Robert Philip Wietzke, Wolfgang von Gahlen-Hoops (Hrsg.): Kinder und Jugendliche pflegen lernen
Rezensiert von Ingo Planitz, 29.05.2026
Robert Philip Wietzke, Wolfgang von Gahlen-Hoops (Hrsg.): Kinder und Jugendliche pflegen lernen. Neue Lernorte in der Pflegeausbildung.
transcript
(Bielefeld) 2024.
166 Seiten.
ISBN 978-3-8376-7387-6.
D: 38,00 EUR,
A: 38,00 EUR,
CH: 46,40 sFr.
Reihe: Pflege - Bildung - Wissen - 3.
Thema
Seit der bundesweiten Reformierung der Pflegeausbildungen durch das Pflegeberufegesetz (PflBG), das am 01.01.2020 in Kraft trat, hat sich die Pflegeausbildung in Deutschland grundlegend verändert. Das Gesetz führt die bisherigen Ausbildungen in der Altenpflege, Gesundheits‑ und Krankenpflege sowie Gesundheits‑ und Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Ausbildung zusammen. Ziel ist es, die Ausbildung attraktiver zu gestalten und die Qualität der Pflege zu verbessern. Die Pflege von Kindern und Jugendlichen ist ein spezialisierter Bereich innerhalb der Pflegeausbildung. Mit dem neuen Pflegeberufegesetz soll sichergestellt sein, dass Fachkräfte mit entsprechendem Wissen und Fähigkeiten ausgebildet werden. Dennoch besteht die Gefahr, dass die Ausbildung in der Tiefe möglicherweise nicht so spezifisch auf die Fachbereiche eingeht, wie es bei den alten, spezialisierten Ausbildungen der Fall war. Erschwerend kommt insbesondere bei der Pflege von Kindern und Jugendlichen hinzu, dass die Einsatzorte in der Praxis oft nur sehr schwer zu bekommen sind und man auf Behelfslösungen (Kinderarztpraxen, Krabbelstuben usw.) ausweichen muss. Dies kann nach der Ausbildung zusätzliche eine intensivere Einarbeitung im späteren Berufsalltag erfordern. Die Autoren Wietzke und Gahlen-Hoops stellen sich der Aufgabe, unter den bestehenden Rahmenbedingungen eine qualifizierte Pflegeausbildung auch für die Pflege von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen.
Herausgeber
Robert Philip Wietzke, Jahrgang 1988, ist Gesundheits‑ und Krankenpfleger, Pflegepädagoge und Gesundheitswissenschaftler. Mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen in belastenden Lebenssituationen und Weiterbildungen in Psychotherapie erweitert er kontinuierlich seine fachliche Expertise. Sein Ansatz ist ganzheitlich und klientenzentriert, wobei er Selbstwirksamkeit und Zuversicht betont. Zusätzlich fließen persönliche Ressourcen wie Spiritualität und Musik in seine Arbeit ein, die auf Empathie, Lösungen und ganzheitliches Wohlbefinden ausgerichtet ist.
Wolfgang von Gahlen-Hoops, Jahrgang 1974, ist Professor für Didaktik der Pflege‑ und Gesundheitsberufe an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er hat eine pflegerische Ausbildung sowie ein Lehramtsstudium in Pflegewissenschaft und Theologie absolviert und promovierte zum Darstellungsproblem des Pflegerischen. Zuvor war er in wissenschaftlichen Funktionen an den Universitäten Hamburg und Dresden tätig und leitete mehrere Jahre eine Schule im Bereich Gesundheit und Pflege. Seit November 2024 ist er Mitglied der Fachkommission nach dem Pflegeberufegesetz.
Entstehungshintergrund
Der Entstehungshintergrund des Fachbuchs „Kinder und Jugendliche pflegen lernen“ basiert auf dem Forschungs‑ und Entwicklungsprojekt „PäLe“ (Pädiatrische Lehr-/​Lern-Situationen in der Pflegeausbildung), das an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Forum Pflegegesellschaft e.V. durchgeführt wurde. Ziel des Projekts war es, zentrale Herausforderungen der pädiatrischen Pflichteinsätze in der generalistischen Pflegeausbildung zu analysieren, insbesondere vor dem Hintergrund begrenzter Einsatzmöglichkeiten und bestehender Unsicherheiten bei Auszubildenden, Lehrenden und Einrichtungen.
