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Joachim Hentze u.a. (Hrsg.): Krankenhaus-Controlling. Konzepte, Methoden und Erfahrungen aus der Krankenhauspraxis

Cover Joachim Hentze u.a. (Hrsg.): Krankenhaus-Controlling. Konzepte, Methoden und Erfahrungen aus der Krankenhauspraxis. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2005. 3., überarbeitete und aktualisierte Auflage. 380 Seiten. ISBN 978-3-17-018417-6. 42,00 EUR.

Reihe: Kohlhammer Krankenhaus.

Seit Erstellung der Rezension ist eine neuere Auflage mit der ISBN 978-3-17-020541-3 erschienen, auf die sich unsere Bestellmöglichkeiten beziehen.
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Krankenhaus-Controlling

Die Entwicklung der Rahmenbedingungen im Krankenhaussektor der letzten 10 bis 20 Jahre, haben die Anforderungen an das Management im Krankenhaus sehr stark verändert. Hieraus ist insbesondere die Notwendigkeit eines qualifizierten Krankenhaus-Controllings entstanden. Im Vergleich zur Industrie ist die Ausgangssituation zum Aufbau eines effektiven und effizienten Controllings eher schlecht. Dies bedeutet eine Reihe von Vorarbeiten im Bereich der Datenqualität, insbesondere in der Kosten- und Leistungsrechnung. Als Konsequenz liegt der Hauptfokus vieler Krankenhäuser auf einer Verbesserung der Kosten- und Leistungsrechnung mit dem Ziel, einen besseren Überblick über die eigene Kostensituation zu erhalten und sich evtl. auch an der Kalkulation der G-DRGs zu beteiligen. Mit den weiteren Aspekten des Controllings wird sich meist nur bruchstückhaft beschäftigt, obwohl der Aufbau eines umfassenden Controllings mit allen sich daraus ergebenden Steuerungsmöglichkeiten auf den verschiedenen Ebenen den Krankenhäusern helfen könnte, sich in dieser schwierigen Zeit im Wettbewerb zu behaupten und von anderen abzuheben.

Autoren

Von den insgesamt 25 Autoren kommen ca. die Hälfte aus dem Hochschulbereich, ein gutes Viertel aus dem Krankenhaussektor und die verbleibenden aus Wirtschaftsberatung und verschiedenen Institutionen (Bundesversicherungsamt, Krankenkassen-Bundesverband, Software-Unternehmen). Dieses breite Spektrum stellt ein vertieftes Wissen in den verschiedenen Bereichen des Controllings zur Verfügung. Die Mischung aus Hochschule und Praxis ermöglicht eine Kopplung fundierter Fachkenntnisse mit dem praktisch Sinnvollen und Machbaren.

Aufbau

Das Buch gliedert sich in fünf große inhaltliche Kapitel, die durch einzelne Beiträge (im folgenden als Abschnitte bezeichnet) verschiedener AutorInnen abgehandelt werden.

Kapitel 1: Das Krankenhaus als betriebswirtschaftliches System

  1. Im ersten Abschnitt wird zunächst das Krankenhaus im System der Gesundheitsversorgung aus einem eher volkswirtschaftlichen Blickwinkel betrachtet. Der Schwerpunkt liegt auf der Trennung der Sektoren inkl. Ansätzen diese zu überwinden und den Leistungen des Krankenhauses und deren Finanzierung und Steuerung.
  2. Der zweite Abschnitt befasst sich mit dem Krankenhaus als Dienstleistungsunternehmen. Zunächst wird aufgezeigt, dass sich das Krankenhaus auf Grund von Veränderungen in der Finanzierungsstruktur vom Verwaltungsapparat zum Unternehmen entwickelt. Anschließend wird die Krankenhausleistung als Dienstleistung klassifiziert und Konsequenzen hieraus für den Prozess der Leistungserstellung und das Ergebnis herausgearbeitet. Es wird aufgezeigt, dass sich das Krankenhaus in Zukunft als Dienstleister am Markt positionieren muss, und es werden Ansatzpunkte hierfür benannt. Abschließend wird daraus abgeleitet, dass das Krankenhaus-Controlling in Zukunft umfassender betrieben werden muss und welche Controlling-Bereiche und Instrumente von Bedeutung sind.
  3. Im dritten Abschnitt geht es um das Krankenhausmanagement im Wandel. Hierbei wird zunächst die Finanzierungsstruktur der letzten Jahre dargestellt, mit den Determinanten der Kostenexplosion und den Anreizen durch das Finanzierungssystem. Aus den Änderungen in der Krankenhausfinanzierung werden anschließend die Anforderungen an die Führung im Krankenhaus abgeleitet und Aktivitäten benannt, die es dem Krankenhaus ermöglichen, trotz des Wandels in der Finanzierung weiter zu bestehen.

