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Fabian Fritz: Jugendarbeit und Demokratiebildung

Rezensiert von Prof. Dr. Ulf Gebken, 11.08.2025

Cover Fabian Fritz: Jugendarbeit und Demokratiebildung ISBN 978-3-7799-8358-3

Fabian Fritz: Jugendarbeit und Demokratiebildung in non-profit "Community Owned Sports Clubs" des englischen Fußballs. Ein partizipatives Forschungsprojekt mit Kindern, Jugendlichen und Jugendarbeiter*innen. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2024. 435 Seiten. ISBN 978-3-7799-8358-3. D: 54,00 EUR, A: 55,60 EUR.
Reihe: Sportfans im Blickpunkt sozialwissenschaftlicher Forschung.

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Thema

Die Demokratiebildungspotenziale der Jugendarbeit des Fußballs spielt im wissenschaftlichen Diskurs bisher eine nachrangige Rolle. Umso erfreulicher ist es, dass Fabian Fritz sich dieses Themas am Beispiel von acht selbstverwalteten, nicht-kommerziellen und community-geführten Profifußballclubs in England angenommen hat und im Rahmen seiner im Jahr 2024 an der Universität Hamburg verteidigten Dissertation untersucht hat.

Der Band richtet sich an alle Interessierte im Handlungsfeld Jugendarbeit und Demokratiebildung in Sportvereinen. Er erkennt die partizipativen Potenziale der Sportvereine in ihrer Offenheit, Hinwendung und Solidarität gegenüber ihrem lokalen Umfeld im Sinne der eindrucksvollen Worte von Nelson Mandela (2000, o.S.):

„Sport has the power to change the world. It has the power to inspire. It has the power to unite people in a way that little else does. It speaks to youth in a language they understand. Sport can create hope where once there was only despair. It is more powerful than government in breaking down racial barriers.“

Verfasser

Dr. Fabian Fritz war jahrelang Jugendbildungsreferent für das Museum des FC St. Pauli und wirkt seit 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an unterschiedlichen Hochschulen mit, u.a. in dem Themenfeld Demokratie, Partizipation und Fußball.

Aufbau und Inhalt

Die 435-seitige Monografie ist wie folgt aufgebaut:

In der Einleitung erläutert der Verfasser die Gründe für das Interesse an dem englischen Profifußball, an der „Community Owned Sports Clubs“ (COSCs) und knüpft an seine 2014 verfasste Masterthesis über die Kinder- und Jugendarbeit des „FC United of Manchester“ (FCUM) an. Die Community Owned Sports Clubs (COSCs) im englischen Fußball, verstehen sich als eine direkte Gegenbewegung zu den kapitalistischen, eigentümergeführten Modellen des Profi-Fußballs. Diese COSCs, so ihr Selbstverständnis, verfolgen das Ziel, durch selbstorganisierte, demokratische, mitgliedergeführte und lokal verankerte Vereinsstrukturen eine „Revolution“ (wie sie es nennen) gegen die Entdemokratisierung und Kommerzialisierung des Fußballs zu erreichen. Dabei lassen sie jugendliche Fans und Mitglieder aktiv an den Angeboten des Vereins mitbestimmen und setzen sich für die Umsetzung demokratischer Prinzipien und damit der Eröffnung von Demokratiebildung und politischer Bildung ein.

Die Arbeit setzt an zwei wissenschaftlichen Strängen an:

  1. Der Hamburger Schule der Demokratiebildung mit ihrem Fokus auf sozialpädagogische Demokratiebildung in Vereinen und in der Kommune
  2. An den Beiträgen zur demokratischen Ausgestaltung und zum non-kommerziellen Charakter der englischen COSCs.

