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Lydia Maidl, Claudia Klett et al.: Praxisbuch Familien-Kulturen. Kultur-, religions- und migrationssensibles Handeln in Kita und Schule

Rezensiert von Alexandra Großer, 23.12.2025

Cover Lydia Maidl, Claudia Klett et al.: Praxisbuch Familien-Kulturen. Kultur-, religions- und migrationssensibles Handeln in Kita und Schule ISBN 978-3-7799-7802-2

Lydia Maidl, Claudia Klett, Florian Steger, Jan İlhan Kızılhan: Praxisbuch Familien-Kulturen. Kultur-, religions- und migrationssensibles Handeln in Kita und Schule. Handreichung für Fortbildungen. Mit Online-Materialien. Juventa Verlag (Weinheim) 2025. 128 Seiten. ISBN 978-3-7799-7802-2. D: 35,00 EUR, A: 36,00 EUR.

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Thema

Das Buch enthält vollständig ausgearbeitete Fortbildungsmodule mit Methoden, Zeitplänen und Hintergrundwissen sowie umfangreiches Online-Material zur Durchführung der Fortbildungsmodule. Die Autor*innen führen in die fünf Themenschwerpunkte der modularen Fortbildung zum kultur-, religions- und migrationssensiblen Handeln in Kita und Schule ein.

Autor:innen

Prof. Dr. Lydia Maidl ist Professorin für Fundamentaltheologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Spiritual Care, insbesondere Spiritual Care transkulturell, Spiritual Care und Trauma, Spiritual Care in der Kinderhospizarbeit sowie Spiritualität und Kunst. Weiterbildungen in Psychodrama, Monodrama und Traumapädagogik.

Claudia Klett ist Diplom Pädagogin. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Transkulturelle Gesundheitsforschung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gewaltprävention für Familien und Kinder und Traumapädagogik in transkulturellen Kontexten.

Florian Steger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Transkulturelle Gesundheitsforschung (ITG) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Er befasst sich mit der didaktisch-pädagogischen Konzeption und Implementierung von Fort- und Weiterbildungen. Seine Arbeits- und Interessensschwerpunkte liegen in den Bereichen Erwachsenenbildung, eLearning sowie im Themenkomplex (De)Radikalisierung, Extremismus und Prävention.

Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan ist Diplom Psychologe. Er ist Leiter des Instituts für Transkulturelle Gesundheitsforschung (ITG) der dualen Hochschule Baden-Württemberg und leitet die Abteilung für transkulturelle Psychosomatik an der MEDICLIN Klinik am Vogelsang in Donaueschingen. Er forscht seit über 20 Jahren zu Themen wie der stationären psychosomatischen Rehabilitation von Migranten. Er entwickelte mehrere Therapiekonzepte und ist als Berater für verschiedene staatliche und nicht-staatliche Institutionen tätig.

Entstehungsgeschichte

Die Handreichung und das Curriculum wurden im Auftrag des Präventionsnetzwerkes Ortenaukreis (PNO) entwickelt. Nachdem vermehrt Bedarf zu „migrations- und kulturspezifischen“ (S. 57) Wissen bei pädagogischen Fach- und Lehrkräften festgestellt wurde. Für die Entwicklung der Fortbildung wurden neben Literaturstudium und den Erfahrungen der Autor*innen Interviews mit pädagogischen Fachkräften und Lehrer*innen aus dem „Elementar-, Primar- und Sekundarbereich“ geführt, die inhaltsanalytisch ausgewertet wurden. Bevor das Praxisbuch entstand, wurde eine zweitägige Fortbildung mit Referent*innen durchgeführt. Deren Rückmeldungen in das Fortbildungskonzept einflossen.

Aufbau

Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Teil I führt ins Thema ein und enthält drei thematische Beiträge. Teil II enthält das Curriculum und Handreichungen für Fortbildungen. Auf der Seite des Verlags kann mittels eines Downloadlinks umfangreiches Material an Arbeits- und Übungsblättern als auch Präsentationsfolien für die Fortbildungen heruntergeladen werden. Zielgruppen der Fortbildungen sind Lehrkräfte an Schulen sowie pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen.