Kapital 2: Operatives Controlling

  1. Im ersten Abschnitt wird Controlling und insbesondere operatives Controlling definiert und die Bedeutung als Managementkonzept für das Krankenhaus aufgezeigt. Es folgt die Darstellung einer sinnvollen organisatorischen Gestaltung im Krankenhaus, die Aufgaben der verschiedenen Hierarchieebenen und der Ablauf der Regelungsprozesse. Den Schwerpunkt bilden eine knappe theoretische Vorstellung von Methoden der Kosten- und Leistungsrechnung verbunden mit Vorschlägen zur Umsetzung im Krankenhaus und die flexible Plankostenrechnung als Methode zur Leistungs-, Kosten- und Erfolgsplanung und -kontrolle für das Krankenhaus. Es folgt ein kurzer Abstecher zum Prozessmanagement und der Prozesskostenrechnung und der Finanz- und Bilanzplanung und -kontrolle. Abschließend werden Aufbau und Umsetzung sinnvoller Informationssysteme für das Controlling aufgezeigt.
  2. Im zweiten Abschnitt werden einleitend die Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung im Krankenhaus aus der KHBV abgeleitet, die wichtigsten Begriffe der Kosten- und Leistungsrechnung definiert und daraus das für das Krankenhaus sinnvolle Kostenrechnungssystem begründet. Kernstücke bilden die Ausgestaltung der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung entsprechend bestehender übergeordneter Vorgaben und deren jeweiligen Aufgaben. Abschließend wird der bestehende Weiterentwicklungsbedarf der Kosten- und Leistungsrechnung für interne (Abweichungsanalyse) und externe (Kalkulation der Relativgewichte) Zwecke thematisiert.
  3. Im dritten Abschnitt werden die Notwendigkeit einer Leistungsplanung und die Einbindung von Chefärzten und Pflegedienstleitungen begründet. Anschließend wird der Planungsprozess mit Inhalten und Zielen kurz dargestellt. Auf die Ziele des Krankenhauses wird noch einmal besonders eingegangen, wobei der Schwerpunkt auf ökonomischen Zielkriterien liegt. Abschließend wird aufgeführt, auf was bei der Kalkulation der Leistungen zu achten ist, um möglichst gute wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen. Hierbei werden auch Besonderheiten im Krankenhausbereich erwähnt.
  4. Der vierte Abschnitt beschäftigt sich mit dem Investitions- und Finanzcontrolling. Zunächst wird die aktuelle Finanzierung der Krankenhäuser als Rahmenbedingung dargestellt. Es folgen Inhalte und Ergebnisse des Finanzcontrollings und seine Verknüpfung mit der Vermögens- und Erfolgsrechnung. Die Notwendigkeit einer Finanz- und Liquiditätsplanung wird aus den knapper werdenden öffentlichen Mitteln begründet und Anforderungen und Gestaltungsaspekte angesprochen. Für das Investitionscontrolling wird zunächst der Begriff "Investition" definiert und die Bedeutung der Investitionsrechnung dargestellt. Es werden Fragestellungen und Vorgehen der Investitionsplanung benannt und die Verbindung zum strategischen Controlling hergestellt. Abschließend werden Verfahren der Investitionsrechnung mit ihren Besonderheiten vorgestellt, wobei nichtmonetäre Ziele besonders berücksichtigt werden.
  5. Im fünften Abschnitt geht es um das Personalcontrolling. Die Ziele und Aktionsfelder werden allgemein und für die strategische und taktisch-operative Ebene dargestellt. Im Fordergrund wird die Wirtschaftlichkeit gesehen. Aus der Zielsetzung des Krankenhauses wird die Notwendigkeit des Personalcontrollings abgeleitet. Anschließend werden Kennzahlensysteme als wichtiges Instrument des Controllings vorgestellt, die die Aufgabe haben, die vorhandene Datenflut in aussagefähige Größen zu verdichten. Zwei Instrumente des Personalcontrollings werden näher dargestellt: Ein umfassendes Personal-Kennzahlen-System wird abgebildet und Kennzahlen aus den Bereichen Personalbedarf, Personaleinsatzplanung und Personalkosten exemplarisch vorgestellt. Diese werden jeweils aus den Aufgaben in den jeweiligen Bereichen abgeleitet und es wird ausführlich dargestellt, wie sie zu ermitteln sind. Für das Personalmanagement-Audit werden Ziele, Inhalte, Anforderungen und eine Checkliste vorgestellt und Hinweise zur Durchführung gegeben. Abschließend erfolgt eine kritische Würdigung des Personalcontrollings, die zum Ausdruck bringt, dass noch weiterer Entwicklungs- und Evaluationsbedarf besteht.