Zu Beginn des Teiles A im Kapitel 2 erläutert der Autor den demokratietheoretischen Bezugspunkt. Er orientiert sich an der deliberativen Demokratietheorie von Jürgen Habermas bzw. der Unterscheidung von Demokratie als Regierungs- und Lebensform sowie dem demokratischen Erfahrungslernen von John Dewey. Danach gilt es das alltägliche gemeinsame Handeln in Verein und Kommune demokratisch zu strukturieren. Die Gewährleistung demokratischer Binnenverhältnisse entsteht durch Freiwilligkeit, formaler Rechtsstatus von Mitgliedern, gemeinsamer Zielsetzung, Ortsgebundenheit (Lokalität) und Öffentlichkeit in der Einheit von diskursiver Beratung und abgestimmter Entscheidung ihrer freien und gleichen Mitglieder.

Im Kapitel 3 schaut der Verfasser auf die wissenschaftlichen Beiträge zu Demokratie in englischen Sportvereinen, und blickt im Kapitel 4 auf die deutschen Forschungsergebnisse zu Demokratie und Demokratiebildung in Bezug auf fan- bzw. mitgliedergeführte Vereine. Es wird klar erkennbar, dass die politische Bildung in England das Thema Demokratielernen auf den Unterrichtsgegenstand „Citizenship Education“ (CE) begrenzt und im Elementarbereich ebenso wie in außerschulischen Handlungsfeldern Demokratiebildung kaum anzutreffen bzw. erforscht ist. Fritz benennt die konkreten Herausforderungen für Demokratie durch die Entwicklung des Zuschauersports und durch die Kommerzialisierung des Fußballs und schließt diesen Teil mit einem Zwischenfazit im Kapitel 5 zur Demokratiebildung als selbsttätige Aneignung in den COSCs ab.

In den Teilen B und C (Kapitel 6–9)entwickelt, implementiert und reflektiert er das Herzstück seiner Arbeit: eine empirische Untersuchung, die aus einer Interviewbefragung von 19 haupt- und ehrenamtlichen Vereinsverantwortlichen sowie 22 jungen Menschen aus acht mitgliedergeführten Community-Fußballvereinen der englischen Ligen besteht.

Fabian Fritz nutzt u.a. die Handlungspausenforschung, eine sozialpädagogische Forschungsmethode, in der Forschende und Erforschte in reflexiven Pausen vom alltäglichen Handlungszwang in ein wechselseitigen Reflexions- und Bildungsprozess zu gemeinsam relevanten Fragen eintreten und zu einem argumentativ errungenen und geteilten Ergebnis kommen. Dem Anspruch folgen, dass Forschung zu Demokratie selbst demokratische Methoden verwenden sollte, wird so ermöglicht, dass die Forschungspartner:innen auf systematische Weise Ko-Autor:innen der Ergebnisse sein können.

Im Kapitel 7 (das Sample) stellt der Verfasser die Dachorganisation des COSCs vor, sowie die beteiligten acht Vereine, deren Demokratieverständnis und deren Kinder- bzw. Jugendarbeit. 

In Kapitel 8 (Befunde: Anspruch und Wirklichkeit von Demokratiebildung der COSCs) bearbeitet Fabian Fritz die Forschungsfragen für die Interviewpartnerinnen aus den 8 erforschten Sportvereinen. Diese Fragen reichen von den Effekten der Kommerzialisierung von Sportvereinen, über die Rolle der Vereinsprinzipien, dem Demokratieverständnis der COSCs, der Formen der Jugendarbeit, den Herausforderungen im kommunalen Spannungsfeld, dem Demokratisierungspotenzial der COSCs, bis hin zu dem Wirken in ihr kommunales Umfeld. Es ergeben sich so folgende (Zwischen-)Ergebnisse:

