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Miriam Schanze-Cichos: Zurück ins Arbeitsleben nach Krebs

Rezensiert von Dr. Antje Ginnold, 05.07.2023

Cover Miriam Schanze-Cichos: Zurück ins Arbeitsleben nach Krebs ISBN 978-3-7799-7202-0

Miriam Schanze-Cichos: Zurück ins Arbeitsleben nach Krebs. Befunde eines qualitativen Längsschnitts zur Suche nach Normalität. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2023. 223 Seiten. ISBN 978-3-7799-7202-0. D: 44,00 EUR, A: 45,30 EUR.
Reihe: Randgebiete des Sozialen. .

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Thema

Krebserkrankungen betreffen im Lebensverlauf immer mehr Menschen, auch weil die Lebenserwartung steigt. Ein zunehmender Teil der Betroffenen befindet sich noch im erwerbsfähigen Alter. Insbesondere bei Frauen zählen Brustkrebserkrankungen zu den häufigsten. Die Diagnose Krebs reißt die Betroffenen schlagartig aus dem Alltag. Nach längerer Krankheit und intensiven Therapien bestehen bei ihnen häufig Unsicherheiten, ob und wie der Wiedereinstieg in die berufliche Tätigkeit gelingt. Die Rückkehr ins Arbeitsleben nach einer Krebserkrankung stellt viele Betroffene vor große Herausforderungen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung. Die bekanntesten sind die stufenweise Wiedereingliederung (das sogenannte Hamburger Modell) und das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM). Darüber hinaus bzw. in Ergänzung dazu gibt es die Möglichkeit, verschiedene Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu beantragen oder fachspezifische Beratungen zu nutzen.

Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit sowie die Bewältigung der Krankheit und Rolle als Kranke/r scheinen recht gut aus verschiedenen Fachdisziplinen heraus erforscht zu sein. Die Autorin identifiziert jedoch eine Lücke in der Erforschung des beruflichen Wiedereinstiegs aus soziologischer Perspektive. Sie nimmt dabei Frauen mit einer Brustkrebserkrankung in den Fokus und wie diese versuchen, durch die Rückkehr zu ihrem (alten) Arbeitsplatz an die vor der Erkrankung bestehende „Normalität“ wieder anzuschließen, diese wieder oder eine neue „Normalität“ herzustellen.

Autor:in

Dr. Miriam Schanze-Cichos studierte Soziologie und Germanistik an der Universität Kassel und arbeitete dort anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Fach Mikrosoziologie. Sie promovierte mit der hier rezensierten Dissertation und ist derzeit als Lehrkraft mit besonderen Aufgaben am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften/​Soziologie der Universität Kassel tätig. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Gesundheit und chronische Krankheit, Erwerbsfähigkeit und Rehabilitation sowie qualitative Sozialforschung.

Aufbau und Inhalt

Das Buch gliedert sich inhaltlich in sieben Kapitel, denen das Literaturverzeichnis, eine Danksagung sowie ein kleiner Anhang mit Transkriptionsregeln für die Interviews und eine schematische Kurzbeschreibung für die Fallanalysen folgen. Allem voran ist ein Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen gestellt.