Kapitel 3: Strategisches Controllling

  1. Im ersten Abschnitt wird die Notwendigkeit des strategischen Controllings aus dem Konflikt guter Leistung und wirtschaftlicher Handlungsweise abgeleitet und problematisiert, dass im Krankenhaus das operative Controlling bisher nicht aus den Zielen des strategischen Controllings abgeleitet wird. Im Weiteren wird aufgezeigt, welche Informationen aus Umwelt und Krankenhaus als Basis für die Zielbildung erhoben werden müssen, wie bei der Zielbildung vorgegangen werden sollte und wie aus den Zielen Strategien für das Krankenhaus formuliert werden. Dafür werden zunächst verschiedene Grundrichtungen von Strategien erläutert und die Portfoliotechnik als methodisches Vorgehen vorgestellt. Als letzte Phase des strategischen Controllings wird dann kurz auf die Operationalisierung, strategische Kontrolle und Frühwarnsysteme zur Sicherstellung der erfolgreichen Umsetzung eingegangen. Abschließend werden ausgewählte strategische Stoßrichtungen für Krankenhäuser aufgezeigt, die sich auf quantitative und qualitative Aspekte gleichermaßen beziehen.
  2. Der zweite Abschnitt stellt aufbauend auf den Aufgaben des strategischen Controllings ausgewählte Instrumente (Erfahrungskurve, Lebenszykluskurve, SOFT-Analysen, Potenzialanalysen, Portfolioanalyse, Benchmarking, Balanced Scorecard) kurz vor und skizziert mögliche Ansatzpunkte bzgl. ihrer Verwendung im Krankenhaus. Für eine vertiefte Beschäftigung mit dem Thema wird jeweils weiterführende Literatur angegeben.
  3. Abschnitt drei gibt eine kurze theoretische Darstellung bzgl. Anforderungen an Ziele, deren Ausrichtung und die wichtigsten Erfolgsfaktoren um diese zu erreichen speziell für Universitätskliniken. Anschließend wird die konkrete Umsetzung am Beispiel des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf dargestellt, Probleme benannt und der Umgang damit aufgezeigt. Im Vordergrund stehen inhaltliche Ergebnisse und Vorgehen, um bestimmte strategische Ziele zu erreichen. Abschließend werden methodische Vorgehensweisen zur Stärkung der strategischen Erfolgpotenziale kurz beschrieben mit Bezug zum Krankenhaus allgemein.
  4. Der vierte Abschnitt befasst sich mit dem Spezialgebiet "Mergers &Aquisitions", das in den letzten Jahren im Krankenhaus stark an Bedeutung gewonnen hat. Es werden Begriff, Formen und theoretische Erklärungsansätze erläutert. Schwerpunkt ist anschließend der idealtypische Ablauf von Erwerb bzw. Veräußerung (Basisfall einer M&A-Transaktion) eines Krankenhauses. Die einzelnen Phasen werden ausführlich besprochen und auf Besonderheiten des Krankenhauses eingegangen. Abschließend werden Vor- und Nachteile von internen und externen Spezialisten für die Abwicklung von M&A aufgeführt.

