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Miriam Knappe, Inga Michaelis: Jule und der Sorgentopf

Rezensiert von Svenja Rehse, 07.06.2024

Cover Miriam Knappe, Inga Michaelis: Jule und der Sorgentopf ISBN 978-3-86739-345-4

Miriam Knappe, Inga Michaelis: Jule und der Sorgentopf. Balance Buch + Medien Verlag (Köln) 2024. 36 Seiten. ISBN 978-3-86739-345-4. D: 22,00 EUR, A: 22,70 EUR.
Reihe: kids in BALANCE.

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Thema

Es geht in der komplett bebilderten Geschichte Jule und der Sorgentopf um das Thema Sorgen und Ängste im Kindesalter, die zu einer generalisierten Angststörung (GAS) anwachsen können. Es werden einordnende Erklärungen angeboten und die gemeinsame Suche nach Lösungsstrategien dargestellt. Das Buch zeigt, wie Kinder und Eltern (besser) mit dieser Belastung umgehen lernen oder sogar einen Ausweg finden und die Sorgen relativieren lernen. Jule, ein Kind im Grundschulalter sorgt sich sehr viel und erleidet Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen, Übermüdung, Konzentrationsstörungen bis hin zu Krankentagen und Fehlzeiten in der Schule. Sie kämpft mit diversen Beeinträchtigungen ihres Alltags, ohne dass eine körperliche Ursache zugrunde liegt. Dies wird anhand der Geschichte dargestellt. Jules viele Versuche, an diesen vielen Sorgen und Ängsten und den Folgen etwas zu ändern sowie unermüdliche Hilfsangebote seitens der Eltern und Kinderärztin geben jungen und auch älteren Lesenden einen Eindruck von den Belastungen, die Jules Alltag beeinträchtigen und mit deren Lösungsversuchen sie sich zunächst lange erfolglos plagt. Bis sie plötzlich angesichts ihrer geliebten Erdbeermarmelade, die gerade auf dem Herd gekocht wird, auf eine Idee kommt. Sie teilt die Riesenportion Marmelade aus dem großen Kochtopf in viele kleine Portionen ein um sie bekömmlich und verdaulich zu machen. Denn nur von zu großen Mengen bekommt man Bauchweh weiß sie aus eigener Erfahrung. Weiterhin differenziert sie bei der Portionierung auch die Adressaten der Sorgen und bemerkt, dass viele Sorgen in die Verantwortung anderer Menschen gehören und sie eigentlich gar nicht belasten sollten. Endlich kann sie die vielen Sorgen loslassen. Der Geburtstag mit Torte, Geschenken und der Besucherschar wird so zu einer glücklichen Feier und die portionierten Sorgengläser stehen, mit Namensschildern versehen, auf dem Regal und Jule kann sie auch allen Gästen zeigen. Dies ist die Thematik des Kinderbuchs.

Das Begleitmaterial (Download) stellt anhand der Geschichte einige wesentliche Grundlagen und Hintergründe dar, um individuell mit Sorgen und Ängsten umgehen zu lernen. Dabei werden zunächst Definitionen der generalisierten Angststörung angeboten, Zusammenhänge und psychosomatische Beschwerden und ihre Verfestigung/​Folgen für die Lebensgestaltung aufgezeigt. Einen großen Teil des Begleitmaterials nehmen Übungen und Strategien ein, Sorgen und Ängsten zu begegnen, die jedoch für jede betroffene Person anders aussehen können und müssen. Diese Übungen wenden sich explizit an betroffene Kinder und ermutigen diese, sich beim Üben geduldig mitzubleiben und nicht aufzugeben.

Auch Fachkräfte können von diesem Material noch profitieren, insbesondere aber betroffene Kinder, Jugendliche und deren Eltern/​Familien, um diese Erkrankung zu verstehen und gemeinsam zu verändern.

Autor:in

Autorin des Buches ist die als Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin arbeitende Julia Knappe. Die Illustrationen gestaltete die freischaffende Illustratorin Inga Michaelis.

