Sophia Johnson, Jana Pastuschek: Plazenta Power
Rezensiert von Dr. phil. Christina Maiwald, 26.01.2026
Sophia Johnson, Jana Pastuschek: Plazenta Power. Eine facettenreiche Betrachtung ihrer Funktion, ihrer Bedeutung für die Mutter und die integrative Verwendung im Wochenbett. Stadelmann Verlag (Wiggensbach) 2023. 184 Seiten. ISBN 978-3-96914-012-3. D: 20,00 EUR, A: 20,60 EUR.
Thema
Außer Kamelen und Walen nutzen alle Säugetiere ihre Plazenta. So kann man für uns Frauen auch fragen, ob die Nicht-Einnahme nicht ein Risiko darstellt (S. 85), denn in Mütter-Foren ist die Plazenta ein Star (S. 78).
Die Plazenta versorgt zuverlässig das Ungeborene mit allen Nährstoffen und wohliger Gemütlichkeit, weil warm und weich im Mutterleib. Insofern dürfen sich die Eltern gern auch bedanken für die Versorgung ihres neuen Erdenbürgers nach der Geburt. Nach der weichen, versöhnlichen Geburt der Plazenta stellt diese ein kraftvolles Heilmittel für Wöchnerin und Säugling dar.
Die umfangreichen Forschungsergebnisse der zwei Autorinnen sind in diesem Buch veröffentlicht, und das Für und Wider der Plazentophagie, also des Verzehrs der Plazenta, wird diskutiert. Einige Mütter mit Erfahrungswissen über die Nutzung ihrer eigenen Plazenta für sich und ihr Baby schildern, wie sie ihr Wunderorgan genutzt haben.
Die Forscherinnen sind tief und umfangreich in die Recherche eingestiegen, um die Alleskönnerin Plazenta aus vielen Blickwinkeln zu präsentieren. Einige Informationen dazu kamen aus den USA, denn in den 60/70er Jahren nutzten fast 1/3 aller Wöchnerinnen, die außerklinisch geboren haben, ihre Plazenta nach der Geburt für die Placenta-capsules-Einnahme. Dank der Hippie-Szene wurde in den USA somit schon viel umfangreicher geforscht.
Ob roh als Smoothie (homogenisiert, wie Erdbeerpüree), als Globuli, als Nosode, Sarkode, Kapseln (am häufigsten), getrocknet (12 Std./55 Grad) oder gedünstet kann die Plazenta zum Verzehr verarbeitet werden.
Die Autorinnen, die massenhaft Plazenten untersucht haben, nahmen unzählige Schichtdienste in Kauf, wofür erst mal Babysitterdienste für die eigenen Kinder in dieser Zeit organisiert werden mussten. Die Forscherinnen waren an sehr frischen Plazenten interessiert, d.h. sie campierten neben dem Kreißsaal.
Durch die Hexenverbrennung ist viel Wissen um das Wunderorgan vernichtet worden (S. 82), insofern begaben sie sich motiviert und begeistert auf die umfangreiche Recherche, Wissen zum Mutterkuchen wiederzugewinnen. Sie beschreiben integrativ, d.h. aufgrund eines Integrativen Medizinsystems, bestehend aus Homöopathie, Antroposophie und TCM, die Nutzung der Plazenta für verschiedene Ansätze und Therapiezwecke.
Warum die Hebammen oft rosige Gesichtshaut ganz ohne Kosmetikindustrie, und trotz regelmäßiger Nachtschichten haben, wird auch beschrieben (S. 57). Wundersame weitere Kuriositäten sind in dem Buch aufgeführt, so auch die Promotion von Herrn Dr. Möslein, der während und nach dem Zweiten Weltkrieg, als Frauen unter dem Ausbleiben der Regelblutung wegen Unterernährung und Kriegstraumata litten, einen Ausweg aus der misslichen Situation verschaffte.
Das Buch ist optisch gegliedert in konkrete Forschungsberichte auf blauem Papier, Mütterberichte auf rosa Papier, anschauliche Tabellen; auch nette Illustrationen, auflockernd und erfrischend, sind enthalten, das Papier ist glatt und fest. Das Buch kommt durch ein doppeltes Softcover in der Stabilität einem Hardcoverbuch nahe.
Autorinnen
Dr. med. Sophia K. Johnson studierte Humanmedizin an der Universität Witten/Herdecke mit Studienaufhalten in Tansania, Russland, USA, Schottland, Österreich und Italien. Sie ist an Chinesischer Medizin als auch an Anthroposophischer Medizin interessiert. Am Placenta-Labor des Universitätsklinikums Jena promovierte sie 2014 und arbeitet seitdem mit dem Schwerpunkt integrative Frauenmedizin.