Auf Grundlage qualitativer Interviews mit verschiedenen Akteursgruppen sowie einer landesweiten Befragung sozialer Einrichtungen in Schleswig-Holstein wurden sowohl Kompetenzanforderungen als auch strukturelle und didaktische Herausforderungen identifiziert. Die Ergebnisse zeigten insbesondere Defizite in der praktischen Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben sowie einen Bedarf an unterstützenden Lehr‑ und Lernmaterialien.
Im Rahmen eines dritten Arbeitspakets wurden daher pädagogisch-didaktische Handlungsprodukte entwickelt, darunter Reflexionshilfen, Aufgabenstellungen und praxisorientierte Handreichungen. Diese Materialien bilden die konzeptionelle Grundlage des Fachbuchs, das darauf abzielt, die Qualität der pädiatrischen Pflegeausbildung zu verbessern und die Umsetzung entsprechender Praxiseinsätze didaktisch fundiert zu unterstützen.
Aufbau
Der Aufbau des Fachbuchs „Kinder und Jugendliche pflegen lernen“ folgt einem didaktisch strukturierten, kompetenzorientierten Konzept, das Theorie, Praxis und Reflexion systematisch miteinander verknüpft. Die Inhalte orientieren sich direkt an den Ergebnissen des Projekts PäLe und lassen sich wie folgt darstellen:
1. Projektdarstellung und Projektziele von PäLe
Zu Beginn werden die Zielsetzungen und der Hintergrund des Projekts PäLe erläutert. Es wird dargestellt, warum pädiatrische Pflichteinsätze in der Pflegeausbildung eine besondere Herausforderung darstellen und welche Forschungsperspektiven verfolgt werden, um diese Herausforderungen zu analysieren.
2. Fallstudien der weiteren Lernorte für den pädiatrischen Pflichteinsatz
Dieses Kapitel vermittelt anhand von Fallstudien praxisnahe Einblicke in unterschiedliche pädiatrische Lernorte, z.B. Kindertagesstätten, Krippen oder die stationäre Jugendhilfe. Die dargestellten Szenarien verdeutlichen typische Aufgaben, Lernchancen und Herausforderungen für Auszubildende. Die unterschiedlichen Perspektiven der an der Ausbildung beteiligten Akteure werden reflektiert.
3. PäLe-Survey von Einrichtungsleitungen in Schleswig-Holstein
Hier werden die Ergebnisse der landesweiten Befragung sozialer Einrichtungen zusammengefasst. Das Kapitel zeigt strukturelle Rahmenbedingungen, Hürden und Möglichkeiten auf, die Einrichtungen als Praxislernorte bieten, und liefert so eine empirische Grundlage für die Gestaltung der Ausbildung.
4. PäLe-Handlungsprodukte & Empfehlungen
Auf Basis der Forschungsergebnisse werden praxisorientierte Materialien vorgestellt, darunter Reflexionshilfen, Aufgabenstellungen und didaktische Handreichungen. Sie unterstützen Auszubildende, Praxisanleitende und Lehrende bei der kompetenzorientierten Umsetzung pädiatrischer Pflegeeinsätze.
5. Fazit und Ausblick
Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst, Chancen und Grenzen der pädiatrischen Pflegeausbildung reflektiert und Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Lehr‑ und Lernangeboten gegeben.
Der Aufbau folgt einer klaren Linie von der Projektgrundlage über empirische Untersuchungen und praxisnahe Fallstudien bis hin zu konkreten Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, Lernen nicht nur wissensbasiert, sondern praxisnah, handlungs‑ und reflexionsorientiert zu gestalten und die Qualität der pädiatrischen Pflegeausbildung nachhaltig zu verbessern.
Inhalt
Das Fachbuch „Kinder und Jugendliche pflegen lernen“ entwickelt zentrale inhaltliche Aussagen an der Schnittstelle von Pflegewissenschaft und Pflegepädagogik mit dem Ziel, die pädiatrische Pflegeausbildung systematisch zu verbessern.
