Katarina Stengler, Ina Jahn: Zuhause gegen den Zwang
Rezensiert von Prof. Dr. Michael Domes, 08.07.2025
Katarina Stengler, Ina Jahn:Zuhause gegen den Zwang. Aufsuchende Behandlung bei schweren Zwangserkrankungen. Psychiatrie Verlag GmbH (Köln) 2025. 208 Seiten. ISBN 978-3-96605-252-8. D: 40,00 EUR, A: 41,20 EUR.
Reihe: Fachwissen. .
Thema und Entstehungshintergrund
Trotz realisierter Fortschritte in der Behandlung von Menschen mit (schweren) Zwangserkrankungen und entsprechender (innovativer) Konzepte auf theoretischer Ebene besteht weiterhin ein großer Verbesserungsbedarf der Behandlungssituation. Insbesondere im Bereich der Umsetzung (Theorie/​Empirie-Praxis-Gap) ist Deutschland weit entfernt von einer flächendeckenden Implementierung, insbesondere in Bezug auf aufsuchende/​ambulante Behandlung.
An dieser Leerstelle setzen die Autorinnen des vorliegenden Bandes „Zuhause gegen den Zwang. Aufsuchende Behandlung bei schweren Zwangserkrankungen“ an: „Mit der Erfahrung eines erfolgreichen Pilotprojekts im Rücken haben die Autorinnen ein Konzept entwickelt, das für jedes multiprofessionell arbeitende Team umsetzbar ist. Insbesondere adressiert werden hier die gemeindepsychiatrischen Verbünde. Die Autorinnen stellen das ganze Spektrum aufsuchender Behandlung unter den Bedingungen der Sozialgesetzbücher vor (…)“ (Verlagsinformationen) und zeigen damit exemplarisch auf, wie eine konkrete Umsetzung in der Praxis gelingen kann.
Die Autorinnen integrieren in ihren Band dabei zahlreiche weitere Perspektiven/​Erfahrungen (Stimmen) von Fachkräften unterschiedlicher Professionen, Expert*innen aus Erfahrung (Peers) und Angehörigen.
Autor*innen
Prof. Dr. med. Katarina Stengler ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Direktorin des Zentrums für Seelische Gesundheit und Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Helios-Parkklinikum Leipzig; Leiterin des DGPPN – Referats Rehabilitation und Teilhabe; Forschungs- und Versorgungsschwerpunkte im Bereich Arbeit und psychische Gesundheit, berufliche und soziale Teilhabe psychisch erkrankter Menschen. Teilprojektleitung rehapro-Projekt „LIPSY“.
Ina Jahn ist Psychologische Leiterin der Spezialambulanz für Zwangserkrankungen am Helios Park-Klinikum Leipzig und approbierte Psychologische Psychotherapeutin. Begleitend ist sie als Supervisorin und Dozentin an verschiedenen Instituten tätig; Forschungsschwerpunkte im Bereich Zwangserkrankungen und verwandte Störungen, Angehörige von Menschen mit psychischer Erkrankung.
Aufbau
- Vorwort
- Geleitworte
- Einführung
- Grundlagen der Zwangserkrankungen
- Einbezogensein der An- und Zugehörigen
- Grundlagen und Bedingungen der Behandlung
- Aufsuchende Behandlung: internationale Evidenz und Umsetzung in Deutschland
- Aufsuchende Behandlung bei Zwangsbehandlung: konkrete Umsetzung
- Das Leipziger integrative Modell für Zwangserkrankungen
- Aufsuchend, mobil, multiprofessionell – welche Grenzen gibt es?
- Ausblick – Übertragbarkeit des Modells
- Literatur
Im Downloadbereich finden sich Inhalte zu diagnostischen und weiteren Materialien, wie Arbeitsblättern (24 Seiten).
