Steffi Thon: Digitalisierung in der Kita
Rezensiert von Alexandra Großer, 19.09.2025
Steffi Thon:Digitalisierung in der Kita. Kreativ, kritisch reflektiert und sicher in der Zukunft. AV1 Pädagogik-Filme (Kaufungen) 2023.
Thema
Die DVD führt in das Thema Digitalisierung in der Kita ein. Expert*innen, pädagogische Fachkräfte und Leitungen geben Einblick in die medienpädagogische Arbeit mit den Kindern als auch in die Digitalisierung auf Verwaltungs- und Organisationsebene. Die DVD greift viele Ängste und Sorgen von pädagogischen Fachkräften als auch Eltern auf, die mit der Etablierung der digitalen Bildung in der Kita verbunden sind.
Expert*innen
Fachlich begleitet wird der Film durch folgende Expert*innen: Eva Reichert-Garschhammer, Volljuristin, Regierungsdirektorin, Stellvertretende Direktorin am Staatsinstitut für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP), Jasmin Block, Fortbildnerin, Beraterin und Begleiterin für Digitalisierung und Medienbildung, Mathias Tuffentsammer, Diplom Pädagoge und Projektmanager Pädagogik und Konzeption bei Kitalino, Carolin Fischer, Geschäftsführerin Stadtküken in Hamburg, Michael Tesche, Leiter der Villa Kunterbunt e.V in Erkrath.
Entstehungsgeschichte
Neben den Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen zählt Medienkompetenz als 4. Kulturtechnik dazu. Zugleich haben Kitas durch die Bildungs-, Erziehungs- und Orientierungspläne der Länder, den Auftrag der Medienbildung. Digitale Medien sind in unserem Alltag allgegenwärtig und Kinder wachsen in eine digitale Welt hinein, die sich immer rasanter verändert. Es stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob in Kitas Digitalisierung stattfindet, sondern wie Medienbildung in der Kita umgesetzt werden kann. Der Film gibt Antworten auf die Fragen, Ängste und Sorgen, die mit der Digitalisierung in Kitas verbunden sind. Behutsam führt er pädagogische Fachkräfte an das Thema heran und zeigt, wie sich Kitas auf den Weg der Digitalisierungen machen können.
Aufbau
Die DVD enthält insgesamt 11 Sequenzen in denen Expert*innen, Leitungen und pädagogische Fachkräfte rund um das Thema Digitalisierung in der Kita eingehen. Am Ende jeden Kapitels fasst der Sprecher, Kurt Gerwig, die wesentlichen Punkte nochmals zusammen. Zudem befinden sich auf der DVD Zusatzmaterialien im PDF-Format, die im Zuge des Modellversuchs Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken des Staatsinstituts für Frühpädagogik und Medienkompetenz, entstanden sind sowie weiterführende Links und Empfehlungen.
Inhalt
01 Intro (00:00 – 01:42)
Der Sprecher im Off weist daraufhin, dass Digitalisierung auch in Kitas immer bedeutender wird. Gleichzeitig sind damit viele Fragen verbunden, die mit dem Thema Kinder und Digitalisierung in Kitas zusammenhängen. Kurt Gerwig stellt im Anschluss die Expert*innen vor, die in diesem Film Antworten auf die Fragen geben.
02 Bedeutung der Digitalisierung für den Kita-Alltag (01:43 – 09:27)
Jasmin Block erklärt, dass es zwei Ebenen der Digitalisierung in Kindertageseinrichtungen gibt. Zum einen die pädagogische Ebene und zum anderen die organisatorische Ebene. Eva Reichert-Garschhammer erklärt den digitalen Wandel, der sich auf sozialer und kultureller Ebene vollzieht. Sie plädiert dafür den digitalen Wandel „nicht über sich ergehen zu lassen, sondern diesen ganz bewusst zu gestalten“. Dazu gehört, die „digitalen Chancen zu fokussieren und zugleich [den] digitalen Risiken wirksam zu begegnen“. In diesem Zusammenhang erläutert Eva Reichert-Garschhammer die Kultur der Digitalität, die aus einem ganzen Paket von Handlungsroutinen, Kooperationsweisen und Lernformen mit digitalen Medien besteht. Michael Tesche und Eva Reichert-Garschhammer führen aus, was unter Digitalisierung zu verstehen ist. Michael Tesche veranschaulicht, wie digitale Medien den Alltag bereichern. Gefragt nach der Vorbildfunktion von pädagogischen Fachkräften bei der Digitalisierung, zeigt Mathias Tuffentsammer auf, dass pädagogische Fachkräfte keine extra Rolle bei der Digitalisierung einnehmen müssen, sondern diese ganz nebenbei, en passant, im Alltag einfließt, wie beispielsweise die gemeinsame Recherche im Internet mit den Kindern, um ein Problem zu lösen.
