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Daniel Straß: Die Philosophie sozialer Arbeit

Rezensiert von Prof. Dr. Anton Schlittmaier, 05.09.2022

Cover Daniel Straß: Die Philosophie sozialer Arbeit ISBN 978-3-17-042254-4

Daniel Straß: Die Philosophie sozialer Arbeit. Eine Einführung in Ziele und Begründungen des Helfens. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2022. 167 Seiten. ISBN 978-3-17-042254-4. D: 25,00 EUR, A: 25,70 EUR.
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Thema

Im Gegensatz zur Thematik der Philosophie in (!) der Sozialen Arbeit zielt der Autor auf die Philosophie Sozialer Arbeit. Dabei versteht er Philosophie nicht im Sinne der Fachphilosophie, die sich in einzelne Teildisziplinen – wie Ontologie, Erkenntnistheorie, Anthropologie, Rechtsphilosophie usw. – aufspaltet. Philosophie ist erst einmal eine Haltung des Staunens und Fragens. In seinem Buch staunt Straß jedoch nicht über alles und auch nicht unbedingt über das, über was Philosophen normalerweise staunen, z.B. warum es überhaupt etwas gibt und nicht nichts.

Stattdessen wird über das ausdifferenzierte Hilfesystem gestaunt und es wird nachgefragt, welche Begründungen ihm zugrunde liegen. Dieses Unternehmen bezeichnet der Autor als Philosophie der Hilfe, wobei als Nebeneffekt auch Theorien der Sozialen Arbeit dargelegt werden sollen.

Autor

Daniel Straß ist Professor für Erziehungswissenschaft an der Internationalen Hochschule Liebenzell.

Entstehungshintergrund

Das Buch ist aus einer Vorlesung zum Modul „Geschichte und Theorie der Sozialen Arbeit“ hervorgegangen.

Aufbau

Der Autor gliedert das Buch folgendermaßen:

  1. Es erfolgt eine Einleitung in die Thematik
  2. Helfendes Handeln wird in seiner Struktur dargelegt
  3. Ziele Sozialer Arbeit werden expliziert (wohin)
  4. Die wesentlichen Merkmale Sozialer Arbeit werden aufgezeigt (was)
  5. Begründungen für Soziale Arbeit werden vorgestellt (warum)
  6. Die Interaktionsform der Sozialen Arbeit wird berufsethisch gefasst (wie)

Der Aufbau orientiert sich an W-Fragen. Die Frage nach dem Ziel (Wohin) bestimmt den Entwurf der Hilfe. Die Frage nach dem Was zeigt Hilfe in ihren Strukturen auf. Die Hilfe bedarf der Begründung. Diesen Aspekt thematisiert die Frage nach dem Warum. Die Themen Haltung und Berufsethik werden unter der Frage nach dem Wie gefasst. Wie ist die Soziale Arbeit zu strukturieren, dass sie berufsethischen Ansprüchen gerecht wird?

Inhalt

Soziale Arbeit fasst der Autor als ein spezifisches soziales Handeln. Dabei orientiert er sich dezidiert an der Erziehungswissenschaft und ordnet die Soziale Arbeit dieser als pädagogische Teildisziplin zu. Dabei orientiert sich Straß an dem Erziehungswissenschaftler Klaus Prange (1939 – 2019), der den Begriff „Zeigen“ als entscheidende pädagogische Grundoperation ansieht: Der Lehrende zeigt dem Lernenden etwas. Dieses allgemeine Schema überträgt der Autor nun auf die Soziale Arbeit. Auch hier geht es um das Zeigen. Allerdings bedarf es einer weiteren Spezifizierung. Anknüpfungspunkt ist hier die Theorie Sozialer Arbeit von Lutz Rössner (1932 – 1995; Vertreter des Kritischen Rationalismus). Entscheidend ist bei Rössner die Differenzerfahrung, also die Erfahrung einer Verschiedenartigkeit zwischen der Normalität und einer Abweichung. Soziale Arbeit wird tätig, wenn diagnostizierende Instanzen (z.B. Jugendamt) eine Abweichung konstatieren. Dann zeigt der Sozialarbeiter etwas, z.B. wie Leben so bewältigt werden kann, dass Normalität erreicht werden kann.

