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Michael Brie: Sozialismus neu entdecken

Rezensiert von Christopher Grobys, 09.02.2024

Cover Michael Brie: Sozialismus neu entdecken ISBN 978-3-96488-055-0

Michael Brie: Sozialismus neu entdecken. Ein hellblaues Bändchen zu den Widersprüchen einer solidarischen Gesellschaft. VSA-Verlag (Hamburg) 2022. 174 Seiten. ISBN 978-3-96488-055-0. D: 12,00 EUR, A: 12,40 EUR.

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Thema

In diesem hellblauen Bändchen des VSA-Verlags widmet sich Michael Brie der Frage, wie das Wesen einer sozialistischen Gesellschaft skizziert werden kann. Ohne ein grundlegendes Verständnis des Sozialismus sei jeder Versuch einer postkapitalistischen Gesellschaft zum Scheitern verurteilt, denn ein solches Unterfangen brauche, wenn es Bestand haben soll, sowohl einen Begriff der kapitalistischen Verhältnisse und der darin enthaltenden Widersprüche als auch einen Begriff vom Sozialismus und seiner inhärenten Gegensätze. Fest im Sattel der Dialektik sitzend, rekonstruiert der Autor, welchen Widersprüchen sich ein neuer Sozialismus praktisch stellen muss, um als Projekt der Zukunft verwirklicht zu werden, ohne die Errungenschaften der liberalen Revolution und der kommunistischen Idee hinter sich zu lassen.

Herausgeber

Michael Brie ist Sozialphilosoph mit den Arbeitsschwerpunkten Theorie und Geschichte des Sozialismus und Kommunismus, gesellschaftliche Transformationsprozesse sowie strategische Probleme der Linken. Er war Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Aufbau & Inhalt

Das Essay besteht aus fünf Kapiteln. Im ersten (S. 22–41) setzt sich Brie mitdem Widerspruch zwischen Kommunismus und Liberalismus auseinander. Er vollzieht hierbei eine doppelte Begründung seiner These eines dialektischen Zusammenbringens beider Traditionen. Zuerst betrachtet er hierfür die sozialistischen Überlegungen der drei Autor:innen Thomas Mann, Albert Einstein und Ernst Bloch genauer, die eine „Symbiose von Liberalismus und Kommunismus auf einer neuen Grundlage suchten“ (S. 22.), um sodann empirisch zu untermauern, welche Verständnisse die Menschen vom guten Leben haben, die einst im realexistierenden Sowjetsozialismus gelebt haben und heute im liberaldemokratischen Kapitalismus leben. Auf Basis der theoretischen und empirischen Befunde kommt Brie zu dem Schluss, dass es eine „solidarisch-emanzipatorische Vermittlung zwischen Kommunismus und Liberalismus“ (S. 38) benötige, um ein sozialistisches Projekt der Zukunft zu revitalisieren und anknüpfungsfähig zu machen.

Im zweiten Kapitel (S. 42–67) wendet sich der Autor der kapitalistischen Produktionsweise zu. Seine Grundannahme lautet hierbei, dass man den Kapitalismus in seinen Stärken und Schwächen kennen müsse, um ein sozialistisches Projekt praktisch umsetzen zu können. Auch hier argumentiert Brie mit dialektischem Feingefühl. Er zeigt, dass ein neuer Sozialismus sich einer dreifachen Aufgabe stellen müsse:

  1. der Bewahrung der Errungenschaften der kapitalistischen Ära im politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und kulturellen Feld,
  2. der Überwindung seiner Zerstörungstendenzen und
  3. der Realisierung einer neuen Zivilisation, die ein gutes Leben für alle ermöglicht.

Brie betont als normativen Fluchtpunkt, dass eine neue sozialistische Gesellschaftsordnung mehr zu bieten haben müsse, als die vergangene sowie der Kapitalismus und keinesfalls hinter den bisherigen Errungenschaften des letzteren zurückfallen dürfe.