03 Die digitale Welt der Kinder (09:28 – 16:00)
In diesem Kapitel gehen die Expert*innen der Frage nach, was Kinder brauchen, um kompetent mit Medien umgehen zu können. Eva Reichert-Garschhammer weist darauf hin, dass Medienkompetenz mittlerweile als 4. Kulturtechnik anerkannt ist und damit genauso wichtig ist, wie Lesen, Schreiben und Rechnen. In Forschungen wurde herausgefunden, dass es wichtig ist, das Kinder frühzeitig Medienkompetenz entwickeln. Die Expertin führt die Kinderrechte an, nach denen die Kinder ein Recht auf Medienzugang, Medienkompetenz und das Recht auf Schutz haben. Für den bayerischen Modellversuch Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken wurde in einem Chancen- und Risikomanagement für digitale Bildungsaktivitäten in der Kita diese Kinderrechte berücksichtigt und Kriterien formuliert, die es ermöglichen digitale Bildung in Kinderbetreuungseinrichtungen so zu gestalten, dass die Chancen zu tragen kommen und für Kinder keine Risiken entstehen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche medienbezogenen Kompetenzen bei Kindern zu stärken sind. Die Expertin erläutert, wie der Kompetenzrahmen für digitale Bildung in Kindertageseinrichtungen entstand und wie die sechs Kompetenzbereiche in der Kita gefördert werden. Leitziele der digitalen Bildung sind die digitale Bildung von Anfang an und lebenslang sowie die digitale Transformation des Bildungssystems. Im Zusammenspiel der Bildung mit Medien als Werkzeug und die Bildung über Medien als Lerninhalt, lernen Kinder kreativ, kritisch reflektiert und sicher die digitalen Optionen zu nutzen.
04 Der Digitalisierungsprozess (16:01 – 30:52)
Eva Reichert-Garschhammer geht auf wichtige Rahmenbedingungen ein, die auf pädagogischer Ebene entscheidend für den Prozess sind. Sie betont, dass es in der Kita nicht ums Konsumieren geht, sondern um das kreative gestalten und lernen mit digitalen Medien. Sie führt mehrere Punkte auf, die im Digitalisierungsprozess zu beachten sind, wie Sicherheitseinstellungen, Regeln zur Mediennutzung sowie die gesetzlichen Bild-, Film-, Urheber- und Datenschutzrechte zu beachten und mit den Kindern zu erarbeiten. Ein Schwerpunkt in diesem Prozess ist die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Ihre Sorgen und Ängste ernst zu nehmen und sie mit auf den Weg der Digitalisierung zu nehmen ist ein Schwerpunkt in der Medienbildung. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie die Kreativität von Medien als Werkzeug als auch das Lernen mit Medien in der Kita gefördert und entwickelt wird. Die Expertin stellt hier immer wieder die Verbindung mit den anderen Bildungsbereichen, wie sie in den Bildungs- oder Orientierungsplänen der Länder genannt sind, her. Ein weiterer Schwerpunkt der digitalen Bildung ist die Medienerfahrungen der Kinder zu thematisieren. Die Expert*innen Jasmin Block, Carolin Fischer und Mathias Tuffentsammer beschreiben die Schritte des Digitalisierungsprozesses auf Verwaltungs- und Organisationsebene und gehen auf die besonderen Herausforderungen ein, die der Prozess mit sich bringt.