Nach dieser ersten Eingrenzung erfolgt die Frage nach den Zielen (das Wohin) Sozialer Arbeit. Dabei bezieht sich der Autor zuerst auf Ernst Engelke (*1941), aus dessen Lehrbuch „Soziale Arbeit als Wissenschaft“ er eine längere Liste von Zielen übernimmt. Diese müssten allerdings – so der Autor – erst geordnet werden. Als Ordnungskategorien bietet Straß Ziele, die sich auf das Individuum beziehen und solche, die sich auf die Gemeinschaft/​Gesellschaft beziehen, an.

Als Vertreter, der sich auf das Individuum bezieht, wird der Ansatz von Herman Nohl (1879 – 1960) dargestellt. Nohl ist der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik zuzuordnen. Seine Bezugsgröße ist die Ideenlehre Platons. Nohl differenziert zwischen dem empirischen Menschen und dem „Menschen im Menschen“. Mit letzterem ist das gemeint, was wir eigentlich sein könnten, was unsere Möglichkeit ist. Die Idee des Menschen im Sinne des griechischen Philosophen Platons (428 – 347 v.Chr.) liegt dabei als normative Größe zugrunde. Der Klient entspricht z.B. nicht dem, was er als Mensch sein könnte – z.B. ein Wesen, das von bestimmten Gehalten gefesselt ist. Stattdessen treibt er ohne eigentliches Ziel durch sein Leben. Entscheidend ist für Nohl der pädagogische Bezug, durch den dem zu Erziehenden eine Begegnung angeboten wird, innerhalb derer er zu dem kommen kann, was er eigentlich ist.

Es folgt eine Darstellung des Ansatzes von Alice Salomon (1872 – 1948). Sie steht für ein Ziel, dass sich auf die Gemeinschaft/​Gesellschaft bezieht. Soziale Probleme wurzeln nicht nur in individuellen Faktoren. Salomon hebt die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hervor, wobei der Kapitalismus eine entscheidende Größe ist. In der Zielsetzung geht es nicht nur um rechtliche Gleichheit, sondern auch um wirtschaftliche Gleichheit und Erlebnisgleichheit (S. 50). Ergänzt wird die Darstellung von Salomon durch Hinweise auf Silvia Staub-Bernasconi (* 1936). Hier sind Menschenrechte der zentrale Wertgesichtspunkt. Aufgrund dieses Standards sieht der Verfasser die Gefahr der Infantilisierung. Jeder hat Ansprüche aufgrund seines Menschseins, ohne dass Gegenleistungen eingefordert werden. Durch eine Balance zwischen individuumsbezogenen und gesellschaftsbezogenen Zielsetzungen soll dies verhindert werden.

Einen Ausgleich zwischen individuumsbezogenen und gesellschaftsbezogenen Zielen soll der Begriff der Normalität schaffen. Hier ist zwischen einer statistischen und einer normativen Normalität zu unterscheiden. Während erstere sich aus der Stellung in der Gaußschen Verteilung ergibt, bemisst sich letztere an einem guten Zustand des betreffenden Individuums. Der Autor präsentiert die Ansätze von Klaus Mollenhauer (1928 – 1998), Walter Hollstein (* 1939) und Hans Thiersch (* 1935) um zu präzisieren, was er unter einer Abweichung von der Normalität versteht. Bei Mollenhauer spielen die gesellschaftlichen Veränderungen im Rahmen der Industrialisierung eine zentrale Rolle. Diese fügen den Individuen Schäden zu, aber sie schaffen in den Sozialpädagogen auch die Kritiker dieses Prozesses. Dabei verfährt Mollenhauer moderat, während andere, z.B. Hollstein, die gesellschaftliche Basis, d.h. den kapitalistischen Sockel der Gesellschaft, grundlegend in Frage stellen. Anders wiederum verfährt Thiersch, der durch den Begriff der Lebenswelt den Adressaten eine maßgebliche Rolle bei der Definition der Normalität zukommen lässt. Der Ansatz, der Lebenswelt ihr Eigenrecht zu lassen, darf aber nach Meinung des Autors nicht dazu führen, dass im Rahmen postmodern inspirierter philosophischer Debatten, erklärt wird, man könne nicht wissen, was gut für den Menschen ist (S. 72). Straß hält an der Selbstbestimmung und der Handlungsfähigkeit als Zielen der Sozialen Arbeit fest, wobei letztere die langfristigen Selbstbestimmungsmöglichkeiten der Person nicht destruieren dürfen.