Daran anschließend setzt sich Brie im dritten Kapitel (S. 68–86) mit drei weiteren Autoren kritisch auseinander, die sich einst in bedeutender Weise zum Sozialismus geäußert hatten. Der erste ist Karl Marx. Brie konstatiert, dass dieser einerseits einen revolutionären Absentismus und damit einen theorielosen Sozialismus prägte und andererseits keine Überlegungen zu der Vermittlung von Liberalismus und Kommunismus anstellte, weil er davon ausging, dass die Identität individueller und gesellschaftlicher Interessen im Sozialismus zusammenfallen würde. Der zweite Autor mit dem Brie sich auseinandersetzt ist Otto Neurath. Dieser plädierte vor dem Hintergrund der kriegswirtschaftlichen Transformation westlicher Volkswirtschaften im Zuge des Ersten Weltkrieges für eine staatlich geplante Naturalwirtschaft. Demgegenüber positioniert Brie die Überlegungen von Mises als dritten Autor, mit dem er sich beschäftigt, und seinem Verdikt der Unmöglichkeit einer sozialistischen Wirtschaftsordnung. Mises kritisierte, dass eine rationale sozialistische Wirtschaftsweise nicht möglich sei, weil Konsumgüter zweiter Ordnung (Produktionsmittel für konkrete Konsumgüter) verschieden hergestellt werden können und eine Verkehrswirtschaft, die auf Tauschwert beruht und eine dafür notwendige Wirtschaftsrechnung unmöglich seien. Die auf Tauschwert beruhende Kalkulation sei nur in einer Volkswirtschaft realisierbar, die einer Reproduktion auf derselben Stufenleiter unterliege. Für alle Wirtschaftsweisen, die auf Entwicklung basieren, sei eine solche auf Gebrauchswerten beruhende Volkswirtschaft nicht rational umsetzbar. Mises Verdikts sei deshalb eine interessante und schwerwiegende Herausforderung für jeden Sozialismus, konstatiert Brie: „Denn wenn Sozialismus nicht einen höheren Grad an bewusster rationaler Gesellschaftsgestaltung bedeutet, wie kann er dann ein Fortschritt zu mehr Freiheit sein“ (S. 86).

Im vierten Kapitel (S. 87–105) rekonstruiert Brie die Überlegungen von Karl Polanyi, wie in einer komplexen Gesellschaft Freiheit möglich sein kann. Polanyi wird auch deshalb herangezogen, weil dieser sich dem Verdikt von Mises Verdikt annahm und für sozialistische Gesellschaften Antworten für diese Herausforderung suchte. Polanyi sag die Stärken des Kapitalismus ernst und versuchte, auf Basis derer, den Sozialismus neu aufzufassen. Seine zentrale Forschungsfrage lautete dabei: Wie ist die Freiheit des Einzelnen und soziale Verantwortung gleichzeitig möglich? In der freien Marktwirtschaft sei dieser Zusammenhang nicht realisierbar, weil durch das allgemeine Äquivalent (Geld) alles, auch ohne Verantwortung dafür übernehmen zu müssen, erworben werden kann. „Ausgehend von diesem Freiheitsverständnis ist Sozialismus für Polanyi vor allem eine Gesellschaft, in der die Menschen die Folgen ihres Handelns unmittelbar und direkt persönlich verantworten können und folglich auch müssen“ (S. 92 f.). Er definierte Sozialismus insofern als eine dreifache Negation:

  1. als Negation der freien Marktwirtschaft
  2. als Negation des Faschismus, weil dieser die Freiheit selbst negiere und
  3. als Negation der Reduktion moderner Gesellschaften als Gemeinschaftsbeziehungen.

Laut Brie sah Polanyi drei Korridore, die es zu etablieren gelte, um zu einer solidarischen Wirtschaft zu gelangen:

  1. die Entnahme der sogenannten fiktiven Waren (Arbeit, Land, Geld) aus dem Markt,
  2. die Kooperation großer Wirtschaftsräume sowie die Tendenz zur Deglobalisierung (Regionalisierung) &
  3. das Schützen von Freiheit der Individuen durch demokratische Kontrolle und Planung der Wirtschaft.