Ein zentrales Argument des Werkes ist, dass die Pflege von Kindern und Jugendlichen nicht lediglich eine Übertragung erwachsenenpflegerischer Konzepte darstellt, sondern eigenständige fachliche, entwicklungsbezogene und relationale Anforderungen beinhaltet. Daraus leitet sich die Notwendigkeit ab, pädiatrische Inhalte didaktisch spezifisch aufzubereiten und als eigenständigen Kompetenzbereich in der generalistischen Ausbildung zu stärken.
Das Buch vertritt die These, dass berufliche Handlungskompetenz in der pädiatrischen Pflege besonders durch situatives, erfahrungsbasiertes und reflexives Lernen gefördert wird. Vor diesem Hintergrund wird das Konzept der Lehr-/​Lernsituationen als zentrales didaktisches Prinzip eingeführt. Diese orientieren sich an realen Praxiserfahrungen und ermöglichen es, komplexe pflegerische Anforderungen – etwa die Einbeziehung von Eltern, entwicklungsabhängige Kommunikation oder ethische Fragestellungen – systematisch zu erschließen.
Ein weiteres zentrales Ergebnis besteht in der Identifikation struktureller und didaktischer Herausforderungen der pädiatrischen Ausbildung, insbesondere begrenzter Praxiseinsatzorte, heterogener Lernbedingungen sowie Unsicherheiten bei der Anleitung und Begleitung von Auszubildenden. Das Buch zeigt auf, dass diese Herausforderungen durch gezielte didaktische Materialien und strukturierte Lernprozesse zumindest teilweise kompensiert werden können.
Darüber hinaus betont das Werk die Bedeutung eines ganzheitlichen Pflegeverständnisses, das körperliche, psychische und soziale Dimensionen sowie die Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien integriert. Pflege wird dabei als interaktive, beziehungsorientierte Praxis verstanden, die ein hohes Maß an Reflexionsfähigkeit und ethischer Sensibilität erfordert.
Insgesamt liegt der inhaltliche Mehrwert des Buches in der Verbindung von empirisch fundierten Erkenntnissen mit konkreten didaktischen Konzepten und Materialien. Es bietet damit sowohl eine theoretische Rahmung als auch praxisnahe Lösungsansätze zur Gestaltung und Verbesserung der pädiatrischen Pflegeausbildung.
Im Fachbuch „Kinder und Jugendliche pflegen lernen“ ziehen sich zentrale Leitideen und didaktische Konzepte als wiederkehrendes thematisches Motiv durch die Abschnitte zu Lernorten, Anforderungen, Kompetenzen und Bildungsprodukten.
1. Pädiatrische Pflege als eigenständige Fachlichkeit
Die Pflege von Kindern und Jugendlichen weist spezifische fachliche Anforderungen auf, die sich deutlich von der Erwachsenenpflege unterscheiden. Die Autoren betonen, dass entwicklungspsychologische Aspekte, altersgerechte Kommunikation und die Einbindung der Familie zentrale Bestandteile professioneller pädiatrischer Pflege sind. Kinder‑ und Jugendpflege ist kein abgewandeltes Erwachsenenpflege-Konzept. Die Kompetenzentwicklung muss gezielt an die Besonderheiten der pädiatrischen Versorgung angepasst werden. Ethik und Beziehungsorientierung spielen dabei eine besonders wichtige Rolle, beispielsweise im Umgang mit Angst, Schmerz oder familiären Dynamiken.
Die pädiatrische Pflege stützt sich auf Konzepte der Entwicklungspsychologie und der Kindheitsforschung, die als zentrale Grundlage für pflegerische Entscheidungen dienen. Zugleich verfolgt sie ein ganzheitliches Pflegeverständnis, das körperliche, psychische und soziale Dimensionen gleichermaßen integriert. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass Lehrende und Praxisanleitende spezifische didaktische Werkzeuge benötigen, um Auszubildende praxisnah auf pädiatrische Situationen vorzubereiten. Gleichzeitig stärkt die Reflexion über die besonderen Bedürfnisse von Kindern die professionelle Handlungssicherheit und trägt wesentlich zur Kompetenzentwicklung in der pädiatrischen Pflege bei. Dieser Gedanke ist kein isolierter Beitragstitel, sondern eine fachliche Interpretation der Struktur des Buches und beschreibt einen didaktischen Zugang, der sich durch mehrere Teile des Werkes zieht.