Kapitel 4: Controlling-Informationssysteme im Krankenhaus

  1. Der erste Abschnitt befasst sich mit der Umsetzung des Krankenhaus-Controllings mit SAP R/3® im Krankenhausfinanzierungssystem vor 2004. Zunächst werden die Komponenten dieses Systems kurz dargestellt und die Voraussetzungen an die Kosten- und Leistungsrechnung, um diese sinnvoll nutzen zu können. Anschließend werden die notwendigen Planungsrechnungen und deren Umsetzung im Informationssystem SAP R/3® erläutert. Dabei werden verschiedene Möglichkeiten aus der Kosten- und Leistungsrechnung kurz theoretisch begründet und auf deren Umsetzung eingegangen. Abschließend wird die Durchführung der Abweichungsanalyse mit SAP R/3® dargestellt.
  2. Schwerpunkt des zweiten Abschnittes ist das Medizinische Controlling im aktuellen Finanzierungssystem. Hierfür wird die Entwicklung der Krankenhausfinanzierung im gesellschaftlichen Kontext dargestellt und deren Konsequenzen auf Seiten der Fianzierungsträger. Daraus werden die Notwendigkeit und Aufgaben eines Medizinischen Controllings, seine Unterstützung durch Software Instrumente von ORBIS® und seine organisatorische Einbindung im Gesamtunternehmen abgeleitet und aufgezeigt. Abschließend erfolgt ein allgemeiner Ausblick bzgl. Konsequenzen für Krankenhäuser auf Grund der Finanzierung nach DRGs.

Kapitel 5: Qualitätssicherung und Controlling im Krankenhaus

  1. Abschnitt eins befasst sich mit Qualitätssicherung von Krankenhausleistungen. Es wird ein knapper umfassender Überblick über die gesetzlichen und berufsrechtlichen/vertraglichen Rahmenbedingungen der ärztlichen Qualitätssicherung, die verwendeten Begriffe im Qualitätsbereich, Konzepte, Methoden und Instrumente des Qualitätsmanagements und praktische Aspekte der Datenerhebung gegeben. Abschließend wird kurz auf die Evaluation von Maßnahmen der Qualitätssicherung eingegangen.
  2. Im zweiten Abschnitt werden aus der Situation der Krankenhäuser im gesellschaftlichen Umfeld die Konsequenzen für Krankenhäuser und MitarbeiterInnen abgeleitet und daraus die Notwendigkeit der Motivation von MitarbieterInnen bzw. eine Neuorientierung in der Motivation.
  3. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit dem Chefarzt als Controller. Es wird das Controlling als Teil des Managements dargestellt und der Chefarzt als Manager des zentralen Krankenhausbereiches, der momentan nicht regelmäßig die dafür notwendigen Informationen erhält. Für das strategische und operative Controlling werden kurz die wichtigsten Aufgaben des Chefarztes genannt und welche Daten er benötigt, um dieser wichtigen Rolle gerecht zu werden.

Zielgruppen

Das Buch richtet sich an Studierende der Wirtschafts- und Gesundheitswissenschaften und an Praktiker im Gesundheitswesen. Dies ist ein Spagat der schwer zu bewältigen ist, da Praktiker i.d.R. Vorkenntnisse besitzen, insbesondere zur Krankenhausfinanzierung und bezüglich der speziellen Situation der Kosten- und Leistungsrechnung im Krankenhaus, die Studierenden weniger vertraut sind und umgekehrt bzgl. theoretischer Grundlagen. Dies führt dazu, dass jede Zielgruppe Abschnitte in dem Buch finden wird, die für sie weniger relevant sind. Insgesamt wird m.E. die Zielgruppe der Studierenden mehr angesprochen, da die meisten Artikel für Praktiker zu wenig in die Tiefe gehen.