Im fünften und letzten Kapitel (S. 106–157) entwickelt Brie eine „Kopfgeburt“ (S. 108) eines abstrakten sozialistischen Reproduktionsmodells, dass jedoch keinen fertigen Plan darstellt, sondern als eine Orientierungshilfe für sozialistische Politken verstanden werden müsse. Grundsätzlich konstatiert er, dass sozialistische Visionen leider immer noch von „einer falschen Utopie der Widerspruchsfreiheit“ (S. 107) ausgehen würden. Brie betont demgegenüber, dass Widerspruchsfreiheit Lebensunfähigkeit bedeute. Das Leben bestünde aus Gegensätzen und die Aufgabe des Sozialismus sei es, diese anders als im Kapitalismus zu vermitteln. Und zwar demokratisch, ökologisch, sozial und friedlich. Ersetzt sich zum Abschluss seines Essays deshalb mit verschiedenen Widersprüchen eines zukünftigen Sozialismus auseinander. Zu Beginn versucht Brie, eine allgemeine Formel für eine sozialistische Produktionsweise vorzulegen. Hierfür verbindet er zwei Reichtümer, die die Traditionen des Liberalismus und Kommunismus jeweils für sich beanspruchen: „Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen sozialistische Produktionsweise herrscht, erscheint einerseits als Reichtum an Möglichkeiten freier Entfaltung der Individuen in den zwischenmenschlichen Beziehungen und andererseits als Reichtum der natürlichen, sozialen und kulturellen Gemeingüter, die allen gemeinsam zur Verfügung stehen“ (S. 110). Der Reichtum müsse demnach im Sozialismus zwei dialektisch und solidarisch vermittelte Erscheinungsformen annehmen. Dementsprechend bräuchte eine solche Produktionsweise auch zwei Formeln für die Genese dieser Reichtümer: Gg (Gemeingüter) -> I (Individualität) -> Gg‘ (erweiterte Gemeingüter) sowie I (Individualität) -> Gg‘ (erweiterte Gemeingüter) -> I‘ (erweiterte Individualität). Im zweiten Schritt setzt sich Brie mit der Frage auseinander, wie komplexe Gesellschaften wirtschaftlich so organisiert werden können, dass beide Reichtümer gefördert werden. Er verdeutlicht dies anhand von weiteren Widersprüchen, denen sich eine sozialistische Gesellschaft stellen müsse. Drittens dürfe sich die Eigentumsordnung im Sozialismus weder nur in Formen des Gemeineigentums (Kommunismus) noch nur in Formen des Privateigentums (Liberalismus) erschöpfen, denn Menschen seien beides: hyperindividuell und ultrasozial. Stattdessen bedürfe es auch im Sozialismus Formen des individuellen und kollektiven Eigentums sowie diverser Besitzformen. Darüber hinaus bestehe die Grundvoraussetzung des sozialistischen Reproduktionsprozesses laut Brie ebenfalls aus einem Widerspruch, den es auszutragen gelte: Die Produktionsmittel bedürfen einer verantwortungsvollen Kontrolle durch die Vielen und eine Freiheit bei der Nutzung von den Einzelnen: „Die unternehmerische Eigenverantwortung einer Vielfalt wirtschaftlicher Akteure, die Möglichkeiten der Kombination der Produktionsfaktoren unter den Gesichtspunkten von Effizienz und Innovation, die Bildung von Preisen der erzeugten Produkte auf Märkten werden vom Standpunkt der hier entwickelten Sozialismuskonzeption nicht aufgehoben, sondern in gesellschaftliche bewusst gestaltete Zusammenhänge eingebettet“ (S. 126). Nun befasst sich Brie viertens mit den Besitzformen in einem neuen Sozialismus. Auch hierbei dürfe man nicht nach einer idealen Besitzform suchen, sondern es müssten verschiedene kombiniert werden, die das Resultat eines praktischen Suchprozesses seien. Fünftens benötige eine sozialistische Reproduktion die Möglichkeit verschiedener Vergesellschaftungsformen. „Die ‚Überlegenheit‘ des Sozialismus bestehe nicht in der Herausbildung der einen einzigen Vergesellschaftungsform, sondern in einer neuen Kombination und Umgestaltung der vorhandenen Vergesellschaftungsformen mit dem genannten Doppelziel und unter grundlegend veränderten Eigentums- und Machtverhältnissen“ (S. 137). Sechstens verweist Brie darauf, dass ein neuer Sozialismus verschiedene Regulationsformen miteinander kombinieren müsse. Er bezieht sich hierbei auf Dieter Klein, der dafür plädiert, drei Regulationsformen miteinander zu verbinden:

  1. eine staatliche Planung und Lenkung,
  2. eingehegte Marktverhältnisse und
  3. einer aktiven Zivilgesellschaft, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu formulieren.

Dementsprechend basiere eine sozialistische Regulation auf zwei Säulen: einem planenden und lenkenden Staat, der die gesamtgesellschaftlichen Interessen vertritt und einer aktiven Zivilgesellschaft. Ein weiterer Widerspruch sei der zwischen dem Willen der Vielen und dem Gemeinwillen. Brie diskutiert diesen aus verschiedenen Blickwinkeln und kommt zu folgendem Schluss: „Der Widerspruch zwischen dem Willen der Vielen als Einzelne oder als einzelne Gruppen einerseits und dem Gemeinwillen reflektiert den Widerspruch komplexer Gesellschaften zwischen der Reproduktion und Entwicklung der Individuen und der Reproduktion und Entwicklung des Gesellschaftskörpers. […] So wie ihr Ziel doppelt ist, […] so muss auch ihre politische Ordnung zwei gegensätzliche Traditionen in sich aufnehmen – die der liberalen Demokratie mit dem Primat der Interessen der Einzelnen und die der Volksdemokratie“ (S. 153). Als siebten Punkt schlägt Brie vor, in Zukunft auch den Widerspruch zwischen der lokalen und der globalen Ebene zu diskutieren. Zum Abschluss des fünften Kapitels unterbreitet Brie einen Vorschlag, wie die Genese eines neuen Sozialismus zu verstehen sei. In Anlehnung an Polanyi könne dieser Prozess nur als Große Transformation einer „Großen Umkehr“ (S. 157) vollzogen werden. Große Umkehr meint hierbei, die Totalität der Herrschaft des Kapitals aufzuheben.

Diskussion

Was der Autor in seinem Essay leistet, gleicht einem gesellschaftswissenschaftlichen Akt der Jonglage. Brie schreitet tentativ, diskutierend und somit fragend voran und versucht stets, keine radikale Eindimensionalität walten zu lassen. Er bewegt sich zwischen den Widersprüchen, sucht nach deren Vermittlung und strebt dabei zugleich keine Aufhebung an, die sich an einem so oft gehörten romantischem Sozialismusverständnis erschöpft. Nicht falsch verstanden werden darf, dass er sehr wohl eine radikale Kritik am bestehenden formuliert. Von Dogmen ist jedoch keine Spur. Sein Essay reiht sich damit in den aktuellen sozialistischen Diskurs in der Wissenschaft ein. Bereits Zelik (2020), Deppe (2021), Piketty (2021), Dörre (2022) und weitere griffen mit ihren jüngsten Veröffentlichungen in die Debatte ein und versuchten, den Begriff Sozialismus neu zu beleben. Einigkeit unter den verschiedenen Autoren herrscht in dem Punkt, dass sie einerseits an dem Sozialismusbegriff festhalten und die Möglichkeit eines postkapitalistischen Morgens skizzieren, zugleich jedoch bestrebt sind, nicht hinter die Errungenschaften liberaler Demokratien und einer marktvermittelten Effizienz zurückfallen zu wollen. Eine solche philosophisch-dialektische Vermittlung wie Brie legte bisher allerdings noch keiner oder keine vor, was den anderen Autoren nicht die Qualität ihrer Beiträge absprechen soll. Was Brie in seinem Essay vollzieht sind keine konkreten politischen oder strategischen Vorschläge wie beispielsweise Zelik (2020) und Dörre (2022) oder empirisch historische Rekonstruktionen wie zum Beispiel Deppe (2021). Solche politischen Ausblicke und retrospektiven Reflexionen sind bedeutend und haben ohne Frage ihre Berechtigung in der Auseinandersetzung. Was Brie jedochleistet, ist philosophischer Denksport, wie eine sozialistische Produktionsweise abstrakt verstanden werden kann, ohne vor den auch darin enthaltenden Widersprüchen die Augen zu verschließen. Zugleich schafft er es, durch Visualisierungen und vereinfachte Modelle seine komplexen Überlegungen gut strukturiert für die Leser:innen zusammenzufassen und zu präsentieren.

