Anita Eckstaedt: Erinnern allein reicht nicht
Rezensiert von Dr. Hans-Adolf Hildebrandt, 25.04.2024
Anita Eckstaedt: Erinnern allein reicht nicht. Nachwirkungen der NS-Ideologie wahrnehmen und verstehen.
Psychosozial-Verlag GmbH & Co. KG
(Gießen) 2023.
280 Seiten.
ISBN 978-3-8379-3240-9.
D: 39,90 EUR,
A: 41,10 EUR.
Reihe: Bibliothek der Psychoanalyse.
Thema
Es liegt nur wenige Jahre zurück, dass der ehemalige Partei- und Fraktionschef der AfD, Alexander Gauland, davon sprach, die Nazis seien „nur ein Vogelschiss“ in 1000 Jahren deutscher Geschichte und mit diesem Bedeutungsentzug der Gräueltaten des Nazitums eine noch nach Jahrzehnten lebendige Abwehrform des Schweigens, Verneinens, Verleugnen und Verdrängens gegen eine Verarbeitung der Vergangenheit zum Ausdruck brachte. Die Analyse der immer noch gegenwärtigen NS-Ideologie ist Thema der weit vor dem 24.Februar 2022 verfaßten Texte dieses Buches.
Autor
Die vor dem Krieg geborene (1935), also zur sogenannten 2. Generation gehörende Autorin und Psychoanalytikerin war als wissenschaftliche Mitarbeiterin unter anderem am Siegmund-Freud-Institut in Frankfurt a.M. unter Leitung von Alexander Mitscherlich und langjährig in eigener Praxis tätig.
Entstehungshintergrund
In ihren Publikationen untersucht die Autorin die Auswirkungen von Krieg und Verfolgung in späteren Lebensentwicklungen und Lebensschicksalen. Im vorliegenden Buch beschreibt sie die pathologischen Identifizierungen mit den Tätern und Mitläufern, die daraus folgenden Hörigkeitsverhältnisse und die identifikatorisch unbewussten fortdauernden Einfühlungsverweigerungen. Die im Buch behandelten Themen basieren im wesentlichen auf Vorträgen, die Eckstädt in den Neunziger Jahren gehalten hat. Die Autorin verbindet historische Reflexionen und eigene Erlebnisse in den Kriegsjahren mit den in ihrer psychoanalytischen Praxis erworbenen Erfahrungen und analysiert die Motivation der nach der Nazizeit bis heute tradierten Einstellungen und Verhaltensweisen der Deutschen. Angesichts wachsender bedrohlicher Feindseligkeiten, hier ist zu denken an Coronaleugner, ausländerfeindlicher AfD-Anhänger, antisemitische Gewalttäter, untersucht die Autorin die eingefrorenen Traumatisierungen aus der Nazizeit und versucht so auf verdächtige oder bereits gefährlich konkrete Anzeichen eines aktuellen gesellschaftlichen Extremismus aufmerksam zu machen.
Aufbau und Inhalt
Zunächst erinnert Eckstaedt daran, dass die häufig zitierte „Stunde Null“, die Zeit nach Kriegsende also, keine Zeit war, in der etwas wirkliche Neues im Sinne der Bewältigung der Nazizeit und der Entwicklung und Gestaltung eines demokratischen Staats- und Gesellschaftssystems begonnen hat. Vielmehr legte sich mit der „Stunde Null“ ein Schweigen über die Vergangenheit, das zum Vergessen und Verdrängen führte. Die bedingungslose Kapitulation und das Ende der Nazi-Gewaltherrschaft wurde von vielen Deutschen nicht als Befreiung verstanden und angenommen. Daher fehlte auch die Bereitschaft, Verantwortung für die Vergangenheit zu übernehmen.