Entstehungshintergrund

Das Kinderbuch Jule und der Sorgentopf von Miriam Knappe und Inga Michaelis ist ein Bilderbuch aus dem Segment Kids in Balance des buch- und medien verlags, ein Imprint der Psychiatrie Verlag GmbH Köln. Die Reihe Kids in Balance behandelt psychosoziale Themen altersentsprechend in Bilderbuchform. Die erste Auflage von Jule und der Sorgentopf wurde 2024 publiziert. Weitere Kinderbücher aus dieser Sparte sind per QR-Code aus der letzten Umschlagseite recherchierbar. Zum Buch gehört pädagogisches Begleitmaterial für Eltern, Familienngehörige und interessiertes Fachpublikum zum Download. Kurze Informationen zu der Autorin und der Illustratorin sowie je ein Porträtfoto werden ebenfalls auf einer Seite gegeben: Miriam Knappe ist Psychologin und arbeitet als Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin. Inga Michaelis ist freie Illustratorin.

Aufbau und Inhalt

Protagonisten des Kinderbuchs sind Jule und die Katze Mausi, Jules Eltern und ihre kleine Schwester Lisa. Die Kinderärztin kommt zu Wort und die Schulfreundin Ronja, mit der sie ein Projekt für Frau Kayas Unterricht entwickeln soll, ist auch eine der Hauptpersonen im Buch. Die Geschichte beginnt abends beim Einschlafen – Jule hat Geburtstag und freut sich darauf, beim Nachdenken und planen darüber fallen ihr aber einige Dinge ein, die schiefgehen könnten. Die Teddybär-Torte wird im Ofen vergessen und verbrennt, Papa kann nicht mitfeiern, weil er arbeiten muss und darüber kreisen ihre Gedanken so sehr, dass sie nicht einschlafen kann, die quälenden Stunden und Begleiterscheinungen neben der Schlaflosigkeit wie starke Unruhe, Bauchschmerzen und entsprechende negative Gefühle werden über drei komplett bebilderte Doppelseiten präsentiert. Eine Szene bei der Kinderärztin schließt sich an, die Jules Körper untersucht und keine Ursache für die wiederkehrenden Bauchschmerzen findet und Jule körperliche Verspannung und Schmerzempfinden anhand eines Gummibandes erklärt. Dieser Arztbesuch ist eine Erinnerung Jules, als sie sich weiterhin schlaflos und geplagt in ihrem Bett wälzt. Sie erinnert sich an die Erleichterung, dass der Bauch nicht krank ist aber auch daran, dass Mama versprach: um die Sorge kümmern wir uns noch. Doch Jule ist noch immer nicht von ihren Bauchschmerzen und Sorgen befreit. Zu später Stunde steht sie auf, geht zur Mutter und teilt ihr ihre Einschlafnot mit. Die Mutter reagiert verständnis- und liebevoll und schafft es letztendlich, die völlig erschöpfte und übermüdete Jule in den späten Schlaf zu begleiten. Ronja, Jules Freundin, kommt am Folgetag nach der Schule zu Besuch, um ein Schulprojekt mit Jule vorzubereiten. Während die nächtlichen Sorgen um die Geburtstagsfeier verschwunden sind, entwickelt Jule nun neue Sorgen, dass das gewählte Projekt der Lehrerin nicht gefallen könnte. Doch in erster Linie ist sie müde, unkonzentriert, zappelig und berichtet der Freundin schließlich von ihren vielen Sorgen. Die tröstet sie und erklärt, dass auch sie selber Sorgen habe, doch bei ihr verschwinden die Sorgen normalerweise schnell wieder, sagt sie. Jule ist erleichtert und in der Familie werden am Abend Sorgen besprochen, dass und wann jeder Mensch mal Sorgen hat und wann die Sorgen das eigne Leben übermäßig belasten und beeinträchtigen. Hier sitzt Jule im großen Sessel neben Papa und hat ihre Katze Mausi auf dem Schoß, währens die Schwester Lisa mit der Katze spielt und die Mutter Jule erklärt, dass Sorgenmittel bei jedem Menschen anders aussehen. Jule denkt über alle Anregungen nach und verbringt auf den folgenden zwei Doppelseiten viel Zeit damit, ihre bisherigen Strategien zu erinnern und bleibt mit Papas Ermutigung hoffnungsfroh: Geduld! Wir werden schon eine Lösung finden. So betrachtet sie einen großen Topf mit ihrer geliebten Erdbeermarmelade, der köchelnd auf dem Herd steht und als sie sich an Bauchschmerzen von zu viel Erdbeermarmelade erinnert, beginnt sie zu verstehen und ihre Lösung zu entwickeln. Sie liegt in dem Maß, in dem Sorgen sowie Marmelade als normal, lecker und gesund erlebt werden. Jule bemerkt, dass sowohl zu viel Marmelade als auch zu viele Sorgen dazu führen, dass einem Menschen schlecht davon wird. Mit diesem Gedanken beschäftigt befragt sie die Mutter, die Jule vorschlägt, Sorgen in Einmachgläser zu verteilen und dafür sogar noch zu sortieren. Beim Aufschreiben aller Sorgen und der Diskussion, welche Sorgen die Zettel beinhalten, und wem sie eigentlich wirklich zuzuordnen sind, stellt Jule fest, dass ganz viele Sorgen gar nicht zu ihr gehören. Sie kann das auf einmal klar kennen und auch leicht den beschrifteten Gläsern zuordnen. Alle wichtigen Menschen in ihrem Umfeld und auch Katze Mausi haben ein Glas und mit Freude verteilt Jule die Sorgen auch auf die Gläser der anderen Personen und schraubt sie zu. Nun kann sie ihren Geburtstag feiern und die Sorgen vergessen. Die Sorgengläser stehen auf dem Regal und stolz kann Jule sie den Gästen zeigen. Jule hat gelernt, dass jeder Mensch Sorgen hat und hat ihre zu vielen Sorgen den Menschen zurückgegeben, sodass sie nicht mehr allein so belastet ist.