Inhalt
Vorwort
Im Vorwort erläutern die Autorinnen knapp den Entstehungshintergrund, den Aufbau und die Zielsetzung des Bandes: „Wir möchten mit unserem Buch dazu beitragen, dass Menschen mit Zwangserkrankungen und ihre Angehörigen zukünftig mit einer größeren Selbstverständlichkeit und im besten Fall nah am eigenen Lebensumfeld aufsuchende Behandlungsoptionen nutzen können“ (S. 12). Es schließt mit einem Dank an zahlreiche weitere Beteiligte (Fachkräfte unterschiedlicher Professionen wie Expert*innen aus Erfahrung), die auch mit eigenen Beiträgen im Band vertreten sind.
Geleitworte
Dem folgen drei kurze Geleitworte: Aufsuchende Behandlung – eine austreibende Saat (Gerhard Längle, Regionaldirektor Alb-Neckar im Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg, Vorreiter der intensiven aufsuchenden Behandlung in Deutschland), Zur Nachahmung empfohlen (Antonia Peters, Vorsitzende Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V.) und Rückhalt und Ressource – Angehörige von Zwangserkrankungen (Heike Petereit-Zipfel, Vorsitzende (kommissarisch) Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V.).
Einführung
In ihrer Einführung verweisen die Autorinnen auf die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Behandlung von Menschen mit schweren Zwangserkrankungen: „So klar die theoretischen Bezügen und leitlinienorientierten Forderungen sind, so wenig scheint dieser setting- und letztlich auch sozialrechtsübergreifender Behandlungsansatz (…) in Deutschland aktuell flächendeckend umsetzbar“ (S. 20). Hieran knüpft das in der Leipziger Versorgungspraxis etablierte integrierte Modell an.
Grundlagen der Zwangserkrankungen
Die Autor*innen stellen in diesem Kapitel zentrale Grundlagen der Zwangserkrankungen vor: Definition, Formen und Verlauf; Diagnostik: Herausforderungen und Methodik; Schweregrad der Erkrankung und Einschränkungen. Die Darstellung wird durch übersichtliche und den Erläuterungen dienliche Abbildungen wie zwei kurze Fallbeispiele, die den Fokus auf die Alltagsbewältigung richten, ergänzt.
Einbezogensein der An- und Zugehörigen
Die Autor*innen erläutern knapp, aber präzise – wiederum an Fallbeispielen, die Bedeutung/die Rolle sowie die Belastungslagen von Angehörigen: „Angehörige und Patient*innen sind in ihrem Betroffensein abzuholen und mit ihren Belastungen, Wünschen, Erwartungen, Enttäuschungen und Erfahrungen in den therapeutischen Prozess einzubeziehen“ (S. 36).
Heike Petereit-Zipfel ergänzt diese Ausführungen und beschreibt die Belastungslagen aus Sicht der Angehörigen unter dem Titel: Die stille Last – das Erleben der Angehörigen.
Grundlagen und Bedingungen der Behandlung
Die Autorinnen verweisen – eigentlich eine Selbstverständlichkeit, zugleich in der Praxis immer wieder zu wenig/​nicht berücksichtigt – auf das multifaktorielle Ursachen- und Bedingungsgefüge der Entstehung psychischer Erkrankungen. Dieses erfordert, ein jeweils individuell plausibles Erklärungsmodell zu erstellen, das immer auch die Rolle des sozialen Systems miterfasst.
Daran schließt sich die Darstellung verschiedener psychologischer Erklärungsmodelle (kognitive Modelle, psychodynamische Modelle, gesprächspsychotherapeutische Ansätze, systemische Ansätze, familiengenetische Befunde, neurobiologische Modelle) sowie unterschiedlicher Therapieverfahren, wie Kognitive Verhaltenstherapie u.a., an; ergänzt durch Ausführungen zum Einbezug von Angehörigen in die Therapie.
Zudem geben die Autorinnen in diesem Kapitel dem Aspekt der Öffentlichkeits- und Antistigmaarbeit einen Raum – durchaus ungewöhnlich bzw. unüblich in einem Kapitel zu Grundlagen der Behandlung. Sie skizzieren anhand kurzer, konkreter Beispiele die Bedeutung von Aufklärung, um die Scham und ggf. Peinlichkeit, die immer noch stark mit Zwangserkrankungen verbunden sind, zu überwinden.