Bei der Darstellung der Merkmale (das Was) der Sozialen Arbeit bezieht sich der Autor maßgeblich auf Paul Natorp (1854 – 1924). Die Bildung des Individuums wird von diesem als abhängig von der Gemeinschaft gesehen. Natorps Theorie findet auch in dem Begriff der Wohlfahrt ihren Niederschlag (S. 81). Gleichzeitig stellt der Autor hier fest, dass die Philosophie Sozialer Arbeit nicht eine einzelne Theorie oder Konzeption beschreibt. Von zentraler Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der Begriff des Paradigmas, d.h., der Wohlfahrtsorientierung Sozialer Arbeit insgesamt (S. 86).

Bei der Darstellung von Erklärungs- und Begründungsmustern (das Warum) macht Straß deutlich, dass Begründungen auf die interne, Erklärungen auf die externe Ebene abheben. Allerdings können Begründungen selbst zu Größen im Rahmen der Erklärung von Sachverhalten werden. Der Sachverhalt, der Staunen hervorruft, ist die Existenz eines institutionalisierten Hilfesystems. Die philosophische Haltung wird hier quasi dem Hilfesystem gegenüber praktiziert.

Die Ubiquität der Hilfe ist das Erklärungsmodell, das der Autor als Erstes darlegt. Dabei geht es darum, dass Hilfe allgegenwärtig ist und als anthropologische Konstante gefasst werden kann. In diesem Zusammenhang rekurriert Straß auf Hans Scherpner (1898 – 1959) und Niklas Luhmann (1927 – 1998). Ein zweiter Ansatz erklärt das Hilfesystem als jüdisch-christliche Entdeckung. Präzisierung findet dieser Ansatz in einem Kapitel über die Almosenlehre von Th. von Aquin (1225 – 1274) und Überlegungen zu Institutionalisierungen der Liebesidee. In diesem Zusammenhang nennt Straß viele Vertreter einer christlichen Liebesethik, die er grosso modo sehr positiv bewertet. Allerdings lässt er auch eine kritische Sichtweise anklingen, die die Verschleierungen andeutet, die durch den Verweis auf Liebe möglich ist: eben die Erzeugung von Abhängigkeit oder die Kaschierung von Gewalt. Als dritten Ansatz stellt Straß die Universalität der Hilfe in den Menschenrechten dar. Hierbei bezieht er sich auf Staub-Bernasconi sowie auf Hans Joas (* 1948). Während bei ersterer die Bedürfnisse des Menschen im Zentrum stehen und aufgrund von Wertwissen die Legitimität von Bedürfnissen ausgewiesen werden kann, bezieht sich letzterer auf dasjenige, was den Menschrechten Gegenhalt gibt. Dies ist die Heiligkeit oder Sakralität der Person. Zu erklären ist dabei, warum im 18. Jh. die Menschenrechte zum Thema werden. Hier liegen bestimmte Erfahrungen zugrunde, insbesondere Traumata wie die Sklaverei, die Gegenreaktionen wie die Vorstellung von der Heiligkeit der Person hervorgebracht haben. Straß sieht in religiösen Vorstellungen (Leben als Gabe) (S. 136) entscheidende Ursachen für die Entstehung einer Konzeption der Menschenwürde.