In der Einleitung (Kapitel 1, S. 9–15) umreißt Miriam Schanze-Cichos das Forschungsfeld: die Häufigkeit von Krebserkrankungen, die Krebsforschung mit dem bisherigen Fokus auf die Verhinderung weiterer Erkrankungen sowie das unterschiedliche Verständnis von Krankheit. Demnach dominiere gesellschaftlich das homöostatische Verständnis von Krankheit, das von „Krankheit als zu behebender Störzustand“ ausgeht (S. 10). Bio-medizinische Sichtweisen überwiegen bei der Diagnostik von Krankheiten und ihren Ursachen sowie deren Versorgung im Gesundheitssystem. Gesundheit wird als „Normalzustand“ betrachtet (ebd.). Dem gegenüber steht das heterostatische Verständnis von Antonovsky, wonach „Erkrankungen als normale Erscheinungen“ im Lebensverlauf zu sehen sind (ebd.). Bio-psycho-soziale Auffassungen dominieren in den Bereichen Krankheitsprävention, Rehabilitation und Krankheitsbewältigung. Gesellschaftlich scheint immer mehr Verantwortung bei den Betroffenen selbst zu liegen, einen Umgang mit Gesundheit und Krankheit(-sfolgen) zu finden. Aus der zunehmenden Zahl von Krebserkrankungen von Menschen im erwerbsfähigen Alter ergibt sich die Notwendigkeit, den Fokus stärker auf die Rückkehr ins Arbeitsleben nach der Erkrankung zu legen und wie diese gelingen kann. Das Forschungsfeld liegt in der Schnittstelle unterschiedlicher Fachdisziplinen, wobei sich die Soziologie, in der sich die Autorin verortet, diesem bisher kaum gewidmet hat.

Daher leitet Miriam Schanze-Cichos ihre Forschungsfrage aus der bestehenden Lücke ab. Die Autorin will untersuchen, wie Krebsbetroffene nach der langen Krankheits- und Arbeitsunfähigkeitsphase die Rückkehr in den beruflichen Kontext erleben (S. 14). Geplant ist eine qualitative Längsschnittuntersuchung, die zehn Frauen mit einer Brustkrebserkrankung in vier Erhebungswellen über einen Zeitraum von elf Monaten zu ihrem Erleben befragt. Die Wahl fiel auf diese Erkrankung, weil es die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist und zunehmend mehr Frauen bereits im erwerbsfähigen Alter betroffen sind. Bei ihnen stellen sich dann verschiedene Fragen und Herausforderungen bei der Rückkehr ins Arbeitsleben.

Zum Abschluss der Einleitung gibt die Autorin einen kurzen Ausblick zum Inhalt der folgenden Kapitel.

Im Kapitel 2 (S. 16–57) arbeitet Miriam Schanze-Cichos den Forschungsstand aufgrund der Schnittstellenproblematik interdisziplinär auf. Sie bezieht sich auch auf internationale Studien, wo es aus ihrer Sicht an deutscher Forschung fehlt. Das Kapitel 2 gliedert sich in 4 Unterkapitel und weitere Unterpunkte. Die Autorin beginnt mit einem Überblick zur Entwicklung der Krebs-Inzidenz mit dem Fokus auf die Erwerbstätigen. Danach stellt sie die institutionalisierten Phasen der Krebserkrankung von – von der Diagnose bis zu Re-Integration ins Erwerbsleben. Anschließend beschreibt sie bekannte Belastungen, die sich bei oder nach der Krebserkrankung ergeben können, u.a. die Fatigue nach Krebs, mögliche Stigmatisierungen oder die Kontroverse um eine sogenannte Krebspersönlichkeit und Schuldzuweisungen. Das dominierende, homöostatische Verständnis von Krankheit und Gesundheit definiert Gesundsein und Gesundheit als Normalität, währenddessen Krankheit als Normabweichung und zu behebende Störung begriffen wird (S. 49). Damit wächst der Druck auf Betroffene mehr Eigenverantwortung bei der Wiederherstellung der Normalität/Gesundheit zu übernehmen. Abschließend fasst die Autorin den Forschungsstand zusammen und leitet daraus ihre Forschungsfrage und Schwerpunktsetzung ab. Im Fokus stehen Frauen mit einer Brustkrebserkrankung und wie sie nach monatelanger Krankheit und Arbeitsunfähigkeit ihren Rückkehrprozess in den beruflichen Kontext erleben (S. 57).