Diskussion

Statt als Vorbild für den Aufbau des Buches das als sinnvoll erachtete und im dritten Kapitel beschriebene Vorgehen im Controlling zu wählen (aus dem Strategischen das Operative ableiten) entspricht der Aufbau dem als in der Praxis üblich bezeichneten und kritisierten Vorgehen. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt im operativen Controlling entsprechend der üblichen Praxis auf der Ermittlung von Daten (Kosten- und Leistungsrechnung, Personalbedarfsermittlung), während das Generieren von sinnvollen Kennzahlen, die hierarchisch aufgebaut sein sollten, d.h. die operativen aus dem strategischen ableiten, nur in Ansätzen erwähnt wird.

Die einzelnen Artikel des Buches wurden zu wenig zu einem einheitlichen Ganzen zusammengeführt. Sie stehen mal mehr und mal weniger ohne Verbindung nebeneinander. Ein übergreifender Artikel als Spange, der alle Themenbereiche zu einem Gesamtcontrolling-Konzept zusammenfügt, wäre wünschenswert gewesen. Er hätte aufzeigen können, wie die einzelnen Bereiche in Verbindung stehen, bzw. auf welche Einzelbereiche und warum vertieft eingegangen wird. Auch die allgemeinen Grundlagen, besonders zur Krankenhausfinanzierung, hätten hier aufgegriffen werden können und als Basis für alle Artikel dienen können. So wiederholen sich Aussagen zum Finanzierungssystem v.a. in der ersten Hälfte des Buches in verschiedenen Artikeln. Inhaltlich sind die Kapitel des operativen und strategischen Controllings insofern nicht im Einklang, als das strategische Controlling qualitative Aspekte benennt, die im operativen Controlling kaum aufgegriffen werden, stattdessen wird immer wieder die wirtschaftliche Ausrichtung betont. Im Kapitel "Qualitätssicherung und Führung" wird zwar ein umfassender Überblick über die Qualitätssicherung im Krankenhaus gegeben (40 Seiten), aber als einzige Verbindung zum Controlling auf der letzten Seite erwähnt, dass die Evaluation der Qualitätssicherung Teil des Controllings sein muss.

Obwohl das neue Finanzierungssystem immer wieder dargestellt wird, wird ihm in den inhaltlichen Ausführungen wenig Rechnung getragen. So wird im Kapitel "Operatives Controlling" ausführlich das Prinzip der flexiblen Plankostenrechnung dargestellt, das für das Krankenhaus galt, solange nach Pflegetagen abgerechnet wurde und der Ausgleich für Mehr- und Mindererlöse mit gleichen Prozentsätzen erfolgte. Darauf, welches Instrument bei DRGs sinnvoll wäre, wird nicht eingegangen. So erscheint das Buch in vielen Bereichen als eine schlechte Überarbeitung auf das neue Finanzierungssystem.

Fazit

Das Buch enthält eine Reihe von lesenswerten und wichtigen Aspekten und Gedankenanstößen zum Controlling im Krankenhaus. Auch sind einzelne Artikel als Ganzes lesenswert. Vermisst wird eine Zusammenführung aller Aspekte zu einem in sich stimmigen Gesamt-Controlling. Deshalb erscheint es für die Einführung eines vorbildlichen Controllings im Krankenhaus aus einem Guss, das der aktuellen Krankenhaussituation allgemein und der Finanzierung nach DRGs mit den Vorgaben des Kalkulationshandbuches gerecht wird, nicht zielführend.


Rezension von
Prof. Dr. Christine Güse
Professorin an der Fakultät für Gesundheit und Pflege der Evangelischen Hochschule Nürnberg, verantwortliche für den Studienschwerpunkt Krankenhausmanagement
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Zitiervorschlag
Christine Güse. Rezension vom 23.03.2007 zu: Joachim Hentze u.a. (Hrsg.): Krankenhaus-Controlling. Konzepte, Methoden und Erfahrungen aus der Krankenhauspraxis. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2005. 3., überarbeitete und aktualisierte Auflage. ISBN 978-3-17-018417-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/3243.php, Datum des Zugriffs 03.07.2020.


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ISSN 2190-9245

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