05 Elternkommunikation (30:53 – 39:42)
Die Kommunikation mit den Eltern beruht auf drei Säulen:
- Eltern gut informieren
- Aktive Einbeziehung der Eltern
- Anregungen für Zuhause.
Eltern haben oft die Befürchtung, dass die Kinder in der Kita allein vor dem Tablet, PC oder Laptop sitzen und spielen. Diese Befürchtungen kann man ihnen nehmen, da es bei der digitalen Bildung nicht um das Konsumieren, sondern um das kreative gestalten und lernen mit Medien geht. Anhand des Risikomanagements können die Eltern auch zu möglichen Risiken beraten werden. Zudem können Eltern als Ressource genutzt werden, da sie meist selbst medienaffin sind und ihre Expertise einbringen können. Eva Reichert-Garschhammer betont, dass es wichtig ist, dass Kindertagespflegepersonen und Teams zunächst selbst ein gutes fachliches Wissen durch Fortbildungen erarbeiten sowie die Entwicklung einer Vorstellung, wie sie digitale Bildung umsetzen möchten. Erst dann sollten sie Eltern zu Elternveranstaltungen einladen und informieren. Eine Kita-App kann bei der transparenten Information zwischen Eltern und Kitapersonal gute Dienste leisten. Welche Vorteile diese bieten und was zu beachten ist, erklären Carolin Fischer, Michael Tesche und Daniela Marschall. Um Eltern über die digitale Bildung in der Kita zu informieren und einzubeziehen eignen sich verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise Infostände mit Materialien sowie Bilder aus dem Alltag, Eltern-Kind-Veranstaltungen an denen Kindern ihren Eltern zeigen, was sie mit den Apps machen oder eine digitale Schnitzeljagd, zu denen die Eltern von ihren Kindern eingeladen werden, um die Umgebung zu erkunden oder Filme aus dem Kitaalltag.
06 Kita-Apps (39:43 – 52:29)
Eva Reichert-Garschhammer betont die Abgrenzung von Kita-Apps und Kinder-Apps. Kinder-Apps werden zur medienpädagogischen Arbeit mit den Kindern eingesetzt, während Kita-Apps zur Dokumentation und Kommunikation verwendet werden. Hier werden einige Empfehlungen für Komplettlösungen für Verwaltung und Organisation genannt. Speziell benannt wird auch, weshalb ein sehr beliebter Messengerdienst nicht für die Kita geeignet ist. Die Expertin erläutert, welche Schritte bei der Einführung von Kita-Apps notwendig sind, wie Träger und Teams hier gut mitgenommen und zusammenarbeiten können. Zugleich berichten verschiedene pädagogische Fachkräfte sowie die unterschiedlichen Expert*innen von den Vor- und Nachteilen die Kita-Apps bieten, welche Möglichkeiten es gibt sich über Kita-Apps zu informieren und diese einzuführen und welche Regeln und Gefahren zu beachten sind. Eva Reichert-Garschhammer weist am Ende des Kapitels, nochmals auf das Kinderrecht, die Privatsphäre der Kinder zu achten, hin. Zudem betont sie, dass die digitale Kommunikation die Tür-und-Angel-Gespräche nicht völlig ersetzt und zudem auch weiterhin Elternbriefe und Informationen in analoger und hybrider Form wichtig sind.
07 Datenschutz (52:30 – 56:10)
Der Kita-Träger ist für den Datenschutz verantwortlich. Eva Reichert-Garschhammer erklärt ausführlich worauf Träger von Kitas beim Thema Datenschutz achten müssen, wenn sie eine Kita-App bei einem App-Anbieter einkaufen.
08 Medienkonzept (56:11 – 1:00:29)
Ein Medienkonzept hat viele verschiedene Ebenen. Es gilt die Ziele und Maßnahmen zu formulieren, um sie im Medienkonzept zu fixieren. Jasmin Block ergänzt, dass ein Medienkonzept, die pädagogische Haltung, die Hard- und Software und Organisation miteinbezieht. Je umfassender ein Medienkonzept ist, desto mehr Orientierungshilfe bietet es. Im Idealfall entwickelt das ganze Team zusammen das Medienkonzept. Jasmin Block beschreibt dies als partizipativen Prozess, indem alle ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Wissen einfließen lassen, welche mit fachwissenschaftlichen Inhalten abgeglichen werden. Dies ist zugleich ein Qualitätsentwicklungsprozess. Mathias Tuffentsammer gibt den Tipp, bei der Konzepterstellung auch die Kinderperspektive zu betrachten.