Inhalt

Teil I Einführung und thematische Beiträge

Perspektiven der Pädagogik auf „Kultur“ und Migration

Claudia Klett skizziert die Geschichte der entwickelten pädagogischen Ansätze zwischen den Jahren von 1970 bis in die 2000er. In den 1970er Jahren wurden die sogenannte Ausländerpädagogik entwickelt, mit dem Ziel der Integration der „Gastarbeiterkinder bzw. Ausländerkinder“ (S. 17). Der Ansatz zielte auf Anpassung in die Gesellschaft und ging davon aus, dass die zugewanderten Gastarbeiter mit ihren Familien wieder in ihre Heimat zurückkehren.

Zu Beginn der 1980er Jahre entwickelten sich Ansätze einer interkulturellen Pädagogik. Man hatte erkannt, dass „die Zuwanderung nach Deutschland“ (S. 18) nicht vorübergehend war. Ziel des Ansatzes ist es, die verschiedenen Kulturen und Lebensweisen als Bereicherung für die Gesellschaft zu verstehen.

Beiden Ansätzen gemein ist, dass sie „Kultur [als] etwas Unveränderliches, Homogenes, klar Abgrenzbares“ (S. 19) betrachten. Damit wird davon ausgegangen, dass eine „‚eigene‘ und eine ‚andere‘ Kultur gibt“ (ebd.) zwischen denen vermittelt werden muss.

Ab den 2000er Jahren entwickelten sich Ansätze der Migrationspädagogik. Das Thema Integration wurde auch von der Politik erkannt und gesetzlich verankert. Bedeutend für den Ansatz der Migrationspädagogik ist der theoretische Ansatz von Paul Mecheril, der „sozio-ethno-kulturellen Mehrfachzugehörigkeiten“ (S. 21). Menschen mit Migrationshintergrund gehören nicht selten mehreren sozio-ethno-kulturellen Kontexten an. Gleichzeitig gibt es „die Idee einer Unterschiedlichkeit“ (ebd.), einer Nicht-Zughörigkeit, von Wir und Nicht-wir, von die Einen und die Anderen „aufgrund von scheinbar eindeutigen kulturellen Zugehörigkeiten“ (ebd.).

Für pädagogische Fachkräfte und Lehrer*innen bedeutet dies, die eigenen Zuschreibungen, Stereotypen und „Einteilungen“ (ebd.) immer wieder kritisch zu hinterfragen.

Identitätsarbeit bei Kindern und Jugendlichen nach Migration und familiäres Konfliktpotenzial

Jan Ilhan Kizilhan und Florian Steger gehen zunächst auf die Begriffe Gesundheit, Identität und Identitätsarbeit ein, welche sie anschließend miteinander in Verbindung bringen. Für ihren Beitrag greifen sie auf vier Schwerpunktkonzepte von Identität zurück:

  • die individuelle Identität
  • die soziale Identität
  • die kulturelle Identität und
  • die ethnische Identität.