Im Kapitel 3 (S. 58–74) werden das Forschungsdesign und der verwendete Methodenmix dargestellt. Die Auswahl des qualitativen Längsschnitts als grundsätzliches Vorgehen wird erläutert, ebenso der Feldzugang und die Fallauswahl. Vor den geplanten, leitfadengestützten Interviews mit zehn betroffenen Frauen war die Autorin zwei Tage in der ausgewählten, kooperierenden Rehabilitationsklinik, um die Örtlichkeiten und den Reha-Alltag kennenzulernen. Außerdem führte sie vorab mit acht Mitarbeitenden Experteninterviews. Im Verlauf von elf Monaten hat die Autorin in weiteren drei Erhebungswellen alle zehn Frauen erneut befragt. So konnte sie die individuellen Rückkehrprozesse und die Veränderungen im subjektiven Erleben oder in der Umsetzung dokumentieren. Insgesamt konnte sie 40 Interviews mit betroffenen Frauen und acht mit Mitarbeitenden der Rehabilitationsklinik führen und auswerten. Abschließend beschreibt die Autorin in dem Kapitel das mehrstufige Auswertungsverfahren. Sie hat sich dabei an der qualitativen Inhaltsanalyse und vergleichenden Fallanalyse orientiert (S. 58, 72 ff.).

Im Kapitel 4 (S. 75–80) gibt Miriam Schanze-Cichos einen Überblick über das Sample. Sie beschreibt und vergleicht die soziodemografischen Merkmale, die Krankengeschichten und Erwerbstätigkeiten der befragten Frauen. Diese waren zwischen 33 und 60 Jahre alt, sechs von ihnen zwischen 50 und 60 Jahren (S. 76). Bis auf zwei leben alle mit einem Partner zusammen. Bis auf eine haben alle ein oder mehrere Kinder, bis auf eines jedoch schon volljährig und nicht mehr im Haushalt lebend. Alle Frauen wurden operiert, neun erhielten Bestrahlungen und vier auch Chemotherapie (S. 75). Bildungsabschlüsse und Berufstätigkeiten waren unterschiedlich (S. 78 f.).

Das Kapitel 5 (S. 81–177) ist das umfangreichste Kapitel in diesem Buch. Es gliedert sich in 5 Unterkapitel mit jeweils weiteren Unterpunkten. Miriam Schanze-Cichos stellt die Ergebnisse ihrer Untersuchung dar. Sie arbeitet dabei vier Phasen heraus:

  1. Bruch der Normalität: Untersuchung, Diagnose und Behandlung (S. 82–106)

Hier geht es um den Umgang der Betroffenen und deren Umfeldes mit der schockierenden Diagnose einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, der Rolle als Kranke sowie den Belastungen der Behandlungen und der Rechtfertigungslast im Krankenstatus.

  1. Simulation von Normalität: Reha (S. 106–127)

Nach den Akutbehandlungen schließt sich die Phase der Rehabilitation an, die den institutionellen Abschluss der Krankheitsphase markiert (S. 106). Im Rahmen einer stationären Rehabilitationsmaßnahme (Anschlussheilbehandlung) wird in einem Schonraum unter professionaler Anleitung das Selbstwertgefühl, die Selbstwirksamkeit und Krankheitsbewältigung gestärkt. Auch der Austausch mit Gleichbetroffenen wirkt stärkend. Die Planung der Rückkehr ins Arbeitsleben rückt in den Fokus, auch die damit verbundenen Unsicherheiten.

  1. Bemühen um Normalität: Private und berufliche Rückkehr (S. 127–155)

Die meist stufenweise Wiedereingliederung in den Beruf (das sogenannte Hamburger Modell) ist verbunden mit der Hoffnung auf den Normalitätsanker Erwerbsarbeit. Gleichzeitig treten neue Dilemma und Lasten zu Tage, wie etwa durch bürokratische Lasten im weiterhin bestehenden Krankenstatuts, der Schwierigkeit, kollegiale Hilfe anzunehmen oder einzufordern sowie Unsicherheiten im Umgang mit der Erkrankung und der ggf. verminderten Leistungsfähigkeit und deren Kommunikation am Arbeitsplatz.