Das Buch findet seinen Abschluss in der Untersuchung ethischer Aspekte (das Wie). Hierbei gibt der Autor keine Normenkataloge, sondern eruiert erst einmal die Grundzüge sozialarbeiterischen bzw. sozialpädagogischen Handelns. Hier zeigt sich, dass jede Einzelfrage zur Diagnostik oder Intervention in einen größeren Kontext eingebunden ist und letztlich in der Frage nach einer Philosophie der Hilfe gipfelt. Diese Feststellung wiederum evoziert die Frage, ob letztere nicht subjektiv ist. (S. 145) Der Agnostiker wird dem christlich orientierten Sozialarbeiter entgegenhalten, dass seine Begründung der Hilfe, doch auf unbeweisbaren Prämissen (z.B. der Existenz Gottes oder der Geschöpflichkeit des Menschen) fußt. Dagegen wird der Agnostiker – der die Menschenrechte als Basis vertritt – für sich reklamieren, sich objektiv ausweisen zu können, da seine Bezugsgröße evident ist. Eine tiefergehende Reflexion zeigt allerdings, dass auch der Agnostiker, bestimmte Annahmen machen muss, die z.B. die Sakralität der Person oder die Menschenwürde als Größe ausweisen, die uns in einem absoluten Sinne verpflichten.

Abschließend diskutiert Straß die Frage der Möglichkeit einer Universalisierung anhand des Capability Approaches nach Martha Nussbaum (* 1947) und Armatya Sen (* 1933). Dieser Ansatz bietet eine Grundorientierung, stellt also eine Philosophie Sozialer Arbeit dar. Dabei geht man davon aus, dass der Mensch über Potenziale verfügt, deren Verwirklichung zum guten Leben führt. Der Staat hat die Aufgabe, die Möglichkeiten zu schaffen, die Potenziale zu verwirklichen. Letztlich entscheidet aber der Einzelne, ob er ein Abgebt annehmen will. Dies führt teilweise zur kritischen Einschätzung des Ansatzes, dahingehend, dass er zu liberal oder zu paternalistisch wäre. Die Vorstellung, dass Nussbaum über ein Metawissen über das, was das gute Leben ermöglicht, verfügt, wird im letzten Fall kritisch gesehen. Hierauf referiert Straß Christian Niemeyers (* 1952) Kritik am Capability-Approaches Ansatz. Niemeyer orientiert sich in seiner Herangehensweise an Friedrich Nietzsche (1844 – 1900). Letzterer setzt die Verwirklichung des Selbst ins Zentrum. Hier entsteht ein Widerspruch zum Rahmen den der Capability-Approaches schafft. Die zu aktualisierenden Befähigungen könnten das Individuum in seiner freien Entfaltung einschränken. Was bleibt, ist der normierte Mensch, nicht der freie Mensch, der sich nach dem Tode Gottes selbst schaffen kann. Straß sieht einen völligen Verlust des Bezugspunktes „Gott“ als problematisch an. Ohne diesen absoluten Bezugspunkt müssen andere Bezugspunkte ersatzweise fungieren (Z.B. Gerechtigkeit). Werden auch diese destruiert, bleibt der individuelle Geist, der Verantwortung für sich übernimmt, der letzte Bezugspunkt (S. 155).

Das Buch endet mit einer nochmaligen Verdeutlichung der Rolle der Religion für die Soziale Arbeit, wobei der Wille des einzelnen nochmals besonders betont wird.

Diskussion

Das Buch besticht durch seine klare Gliederung, die sich an den oben erwähnten W-Fragen orientiert. In diesen Rahmen fügt der Autor zahlreiche Theorien ein, wodurch man einen Überblick über die Theorienlandschaft in der Sozialen Arbeit erhält. Auffällig ist, dass wichtige Autoren auch ausgeblendet werden, so Wolf Rainer Wendt (* 1939), Heiko Kleve (* 1969) oder Lothar Böhnisch (* 1944). Dies mag daran liegen, dass Straß von der Erziehungswissenschaft her kommt und die Soziale Arbeit von Anfang an als Teildisziplin der Erziehungswissenschaft ansieht.

