene Begriff der Supervision am besten ins Deutsche zu übersetzen sei (siehe u.a. Caemmerer 1970). Es entsteht der Eindruck, dass die Autorin sich mit diesem Werben dem ökonomischen Druck in der (gemeinwohlorientierten) Arbeitswelt (S. 7) beugen und an reflexiven Elementen retten will, was zu retten ist. Dass sie damit die Profession letztlich verrät, fällt ihr nicht auf. Und wieder liefert die Autorin zahlreiche Spiegelstrichlisten und Methodenhinweise zur Orientierung, die aufgrund der geringen Schriftgröße nicht als „Arbeitsblätter“ (S. 7) einzusetzen sind. Zur Zusammenarbeit mit einem „externen Supervisor“ rät sie vor allem in Konfliktfällen der Gruppe und übersieht dabei, dass eine wichtige Leistung externer Supervisor*innen – auch und gerade in der Fallbearbeitung – der aufklärerische Blick von außen ist (Althoff 2020), der das Groupthink (Janis 1972) durchbricht und blinde Flecken (Luft/Ingham 1955) aufzudecken hilft.

Ganz allgemein stellte bereits Kmiec (2011) in der ersten Auflage „handwerkliche Fehler“ fest. Dies gilt in der zweiten Auflage weiterhin. So sind im Literaturverzeichnis beispielsweise Autor*innennamen, unter anderem von Rolf Haubl, Gertrud Siller, Wolfgang Weigand oder Cornelis F. Wieringa, falsch geschrieben. Diese Nachlässigkeiten ziehen sich auch durch den Text. In Kapitel 2 (S. 27) wird beispielsweise der Beginn der Balintgruppen unbelegt in den 1930er-Jahren verortet, während dies gemeinhin mit der Publikation Balints (1957) erst für die Nachkriegszeit angenommen wird. Ebenso hatte Kmiec (2011) bereits moniert, dass unter Rückgriff auf Kurt Lewins (1947) „Model of Change“ die Phase des ‚Auftauens‘ fälschlich als „freeze“ an Stelle von ‚unfreeze‘ bezeichnet würde. Dieser Fehler wurde in der Neuauflage (S. 33) nicht korrigiert. Einige Seiten weiter und über 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung noch von den „neuen Bundesländern“ (S. 53) zu schreiben, scheint unangemessen, zumal die zwei beforschten Krankenhäuser nicht in fünf Bundesländern situiert sein können. Und vermutlich nutzt auch die kollegiale Beratungsgruppe keinen „Ablaufplan mit transparenter Methodologie“ (S. 96) „für die Gestaltung des Beratungsprozesses“ (ib.), sondern als in der praktischen Arbeit Verwurzelte nutzt man schlichtweg bekannte und einleuchtende Methoden.

Positiv hervorzuheben sind die verständlichen Formulierungen des Buches. Der Band bietet jedoch nicht die versprochene Aktualisierung und Erweiterung der Originalausgabe, sondern bestenfalls kosmetische Änderungen.

Zu den Schwächen gehört auch, dass entgegen dem Buchtitel „in der Sozialen Arbeit“ überwiegend Beispiele aus dem Krankenhaus sowie der Psychotherapie Erwähnung finden, die sich von der Supervision im Feld der Sozialen Arbeit unterscheiden und deshalb nur bedingt hilfreich sind. Die Standards und Arbeitshilfen der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching e.V. (DGSv) als maßgeblichem Berufs- und Fachverband finden keine Berücksichtigung. Die eingangs aufgeworfene Frage, wie Supervision zur Qualitätsentwicklung beiträgt, wird letztlich nicht beantwortet. Stattdessen wird durch unscharfe Begriffe neue Verwirrung gestiftet. Ein unzulängliches Lektorat, das zahlreiche Fehler übersehen und die Kritik (Kmiec 2011) nicht aufgenommen hat, nimmt zusätzlich die Lesefreude.

Fazit

Trotz des niedrigen Preises muss von der Anschaffung abgeraten werden, da der Band insgesamt Schwächen in der Theorie und Struktur aufweist und, mehr noch, der dargestellte Forschungs- und Diskursstand um die Jahrtausendwende stehen geblieben ist, weil neuere Erkenntnisse nicht aufgenommen wurden. Für den Diskussionsstand zu jenem Zeitpunkt muss dem Buch jedoch eine befriedigende Überblicksdarstellung attestiert werden.

