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Daniela Blickhan: Das eigene Selbstbild erkennen und entfalten

Rezensiert von Angelika Alieff-Sliepen, 01.10.2026

Cover Daniela Blickhan: Das eigene Selbstbild erkennen und entfalten ISBN 978-3-7495-0587-6

Daniela Blickhan: Das eigene Selbstbild erkennen und entfalten. Coaching mit dem Persönlichkeits-Panorama. Junfermann Verlag GmbH (Paderborn) 2024. 144 Seiten. ISBN 978-3-7495-0587-6. D: 25,00 EUR, A: 25,70 EUR.

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Thema

Ausführliche Vorstellung der methodischen Grundlagen und praktischen Gestaltung der Arbeit mit dem Persönlichkeits-Panorama beim Coachingprozess.

AutorInnen und HerausgeberInnen

Daniela Blickhan, Dr., Dipl.-Psych., M.Sc., Trainerin und Coach, leitet seit 1991 das Inntal Institut. Sie ist als Lehrtrainerin und Lehrcoach von verschiedenen Berufsverbänden akkreditiert (DCV, DACH_PP, DVNLP). Seit 2013 vertritt sie als erste Vorsitzende den Deutschsprachigen Dachverband für Positive Psychologie.

Entstehungshintergrund

Das Persönlichkeits-Panorama wurde von der Autorin entwickelt. Sie nutzt es regelmäßig in ihrer Arbeit und bietet zusätzlich Seminare für Coaches an. Bei dem Buch handelt es sich um eine Neuauflage nach 25 Jahren. Blickhan möchte die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen miteinfließen lassen, ein weiterer neuer Aspekt ist der Fokus auf die Positive Psychologie.

Aufbau

Das Buch ist in 7 Kapitel unterteilt. Kapitel 1 beschreibt die Arbeit mit dem Persönlichkeits-Panorama als Zugang zum eigenen Selbstbild. In Kapitel 2 wird die Intention des Persönlichkeits-Panoramas sowohl für die/den Klient*In, als auch für den Coach dargestellt und die methodischen Grundlagen anhand verschiedener pädagogischer Konzepte entwickelt. Kapitel 3 beschäftigt sich mit verschiedenen Theoriegerüsten, die als methodische Grundlagen für die Arbeit mit dem Persönlichkeits-Panorama dienen. Kapitel 4 ist das umfangreichste Kapitel und beschreibt sehr ausführlich die Durchführung des Persönlichkeits-Panoramas. Dabei werden alle 5 Phasen sehr kleinschrittig dargestellt, Impulsfragen an die Hand gegeben und zum Ende die eigenen Erfahrungen mit den jeweiligen Phasen wiedergegeben. Fokus des 5. Kapitels ist die Gegenüberstellung des Ziels und des Mottos, das Blickhan u.U. für die hilfreichere Herangehensweise hält. Im 6. Kapitel werden die Anwendungsgebiete beleuchtet und auch hier werden wieder Impulsfragen vermittelt, um in den jeweiligen Kontexten Handlungsfähig zu bleiben. Das Buch schließt mit einer fokussierten Zusammenfassung der Wirksamkeit des Persönlichkeits-Panoramas.

Inhalt

Kapitel 1 beschäftigt sich mit dem Selbstbild einer Person und beschreibt zunächst seine Entwicklung. Blickhan erläutert Mechanismen, die unser Selbstbild beeinflussen, und da unser Gehirn hauptsächlich Dinge erinnert, die für das Überleben notwendig sind, erinnern wir häufig negative Situationen. Dies dient dem Schutz, dass wir nicht erneut in solche Situationen geraten. An dieser Stelle lässt sich das Persönlichkeits-Panorama einsetzen. Im Fokus der Aufmerksamkeit stehen nämlich im Gegensatz zu den primären Erinnerungen die positiven Aspekte des Selbstkonzepts. Auch diese lassen sich erinnern, sind aber u.U. nicht immer so präsent. Um diesen Prozess zu veranschaulichen, präsentiert Blickhan diverse Fotos von Persönlichkeits-Panoramen, die vor und nach der Bearbeitung aufgenommen diese Öffnung dokumentieren. Am Schluss Ihres Coachings stehen immer mögliche Impulsfragen sowie die Rückmeldung der TeilnehmerInnen.

Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Intention des Persönlichkeits-Panoramas für die Klient*Innen. Ziel ist ein möglichst aktuelles Bild des eigenen Selbst zu entwickeln und dieses zu hinterfragen. Hierzu formuliert Blickhan folgende „Nutzungsargumente“ (S. 30)

- Wer bin ich?

- Was sind meine Themen?

- Welche Ressourcen tragen mich?

- Wie gehe ich weiter?

- Mein Bild begleitet mich

(S. 30)

Dem Coach dient das Persönlichkeits-Panorama dazu, sich ein umfassendes Bild des Coachees machen zu können, das nicht themengebunden ist. Durch diesen Überblick lassen sich Anliegen sortieren und gemeinsam mit dem Coachee ein Prozessplan erstellen. Durch die Externalisierung von Themen können diese besser beleuchtet werden und Veränderungsprozesse in Gang gesetzt werden. Mit Hilfe des Mediums der Karten, die sortiert werden, ist die/der Klient*In gut in der Lage, Automatismen wahrzunehmen und zu reflektieren, ohne sie komplett in Frage zu stellen. Die Autorin beschreibt diesen Vorgang als eine gut abgestimmte Kommunikation zwischen dem System der automatischen Verarbeitung und dem System der kontrollierten Verarbeitung. „Und deshalb stolpern wir nicht, denn wir erklären nicht den Prozess des Gehens, sondern wir sprechen über den zurückgelegten Weg bzw. die Aussicht von dem Platz aus, an dem wir gerade stehen.“ (S. 32)

Als Fokus dient das Persönlichkeits-Panorama zur:

- Rollenerklärung

- Rollen-Balance

- Persönlichen Inventur

(S. 36–37)

Blickhan beschreibt drei mögliche Ideen zum Einsetzen des Persönlichkeits-Panoramas. Nämlich als Türöffner nach der ersten Sitzung als umfassender ganzheitlicher Blick auf die/den Klient*In. Als Katalysator, um den Beratungsprozess auf eine intensivere Ebene zu bringen, oder als Bilanz nach dem Coachingprozess, um das Selbstbild zu aktualisieren.

Um die methodischen Grundlagen der Arbeit mit dem Persönlichkeits-Panorama zu beleuchten, werden in Kapitel 3 unterschiedliche Konzepte herangezogen.

Die Autorin beschreibt den Prozess der Wachstumsorientierung, die jedem Menschen immanent ist. Vor diesem Hintergrund ist es die Hauptaufgabe eines Coaches, seiner/m Klient*In beratend zur Seite zu stehen, dies geschieht auf Augenhöhe. Die/der Klient*In selbst hat die Fähigkeit, Lösungen zu entwickeln, der Coach setzt lediglich Impulse. Schon in den 1960er Jahren wurde von Carl Rogers und Abraham Maslow in dem Zusammenhang der Begriff Selbstaktualisierung geprägt. (S. 39) Dieser lösungsorientierte Blick, weg von der reinen Problembetrachtung, wird in der positiven Psychologie aufgegriffen. Ein positives Lebensgefühl entsteht nicht nur rein dadurch, dass negative Symptome behandelt werden. Vor diesem Hintergrund trat die positive Psychologie als Forschungszweig der akademischen Psychologie in den Fokus. Federführend benennt Blickhan hier Martin Seligman, findet aber auch schon weit früher erste Beispiele für diesen Ansatz bei Aristoteles in seinen Werken über Glück, Sinnhaftigkeit und Tugend, sowie Maslow, der forderte, dass Psychologie weniger negativ sein müsse, als auch Rogers, der den Menschen als prinzipiell positiv beschreibt. (S. 41) Im Fokus der positiven Psychologie liegt das psychische Wohlbefinden, die Selbstwirksamkeit und die Selbstaktualisierung. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Mensch Patient*In oder Klient*In ist. Jedes Individuum besitzt die Fähigkeit zu einem „erfüllenden und gelingendem Leben“ (S. 42) Seligman macht deutlich, dass positive Psychologie das Negative nicht ausblendet, sondern ergänzt. Gerade bei Erfahrungen von Traumata ist es wichtig im Sinne der Ganzheitlichkeit, des Wachstums und der Resilienzentwicklung zusätzliche Erklärungsansätze in den Blick zu nehmen.