09 Ausstattung & Kompetenzen (1:00:30 – 1:07:11)
Hier wird unterschieden zwischen einer Grundausstattung und einer Zusatzausstattung. Als Grundausstattung werden Tablets mit Android oder iOS genannt, sowie Wlan als auch Drucker, um beispielsweise Fotos drucken zu können, sowie weitere Peripheriegeräte. Die Zusatzausstattung bezieht sich beispielsweise auf sprechende Stifte, Endoskop- und Mikroskopkameras als auch Audioboxen, die dazugekauft werden können. Benötigt werden ein IT- und Datenmanagement sowie ein IT- und Datenschutzsupport. Es empfiehlt sich zudem in der Kita ein Medien- und Technikteam zu installieren, welches die Geräte pflegt und sich um den Dialog mit dem IT- und Datensupport kümmert. Neben digitalen und medienpädagogischen Kompetenzen benötigen pädagogische Fachkräfte eine positive Haltung gegenüber digitaler Bildung und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen aufgrund des schnellen technologischen Wandels.
10 Ängste & Sorgen (1:07:12 – 1:13:23)
Michael Tesche weist daraufhin, dass das Tablet im Alltag der Kita kaum eine Rolle spielt, da es hauptsächlich als Werkzeug betrachtet wird, welches in der Bring- und Abholzeit der Kinder genutzt und im Alltag eher punktuell eingesetzt wird. Jasmin Block weist daraufhin, dass die Nutzung digitaler Medien, wie Tablets in pädagogischen Kontexten noch wie ein Fremdkörper wirkt. Zugleich betont sie, dass man hier zwischen privater Nutzung und der Nutzung im Kontext der Kita trennen muss. Im pädagogischen Kontext wird das Tablet zielgerichtet verwendet und ist damit als Werkzeug zu betrachten, welches hilft Aufgaben zu erledigen. Dies gilt auch für die Nutzung der Tablets mit den Kindern, wenn diese sie zum Lernen, Forschen, Recherchieren und Dokumentieren nutzen. Manuela Welter, Leiterin der Kita Haus für Kinder St. Sebastian in Dettelbach, zeigt auf, dass die digitalen Medien zur Lebenswelt der Kinder gehören, da sie überall, im privaten wie im öffentlichen Raum damit konfrontiert sind. Daher ist es wichtig, dass Kinder den Umgang mit digitalen Medien als Werkzeug lernen. Mathias Tuffentsammer plädiert dafür, die Sorgen und Ängste ernst zu nehmen. Oft sind diese mit Fragen verbunden, die sich im Dialog miteinander beantworten lassen. Manuela Welter erklärt weiter, dass Kinder nicht den ganzen Tag am Tablet sitzen, da sie das reale Abenteuer im Spiel suchen. Kinder sind da gut in Balance, wenn das reale Abenteuer ruft. Zudem lassen sich digitale Medien und analoge Tätigkeiten gut miteinander verbinden, wie zum Beispiel das digitale Mikroskop beim Wandertag. Sie betont, dass Kinder immer noch Kinder sind, die das reale Spielabenteuer suchen.
11 Was ich noch mit auf den Weg geben möchte (1:13:24 – 01:18:11)
Jasmin Block empfiehlt pädagogischen Fachkräften einfach mal loszugehen. Eva Reichert-Garschhammer betont, mit kleinen Schritten anzufangen, beispielsweise mit Fotografieren und sich langsam voranzutasten. Wichtig ist anzufangen. Mathias Tuffentsammer erklärt, dass pädagogische Fachkräfte mit ihrer Professionalität alles haben, was sie in der Begleitung der Kinder brauchen, auch in der digitalen Bildung. Insgesamt machen die Expert*innen allen pädagogischen Fachkräften Mut sich auf den Weg der digitalen Bildung mit Kindern zu machen.