Literatur

Althoff, Monika (2020): Fallsupervision. Diskursgeschichte und Positionsbestimmung. Zugl. Dissertation Universität Bielefeld, 2020. Gießen: Psychosozial (Therapie & Beratung). Rezension dazu unter: https://www.socialnet.de/rezensionen/28122.php.

Balint, Michael (1957): Der Arzt, sein Patient und die Krankheit. Stuttgart: Klett.

Becker-Kontio, Maija; Kimmig-Pfeiffer, Agnes; Schwennbeck, Marie-Luise; Streitbürger, Gabriele; Wengelski-Strock, Sabine (Hg.) (2004): Supervision und Organisationsberatung im Krankenhaus. Erfahrungen – Analysen – Konzepte. Weinheim, München: Juventa (Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Supervision e.V). Rezension dazu unter: https://www.socialnet.de/rezensionen/1008.php.

Beermann, Astrid (2019): Veränderungsprozesse professioneller und persönlicher Entwicklung. Wirkfaktoren und Wirkungsweisen in Professionalisierungsprozessen am Beispiel von Supervisoren, Coaches und Organisationsentwicklern. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Buer, Ferdinand (1999): Lehrbuch der Supervision. Der pragmatisch-psychodramatische Weg zur Qualitätsverbesserung professionellen Handelns. Grundlegung – Einstiege – Begriffslexikon. Münster: Votum (Schriften aus der Deutschen Gesellschaft für Supervision, 4).

Caemmerer, Dora von (Hg.) (1970): Praxisberatung (Supervision). Ein Quellenband. Unter Mitarbeit von Marianne Fiedler, Renate Strömbach und Annedore Schultze. Freiburg im Breisgau: Lambertus.

Deplazes, Silvia (2015): KaSyCo – Kategoriensysteme zur Analyse von Coachingprozessen. Dissertation. kassel university press. DOI 10.19211/KUP9783899587159.

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Steinhardt, Kornelia (2007 [2005]): Psychoanalytisch orientierte Supervision – auf dem Weg zu einer Profession? Zur historischen, professionstheoretischen und empirischen Fundierung von psychoanalytisch orientierter Supervision. Zugleich Dissertation Universität Wien. 2. Aufl. Gießen: Psychosozial-Verlag (Psychoanalytische Pädagogik, 19).

Tietze, Kim-Oliver (2010): Wirkprozesse und personenbezogene Wirkungen von kollegialer Beratung. Theoretische Entwürfe und empirische Forschung. Zugl.: Hamburg, Univ., Diss., 2009. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

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Walpuski, Volker Jörn (2020 b): Supervision als neues Element von Fachlichkeit in der Fürsorge nach 1945. Ein Beitrag zur historisch-kritischen Rekonstruktion der Einführung in Deutschland und Europa. In: Susanne Businger und Martin Biebricher (Hg.): Von der paternalistischen Fürsorge zu Partizipation und Agency. Der gesellschaftliche Wandel im Spiegel der Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik. Sozialer Wandel und Fachlichkeit. ZHAW Zürich, 14.-16.6.2018. AG Historische Sozialpädagogik/Soziale Arbeit. Zürich: Chronos, S. 59–78.

Weigand, Wolfgang (1990): Zur Rezeptionsgeschichte der Supervision in Deutschland. Vortrag vom 17.11.1988, gehalten auf dem Supervisoren-Workshop 1988 in Münster. In: Supervision (18), S. 43–57.

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Wieringa, Cornelis Frans (1979): Supervision in ihren unterschiedlichen Entwicklungsphasen. In: Akademie für Jugendfragen e.V. (Hg.): Supervision im Spannungsfeld zwischen Person und Institution. Freiburg im Breisgau: Lambertus, S. 10–21.

Rezension von
Volker Jörn Walpuski
M.A., Studiengangskoordinator für den weiterbildenden Studiengang Supervision und Beratung an der Universität Bielefeld sowie freiberuflicher Supervisor (DGSV) und Organisationsberater
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Es gibt 4 Rezensionen von Volker Jörn Walpuski.

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Zitiervorschlag
Volker Jörn Walpuski. Rezension vom 07.10.2022 zu: Ina Hermann-Stietz: Praxisberatung und Supervision in der sozialen Arbeit. Wochenschau Verlag (Frankfurt am Main) 2021. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. ISBN 978-3-7344-1293-6. Reihe: Wochenschau Studium. Grundlagen Sozialer Arbeit. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/29480.php, Datum des Zugriffs 04.12.2022.


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