Die oft vollständige Ablehnung der Erinnerung der sogenannten „ersten Generation“ bedeutete eine Zerstörung des Dialogs mit den Kriegskindern, der „zweiten Generation“ und der „dritten Generation“. An verschiedenen Fallbeispielen illustriert die Autorin die abgewehrten Erinnerungen, die dadurch verursachten zum Teil schweren Ich-Einschränkungen und die Auswirkungen auf die Beziehungsfähigkeit durch diese Traumatisierungen. Hierin sieht Eckstaedt den Nährboden für die fremdenfeindlichen Ausschreitungen der Neonazis der jüngsten Zeit.
Der zerstörte Dialog zwischen den Generationen nährte die Illusion der Zerstörung der Erinnerung („In einer völlig naiven Haltung rechnete man damit, dass ein genügend langes Schweigen das Geschehen auslöschen würde.“ S. 61). Doch gehen verdrängte Inhalte nicht verloren, sondern drängen ins Bewusstsein zurück, jedoch entstellt und somit schwer zu entschlüsseln und können sich in der nachfolgenden Generation fortsetzen. Das Verstummen und die Verweigerung der Erinnerung der Elterngeneration bewirkt Lehr- und Fehlstellen bei den Vertretern der nachfolgenden Generation. Einerseits läßt sich das Verschwiegene nicht erkennen, andererseits leben die Eltern auf diese Weise ihren Kindern vor, dass sie keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. In einer Fallskizze illustriert Eckstaedt wie verdrängte traumatische Erfahrungen in der „dritten Generation“ in der Analyse agierend erinnert und auf diese Weise schließlich einer Bewusstwerdung des bisher Fehlenden und Unausgesprochenen und damit einer Korrektur zugeführt werden können.
In zwei Fallbeispielen mit jungen Männern zeigt Eckstaedt die konträre Verarbeitung der Beziehung zu deren Nazi-Vätern. Beide Väter behielten ihre nationalsozialistische Gesinnung und Hitlergläubigkeit und konnten die Niederlage Deutschlands nicht anerkennen. Im ersten Fall war der Vater ganz offen mit der Ideologie des Nazi-Regimes identifiziert. Im zweiten Fall verleugnete und verharmloste der Vater den verlorenen Krieg und bewahrte sich durch diesen Bedeutungsentzug eine widerspruchsfreie Wirklichkeit. Im ersten Fall war die Sohn-Vater-Beziehung vom Kampf gegen den Vater bestimmt. Seinen unbewußten Wunsch nach einem liebevollen und ihn anerkennenden Vater wehrt der Sohn durch die Entwicklung einer überzogenen leistungsorientierten Identität ab und entwickelte dabei verschiedene neurotische und psycho-somatische Beschwerden, die erst nachließen, als er im Laufe der Analyse erkannte, wie sehr er sich anstrengte, sich vom Vater abzugrenzen. Auch der Vater des zweiten Patienten war mit der Naziideologie identifiziert, verleugnete nicht nur das Kriegsende, sondern spielte generell alles Problematische herunter. Seine Uneindeutigkeit und Undurchsichtigkeit trugen dazu bei, dass sich der Sohn mit der Art des Vaters, das Leben zu bewältigen identifizierte. Die durch die Enttäuschung darüber, vom Vater zum Opfer gemacht zu werden ausgelöste Wut wehrte er dadurch ab, dass er sich mit dem Aggressor identifizierte. Seine Neigung zur Verharmlosung und zum Unterlaufen von Widersprüchen und Regeln beeinflußten auch die Beziehung zur Analytikerin. Es gelang ihm im Laufe der Analyse eine eigene, von der Person des Vaters unabhängige Identität zu entwickeln, deren sichtbares Zeichen ein eigenes Gedicht war, das er seiner Analytikerin widmete.