  • Obwohl die COSCs gegen die Kommerzialisierung gerichtet sind, können sie keine „Revolution“ auslösen. Vielmehr entwickeln sie ein alternatives Vereinsmodell, das zwar demokratische Elemente enthält, aber aufgrund des Fokus auf Leistungssteigerung und Wettbewerbsorientierung wirtschaftlich weiterhin an Markt und Erfolgsergebnisse gebunden bleibt.
  • Aus diesem Grund wird die Umsetzung der Vereinsprinzipien häufig durch ökonomische Zwänge – insbesondere durch die Kommerzialisierung – zumindest teilweise ausgehebelt, was die demokratische Struktur der Vereine bedrohen könnte.
  • Aufgrund der starken Orientierung an wirtschaftlichem Erfolg und sportlicher Leistung im Vereinsmanagement lässt sich der Demokratietyp der untersuchten Vereine vor allem als eine Form der parlamentarischen Demokratie im Sinne einer liberalen Demokratietheorie beschreiben.
  • Demokratie als Lebensform zeigt sich nur in kleinen, alltäglichen sozialen Praktiken innerhalb des Vereinslebens, vor allem in gegenseitiger Koordination. Fritz fasst zusammen: „Die Verantwortlichen glauben, jungen Menschen Entscheidungen nicht zutrauen zu können, während die Jugendlichen selbst berichten, dass ihnen das nötige Selbstvertrauen für Entscheidungen fehlt.“ (S. 332).
  • Die Vereine sehen sich nicht primär als Organisationen für professionelle Jugendarbeit im Sinne deutscher e.V.s, sondern eher als Vereine, in denen Jugendliche Mitglied sind, jedoch kaum über gleichberechtigte mit Entscheidungsrechte verfügen. Das gilt auch für die Jugendsozialarbeitsangebote, die von den COSCs durchgeführt werden. Oft sind diese Angebote durch die Vorgaben der Kooperationspartner geprägt, sodass die Vereine zu sozialen Dienstleistern werden, bei denen Jugendliche „Kunden“ sind, ohne differenzierte Partizipationsrechte. Während im Leistungssport kaum Mitbestimmungsmöglichkeiten für die Spieler:innen bestehen, können sich Jugendliche allerdings in Breitensportangeboten eher an Entscheidungen beteiligen.
  • Trotz des zentralen Anspruchs der COSCs, Vereine als eine Art Fanszene zu verstehen, besteht grundsätzlich die Möglichkeit für Fans über 16 Jahren, durch Wahl- und Stimmrechte an der Demokratie als Regierungsform des Vereins teilzunehmen. Allerdings zeigt die Studie, dass nur wenige Anstrengungen unternommen werden, um Jugendliche in die demokratischen Prozesse des Vereins einzubinden.
  • Als zentrales Konfliktfeld der COSCs beschreibt Fritz die Spannung zwischen Kommerzialisierung und Demokratisierung. Es ist ein ständiges, wenn auch demokratisch und diskursiv geführtes Ringen der Mitglieder um die Positionierung im Spannungsfeld. Die Ausrichtung auf sportliche Erfolge, wirtschaftliches Wachstum und Personalexpansion führt immer wieder zur „Kolonialisierung“ der demokratischen und lebensweltlichen Strukturen des Vereins durch das System. Die COSCs lassen sich als ein langer Kampf verstehen, in dem sie versuchen, das auf Leistung, Konkurrenz und Sieg ausgerichtete System, das sie integriert hat, demokratisch und lebensweltlich zurückzudrängen – ohne es je vollständig überwinden zu können.
  • Somit bleibt die Mitbestimmung junger Menschen in den COSCs schwach: Bis zum Alter von 16 Jahren hängt ihre Beteiligung von willkürlicher Unterstützung durch Erwachsene ab, und auch ihre Partizipationsrechte ab 16 Jahren werden kaum wahrgenommen. Wie bereits erwähnt: „Die COSCs sind keine Kinder- und Jugendvereine, sondern ein Projekt von und vor allem für Erwachsene.“ (S. 340).