Das Kapitel endet mit der Perspektive von Sabine Voigt und Tino Steindorf: Notwendigkeit Stationsäquivalenter Behandlung aus der Sicht von Peers.
Aufsuchende Behandlung: internationale Evidenz und Umsetzung in Deutschland
In einem ersten Schritt skizzieren die Autorinnen verschiedene internationale Erfahrungen (Community Mental Health Teams, Home Treatment, Assertive Community Treatment). Sie verweisen auf die Empfehlungen der S3-Leitlinie, nach der „gemeindepsychiatrische, teambasierte, multiprofessionelle und aufsuchende Behandlungsformate (…) in allen Versorgungsregionen zur Verfügung stehen“ (S. 61) sollten.
Die Empfehlung wird im Folgenden über weitere Ausführungen konkretisiert (mobile Psychiatrische Institutsambulanzen, Stationsäquivalente Behandlung, Wohnen und Arbeiten: Teilhabeförderung als komplexes Behandlungskonzept).
Das Kapitel endet mit einem kurzen Beitrag von Thomas Seyde, der die aufsuchende Behandlung aus der Perspektive der kommunalen Psychiatrie schlaglichtartig beleuchtet.
Aufsuchende Behandlung bei Zwangsbehandlung: konkrete Umsetzung
In diesem Kapitel werden verschiedene Aspekte der aufsuchenden Behandlung angesprochen, die wichtig sind, insbesondere auch für eine gelingende konkrete Umsetzung in der Praxis. Hervorgehoben wird u.a. die Bedeutung des Erstkontakts (Beziehungsaufbau), der im unmittelbaren Wohnumfeld oder im öffentlichen Raum stattfinden kann. Damit ist auch Behandlungskontinuität, verstanden als Beziehungskontinuität, über Institutionen bzw. Hilfeformen hinaus, gemeint (z.B. „gemeinsame Kompetenzen aus einem erwachsenen- und kinder- bzw. jugendpsychiatrisch aufsuchenden Team“ (S. 74)).
Das Kapitel endet mit der Perspektive der niedergelassenen Therapeut*innen von Thomas Hillebrand.
Das Leipziger integrative Modell für Zwangserkrankungen
In diesem Kapitel wird umfassend das Leipziger integrative Modell für Zwangserkrankungen vorgestellt. Nach einer kurzen Einführung zur Entstehung und Zielsetzung wird detailliert die allgemeine Struktur des Versorgungsmodells beschrieben. Es ist wie ein Baukastensystem mit unterschiedlichen Settings und fließenden Übergängen aufgebaut, das aus verschiedenen Basiselementen besteht, die aber individuell noch erweitert und ergänzt werden können.
Kernelemente des integrativen Modells sind: niedrigschwellige Kontaktaufnahme, aufsuchende Behandlung im Erstkontakt, multiprofessionelles mobiles Team. Über leitliniengerechte kognitive Verhaltenstherapie, Förderung der sozialen und beruflichen Teilhabe, Angebote für Betroffene und deren An- und Zugehörige sowie der aktiven Integration von Peers wird ein am individuellen Bedarf des Menschen mit (schwerer) Zwangserkrankung orientierter Behandlungsplan ausgehandelt. Die aufsuchende Behandlung ist dabei regulärer Bestandteil der Therapie. Zudem ist diese mit spezifischen Gruppenangeboten kombinierbar. Das multiprofessionelle mobile Team (Sozial-, Psycho-, Ergotherapeut*innen, Fachärzt*innen) ist ein Kernelement der Zuhause-Behandlung. Zudem finden Kooperationen in Netzwerkstrukturen statt, wie z.B. mit regionalen Selbsthilfegruppen oder dem neu aufgebauten Qualitätszirkel Zwangserkrankungen in Leipzig.
Aufsuchend, mobil, multiprofessionell – welche Grenzen gibt es?