Jan Ilhan Kizilhan und Florian Steger gehen auf die verschiedenen Anpassungsstrategien ein, die zugewanderte Familien und Geflüchtete anwenden. Zum einen orientieren sie sich an ihrer Herkunftskultur und gleichzeitig an der Aufnahmekultur. Hier gibt es viele Facetten, die mannigfaltige Auswirkungen auf die „Familien und ihre Mitglieder“ (S. 28) haben können. Kinder und Jugendlichen wachsen durch Kita und Schule schneller in die Aufnahmegesellschaft hinein, lernen verschiedene „Kulturkreise“ (S. 29) kennen und bewegen sich darin. Dies kann zu Konflikten „zwischen den einzelnen Familiengenerationen führen“ (ebd.) und „bei den Kindern und Jugendlichen Identitätskonflikte nach sich ziehen“ (ebd.). Dies kann dazu führen, dass die Eltern ihr Wertesystem verstärkt an die Kinder und Jugendlichen weitergeben, während die Kinder und Jugendlichen sich zwischen mehreren Welten hin- und herbewegen, die verschiedene Identitätsaspekte bereithalten, die nicht beziehungsweise schwierig miteinander vereinbar sind. Dies kann bei Kindern und Jugendlichen „Stress und Anspannung“ verursachen. Die Autoren zeigen auf, wie sich diese Belastungen der Identitätsfindung zwischen den kulturellen Dimensionen auf Kinder und Jugendliche auswirkt als auch auf pädagogische Fachkräfte und Lehrer*innen. Aufgrund der Konflikte die, die Identitätsfindung zwischen den verschiedenen Welten mit sich bringt, können Kinder und Jugendliche sich sehr impulsiv verhalten. Jan Ilhan Kizilhan und Florian Steger gehen in diesem Zusammenhang auf verschiedene Ansatzpunkte der Identitätsarbeit mit Kindern und Jugendlichen ein und geben Orientierungs- und Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte in Kita und Schule. Dazu gehen sie neben der Identitätsarbeit auf das Salutogenesekonzept von Antonovsky ein sowie auf das Konzept von Gonzalez-Mena, welches sie vor allem für die Kita erläutern. Für den schulischen Kontext bieten sie den Rahmen von Hagedorn an sowie die „Ausführungen von Rosen“ (S. 38). Für Lehrkräfte wie für pädagogische Fachkräfte gilt als wichtiger Baustein die Selbstreflexion der eigenen Grundhaltung.

Religiöse weltanschauliche Vielfalt wahrnehmen und leben

Lydia Maidl betrachtet in ihrem Beitrag die „religiös-weltanschauliche Pluralität und Individualisierung“ (S. 41) in unserer Gesellschaft, die durch Zuwanderung entsteht sowie durch „in den christlichen Kirchen verschiedenen Bewegungen und Orientierungen“ (ebd.). Innerhalb der Religionsgemeinschaften gibt es weitere Differenzierungen und Gruppen, die „eigene Schwerpunkte setzen“ (ebd.). Die Autorin zeigt, unter Bezugnahme des Religionsmonitors 2023, verschiedene Haltungen zur religiösen Vielfalt auf. Hier zeigt sich unter anderem, dass das „Wissen um religiöses Leben in Deutschland relativ gering“ (S. 43) ist. Aus ihren Betrachtungen entwickelt sie Konsequenzen für Familienkulturen in Kita und Schule. Lydia Maidl erklärt, dass Migranten Unsicherheit in Bezug auf ihren Glauben und ihre Religion verspüren. Teils sind sie geflohen, weil in ihrem Land „Krieg im Namen Gottes“ (S. 45) geführt wird und sie „Gewalt wegen ihrer Religion“ (ebd.) erlebten. Zugleich machen sie die Erfahrung, dass ihre Religion bzw. Religiosität zu Diskriminierung führt. „Gleichzeitig sind Religion, Glaube, Spiritualität oft hilfreiche Ressourcen“ (ebd.), die Halt und Struktur geben und Verbundenheit schenken. Anhand von Forschungen lässt sich feststellen, dass es zu Veränderungen kommt, vor allem ab der zweiten Generation, die sich in die Kategorien „Privatisierung, Relativierung [und] Intensivierung“ (S. 48) einordnen lassen. So lässt sich nach der Zuwanderung eine Intensivierung beobachten, durch Diskriminierungserfahrungen eine zunehmende Privatisierung als auch eine Relativierung durch kritisch-reflexives hinterfragen. Zugleich macht die Autorin auf Konfliktfälle in Kita und Schule aufmerksam, die statistisch gesehen jedoch als Ausnahmefälle gelten, wie beispielsweise die Befreiung vom „gemischtgeschlechtlichen Sport- und Schwimmunterricht“ (S. 50). In Schule und Kita geht es vor allem darum „Misstrauen und Vorbehalte [abzubauen] und religiöse Vielfalt wertschätzend“ (S. 44) wahrzunehmen.