  1. Modellierung von Normalität: Bürden der langfristigen Normalisierung (S. 155–172)

Hier geht es darum, wie die Phase nach dem Auslaufen der stufenweisen Wiedereingliederung gestaltet werden kann, welche neuen Herausforderungen sich ergeben können und welche Rolle die Unsichtbarkeit der Erkrankung und deren Folgen haben kann.

Zu allen Phasen finden sich direkte und indirekte Zitate aus den Interviews mit den betroffenen Frauen, die die unterschiedlichen Herausforderungen deutlich machen. Als Kernthema kristallisiert sich bei allen die Suche nach Normalität heraus (S. 178). Zum Abschluss des Kapitels 5 fasst die Autorin ihre Forschungsergebnisse zusammen.

Im Kapitel 6 (S. 178–191) diskutiert Miriam Schanze-Cichos in vier Unterkapiteln ihre Forschungsergebnisse auf der institutionellen, subjektiven und sozialen Ebene, vergleicht sie mit anderen Forschungsergebnissen und reichert sie mit medizinsoziologischen sowie ritual- und überganstheoretischen Konzepten an (S. 178).

Im Kapitel 7 (S. 192–201) formuliert die Autorin zusammenfassend ihre Schlussfolgerungen für die soziologische Forschung und für die Praxis.

Diskussion

In Miriam Schanze-Cichos‘ sehr gut lesbarer Dissertation entsteht ein eindrückliches, berührendes und facettenreiches Bild, wie die befragten Frauen mit Brustkrebserkrankung ihren beruflichen Rückkehrprozess erlebten und welchen Herausforderungen sie sich stellen mussten. Die Autorin setzt die Ergebnisse zu vorhandener Forschungsliteratur in Beziehung und stellt ihre gewählten Methoden nachvollziehbar dar.

Einige Kritikpunkte seien dennoch erwähnt. Die Autorin versuchte, eine möglichst große Vielfalt bei der Fallauswahl zu berücksichtigen. Sie wird jedoch auf jene Frauen mit Brustkrebs begrenzt, die zum Untersuchungszeitraum in der einen, ausgewählten Rehabilitationsklink waren. Die Fallauswahl enthielt keine Frauen mit kleineren Kindern (Kita und/oder Schule), was sicher noch andere Herausforderungen aufgezeigt hätte. Es wäre zudem interessant gewesen, weitere Rehabilitationseinrichtungen einzubeziehen, in denen es z.B. spezielle Angebote gibt für an Brustkrebs erkrankte Frauen gemeinsam mit ihren Kindern (und Partnern) oder die jüngere Krebspatientinnen im erwerbsfähigen Alter als Zielgruppe haben. Dies konnte wahrscheinlich im Rahmen eines Promotionsvorhabens mit den begrenzten Ressourcen nicht realisiert werden. 48 durchgeführte und ausgewertete Interviews der Autorin sind ohnehin eine beachtliche Anzahl.

Es fehlen in der Fallauswahl Verläufe, die es ebenfalls gibt: z.B., wenn das Krankengeld bei längerer oder erneuter Krankheitsdauer ausläuft und die stufenweise Wiedereingliederung auf diese Weise nicht mehr funktioniert (es jedoch Alternativen gibt), wenn aufgrund der größeren Folgeschäden und Leistungsminderung doch eine Teilrente oder volle Erwerbsminderungsrente in Frage kommt oder wenn für Selbstständige, bestimmte Berufsgruppen oder Studierende andere Regelungen gelten.

Interessant wären Hinweise im Text sowie Fragen an die Betroffenen gewesen, ob und in welcher Weise die Befragten professionelle Unterstützung und Beratung zu den komplexen, rechtlichen Regelungen im beruflichen Rückkehrprozess erhielten. So gibt es seit vielen Jahren Integrationsfachdienste (IFD), die Expert/​innen für die berufliche Inklusion von Menschen mit (Schwer-)Behinderung und Arbeitsplatzanpassungen sind, sowie Beratung durch die regionalen Krebsberatungsstellen oder Selbsthilfe. In diesem Zusammenhang verwundert es etwas, dass der Schwerbehindertenstatus, den viele Menschen in Folge der Krebserkrankung auf Antrag und zumindest für eine bestimmte Zeit (Heilungsbewährung) erhalten, kaum reflektiert wird. Der formelle Status ist u.a. mit besonderen Unterstützungsleistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für sich selbst und ggf. den Betrieb, besonderem Kündigungsschutz und Steuererleichterungen verbunden, wird von Betroffenen aber auch stigmatisierend empfunden.