2. Lehr-/​Lernsituationen als zentrales didaktisches Instrument
Ein weiterer Kernpunkt des Buches ist das Konzept der Lehr-/​Lernsituationen, das darauf abzielt, komplexe pflegerische Herausforderungen praxisnah zu vermitteln. Die Autoren zeigen, wie reale Pflegesituationen strukturiert aufbereitet werden, um Lernziele gezielt zu erreichen. Die zentrale These lautet, dass Lernen am nachhaltigsten durch authentische, fallbasierte Szenarien erfolgt und dass Reflexion, Planung und Handeln eng miteinander verzahnt werden müssen. Die Einbindung von Praxisanleitenden, Lehrenden und Auszubildenden in die didaktische Gestaltung erhöht die Lernqualität erheblich. Theoretisch stützt sich dieser Ansatz auf erfahrungsbasiertes Lernen (Situated Learning) und Kompetenzorientierung, wobei Handlungskompetenz als zentrales Ausbildungsziel definiert ist. Lehr-/​Lernsituationen ermöglichen es, ethische, kommunikative und organisatorische Aspekte pädiatrischer Pflege miteinander zu verbinden und bieten ein praxisnahes Werkzeug, um Herausforderungen wie begrenzte Einsatzorte oder heterogene Vorerfahrungen der Auszubildenden auszugleichen.
3. Strukturelle und organisatorische Herausforderungen der pädiatrischen Ausbildung
Schließlich thematisiert das Buch die systemischen Rahmenbedingungen der pädiatrischen Pflegeausbildung. Es wird gezeigt, dass begrenzte Praxisorte, fehlende Spezialisierungen und Unsicherheiten bei der Praxisanleitung zentrale Hürden darstellen. Die Autoren argumentieren, dass die Qualität der Ausbildung nicht allein vom Fachwissen der Lehrenden und Auszubildenden abhängt, sondern maßgeblich von organisatorischen Rahmenbedingungen geprägt wird. Pädagogische und didaktische Unterstützung kann Defizite in der Praxis teilweise kompensieren. Dieser Ansatz basiert auf einer systemischen Perspektive, die Ausbildung, Praxis und Organisation verknüpft, sowie auf praxisforschungsbasierten Methoden zur Identifikation von Lernbarrieren. Die Erkenntnisse zeigen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der strukturellen Ausstattung von Einrichtungen und dem Lernerfolg der Auszubildenden besteht. Entsprechend werden Handreichungen, Reflexionsmaterialien und praxisorientierte Leitfäden empfohlen, um die Ausbildungssituation nachhaltig zu verbessern.
Die drei Darstellungen verdeutlichen, dass das Buch einen integrativen Ansatz verfolgt, der fachliche, pädagogische und organisatorische Dimensionen der pädiatrischen Pflege miteinander verbindet. Zentrale Erkenntnisse sind dabei: pädiatrische Pflege erfordert spezifische Fachkompetenzen, Lehr-/​Lernsituationen stellen ein zentrales didaktisches Instrument dar, und strukturelle Rahmenbedingungen beeinflussen die Ausbildung erheblich, lassen sich aber durch gezielte didaktische Interventionen verbessern.
Diskussion
Das Buch „Kinder und Jugendliche pflegen lernen“ stellt einen praxis‑ und theoriegeleiteten Beitrag zur Ausbildung in der pädiatrischen Pflege dar. Es verbindet fachwissenschaftliche Grundlagen, entwicklungspsychologische Aspekte und ethische Überlegungen mit konkreten didaktischen Konzepten, insbesondere den Lehr-/​Lernsituationen, und bietet damit sowohl für Auszubildende als auch für Lehrende und Praxisanleitende praxisnahe Orientierung.