Das Konzept der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) aus den 1970er – Jahren versteht sich als praxisbezogene Methodik, die beim Beziehungsaufbau unterstützt und durch Lernstrategien hilft, unerwünschte Gefühlsreaktionen, Verhaltensweisen oder nicht hilfreiche Überzeugungen zu modifizieren. Hierzu wurde von den Begründern John Grinder und Richard Bandler wirksame Kommunikationsmuster untersucht, um Strategien zu entwickeln, die unabhängig von der Methode praxisbezogen Veränderungen herbeiführen können. Anschaulich wird das in der Differenzierung der Namensbestandteile, nämlich den körperlichen Vorgängen (Neuro), der Sprache (linguistisch) und den inneren Verarbeitungsprozessen (Programmierung). Durch die Sprache wird das, was wir fühlen und denken, sichtbar und wir kommen ins Handeln. Diese Prozesse bestehen abhängig voneinander in einer Wechselwirkung. Durch NLP können wir die Zusammenhänge zwischen dem, was wir erleben, was wir denken, was wir fühlen und wie wir handeln, verstehen und nutzbar machen. Blickhan beschreibt dies als eine gute Möglichkeit der Verbindung zum Persönlichkeits-Panorama. Zentrale Grundsätze nach Alexa Mohl, die mit einfließen, sind:

- Orientierung an Zielen

- Orientierung an Ressourcen

- „Ökologische“ Sorgfalt

- Wahlmöglichkeiten

(S. 45)

Grundsätzlich ist das Persönlichkeits-Panorama eine systemische Methode, bei der zentrale Persönlichkeitsmerkmale aufgestellt werden. Durch diese Veranschaulichung werden Ressourcen erkennbar und können erlebt werden.

Zum Ende dieses Kapitels beschreibt die Autorin verschiedene Modelle, die den Begriff der Persönlichkeit näherbringen. Sie erklärt, warum und wonach unser Gehirn Reize filtert und in welchem Zusammenhang das bewusste oder unbewusste Handeln damit steht. Dabei wird immer das wahrgenommen, was in unserer Gefühls‑ oder Gedankenwelt Anschluss findet. Die Verarbeitung der Reize und die Reaktion darauf stehen in Wechselwirkung miteinander und beeinflussen sich gegenseitig. Blickhan bedient sich in diesem Zusammenhang der „psycho-logischen Ebenen“ der Persönlichkeit nach Robert Dilts (1951) und macht damit deutlich, dass sich hierdurch das eigene Selbstbild sehr gut sichtbar machen lässt. Der Fokus im Persönlichkeits-Panorama liegt auf der Identität, die durch die Rollen, die wir erfüllen, beschrieben wird. Anhand eines Beispiels wird erklärt, welchen Einfluss der Fokus auf jeweils bestimmte Rollen für das Verhalten haben kann. Dem zugrunde liegen die von Dilts beschriebenen Ebenen. Beispielsweise werden mit der Rolle der Mutter andere Werte, Fähigkeiten und Verhaltensweisen einhergehen als mit der Rolle der Vorstandschefin.

Eine weitere Herangehensweise ist das Teilemodell der Persönlichkeit, wie das „innere Team“ (Virginia Satir, Fritz Perls u.a.) Die Arbeit mit dem inneren Team ist eine gängige Methode im Coaching und kann dazu führen, dass, wenn alle Aspekte der eigenen Persönlichkeit berücksichtigt und gewürdigt werden, neue Perspektiven entstehen.

Als Letztes Modell beschreibt Blickhan die unterschiedlichen Positionen der Wahrnehmung und den damit einhergehenden Perspektivwechsel. Auch das lässt sich für das Persönlichkeits-Panorama nutzbar machen. Die Klient*Innen beschäftigen sich zunächst mit ihrer eigenen Sichtweise, nehmen dann die Perspektive anderer Menschen aus ihrem Umfeld ein um anschließend die Perspektive von außen zu erfahren.

Das 4. Kapitel ist das umfangreichste, denn hier findet eine dezidierte Einführung in das Persönlichkeits-Panorama statt. Die Lesenden werden kleinschrittig durch die 5 Phasen geführt. Zum Abschluss jeder Phase werden die eigenen Erfahrungen dargestellt.