Miriam Schanze-Cichos arbeitet den erlebten „Dazwischen-Status“ der Betroffenen in der Phase der beruflichen Rückkehr heraus: nicht mehr krank, aber auch noch nicht ganz gesund, inklusive der Unsicherheit, ob und wann das wieder so sein wird (S. 192). Dieser „Dazwischen-Status“ hält in vielen Fällen länger an, als das formale Modell der stufenweisen Wiedereingliederung andauert. Zudem identifiziert die Autorin eine Schwellenproblematik bei der Rückkehr ins Arbeitsleben nach längerer Krankheits- und Arbeitsunfähigkeitsphase (S. 193 f.). Dafür wäre aus Sicht der Autorin zukünftig eine Übergangsbegleitung als längerfristige, feste Ansprechperson sinnvoll: „eine Art Rückkehrbeauftragte:r“ (S. 200). Es ist im bisherigen System nicht ausreichend, die Betroffenen bei der Rehabilitation auf die bevorstehen Aufgaben vorzubereiten und ihnen hinterher die Verantwortung für alle Anpassungsleistungen allein zu übertragen. Dem ist durchaus zuzustimmen. Ergänzend sei anzumerken, dass es sinnvoll wäre, vorhandene Beratungs- und Unterstützungsstrukturen stärker einzubinden und strukturell zu verankern. Vielleicht könnten in einem ersten Schritt, die Sozialarbeiter/​innen in den Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen die Betroffenen gezielter auf diese bestehenden Möglichkeiten hinweisen und ggf. den Erstkontakt bereits herstellen.

Empfohlen werden kann das Buch trotz kleiner Schwächen einer breiten Fachöffentlichkeit: Praktiker/​innen aus der Sozialen Arbeit, Psychologie, Medizin/​Onkologie, Verantwortlichen in Rehabilitationsmaßnahmen, bei der Rentenversicherung, den Krankenversicherungen und in verschiedenen Forschungszusammenhängen, etwa der Versorgungs- oder Teilhabeforschung.

Fazit

Miriam Schanze-Cichos beschäftigt sich in ihrer Dissertation damit, wie Frauen mit Brustkrebs ihren Rückkehrprozess ins Arbeitsleben nach längerer Krankheit subjektiv erleben und wie die Erwerbsarbeit zum Normalitätsanker wird. Trotz einiger Kritikpunkte ist es ein lesenswertes Buch, empfehlenswert für Praxis und Forschung. Es gibt sehr differenzierte und eindrückliche Einblicke in die Lebenswelt, Erfahrungen und Herausforderungen von Frauen mit einer (Brust-)Krebserkrankung, vor allem im Prozess der beruflichen Wiedereingliederung.

Rezension von
Dr. Antje Ginnold
Dipl. Pädagogin.
Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt berufliche Integration von Menschen mit Behinderung, langjährig tätig in den Bereichen Fort- und Weiterbildung, Lehre und Forschung sowie als Integrationsberaterin für Jugendliche mit Lernbehinderung im Übergang Schule – Beruf in Berlin
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Es gibt 14 Rezensionen von Antje Ginnold.

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Zitiervorschlag
Antje Ginnold. Rezension vom 05.07.2023 zu: Miriam Schanze-Cichos: Zurück ins Arbeitsleben nach Krebs. Befunde eines qualitativen Längsschnitts zur Suche nach Normalität. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2023. ISBN 978-3-7799-7202-0. Reihe: Randgebiete des Sozialen. . In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/30541.php, Datum des Zugriffs 15.04.2024.


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