Zum Erbe der Nazizeit gehören Hitlers Größenvorstellungen, ein Weltreich zu errichten (Tausendjähriges Reich) und eine besondere Rasse (Arier) zu entwickeln. Die führergläubige Masse der Deutschen erlebte dadurch die eigene Erhöhung und gleichzeitig die Abgrenzung gegenüber den sogenannten Untermenschen. Eckstaedt zeigt auf, dass in den Psychoanalysen der zweiten Generation diese Größenphantasien und illusionären Vorstellungen der Nazigeneration meist unkritisch und unreflektiert hingenommen wurden. Zu erkennen waren diese unbewußten Identifikationen selbst für die erfahrene Analytikerin eher durch ihr Gespür für das Un-Wahre und Überzeichnete. Eckstaedt vermutet, dass diese Kernelemente der Naziideologie bis in die Gegenwart tradiert werden und sich in Bestrebungen nach Gewinnmaximierung und einem Optimierungswahn manifestieren. Das Schweigen über die Nazi-Ideologie und ihre Größenphantasien wurden von den nachfolgenden Generationen nur als unverstandene Ausfälle, als „schwarze Löcher“ wahrgenommen und begünstigte dadurch das Fortbestehen der Nazi-Mentalität. Eckstaedt erklärt dieses Phänomen damit, dass das eiserne Schweigen eine drastische Aggression beinhaltete. Erst der 68erGeneration sei es gelungen, diese Sprachlosigkeit zu überwinden.
Freuds Gedanken zur „ primären Masse“zitierend: „ eine Anzahl von Individuen, die ein und das selbe Objekt an die Stelle ihres ich Ideals gesetzt und sich infolgedessen miteinander identifiziert haben“ (Massenpsychologie und Ich Analyse, 1921) stellt Eckstaedt dar, das erst mit dem zusammenkommen von drei Wirkfaktoren, nämlich von Führer und Geführten mit einem Feindbild, sich eine Ideologie, wie die des Nationalsozialismus entwickeln konnte. Die Massenbildung fördert eine Regression der Individuum, und trägt dazu bei, dass ihre Eigeninitiative und Individualität schwinden. Als Teil der Masse ist der Einzelne seiner Verantwortung enthoben. Tritt ein Dritter als Feind hinzu und dient als Projektionsobjekt für alles abgelehnte und bekämpfte, dann erfolgt ein Rückschritt auf ein niedrigeres Entwicklungniveau. Gleichzeitig dient das Feindbild der Ablenkung vom eigentlichen Problem das zwischen Führer und Geführten gelöst werden müsste. Weil die Zusammenhänge abgerissen sind, ist die ursprüngliche Not der Beteiligten nur schwer zu erkennen. Es ist nahe liegend, dass diese Zusammenhänge auch dem wieder zunehmenden Antisemitismus in der Gegenwart zugrunde liegen.
Diskussion
Eckstaedts Buch bietet eine Fülle von historischem Material, das sie mit ihren psychoanalytischen Einsichten verknüpft und an Fallbeispielen aus ihrer Praxis illustriert. Diese interessante und lehrreiche Lektüre löste beim Rezipienten zunächst Irritationen aus, die, oberflächlich betrachtet, mit Wiederholungen von Textpassagen des Buches zusammenzuhängen schienen, denn manchmal erscheint die Darstellung der Fakten als zu ausführlich, weil längst bekannt. Man könnte diese Wiederholungen als redundant betrachten, denn die Kapitel des Buches beruhen auf Vorträgen und Veröffentlichen, in denen sich Themen tatsächlich ähneln. Während meiner wiederholten Lektüre tauchte immer wieder der Gedanke auf, dass sich einige Ausführungen kürzen ließen, eine scheinbar vernünftige Überlegung, die bei genauerer Betrachtung jedoch eher den Charakter eines Widerstandes zu haben schien. Als ich mir die Frage nach dem Auslöser des Widerstandes stellte, fiel mir auf, dass es mir große Mühe bereitete, mir zu merken, wie sich die drei Generationen (Elterngeneration, Kriegskinder und 68-Generation) zeitlich zuordnen ließen. Nun gehöre ich zur 3. Generation, das bedeutet, dass meine Entwicklung von den Nazitätern (erinnert sei unter anderem an die sogenannte „schwarze Pädagogik“ und ihre gewalttätigen Erziehungsmittel) und die rebellische Abgrenzung gegenüber der Elterngeneration geprägt war. Die Lektüre des Buches rief in mir die Erinnerungen an diese Zeit mit ihren traumatisierenden Auswirkungen wieder wach. Es fiel mir schwer, meine Gedanken zur Rezeption diese Buches zu Papier zu bringen und ich vermute, dass sich darin die Erinnerung an die Ohnmacht, aber auch an die Wut widerspiegelt, die ich damals in der Konfrontation mit der schweigenden Elterngeneration erlebt hatte. Belastend waren diese Erfahrungen, darin folge ich Eckstaedt, weil ein Dialog nicht stattfand, dadurch „schwarze Löcher“ bleiben und als Leerstelle nicht verifizierbar sind, bzw., dies möchte ich aus eigener Erfahrung hinzufügen, weil die Einforderung eines Dialogs in der Regel abgestraft wurde.