Diskussion
Im Film wird auf die Wichtigkeit des Themas Digitalisierung in Kitas hingewiesen. Durch die Bildungs- und Erziehungspläne bzw. Orientierungspläne der Länder, die für Kitas gelten, stellt sich nicht mehr die Frage, ob Digitalisierung und damit zusammenhängend die Medienkompetenz in Kitas gefördert wird, sondern wie diese Umsetzung aussieht und wie Kinder in einer digitalen Welt medienkompetent werden.
Das Durchschnittsalter von Kindern, die mit Medien in Berührung kommen, liegt bei einem Jahr. Für Eva Reichert-Garschhammer ein Argument, so früh wie möglich, also bereits in der Krippe, digitale Medienbildung zu etablieren. Hier wird nicht mehr näher darauf eingegangen, wie diese in der Krippe aussehen könnte.
In den sozialen Medien wird die Digitalisierung in Kitas und speziell der Umgang mit digitalen Medien sehr kritisch betrachtet und diskutiert. Wobei oft offen bleibt von welchem Umgang gesprochen wird. Alle Expert*innen im Film nehmen diese Diskussion auf und betonen explizit, dass es nicht um das Konsumieren geht, sondern um die Handhabung digitaler Medien als Werkzeuge, mit denen Kreativität, Forschergeist, Lernen und Problemlösestrategien als auch Wissen entwickelt und gefördert werden. Jasmin Block weist zurecht daraufhin, dass bei der Digitalisierung in Kitas zwischen dem privaten Gebrauch, der oft als Zeitvertreib dient, und dem professionellen Gebrauch von Medien als Werkzeug unterschieden werden muss. Die Filmbeispiele aus den Kitas zeigen, wie digitale Medien als Werkzeuge in lernenden Gemeinschaften eingesetzt werden und welche Nutzen Kinder davon haben. Viele Filmbeispiele zeigen die Kinder jedoch auch in ihrem Alltag und bei vielen Spielaktivitäten ohne Medien.
Neben der kritischen Betrachtungsweise des Konsums digitaler Medien, geht der Film auch auf die Sorgen und Ängste von Eltern und pädagogischen Fachkräften ein. Die Expert*innen greifen damit auch den Zwiespalt auf, indem pädagogische Fachkräfte sich befinden. Da sie auf der einen Seite den Auftrag haben digitale Medienbildung in der Kita zu fördern und sich auf der anderen Seite, fragen, ob Digitalisierung bereits in der Kita sein muss. Die Expert*innen liefern nicht nur Argumente, weshalb digitale Bildung so frühzeitig, wie möglich beginnen sollte, sondern zeigen auch auf, dass Medienkompetenz ein wichtiger Bildungsbereich in der Kita ist und die kritische und reflexive Auseinandersetzung damit wichtig ist, die schon früh in der Kita angebahnt werden kann.
Ein weiterer Aspekt, der in dem Film immer wieder angesprochen wird, ist das Thema Sicherheit. Auch wenn darauf hingewiesen wird, dass Wlan zur Grundausstattung gehört, um beispielsweise vom Gruppenraum aus etwas im Büro auszudrucken oder in einer Kindersuchmaschine zu einer Fragestellung zu recherchieren, lassen sie die Kinder-Apps, die im Film empfohlen werden, Offline verwenden. Neben dem sicheren, kritischen und reflexiven Umgang mit digitalen Medien, wird der Schutz der Kinder und ihrer Daten hier großgeschrieben.
Fazit
Der Film bietet einen guten Einblick in die Digitalisierung der Kita. Träger, Leitungen und pädagogische Fachkräfte werden Wege aufgezeigt, wie sie digitale Medien im pädagogischen Alltag sowie Verwaltung und Organisation einsetzen können. Wie sie dabei zeitliche Ressourcen gewinnen und Kinder behutsam an digitale Medien heranführen.
Rezension von
Alexandra Großer
Fortbildnerin, päd. Prozessbegleiterin, systemische Beraterin
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