Positiv hervorgehoben werden muss auch die in Kapitel 1 aufgenommene empirische Längsschnittstudie des Leipziger Jugendforschungsinstituts, die seit über 35 Jahren dieselben Personen zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Ost- und Westdeutschland befragt. Den empirisch immer wieder auftretenden Deutungsrahmen zwischen Freiheit und Gleichheit, nimmt Brie neben seinen theoretischen Bezugspunkten als Anlass, sein Sozialismusverständnis zu konstruieren. Er verlässt damit die rein philosophischen Gefilde und verleiht seinen Überlegungen auch eine empirische Bodenhaftung, was gewürdigt werden muss.

Will man auf hohem Niveau meckern, so kann man kritisch anmerken, dass eine stärkere Einbindung der bereits erwähnten jüngeren Arbeiten zum Thema Sozialismus sicherlich ein Gewinn für die Leser:innen gewesen wäre. In ersten Zügen vollzieht Brie dies auch, jedoch nur ansatzweise. Bei dieser Kritik darf man jedoch nicht vergessen, dass es sich „nur“ um ein Essay und keine umfassende wissenschaftliche Arbeit handelt. Zu hoffen bleibt, dass sich für letzteres in naher Zukunft jemand verantwortlich fühlt und sich dieser Aufgabe zuwendet.

Fazit

Michael Brie zeigt in einem weiteren hellblauen Bändchen eindrücklich, dass eine sozialistische Gesellschaft keinesfalls ein widerspruchsfreies Unterfangen ist, sondern es darum geht, Gegensätze neu zu vermitteln. Mit sozialphilosophischem Fingerspitzengefühl unterbreitet er Vorschläge, wie die normativen Überlegungen der liberalen und kommunistischen Tradition in einer neuen sozialistischen Gesellschaftsformation verbunden werden sollten, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen. Für zukünftige Arbeiten in diesem Gegenstandsbereich bietet sein Essay ein philosophisches Fundament, um das gegenwärtig heiße Eisen eines neuen Sozialismus weiter zu schmieden und nach Kristallisationspunkten einer umwälzenden Praxis Ausschau zu halten.

Literaturverzeichnis

Deppe, Frank (2021): Sozialismus. Geburt und Aufschwung – Widersprüche und Niedergang – Perspektiven. Hamburg: VSA Verlag.

Dörre, Klaus (2022): Die Utopie des Sozialismus. Kompass für eine Nachhaltigkeitsrevolution. Unter Mitarbeit von Friedrich Engels. Zweite Auflage. Berlin: Matthes & Seitz Berlin.

Piketty, Thomas (2021): Der Sozialismus der Zukunft. Interventionen. Originalausgabe. München: C.H. Beck (C.H. Beck Paperback, 6042).

Zelik, Raul (2020): Wir Untoten des Kapitals. Über politische Monster und einen grünen Sozialismus. Originalausgabe. Berlin: Suhrkamp (edition suhrkamp, 2746). Online verfügbar unter https://www.perlentaucher.de/buch/raul-zelik/​wir-untoten-des-kapitals.html.

Rezension von
Christopher Grobys
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Es gibt 11 Rezensionen von Christopher Grobys.

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Zitiervorschlag
Christopher Grobys. Rezension vom 09.02.2024 zu: Michael Brie: Sozialismus neu entdecken. Ein hellblaues Bändchen zu den Widersprüchen einer solidarischen Gesellschaft. VSA-Verlag (Hamburg) 2022. ISBN 978-3-96488-055-0. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/30454.php, Datum des Zugriffs 28.02.2024.


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