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Cornelia Seewald: Storytelling im Coaching II

Rezensiert von Prof. Dr. Laura Best, 13.11.2025

Cover Cornelia Seewald: Storytelling im Coaching II ISBN 978-3-89797-151-6

Cornelia Seewald: Storytelling im Coaching II. Im Licht des Spiegels: Neue Geschichten für Coach und Coachee. EHP – Verlag Andreas Kohlhage (Gevelsberg) 2024. 258 Seiten. ISBN 978-3-89797-151-6. D: 21,99 EUR, A: 22,70 EUR.
Reihe: EHP-Kompakt.

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Thema

Das Buch bietet 20 Geschichten, die im Rahmen der Methode des Storytelling im Coaching zur Anwendung kommen können.

Autor:in oder Herausgeber:in

Dr. Cornelia Seewald ist Diplompsychologin und Changemanagement-Beraterin sowie Senior Executive Coach DBVC mit den Arbeitsschwerpunkten Leadership, Strategie- und Organisationsentwicklung, Wirtschafts- und Unternehmensethik sowie Führung und Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter.

Entstehungshintergrund

Es handelt sich um den zweiten Band der Autorin mit Coaching-Geschichten. Band I mit dem Titel Storytelling im Coaching – Der rabenschwarze Rucksack und andere Geschichten für Coach und Coachee erschien 2022. Band II kann als Fortsetzung des ersten Bandes mit 20 neuen Geschichten begriffen werden. Die Autorin widmet sich thematisch beruflichen Lebenswelten von Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts (vgl. Klappentext).

Aufbau

Das Buch enthält zunächst ein Vorwort von Prof. Dr. Heidi Möller. Daran anschließend stellt die Autorin in der Einleitung Storytelling als Coaching-Tool vor, begründet die Bedeutung der Methode und gibt Empfehlungen zum Einsatz von Geschichten im Coaching. Die zwanzig Geschichten werden jeweils mit einer kurzen vorangestellten Orientierungshilfe dargestellt.

Inhalt

In der inhaltlichen Einführung ins Buch werden u.a. die Bedeutung von Geschichten als Methode, die Beziehung als Wirkfaktor sowie Empfehlungen für Coaches dargestellt. Die Autorin formuliert, dass in den 20 Geschichten des Buches soziale Orte umrissen werden, in denen die Bewältigung kleiner und größerer Lebensaufgaben beschrieben wird (vgl. Seewald 2024, 17). Die Geschichten sind im Inhaltsverzeichnis mit Titel benannt und tragen Namen wie z.B. „Die Häutung“, „Sei kein Mädchen“ oder „Täuschung oder Selbsttäuschung“, wodurch die Neugier der Lesenden geweckt wird. Einige Geschichten sind mit Eigennamen bezeichnet, die nicht sofort auf den möglichen Inhalt schließen lassen wie beispielsweise „Sarah“ oder „Lukas“. Vor Beginn jeder Geschichte wird optisch abgesetzt eine kurze Übersicht gegeben, die den Inhalt und das Milieu der Geschichte benennt, auf Themen zur Vertiefung hinweist, beispielhafte Reflexionsfragen anbietet und Anregungen zur Weiterentwicklung des Coaches benennt. Hier fällt auf, dass bei allen Geschichten zwei identische Transferfragen angeboten werden: „Wie versteht der Coachee die Geschichte?“ und „Was nimmt er/sie für sich mit?“. Diese werden dann durch spezifischere Fragen ergänzt. Die Geschichten sind im Arbeitskontext angesiedelt, viele davon beinhalten eine deutliche Genderperspektive, z.B. eine junge Angestellte mit Herausforderungen in einer Führungsposition, fehlende Frauenförderung im Unternehmen oder der Spagat eines Mannes zwischen Familie und Beruf. Die meisten Geschichten sind zwischen vier und acht Seiten lang.

Diskussion

Die Geschichten haben eine gute Länge, um sie im Rahmen eines Coachings vorzulesen und mit den Coachees zu reflektieren. Es gelingt der Autorin, verschiedene Herausforderungen der Arbeitswelt in den Geschichten aufzugreifen und darzustellen. Hierbei fällt allerdings auf, dass vielfach klassische Rollenbilder beschrieben werden (die junge weibliche Führungskraft, die an sich zweifelt, oder der männliche Arbeitnehmer in Führungsposition, der durch einen Karrierebruch letztlich eine soziale Bestimmung findet). Die Ausführungen in der Einleitung sind nur teilweise mit Literatur belegt. Es werden für die gesamte Einleitung insgesamt 15 Literaturquellen angegeben. Hierbei kommt auch ältere Literatur zum Einsatz. Insbesondere für die Ausführungen zu Beziehung als Wirkfaktor wäre die Nutzung neuerer Quellen wünschenswert – vor allem um Coaching als immer noch teilweise kritisch beäugtes Beratungsformat zu stärken. Gleichzeitig ist nachvollziehbar, dass der Kern des Buches nicht darin besteht, die Themen aus der Einleitung wissenschaftlich zu vertiefen – vielmehr liegt der Fokus auf einer praxisorientierten Nutzung im Rahmen des Coachings. Hierfür ist das Buch speziell für Coaches im Bereich des Business-Coachings gut geeignet, um durch Storytelling die Coaching-Prozesse zu bereichern.

Fazit

Dieses Buch bietet nach kurzer Einleitung 20 Geschichten zum Einsatz im Coaching mit Personen mit beruflichen Entwicklungsthemen. Es werden Herausforderungen aus beruflichen Lebenswelten in Geschichten von ca. vier bis acht Seiten dargestellt und mit einer Orientierungshilfe für Coaches versehen.

Rezension von
Prof. Dr. Laura Best
FH Münster Fachbereich Sozialwesen
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Es gibt 2 Rezensionen von Laura Best.

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ISSN 2190-9245