In den abschließenden Kapiteln 10 (Einordnung der Ergebnisse und weiterführende Empfehlungen) und 11 (Abschluss) folgert der Autor Empfehlungen zur Förderung der Demokratiebildung in COSCs und (Jugend-)Fußballvereinen in Deutschland. Dabei werden auch die Unterschiede zwischen den Jugendarbeits- und Jugendsozialarbeitssystemen in Deutschland und England klargestellt; auffällig ist dabei besonders dass es in England keine sozialpädagogische Profession gibt, die eine Konzeptdebatte um die Gestaltung von Demokratiebildung vorantreiben könnte. Fabian Fritz schlägt vor, die Bereitschaft der Befragten für demokratische Praktiken zu nutzen, insbesondere um die formalen Partizipationsrechte der Jugendlichen zu stärken. Denn es wird erkennbar, dass die Vereinsprinzipien alleine auf eine formale vereinsrechtliche Demokratiestruktur vertrauen, während für die Ermöglichung von demokratischer Öffentlichkeit und Mitentscheidung im Alltag viel differenziertere und jugendgerechtere Rechte, Gremien und Verfahren vorgehalten werden müssten, die Mitsprache, Mitentscheidung und Mitverantwortung sichern könnten.

Ein zweiter Vorschlag von Fabian Fritz knüpft an die in der Untersuchung starke Positionierung der COSCs gegen Rassismus an und empfiehlt angesichts ihrer eigenen Bemühungen, die Diversität der Gesellschaft abzubilden, analog auch Kinder und Jugendliche als diskriminierte Gruppe zu begreifen und ihnen intensivere Rechte einzuräumen, ihre Stimme zu erheben und mitzuentscheiden.

Als weiteren Vorschlag greift Fritz die von den COSCs immer wieder hochgehaltene Community-Orientierung auf und schlägt mithilfe der in der Arbeit herauspräparierten drei Typen des Communitybezugs sehr konkrete Ansatzmöglichkeiten für eine vereinsgestützte Demokratiebildung in und durch die Kommune vor. Gerade hier wird noch einmal sehr einleuchtend der Zusammenhang von Inhalt (Fußball), Kommune, Verein und Demokratie greifbar.

Es wird allerdings auch kritisiert, dass die Vereinsprinzipien zu sehr auf die rechtliche Mitglieder-Mitbestimmung vertrauen, während in der Praxis differenziertere Ansätze nötig wären, ähnlich dem Konzept „Die Kinderstube der Demokratie“, das klare Rechte und Grenzen für Kinder definiert. Ein weiterer Vorschlag ist, die Anti-Rassismus-Position der COSCs zu stärken und Jugendliche als diskriminierte Gruppe zu betrachten, um gezielt Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Zudem regt Fritz an, die Community-Orientierung der Vereine durch die verschiedenen Typen des Communitybezugs für konkrete demokratische Bildungsansätze in und durch Vereine und Kommunen zu nutzen. Abschließend reflektiert er das Spannungsfeld, dass die COSCs einerseits eine revolutionäre, demokratische Veränderung des Profifußballs anstreben, andererseits aber auch systembedingte Zwänge in einer kapitalistischen Gesellschaft anerkennen müssen. Er sieht jedoch Hoffnung darin, dass die Vereine in den Händen der aktiven Mitglieder liegen, die den Club gestalten.

Demokratiebildung ist in England vorrangig eine schulische Vermittlung. Eine Debatte um Demokratiebildung im Verein scheint es in den COSCs bisher kaum zu geben. In den englischen Vereinen spielen sozialpädagogische Institutionen kaum eine Rolle. Der Fokus liegt bisher auf Beiträgen zu Fitness und Fairplay. Fritz fordert, Strukturen zu schaffen, die mehr Demokratie ermöglichen: eine Junior-Mitgliedschaft, Kinder- und Jugendstrukturen, die mehr demokratische Partizipation zulassen, pädagogisch Verantwortliche zu verankern, die jungen Menschen helfen mitzubestimmen.