- Stärken: Die konsequente Verknüpfung von Theorie und realitätsnahen Lehr-/​Lernsituationen macht das Buch besonders wertvoll für die Ausbildung. Auszubildende werden aktiv in Lernprozesse eingebunden, was die Entwicklung von Handlungskompetenz und Reflexionsfähigkeit fördert.
- Ganzheitlicher Ansatz: Das Werk berücksichtigt körperliche, psychische und soziale Dimensionen der Pflege und integriert die Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und Familien. Dies entspricht modernen Pflegekonzepten und fördert ein professionelles, empathisches Pflegeverständnis.
- Adressatenvielfalt: Durch die Orientierung an Auszubildenden, Praxisanleitenden und Lehrenden bietet das Buch Materialien und Methoden, die auf unterschiedlichen Ebenen der Ausbildung nutzbar sind. Das erhöht den praktischen Nutzwert deutlich.
- Schwächen/Einschränkungen: Das Buch konzentriert sich stark auf die pädiatrische Pflege in Deutschland und auf die Vorgaben der generalistischen Pflegeausbildung. Für internationale Kontexte oder alternative Ausbildungssysteme ist die Übertragbarkeit der Materialien und Fallbeispiele eingeschränkt.
- Herausforderungen der Umsetzung: Das Buch zeigt die Bedeutung der Lehr-/​Lernsituationen und praxisnaher Materialien, aber die tatsächliche Umsetzung hängt stark von den vorhandenen Praxiseinsatzorten ab. Strukturelle Engpässe oder fehlende Spezialisierungen in Einrichtungen bleiben ein praktisches Problem, das das Werk nicht vollständig lösen kann.
- Fachliche und praktische Einordnung: Das Buch lässt sich als Schnittstelle zwischen Pflegewissenschaft, Pädagogik und Praxis verstehen. Es liefert eine systematische und empirisch fundierte Grundlage für die pädiatrische Pflegeausbildung, ergänzt durch didaktische Werkzeuge, die direkt im Unterricht oder in der Praxisanleitung einsetzbar sind. In fachlicher Hinsicht trägt es dazu bei, die pädiatrische Pflege als eigenständige Kompetenzdomäne zu etablieren. Praktisch unterstützt es die Ausbildungseinrichtungen bei der Umsetzung gesetzlicher Anforderungen (Pflege-Ausbildungs-Durchführungsverordnung) und bietet konkrete Handlungshilfen, die Ausbildungslücken teilweise ausgleichen können.
Bewertung: Insgesamt bietet das Werk einen hohen inhaltlichen Mehrwert durch die Verbindung von Theorie, Praxis und Didaktik. Besonders hervorzuheben ist die praxisnahe Gestaltung der Lehr-/​Lernsituationen und die Berücksichtigung ganzheitlicher Pflegeperspektiven. Schwächen ergeben sich vor allem in der Tiefe der theoretischen Auseinandersetzung und der Abhängigkeit von externen Rahmenbedingungen für die Umsetzung. Dennoch ist das Buch für Lehrende, Praxisanleitende und Auszubildende ein fundiertes und praxisrelevantes Handbuch, das die Qualität der pädiatrischen Pflegeausbildung erheblich unterstützt.
Fazit
„Kinder und Jugendliche pflegen lernen“ vermittelt praxisnahes und theoretisch fundiertes Wissen zur pädiatrischen Pflege und unterstützt Auszubildende, Lehrende und Praxisanleitende durch konkrete Lehr-/​Lernsituationen und Reflexionsmaterialien. Das Buch überzeugt durch seinen ganzheitlichen Ansatz und die praxisorientierte Didaktik, während die Tiefe theoretischer Modelle und die Abhängigkeit von Praxisstrukturen die Umsetzung teilweise einschränken. Insgesamt stellt es ein wertvolles Handbuch zur Verbesserung der pädiatrischen Pflegeausbildung dar.
Rezension von
Ingo Planitz
Studium der ev. Theologie und Philosophie sowie Pflegewissenschaften und Erwachsenenpädagogik, Altenpfleger, Fachkraft Gerontopsychiatrie – Leitung Akademie und Schulleitung Pflegeschule
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