Das Anliegen des Buches ist laut Untertitel, die „Nachwirkungen der NS-Ideologie wahr(zu)nehmen und (zu) verstehen“. Und so ist das Buch vor allem dann interessant, wenn es Eckstaedt gelingt, die geschichtlichen Fakten mit der Analyse der psychischen Verfassung der Nachkriegsgenerationen zu verbinden. Dem Rezipienten stellt sich jedoch die Frage, warum sie bei der 3.Generation stehen bleibt. Sie charakterisiert die Beziehung zwischen der 1. und der 2. Generation mit dem Satz „Ihr sollt es einmal besser haben“ als Ausdruck „ein(es) Wunschdenken oder eine(r) Reparation auf dem Boden tiefer Enttäuschung“, bzw. als Verwöhnung. In ihren Fallbeispielen wird die Beziehung zwischen der 2. Generation und der 3. Generation sowohl durch eine Identifikation mit dem Aggressor als auch durch Rebellion und Abgrenzung charakterisiert.
Wenn wir davon ausgehen, dass die verschwiegene, verdrängte, verleugnete Nazi-Mentalität nicht verschwunden ist und auch nicht durch die Zeit in den Hintergrund, ins Vergessen gedrängt wird und damit unwirksam wird, müssen wir annehmen, dass das Verdrängte immer wieder an die Oberfläche drängt, erkennbar in Ängsten und verschiedensten Symptomen entstellt, Motor für unbewußte Motive, solange bis es vollständig bewußt geworden und durchgearbeitet worden ist. Wir müssen uns daher fragen, was der 4. Generation und den folgenden Generationen überliefert worden ist. Hierauf geht Eckstaedt im Resümee des Buches bedauerlicherweise nur mit wenigen Sätzen ein. Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen sieht sie in der „Identifizierung mit ihren jedwede Schuld abwehrenden Vorbildern“, in der „Distanzierung jüngerer Generationen von ihrer Elterngeneration“ sowie „im Entzug der Achtung der älteren Generation“. Hier bleiben die Ausführungen der erfahrenen Psychoanalytikerin merkwürdig blass. Diese Feststellung lenkt den Blick auf das achte Kapitel des Buches „Führer, Geführte und das Feindbild“. Ihm voran gestellt ist ein Zitat von Joseph Goebbels: „Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir “ (J.Goebbels: Der Angriff. Aufsätze aus der Kampfzeit, 1928). In diesem Zitat wird ein Kernsatz der Nazi-Mentalität zum Ausdruck gebracht, nämlich der aus Haß geborene Vernichtungswille. Wenn Goebels von Wolf und Schaf spricht, dann will er damit bekanntlich die Überhöhung der arischen Rasse gegenüber den sogenannten Untermenschen zum Ausdruck bringen. Psychodynamisch betrachtet geht es um den Hass auf das Fremde, Andersartige. Und das scheint der rote Faden zu sein, der die verschiedenen Generationen verbindet: Der Hass auf das Fremde ist ursprünglich der Haß auf den Teil in uns, der von den Erwachsenen abgelehnt wurde, dem Gewalt angetan werden muss in uns selbst und im Anderen um den Erwartungen der Erwachsenen, aber auch der Masse (Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse 1921, Le Bon: Psychologie der Massen 1912) zu entsprechen. Der Hass kann direkt sein, sich in offener Gewalt oder indirekt sich im negativen Blick, in Unterlassung, in Empathieverweigerung