Diskussion

Mit dieser Monografie wird ein Blick auf die konzeptionelle Entwicklung der Demokratiebildung für junge Menschen in den COSCs geworfen und Verantwortungsträger sowie Heranwachsende über die Umsetzung in 8 englischen Fußballvereinen befragt. Wegweisend ist das Kapitel 10.2.3 (Diskriminierungskritik radikal denken): „Junge Menschen, Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund sind vom Kern der Vereinsdemokratien ausgeschlossen, weil weiße Männer gerne unter sich bleiben. Vereine sollten sich sichtbar bemühen, die Diversität der Gesellschaft abzubilden. Ausschluss- und Unterrepräsentation sollten als Diskriminierung anerkannt werden, um an die Öffnung der demokratischen Strukturen für junge Menschen anknüpfen zu können und Wege gegen die Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen durch Ausschluss aus sie betreffende Entscheidungen zu suchen. Das geht nur beratend begleitend und mit der Auffassung, auch Fehler zulassen zu können und dass Erwachsene Macht abgeben. Vereine können sich als kommunal-demokratische Teamplayer verstehen, wenn junge Menschen ihren Verein auf Stadtteilversammlungen, Demonstrationen oder auch Dachverbänden vertreten“ (412).

Es ist das Verdienst von Fabian Fritz, auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen. Auch schimmert an vielen Stellen eine Wertschätzung der non-formalen und (und noch nicht ausgereiften) formalen Demokratiebildung in deutschen Sportvereinen durch. Dabei gibt es sehr wohl Ansatzpunkte für Demokratisierung: Jugendbildungsreferent:innen unterstützen in den Landesverbänden des organisierten Sports oder in Fanprojekten die Demokratiebildung in Sportvereinen. Jugendliche fungieren als Gruppenhelfer:in, Übungsleiter:in, Coach oder Sporthelfer:in in Übungsgruppen oder im Schulleben und bestimmen so im Alltag mit.

Der bisher auch in Deutschland nicht untersuchte Zusammenhang von demokratischem (Jugend)Verein und Kommune wird hier das erste Mal genau in den Blick genommen, und dafür eignen sich die COSCs, deren Identifikation und alltäglicher Verbindung mit ihrer Kommune hoch ist. Die Dissertation zeigt auch, dass es nicht reicht, Kindern und Jugendlichen in Vereinen sporadische Spielwiesen der Partizipation zuzugestehen, sondern dass stattdessen eine jugendgerechte Verankerung demokratischer Öffentlichkeiten und sehr konkreter mit Entscheidungsrechte und Verfahren notwendig sind.

Damit werden auch Impulse für die Gestaltung politischer Bildung gegeben; diese kann möglich werden, wenn Kinder und Jugendliche konkret berechtigt werden an der Bestimmung der Politik des Vereins (und darüber hinaus auch der Kommune) mitzuentscheiden. In dem so auch die konkreten Themen ihrer Betroffenheit (wie Kritik von Diskriminierung und Rassismus) als Fragen der konkreten Gestaltung des Zusammenlebens im Verein aufgegriffen werden können, wird politische Bildung für sie greifbar und motivierend.

Es bleibt noch einiges zu tun, aber das erwartet man auch von einem explorativ ausgerichteten Dissertationsprojekt. Demokratiebildung sollte mehr zum Thema in den Sportvereinen werden. Das macht Fabian Fritz eindrucksvoll deutlich.

Fazit

Auch wenn es nicht leichtfällt, eng gedruckte 435 Seiten zu lesen, ist es dem Verfasser gelungen, am Beispiel der englischen Fußballvereine auf die partizipativen Potenziale aufmerksam zu machen. Aufbauend auf einer fundiert zusammengefassten theoretischen demokratiebildenden Rahmung der „Hamburger Schule der Demokratiebildung“ erschließt Fabian Fritz mithilfe von 42 Expert:innen-Interviews die Wirklichkeit in acht ausgewählten Fußballvereinen. Die gewählte demokratische Forschungsmethode passt sehr gut den Fragestellungen zur Demokratiepraxis. Die Interviewaussagen sind authentisch und ihre partizipative Auswertung erzeugt nachvollziehbare und starke Ergebnisse.

Rezension von
Prof. Dr. Ulf Gebken
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ISSN 2190-9245