Teil II Curriculum und Handreichung für Fortbildungen

Lydia Maidl, Claudia Klett und Florian Steger führen zunächst in Ziele, Methodik und Struktur der Fortbildungen ein. Zudem zählen sie auf, welche Kompetenzen die Teilnehmer*innen durch die Fortbildungen erwerben. Konzipiert wurden Basisbausteine sowie optionale Bausteine zur Vertiefung. Die Fortbildungen sind für halbtägige und ganztägige Fortbildungen für pädagogische Teams in Krippe, Kindergarten und Hort sowie Lehrkräfteteams an Grundschulen, Schulen der Sekundarstufe I und II sowie Förderschulen konzipiert. Ziel der Fortbildungen ist die Sensibilisierung für die „Bedeutung von kultur-, religions- und migrationssensiblen Handeln“ (S. 54). Weitere Ziele sind die Reflexion der eigenen Haltungen und Zuschreibungen sowie die Befähigung „kulturelle Vielfalt als Ressource zu nutzen, die Zugehörigkeit und Teilhabe von allen Kindern, Jugendlichen und Familien an Bildungs- und Gesundheitsressourcen zu fördern und gegen Ausgrenzungen präventiv und aktiv vorzugehen“ (ebd.). Behandelt werden fünf Themenschwerpunkte, die sich mit Kultur und kultureller Vielfalt, mit Glaube, Religion und Spiritualität auseinandersetzen. Die Teilnehmer*innen werden in Migrationshintergründe und ihre Auswirkungen eingeführt als auch in die „Aufgaben der Identitätsarbeit“ (ebd.) sowie in die „Kultur- und vielfaltssensible Zusammenarbeit mit Eltern und Familien“ (S. 55). Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die „Stärkebilanz und Planung eines nachhaltigen Prozesses“ (ebd.).

Im Anschluss an ihre Ausführungen finden die Leser*innen Ablaufpläne in Tabellenform zu den fünf Themenschwerpunkten mit Zeitangaben, Material und didaktischen Hinweisen sowie Angaben zur Arbeitsformen der einzelnen Einheiten. Daran anschließend erhalten die Leser*innen ausführliche Beschreibungen zu den einzelnen Methoden sowie Hintergrundwissen zu den Impulsvorträgen und methodischen Einheiten als auch weiterführende Literaturangaben und Hinweise für Referent*innen. In den einzelnen Fortbildungseinheiten finden sich neben Übungen und ausgearbeiteten Vortragsimpulsen auch Filmhinweise für den Einstieg in das jeweilige Thema. Des Weiteren bekommen die Fortbildner*innen Tipps und Hinweise zur Raumgestaltung, Material und Unterlagen als auch Online-Umsetzung. Mit Literaturempfehlungen für Eltern als auch Unterstützungsangeboten und die Zeiteinteilung für je eine sechs- bis achtstündige Basisfortbildungseinheit und Vertiefungsfortbildung schließt das Buch ab.