Warum sich Straß als Bezugspunkt zur Differenzierung des Zeigens nach Prange auf Lutz Rössner, einen Vertreter des Kritischen Rationalismus, bezieht, bleibt dunkel. Auch weitere Entscheidungen, wie z.B. der Bezug auf Nohl bei den individuumsorientierten Ansätzen, sind nicht eigentlich begründet. Der nur sehr kurze Rekurs auf Hollstein vernachlässigt marxistische Ansätze, die doch in den 60er und 70er Jahren große Bedeutung hatten, weitestgehend.

Der Autor sieht in der christlichen Religion ein zentrales Motiv Sozialer Arbeit. Das Staunen über die Existenz institutionalisierter Hilfe findet ihre Begründung und Erklärung in einer Philosophie der Hilfe, die ihre höchste Form in der religiösen Motivation findet. Gerade das Abschlusskapitel macht nochmals deutlich, dass Straß angesichts der Kontingenz der Welt etwas, das uns hält und umfängt, als notwendig ansieht. Die Einwände Niemeyers lässt er etwas stiefmütterlich beiseite, indem er auf Jean-Paul Sartre (1905 – 1980) – vielleicht als abschreckende Figur (Hypothese des Verfassers der Rezension) – verweist (S. 155). Bei einer Orientierung an sich selbst, sieht Straß eher narzisstische Anteile befeuert als dass sie eine wirklich befreiende Persönlichkeitsentwicklung ermöglichen könnte.

Insgesamt ist der Titel „Die Philosophie Sozialer Arbeit“ durchaus problematisch, da es ja durchaus andere philosophische Grundlegungen als die vom Autoren gewählten gibt. So vermisst man z.B. Zugänge wie den über Emmanuel Levinas (1906 – 1995), über Sartre, oder über Wilhelm Weischedel (* 1905 – 1975) (Grundselbstverantwortung). Die Liste ließe sich fortsetzen. So wäre vielleicht der Titel „Eine Philosophie Sozialer Arbeit“ günstiger gewesen und hätte nicht den Eindruck erweckt, als wolle der Autor einen neuen Metadiskurs etablieren (nach dem Motto: Ich verfüge über den höchsten Sichtpunkt und kann von dort her die korrekten Zuordnungen vornehmen). Trotz dieser Einwände ist das Buch absolut gewinnbringend lesenswert und sollte eine Diskussion über die philosophischen Grundlagen der Sozialen Arbeit weiter in Gang setzen – eine Diskussion, die immer mehr vernachlässigt wird, was man auch daran sieht, das Fachbereiche Sozialer Arbeit nur noch Berufsethik als curricularen Inhalt ausweisen, nicht mehr aber die Philosophie in ihrer Gänze. Allerdings leistet der Autor dem auch wiederum Vorschub, indem er die Philosophie Sozialer Arbeit auf ein Staunen über das Hilfesystem einschränkt und nicht die Fülle der philosophischen Probleme in ihrem Bezug zur Sozialen Arbeit diskutiert.

Fazit

Das Buch gibt einen guten selektiven Überblick über einzelne Theorien Soziale Arbeit. Es orientiert sich dabei an der vom Autoren entwickelten Systematik von W-Fragen. Im Zentrum steht ein christliches Hilfeverständnis. Die Motivationsgrundlagen für Soziale Arbeit werden als Philosophie Sozialer Arbeit deklariert.

Rezension von
Prof. Dr. Anton Schlittmaier
Direktor der Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Breitenbrunn; Schwerpunkte in der Lehre: Philosophische, anthropologische und ethische Aspekte Sozialer Arbeit; Sozialarbeitswissenschaft
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Es gibt 29 Rezensionen von Anton Schlittmaier.

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Zitiervorschlag
Anton Schlittmaier. Rezension vom 05.09.2022 zu: Daniel Straß: Die Philosophie sozialer Arbeit. Eine Einführung in Ziele und Begründungen des Helfens. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2022. ISBN 978-3-17-042254-4. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/29566.php, Datum des Zugriffs 26.09.2022.


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