Jule hat sich mit ihrem Thema intensiv beschäftigt und ist letztlich dadurch auf eine eigene Idee gekommen, wie sie sich selbst helfen kann. Durch die Unterstützung und die gemeinsame Beschäftigung mit dem Thema haben alle Menschen in ihrem Umfeld dazu beigetragen, dass Jule sich von ihren Sorgen befreien konnte.

Das pädagogische Begleitmaterial arbeitet Jules Geschichte chronologisch auf. Mit den entsprechenden Bildern aus dem Buch werden die einzelnen Themen fokussiert. Die Aspekte werden mit entsprechend für Erwachsenen und Adressaten mit Hintergrundwissen unterfüttert.

Der Inhalt gliedert sich in die kleinen Kapitel

  • Über das Buch
  • Hintergrund: Was ist generalisierte Angststörung (GAS)?
  • Was sind Sorgen
  • Ursache von Sorgen
  • KINDLEICHT ERKLÄRT Was sind Sorgen?
  • KINDERLEICHT ERKLÄRT Warum Sorgen problematisch werden können
  • Tipps und Tricks gegen Sorgen

Das Begleitmaterial wendet sich vorrangig an Eltern, Angehörige und pädagogische Fachkräfte, die mit dem Thema oder der Diagnose GAS konfrontiert werden, sich informieren wollen und dem betroffenen Kind Unterstützung bieten möchten. Auch bei unspezifischen Ängsten kann das Übungsmaterial eingesetzt werden. Für Kinder sind zwei Extrakapitel verfasst, um auch ihnen kindgerechte Informationen zu geben. Die Autorin gibt hier explizit den Hinweis, sich nach dem Einsatz der Übungen bei Stagnation oder Verschlechterung des Zustandes an entsprechendes Fachpersonal zu wenden.

Im ersten Kapitel: Über das Buch wird die generalisierte Angststörung als Thema von vielen Kindern benannt und kurz definiert und in die verschiedenen Bereiche unterteilt (Phobien und unspezifische, irrationale Ängste) und bei letzteren auf die Folgen wie andauernde körperliche Auswirkungen und weiterreichende Beeinträchtigungen aufmerksam gemacht.