Handlungsleitend ist die Erkenntnisgewinnung über das eigene Selbstbild. „Werde, wer du bist.“ (S. 59)

Phase 1 dient der Schaffung eines Arbeitsrahmens. Welches Ziel verfolgt die/der Klient*In? Um welchen Fokus geht es? Es werden Informationen über die Herangehensweise, sowie der zeitliche Rahmen besprochen.

Phase 2 beschäftigt sich mit der Informationsgewinnung. Handlungsleitend könnte sein:

- Wer Du bist

- Was Deine Rollen sind

- Was Dir wichtig ist

- Was Du kannst

- Was Du so tust

Methodisch weist Blickhan auf das aktive Zuhören, offene Fragen, Wahrnehmen von Schlüsselwörtern und systemische Abschlussfragen hin. Alle Methoden werden von ihr ausführlich und anschaulich vorgestellt. Nachdem diese Punkte besprochen sind, wird der/dem Klient*In die Handhabung des Persönlichkeits-Panoramas erklärt und die Farben der Moderationskarten für die verschiedenen Ebenen, auf denen das Persönlichkeitspanorama stattfinden soll, werden ausgewählt. Anschließend werden aus den gesammelten Informationen Schlüsselwörter benannt, die auf die einzelnen Karten geschrieben werden. Dabei wird jede Karte als ein „Mosaikstein“ wahrgenommen, aus dem sich später ein Ganzes ergeben wird.

In Phase 3 werden diese Karten dann auf einem großen Tisch oder dem Boden ausgelegt und um eine sogenannte „Jokerkarte“ ergänzt. Die/der Klient*In hat die Möglichkeit, sich auszuprobieren und solange die Karten zu verschieben, bis sie für sie/ihn in einem stimmigen Verhältnis zueinander liegen. Gemeinsam wird das so entstandene Persönlichkeits-Panorama betrachtet und besprochen. Mögliche Impulsfragen könnten sein:

- Wo siehst Du Zusammenhänge?

- Wie passt dieser Mosaikstein ins Bild?

- Warum liegen diese Themen neben‑ bzw. untereinander?

- Wie gehört das zusammen?

Die inhaltliche Bearbeitung startet in Phase 4. Methodisch geht die Autorin auf den Perspektivwechsel, das Reframing, die Ressourcennutzung und das Sichtbarmachen von Erkenntnisgewinnen ein. Dezidiert werden mögliche Herangehensweisen beschrieben, die den Prozess der Reflexion in Gang setzten können. Phase 5 dient der Ergebnisformulierung auf der kognitiven, emotionalen und motivationalen Ebene. Das Kapitel endet mit der praktischen Anwendung. Zunächst werden organisatorische Punkte wie die Zeitnahmen, das Material, die Fotodokumentation und die Aufbewahrung geklärt. Es wird besprochen, wie wann und die Kontakte stattfinden. Hier wird von Blickhan das Für und Wider einer Online‑ bzw. einer Präsenzveranstaltung gegenübergestellt. Dann erhält die/der Leser*In einen umfassenden Einblick sowohl in Erfahrungen von Coachees, als auch von Coaches in Bezug auf das Persönlichkeits-Panorama.

Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Generierung der Ziele, die sich aus der Arbeit mit dem Persönlichkeits-Panorama ergeben können. Zunächst wird der Begriff „Ziel“ näher bestimmt. Dabei unterscheidet Blickhan zwischen Annäherungszielen und Vermeidungszielen und macht deutlich, wie wichtig die konkrete Zielformulierung zur Erreichung ist. Aber genau diese Messbarkeit der Zielerreichung durch klare Parameter kann zum Verhängnis werden. Deshalb bietet die Autorin anstelle der Zielformulierung das Motto an. Ein Motto misst keine Ergebnisse, sondern dient lediglich der Richtungsweisung und Orientierung.

In Kapitel 6 werden verschiedene Anwendungsbereiche für das Persönlichkeits-Panorama vorgestellt.

Das Einzelcoaching mit Erwachsenen und Jugendlichen ist die häufigste Form der Anwendung. Sowohl zur Bearbeitung persönlicher, als auch beruflicher Themen wird dieses Setting oft genutzt. In der psychologischen Therapie wird es als Erfolgsstabilisator eingesetzt. Bei jungen Menschen als Standortbestimmung zur Berufswahl.

Das Einzelcoaching mit Kindern wird zu einem spezifischen Anlass, wie beispielsweise ein Schulwechsel genutzt. Die Durchführung wird entsprechend dem Alter des Kindes angepasst. Auch hier bietet die Autorin eine anschauliche Anleitung mit Impulsen an.