Diskussion

Die Autor*innen führen in kurzen Beiträgen zunächst in die thematischen Schwerpunkte des Fortbildungscurriculums ein. Damit verschaffen sie den Leser*innen einen Überblick über die Themen der ausgearbeiteten Fortbildungsmodule. Zielgruppe ihres Curriculums sind Lehrer*innen an Grundschulen, Sekundarschule I und II sowie an Förderschulen als auch pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Konzipiert sind die Fortbildungen für Inhouse-Schulungen von ein bis zwei Tagen. Im Ablaufplan zur Fortbildung sind Piktogramme abgebildet, damit lässt sich schnell erfassen, ob es sich um einen Impulsvortrag, eine Kleingruppenarbeit, Einzelarbeit oder Plenum handelt. Die Autor*innen haben den gesamten Ablaufplan nochmals in Textform aufbereitet. Sie benennen Ziele, geben Hintergrundwissen, Anleitungen zum Ablauf und Moderationsbeispiele sowie Tipps und theoretische Impulse, die mit den einzelnen Präsentationsfolien verknüpft sind. Diese Aufarbeitung erleichtert es Fort- und Weiterbildner*innen die Basisfortbildung sowie Vertiefungsmodule durchzuführen. Spannend ist die Verbindung zwischen Gesundheit und Identität sowie deren Bedeutung für die Identitätsarbeit. Im ausführlichen Fortbildungscurriculum wird dieser Zusammenhang noch deutlicher ausgeführt und mit verschiedenen Schwerpunkten verknüpft, unter anderem mit Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen. In der Fortbildung sind in allen Einheiten Selbstreflexionsphasen eingebaut, die es den Teilnehmer*innen ermöglichen sich intensiv mit verschiedenen Aspekten, wie beispielsweise mit dem Begriff Kultur, Gesundheit, Vielfalt, Religion und Glaube, um nur einige zu nennen, auseinanderzusetzen. In der Einführung weisen die Autor*innen daraufhin, dass Fort- und Weiterbildner*innen in den Fort- und Weiterbildungen mit „polarisierten oder polarisierenden Gruppen und mit zu Tage tretenden Rassismen konfrontiert sein können“ (S. 9). Sie betonen hier das Ziel, schrittweise eine Lernkultur zu fördern, „sodass die immer gegebene Perspektivität und Relativität von Positionen wohlwollend als Teil unserer ‚condition humaine‘ und nicht primär als ‚Fehler‘ wahrgenommen wird“ (ebd.). Sie betonen weiter, dass auch Fort- und Weiterbildner*innen Lernende sind und „für das Lernen […] auf die Geduld und Nachsicht aller“ (ebd.) angewiesen sind. Dies zeigt das Verständnis dafür, dass wir alle nicht frei sind von Vorurteilen und Stereotypen. Mit ihrer Handreichung geben sie durch ihre Reflexionsimpulse Denkanstöße für die weitere persönliche Auseinandersetzung. Dort finden sich auch empfohlene Literatur, die sie Fort- und Weiterbildner*innen für die Einheit zum Thema Diskriminierung und Rassismus zur Vorbereitung empfehlen. Jede Fortbildungseinheit schließt mit einer Schatzkiste – Das nehme ich […] mit ab. Damit werden die Teilnehmer*innen aufgefordert Punkte für ihre Praxis beziehungsweise konkrete Handlungsschritte zu notieren. Dies stärkt den Nachhaltigkeitsgedanken, den die Autor*innen verfolgen. Im Prinzip ist die Handreichung bereits so ausgearbeitet, dass Fort- und Weiterbildner*innen sofort loslegen können. Zugleich ist das Fortbildungscurriculum so flexibel, dass einzelne Bausteine in eigene Fort- und Weiterbildungen zu kultureller Vielfalt und migrationssensiblem Handeln einfließen können. In dem die Themen Diskriminierung und Rassismus aufgegriffen werden und das Fortbildungscurriculum aus Bedarfen ermittelt als auch in der Praxis erprobt wurde, beschäftigt es sich mit den Fragen der Praxis und füllt eine wichtige Lücke im bereits angebotenen Fortbildungsportfolio von Trägern und Anbietern.

Fazit

Insgesamt ist das Praxisbuch eine wertvolle Handreichung mit ausgearbeiteten Fortbildungseinheiten für die Durchführung von Fortbildungen zu migrationssensiblem Handeln. Die Autor*innen geben nicht nur eine Einführung in die Themenschwerpunkte, sondern ihr Wissen sowie ihre Methoden an Fort- und Weiterbildner*innen weiter. Des Weiteren regen sie nicht nur Teilnehmer*innen mit ihren didaktischen Impulsen zur Reflexion an, sondern auch die Professionell durchführenden.

Rezension von
Alexandra Großer
Fortbildnerin, päd. Prozessbegleiterin, systemische Beraterin
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Es gibt 91 Rezensionen von Alexandra Großer.

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ISSN 2190-9245