Im zweiten Kapitel: Was sind Sorgen werden Sorgen als zunächst normale, berechtigte und gesunde Verhaltensweise definiert. Es wird die Grenze zu einer Erkrankung aufgezeigt, wenn die Sorgen anhalten, unrealistisch werden und das Denken durchgehend negativ beeinflussen. Auch die Abgrenzung zu anderen möglichen Erkrankungen wird vorgenommen. 

Im Kapitel „Ursachen vor Sorgen“ geht es um vier Erklärungsansätze, die in einem farbig unterlegten Feld kurz präsentiert werden. Es sind Grundbedürfnisse, Persönlichkeitseigenschaften, soziale Umweltfaktoren und Lebenserfahrungen, die alle als Ursache von Ängsten und Sorgen eine verstärkende Rolle spielen können. Auf der folgenden Seite 7 werden Linkstipps für die selbstständige, weiterführende Recherche gegeben, dies sind insbesondere auch Hilfetelefone und Beratungsstellen.

Die zwei folgenden Kapitel „KINDER LEICHT ERKLÄRT“ wenden sich an Kinder und erklären die Angststörung, ihre körperlichen Symptome und vor allem die Zusammenhänge von Gedanken und somatischer Wirkung, bereits hier wird die erste (Zitronen-) Übung angeboten. Die Übungen werden einleitend vorbereitet und die jungen Lesenden werden eingeladen, sich zu trauen, sich damit zu beschäftigen und dabei manches mehrfach auszuprobieren, Pausen zu machen und dabei immer auf das eigene Befinden zu achten und dieses ernst zu nehmen.

Im Kapitel „Tipps und Tricks“ wird auf das Bilderbuch und Jules spezieller Lösung Bezug genommen, doch auch deutlich gemacht, dass jeder Mensch möglicherweise eine andere Strategie hilfreich erlebt und diese finden muss. Die Nummer gegen Kummer und der entsprechende Link sind den Übungen vorangestellt. Die ersten zwei entsprechen Jules Strategie: Sorgen sammeln und ordnen und Sorgen-Einmachgläser basteln. Danach gibt es die Übung Sorgen darstellen, zum Beispiel basteln oder malen und entsprechend Materialien, Form und Farben dazu finden, spezifische Gegenstände für die jeweiligen Sorgen und Ängste zusammensuchen und sie in eine eigene Ordnung aufstellen, den Platz verändern, du damit experimentieren. Eine weitere Übung ist das positive Tagebuch bzw. Üben, gute Gedanken zu haben, auch dies in kleinen Schritten, ohne sich dabei zu überfordern oder selbst Stress zu erzeugen. Sorgen umdenken, ein Goldfischglas mit guten und negativen Gedanken basteln sind weitere Übungsangebote. Sorgen auf Reisen schicken, indem die Sorgen als Tier vorgestellt werden, das Urlaub machen darf, ein Sorgen-Freundschaftsbuch gestalten und einen Familienstammbaum erstellen und recherchieren, wer welche Sorgen hatte oder hat weitere Übungen aus Miriam Knappes Repertoire. Mit diesen 9 Tipps und Tricks endet das Begleitmaterial.

Generell werden Kinder ermutigt, sich an diese Übungen zu trauen, Geduld zu haben und die Autorin unterstützt noch zusätzlich, indem sie schreibt, dass es kein richtig und falsch gibt und Erklärungen auch nicht notwendig seien.