In diesem Kapitel wird das Modell aus der Sicht verschiedener Akteur*innen (kritisch) diskutiert und reflektiert. Natürlich ist auch dieses Modell nicht DAS Modell für ALLE Betroffenen. Auch wenn es Indikationen, wie akute Selbst- oder Fremdgefährdung, geben kann, die eine stationäre Behandlung erfordern, ist den Autor*innen wichtig, die Beantwortung der Frage, was therapeutisch vertretbar ist, immer individuell auszuhandeln und abzuwägen: „Es bleibt eine wichtige Basis, dass Betroffene und professionelles System gemeinsam Lösungen herbeiführen müssen – und in der Regel auch können“ (S. 100).
Zur Veranschaulichung dient ein Fallbericht, der sehr detailliert den Verlauf einer Behandlung nachzeichnet und so die Theorie mit konkreter Praxis füllt.
Die Praxisperspektive wird noch erweitert über drei Erfahrungsberichte, die den Leser*innen weitere Einblicke über subjektive Erfahrungen ermöglichen: Erfahrungswissen von einem Peer und dessen Angehörigen als Nutzer der StäB, Vor lauter Zwang bin ich nicht mehr rausgekommen – Bericht einer Betroffenen, Aufsuchende Behandlung aus der Perspektive einer Angehörigen.
Ausblick – Übertragbarkeit des Modells
Der Band schließt mit kurzen Ausführungen/​Gedanken zur Übertragbarkeit des Modells. Die Autorinnen votieren dezidiert „für konsequent aufsuchende Therapieoptionen im Rahmen der in Deutschland gesetzlich verankerten Möglichkeiten (…)“ (S. 113).
Diskussion
Im Vorwort formulieren Katarina Stengler und Ina Jahn ihr Anliegen: „Wir möchten mit unserem Buch dazu beitragen, dass Menschen mit Zwangserkrankungen und ihre Angehörigen zukünftig mit einer größeren Selbstverständlichkeit und im besten Fall nah am eigenen Lebensumfeld aufsuchende Behandlungsoptionen nutzen können“ (S. 12). Ob der Band dies leisten kann,vermag ich nicht zu sagen (zu wünschen wäre es!) – Weil es für die Umsetzung ja mehr braucht als Theorie und Good Practice. Zugleich geht es nicht ohne diese und dafür liefert der vorliegende Band wichtige und gewichtige Impulse! Gerade, weil er Theorie, Empirie und konkrete Praxis miteinander verbindet sowie unterschiedliche Perspektiven und Positionen unterschiedlicher Akteur*innen ins Gespräch (miteinander) bringt. Er zeigt auf, was möglich ist und das kann dann doch etwas Hoffnung machen, wenn man sich den Zustand der Sozialpsychiatrie in Deutschland vor Augen hält.
Den Autorinnen gelingt es in einer verständlichen und zugänglichen Sprache ihr Modell und die damit gemachten Erfahrungen kompakt darzustellen. Der für ein Fachbuch überschaubare Umfang von 124 Seiten ist für mich eine Stärke dieses Bandes. Der Einbezug weiterer Perspektiven, ob von Peers, Angehörigen oder anderen Fachkräften, macht das Lesen einerseits abwechslungsreich; andererseits weitet es eben die Perspektiven, macht weitere Stimmen hörbar. Man könnte sagen: ganz im Sinne des trialogischen Prinzips.
Auch der durchgängige Einbezug zahlreicher Fallskizzen wie Tabellen und Grafiken trägt zur Veranschaulichung der Inhalte bei.
