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Andrea Beddies: Change-Stories

Rezensiert von Lisa Kieselmann, 25.10.2023

Cover Andrea Beddies: Change-Stories ISBN 978-3-89797-139-4

Andrea Beddies: Change-Stories. Die Tücken des Bewahrens oder: Veränderung muss für alle Sinn ergeben : ein Lesebuch. EHP – Verlag Andreas Kohlhage (Gevelsberg) 2021. 100 Seiten. ISBN 978-3-89797-139-4. D: 19,99 EUR, A: 20,60 EUR.
Reihe: EHP Hilfe kompakt.

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Thema und Zielsetzung

Die Publikation Change-Stories, setzt sich mit Geschichten von Veränderung in Unternehmen auseinander und zeigt auf, welche Abweichung notwendig sind, um zum Ziel zu gelangen. Die Publikation wird dabei als ein Lesebuch beschrieben und richtet sich an ein vielfältiges Publikum und möchte ein positives Gedankengut zum Change vermitteln.

AutorInnen

Dr. Andrea Beddies, war in verschiedenen internationalen Führungspositionen im HR-Bereich mittelständischer Unternehmen und Konzerne tätig und hat mehrer Jahre in Asien gearbeitet. Die Arbeitspsychologin ist Expertin im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung, Change-Management, Digitalisierung und neue Formen der Arbeit.

Aufbau und Inhalt

Die Publikation Change-Stories gliedert sich in drei Schwerpunkte. Der erste Schwerpunkt findet sich in den Kapiteln eins bis drei. In diesen Kapiteln werden die Grundlagen, wie z.B. die differenzierten Ebenen vom Change dargestellt. Kapitel drei bildet den Schwerpunkt zwei, Change Stories. Dabei werden unterschiedliche Schwerpunkte von Change beschrieben und diese mit Geschichten aus der Praxis verdeutlicht. In den letzten Kapiteln fünf bis neun, wird der Schwerpunkt drei abgebildet, was den Change konkret unterstützt.

Die Grundlagen für Change werden in den Kapiteln eins bis drei erläutert. Dabei werden die differenzierten Ebenen von Change vom großen Ganzen bis hin zum Individuum erläutert (S. 11). Weiterhin werden die Auftragsklärung und die Dimension Zeit in den Blick genommen (S. 15) sowie die Fragestellung bearbeitet, welcher Changemanager_in zu welchem Unternehmen/​Projekt passt (S. 25). Zu dieser Fragestellung ist auf Seite 27 eine Tabelle zur Selbsteinschätzung dargestellt. Dabei werden acht Kategorien mit jeweils zwei Kriterien beschrieben. Die Tabelle dient dazu herauszufinden, wo Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen Changemanager_in und Unternehmen liegen. Die Tabelle dient dabei der Reflexion und der Anregung (S. 26).

Im zweiten Schwerpunkt, geht es um folgende Fragestellungen und dazugehörige Geschichten aus der Praxis. „1. Ist die Veränderung wirklich gewollt, oder sind die Akteur*innen nur mit halber Energie und Überzeugung dabei? 2. Bringt die Veränderung wirklich eine Verbesserung und damit die Akzeptanz der betroffenen Bereiche? 3. Wieviel Geduld und Behutsamkeit ist erforderlich, um alle gut mitzunehmen? 4. Sind die Interessen auf den unterschiedlichen Ebenen immer wieder sortiert und geklärt worden?“ (S. 35). Für den zweiten inhaltlichen Punkt geht es darum, dass Veränderung das Leben leichter und besser machen muss (S. 42). Dabei werden drei Geschichten erzählt, die genau diesen Punkt aufgreifen. Z.B. wird die Geschichte von Thea B. erzählt, die ein globales Programm für ihren Konzern aufzusetzen soll. Bei der Kommunikation des ersten Entwurfes traten bereits Skeptiker auf, worauf sich schnell eine große Hürde für ihr Programm ergab. Sie suchte daraufhin das Gespräch mit dem Berater einer der Skeptiker, der bereits selbst einige ähnliche Programme anbot und klärte Überschneidungen, Ergänzungen und Mehrwerte. Daraufhin lief das Projekt und das Programm wurde nicht mehr in Frage gestellt (S. 46). Auf Basis der Geschichte wird weiterhin beschrieben, dass Change immer einen Mehrwert bieten muss und gute Ergänzungen kommuniziert werden müssen (S. 47).

Der abschließende Schwerpunkt zeigt konkrete unterstützende Maßnahmen für den Change auf. Diese finden sich in den Kapiteln fünf bis neun. Folgende Themenschwerpunkte werden angesprochen: -Vertrauen; -soziale Kompetenz; -Metaebenen; -das eigene Befinden; -Zusammenspiel von Akteur_innen (S. 67 ff). In Kapitel acht „Change und wie geht es dir?“ (S. 81) geht es um das Befinden im Change-Prozess. Es wird beschrieben, nicht immer durchzuhalten und weiterzumachen, sondern auch innezuhalten und auf sich und seine Wahrnehmung zu vertrauen. Dazu werden fünf Fragen gestellt um eine persönliche Bestandaufnahme im Change zu erfassen. Z.B. „Haben Sie Mut? Oder haben Sie Angst?“ oder „Können Sie noch positives Feedback geben? Oder finden Sie im Moment alles mies und negativ?“ (S. 82).

Diskussion 

Die Publikation Change-Stories bietet keinen Mehrwert, wer auf der Suche nach schwerer, klassischer Theorie für den Wandel sucht. Wer aber mitten im Wandel steckt, oder kurz davorsteht, dem bietet die Publikation eine leichte Lektüre, um sich und den Wandeln in positivem Blick zu nehmen. Durch die Kurzgeschichten wird deutlich, dass ähnliche Geschichten in Veränderung immer wieder auftauchen und ähnlich durchlebt werden.

Fazit

Die Publikation gibt dem Lesenden kleine, leichte und positive Impulse für den Alltag im Change mit, die genau den Kern von Veränderung treffen.Die Publikation gibt dem Lesenden kleine, leichte und positive Impulse für den Alltag im Change mit, die genau den Kern von Veränderung treffen. Wer also auf der Suche nach Rückenstärkung im Change ist, wird in dieser Publikation definitiv fündig.

Rezension von
Lisa Kieselmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der KatHO NRW. Ehemalige Leiterin eines Familienzentrums und der berufsbegleitenden Studiengänge B.A. Sozialmanagement/ MBA:General Management
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Es gibt 12 Rezensionen von Lisa Kieselmann.

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Zitiervorschlag
Lisa Kieselmann. Rezension vom 25.10.2023 zu: Andrea Beddies: Change-Stories. Die Tücken des Bewahrens oder: Veränderung muss für alle Sinn ergeben : ein Lesebuch. EHP – Verlag Andreas Kohlhage (Gevelsberg) 2021. ISBN 978-3-89797-139-4. Reihe: EHP Hilfe kompakt. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/29793.php, Datum des Zugriffs 18.07.2024.


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