Diskussion

Dieses Buch ist ein wichtiger und kindgerechter Betrag zu einer psycho-somatischen Erkrankung im Kindesalter. Die generalisierte Angststörung wird altersentsprechend aufbereitet und bietet mit dem Downloadmaterial gute Tipps und Tricks, um einerseits mehr über die Krankheit zu erfahren und andererseits einen Ausweg zu finden – und Buch und Materialien ersetzen dennoch keine therapeutische Unterstützung, worauf die Autorin Miriam Knappe auch explizit hinweist. Die Geschichte beginnt mit einer Einschlafsituation. Jules Anlass für Sorgen und Ängste rankt sich nur um das Thema Geburtstagsfeier und wirkt zunächst etwas dürftig. Doch genau das bildet den lebensweltlichen Bezug und macht die übermächtige Beeinträchtigung deutlich, konkret und anschaulich. Jule sorgt sich im Bett stundenlang nur darum und quält sich vorrangig mit zwei Dingen, die schiefgehen könnten: Der Kuchen verbrennt und der Papa kann nicht an der Feier teilnehmen, weil er arbeiten muss. Die Lesenden können selbst mitspüren, wie groß diese Sorgen bei Jule anwachsen und merken auch, wie irrational diese Ängste und Sorgen sind. So ist dieses Beispiel gut gewählt, um auch zu Gespräche darüber anzuregen. Auch die Ängste bezogen auf die Schulaufgabe sind für die Lesenden nicht besonders gravierend, doch auch hier wächst Jules Besorgnis sehr schnell, zugleich ist die von Übermüdung und Konzentrationsschwäche durch Schlafmangel gar nicht in der Lage, sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. An ganz einfachen Beispielen wird die Tragweite einer generalisierten Angststörung dargestellt. Die Kinderärztin kommt im Bilderbuch auch zu Wort und erklärt, wie psycho-somatische Beschwerden entstehen. Jules selbstständiger Lösungsweg ist ein typisches Beispiel für eine spontane, kreative Problemlösung. Indem sie die Bauchschmerzen vom übermäßigen Marmeladeessen mit ihren Angstbauchschmerzen vergleicht und selbst bemerkt, dass das Maß stimmen muss um nicht zu leiden kann sie eine Strategie entwickeln, Sorgen zu portionieren. Die generalisierte Angststörung ist in diesem Buch mit einer einfachen Alltagsgeschichte eindrücklich und nachhaltig dargestellt. Das entsprechende Begleitmaterial greift alle Szenen im Buch noch einmal auf und leitet die Kapitel mit dem jeweiligen Bilderbuchbild ein. Die Trennung in Kapitel für Erwachsene und für Kinder ist ein Beitrag dazu, dass alle Familienmitglieder sich aus ihrer je eigenen Perspektive mit dem Thema beschäftigen sollten um die Erkrankung einordnen zu können. Die Übungen laden auch Menschen mit „ganz normalen Sorgen“ zum Ausprobieren ein. Die Bilder sind von Inga Michaelis liebevoll und detailreich gestaltet und zeigen ein eigentlich fröhliches Mädchen, das mit einem schweren Thema kämpft und schließlich eine Lösung findet.

Zur Genderthematik ist kritisch anzumerken: im Buch kommen außer dem Vater nur Mädchen und Frauen vor: Jule, Schwester Lisa, Freundin Ronja (mit Migrationshintergrund), eine Ärztin (mit Migrationshintergrund), eine Lehrerin. Ein Julius könnte Jules Rolle genauso verkörpern.

Fazit

Ein Kinderbuch mit Tiefgang, das auf die Generalisierte Angststörung (GAS) bei Kindern hinweist und die Tragweite dieser psychosomatischen Erkrankung deutlich macht. Jule ist geplagt und sie leidet, aber zugleich ist sie ist tapfer, setzt sich aktiv mit ihren Sorgen auseinander und findet tatsächlich eine Lösung. Ein Kinderbuch mit Begleitmaterial zum Üben, was Betroffenen, Kindern und Familien Mut macht und konkrete Unterstützung bieten kann.

Rezension von
Svenja Rehse
M.A., Dozentin Pädagogik (Fach-/Hochschulen) und Kunsttherapie
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Es gibt 11 Rezensionen von Svenja Rehse.

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Zitiervorschlag
Svenja Rehse. Rezension vom 07.06.2024 zu: Miriam Knappe, Inga Michaelis: Jule und der Sorgentopf. Balance Buch + Medien Verlag (Köln) 2024. ISBN 978-3-86739-345-4. Reihe: kids in BALANCE. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/31817.php, Datum des Zugriffs 20.06.2024.


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