äußern. Dieser Hass kann betäubt werden durch äußeren Wohlstand, durch Verwöhnung, durch ein Gerüst von Regeln, Normen, Vorschriften. Was bedeutet das für die 4. aber auch für die 5. Generation? Die tradierten Rollenmuster sind in Frage gestellt oder aufgehoben, die „Autorität“ in Familie, Schule und Alltag fällt weg, Erwachsene verzichten zunehmend darauf, ihren Kindern Grenzen zu setzen und Forderungen zu stellen, das bedeutet für diese weniger Versorgung und Aufgehobensein, weniger örtliche und Personenkonstanz, das herkömmliche Ordnungssystem erodiert. Denken wir an den rapide anwachsenden Haß in der Gesellschaft („Hate-Speech“, NWO“ (New World Order), jeder vierte Internetnutzer stößt auf Haß und Hetze), aber auch an die sich in der Umweltzerstörung manifestierende Destruktivität, dann können wir hierin im Sinne eines Widerholungszwanges die Aktualisierung der von Hass genährten NS-Mentalität erkennen.
Die Einleitung des Buches trägt den Untertitel „Ein wacher Blick zurück für den Blick in die Zukunft“. Ihr wacher Blick auf die Auswirkungen der Nazi-Mentalität und die Traumatisierungen ihrer Analysanden zeichnet die Autorin aus. Der Blick in die Zukunft kommt jedoch zu kurz. Das Leben in der Gegenwart ist geprägt von einer kulturellen Erosionskrise (O. Negt), von einer Erosion alter Werte, Normen und menschlicher Haltungen und das scheint zu bedeuteten, dass die Widerstände gegen den Haß der Nazi-Mentalität wirkungslos werden. Ein Bemühen, sich den verdrängten Schrecken zuzuwenden setzt die Bereitschaft voraus, akademische Rationalisierungen, Intellektualisierungen als Lippenbekenntnis- wir zitieren Brecht: „der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ und gehen zur Tagesordnung über – als Abwehr zu erkennen und überwinden zu wollen, sich auf den latenten oder manifesten Haß einzulassen, evtl. mit dem Risiko, ebenso wie Freud immer illusionsloser zu werden: „Ein Weiser, der um jede verlorene Illusion dankbar war, weil er meinte, dass er dann wahrer lebe. Er meint: „Eine verlorene Illusion ist mein Problem, nicht das derer, über die ich Illusionen hatte “ (J.P.Reemtsma 2007).
Fazit
Abschießend erlaube ich mir folgende Anmerkung: Die „Bibel“ der schwarzen Pädagogik (J.Haarer: Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind) wurde noch 1980 neu aufgelegt und wirkt bis in die Gegenwart. Sinti und Roma wurden noch in den 80er Jahre in trostlose Lager an den Stadtrand verbannt. Daher meine ich, daß ein Blick der Psychoanalytikerin als abschließendes Kapitel auf das deutsche Bildungswesen notwendig gewesen wäre. Und für den Titel dieses Kapitels könnte der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich, mit dem sie am Siegmund-Freud-Institut viele Jahre gewirkt hat einen Impuls geben, der sein Pamphlet zur „Unwirtlichkeit unserer Städte“ mit dem Untertitel „Anstiftung zum Unfrieden“ versehen hatte.
Rezension von
Dr. Hans-Adolf Hildebrandt
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Dipl.-Supervisor
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