Das Persönlichkeits-Panorama mit Paaren hat durch die verdoppelte Materialmenge eine besondere Herausforderung der Komplexität. Um dem entgegenzuwirken, sollte der Fokus z.B. lediglich auf die Person in der Partnerschaft und nicht in anderen Bezügen gelegt werden. Möglich ist entweder jeden einzelnen sein Persönlichkeits-Panorama machen zu lassen, oder das Paar ein gemeinsames.

Ähnlich wie beim Paar-Panorama gibt es auch beim Team-Panorama diese zwei Möglichkeiten. Blickhan präsentiert an dieser Stelle eine differenzierte Struktur, die zur Reduktion der Komplexität sehr hilfreich ist. Besonders hervorzuheben ist das Fallbeispiel, durch das eventuell offene Fragen geklärt werden können.

Das Familien-Panorama bietet sich an, um wichtige Aspekte jedes Einzelnen, aber auch in der Gemeinsamkeit zu veranschaulichen. In der Anwendung entspricht das Familien-Panorama im Wesentlichen dem Team-Panorama.

Als letzte Möglichkeit beschreibt die Autorin das Persönlichkeits-Panorama zur Gestaltung von Übergängen. Den Impuls hierzu hat Blickhan aus den Rückmeldungen Ihrer Teilnehmer*Innen aus den Seminaren erhalten.

Im letzten Kapitel werden die wesentlichen Erkenntnisse aus ihrer Arbeit nochmal zusammengefasst und auf den Punkt gebracht. Hierzu beschreibt sie in Bezug auf die Psycho-Logischen Ebenen nach Dilts und der in Anlehnung an NLP zwei Ebenen von Verarbeitung kontrollierter und automatischer Wahrnehmung die Wirksamkeit des Persönlichkeits-Panoramas.

Diskussion

Blickhan nimmt die/den Leser*In mit auf eine Reise durch die Erforschung des Selbstkonzepts. Mit Ihrer Ansprache im „Du“ schafft sie eine vertrauensvolle Atmosphäre und ermöglicht so eine Begegnung auf Augenhöhe. Das wird noch dadurch unterstützt, dass ihre Ausführungen wenig belehrend, sondern eher als eine Einladung zum Perspektivwechsel verstanden werden können. Die Struktur ist durchgehend sehr anschaulich und eröffnet einen Raum zum Ausprobieren. Die Einführung in die Methoden, die die Grundlagen für das Persönlichkeits-Panorama bilden, sind ausdifferenziert und gut verständlich. Durch die gewählte Visualisierung in Form von Flip Charts gelingt ihr zu jeder Zeit ein guter Überblick, der auch noch ungeübten Coaches als Handlungsleitfaden dienen kann. Anhand von regelmäßigen Impulsfragen oder Formulierungshilfen fühlt sich die/der Leser*In gut vorbereitet und es macht Lust auf das Ausprobieren dieser Methode. Das Buch lässt sich als eine Art Anleitung verstehen. In diesem Zusammenhang sind die eigenen Fallbeispiele der Autorin sehr praxisnah und hilfreich. Sie beschreibt sehr präzise und eingängig Situationen im Beratungskontext und bietet anschauliche Ideen zur Lösung. Dabei macht sie deutlich, dass diese Form der Arbeit am eigenen Selbstkonzept zu keinem Zeitpunkt abgeschlossen, sondern vielmehr prozesshaft, dass Leben begleitet. Dazu besonders hervorheben möchte ich die Formulierung des Mottos. In einer Welt, in der wir immer mehr nach Effizienz und Ergebnissen suchen, erscheint mir die Möglichkeit, den Druck rauszunehmen, sehr attraktiv.

Fazit

Eine sehr praxisorientierte Anleitung zur Anwendung des Persönlichkeits-Panoramas mit vielen hilfreichen Beispielen eingebettet in ein theoretisches Fundament.

Rezension von
Angelika Alieff-Sliepen
Sozialpädagogin / Sozialarbeiterin Supervisorin (M.Sc.) (DGSv.) Invisio. Praxis für systemische Beratung, Supervision und Coaching, Münster
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Es gibt 13 Rezensionen von Angelika Alieff-Sliepen.

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ISSN 2190-9245