Gibt es etwas, das mir gefehlt hat oder das aus meiner Sicht/​Lesart zu kurz gekommen ist? Vielleicht zwei Aspekte: Ich hätte mir ein paar Ausführungen (mehr) zum Zustand der Sozialpsychiatrie als gesellschaftspolitisches Projekt gewünscht (Stichworte: Ökonomisierung des Sozialen, Renaissance des medizinischen Krankheitsmodells, Individualisierung von Verantwortung für Erkrankung…). Wir haben ja an sich kein Theorie- oder Empiriedefizit (need adapted treatment, open dialogue, Ex-In, Soteria, Recovery, Weddinger Modell), sondern ein Umsetzungsdefizit (vielleicht auch ein Haltungsdefizit). Das vorliegende Beispiel zeigt klar auf, was und dass etwas möglich ist, auch in bestehenden Strukturen. Zugleich glaube ich, dass wir Psychiatrie stärker politisch diskutieren und verorten müssten; Verbesserungen viel deutlicher und lauter mit allen beteiligten Stimmen einfordern müssten.
Der zweite Aspekt ist einer, der sicherlich mit meinem Hintergrund als Vertreter der Sozialen Arbeit zu tun hat. Ich habe in vielen Ausführungen Ansätze/Theorien der Sozialen Arbeit wiedererkannt beziehungsweise Berührungs-, Überschneidungs- und Anschlusspunkte, wie zum Beispiel die Lebensweltorientierung oder den Bewältigungsansatz. Viele der im Band angesprochenen Aspekte treffen nicht nur auf die therapeutische Arbeit zu, sondern auch auf das professionelle Handeln im Kontext Sozialer Arbeit. Wie wenig ist doch eigentlich die Sozialpsychiatrie mit der Sozialen Arbeit, wie wenig ist doch eigentlich die Soziale Arbeit mit der Sozialpsychiatrie im Gespräch?! Das ist aber wiederum ausdrücklich etwas, das nicht den Autorinnen dieses Bandes vorzuwerfen ist. Vielmehr wären das generelle Anfragen an unsere Disziplinen. Umgekehrt könnte man sogar sagen: Eigentlich doch gut, wenn der Band es schafft, diese Fragen (bei mir) aufzuwerfen!
Was ich noch hervorheben möchte, ist die Haltung, die sich explizit, wie auch implizit zwischen den Zeilen, durch den Band zieht: Vertrauen, Verlässlichkeit, Aushandlung, gegenseitige Wertschätzung, biografische Zusammenhänge erkennen, eine individuelle Behandlung in der jeweiligen Lebenswelt, ein temporäres Wir, Beziehungsqualität und -kontinuität – als zentrale Elemente für die Möglichkeit eines Gesundungsprozesses.
Beenden möchte ich die Diskussion mit einem längeren Zitat aus dem Band, das diesen auch abschließt. Diesem von mir als Appell der Autorinnen gelesenen Zitat kann ich mich nur anschließen:
„Uns sind keine Argumente bekannt, warum wir zukünftig nicht alle Chancen nutzen sollten, schwer psychisch erkrankte Menschen im besten Fall flächendeckend und mit hohem Grad an Flexibilität aufsuchend zu behandeln. Unbenommen gibt es Hürden und bedeutet es, große Anstrengungen auf sich zu nehmen, um die neuen Versorgungsmodelle verbunden mit herausfordernden neuen Arbeitszeitstrukturen und neu definierten Professionellen-Betroffenen-Beziehungen zu bewältigen. Und es ist sicher nur möglich, diese Herausforderungen langfristig erfolgreich zu meistern, wenn alle Beteiligten mit großer Überzeugung und Motivation, mit Offenheit und einem guten Maß an Neugier für Neues und vor allem mit viel Zuversicht, Mut und Optimismus gemeinsam vorangehen. Eine lohnenswerte Perspektive,wenn es gut gelingt – für alle!“ (S. 115).
Fazit
Eine klare Leseempfehlung für alle Akteur*innen im psychiatrischen Bereich: Der Band zeigt auf, was bereits jetzt möglich ist in der aufsuchenden Arbeit mit Menschen mit (schweren) Zwangserkrankungen. Er gibt konkrete Impulse für und macht Hoffnung auf eine andere, gelingende(re) Praxis!
Rezension von
Prof. Dr. Michael Domes
Diplom-Sozialpädagoge, Professor für Theorien und Handlungslehre in der Sozialen Arbeit, TH Nürnberg Georg Simon Ohm
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