Jana Pastuschek studierte Biologie mit den Schwerpunkten Mikrobiologie, Botanik, Genetik und Anthropologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Es folgte ein Master of Science im Studienfach „Molecular Medicine“ an der Friedrich Schiller-Universität in Jena. Mehrere Jahre war sie wissenschaftlich am Max-Planck-Institut tätig, und forscht nun seit über zwölf Jahren im Placenta-Labor der Klinik für Geburtsmedizin des Universitätsklinikum Jena.
Entstehungshintergrund
Die zwei Forscherinnen nehmen uns mit in ihr Labor, um ihre Experimente mit Backpapier, Alufolie und „Knack-Proben“ nachvollziehen zu können. Sie trauen sich nicht nur zu, sich des unerforschten Bereichs Wochenbett anzunehmen und schaffen es, noch Puzzleteile daraus herunterzubrechen auf messbare Parameter. Sie sind breit aufgestellt und durch findige Kooperationen erreichten sie, Hormone im rohen Gewebe zu bestimmen.
Durch die Geburt ihres ersten Kindes kam Sophia K. Johnson, deren Mann Halbamerikaner ist, auf die Überlegung, was sie mit ihrer Plazenta machen wolle; denn im Medizinstudium wurde die Plazenta lediglich als Nebensache dargestellt. Das Thema hat sie als Wissenschaftlerin begeistert, und so begann sie mit Forschungen zur Plazenta als Heilmittel. Dadurch lernte sie Jana Pastuschek kennen, die sogar geografisch in ihrer Nähe lebte und forschte.
In ihrem Werk „Plazenta Power“ stellen die beiden Wissenschaftlerinnen ihre gesamte Forschung gebündelt, mit ausführlichen Literaturangaben und deren Auswertung den interessierten Lesenden vor. Die Autorinnen blätterten dafür sogar vorsichtig durch poröse, mit Schreibmaschine getippte Dokumente von 1917.
Die beiden inneren Klappentexte visualisieren die auch spirituelle Anbindung der beiden Autorinnen zwischen Mikroorganismen und Mutter Erde mittels einer Illustration.
Sie akquirierten Forschungsgelder und ihnen war wichtig, dass diese unabhängig von der Industrie (S. 102) gegeben werden. Im Buch beziehen sie sich in einem anderen Kontext auf den Contergan-Skandal und die Macht der Pharma-Branche als Frauen in den 1950/60er Jahren, animiert durch eine massive Werbekampagne, dachten, sie könnten unbesorgt Schlaftabletten der Firma Grünental einnehmen. Über die Plazenta kamen die Schadstoffe damals ins Blut des Babys, was die bekanntermaßen dramatischen Folgen im Zuge des Contergan-Skandals mit sich brachte. Auch heutzutage können Schadstoffe die Blut-Hirn-Schranke passieren und das Ungeborene schädigen.
Die Autorinnen forschten an frischen Plazenten auch mittels Perfusion, d.h. mit Schläuchen wird der mütterliche und der kindliche Kreislauf nachgeahmt. Sie wiesen u.a. nach, dass Nanopartikel, Rußpartikel und Mikroplastik die Barriere der Plazenta überwinden können.
Inhalt
Die Plazenta wiegt im Durchschnitt 500 gr, ist 2–3 cm dick und der Durchmesser beträgt 15–20 cm. Sie stellt ein Wunderorgan, sozusagen eine „Hormon-Fabrik“ für den Embryo dar – gemacht, um zu geben. Sie ist ein selbstloses Organ, mit 24/7-full-house-Versorgung fürs Ungeborene. Ein Service fürs Baby, auch nach der Geburt, sofern keine pathologischen Befunde gegeben sind, auf die später noch eingegangen wird.
Auf der Kinderseite sieht die Plazenta aus – und fühlt sich an – wie Seide. Das vermittelt dem Baby: Wärme, Geborgenheit, Wohlbefinden, Entspannung. Das Ungeborene kann sich wie an einen Zwilling kuscheln, kann seine „andere Hälfte“, seinen „Gefährten“ fühlen; und somit wird die Plazenta auch als „Wiege des Kindes“ beschrieben.
Auf der Mutterseite verfügt die Plazenta über Lappen bzw. zerklüftetes Gewebe. Mutter und Kind sind je eigenständige Lebewesen, die wie in einer WG zusammenleben, bis der weibliche Körper einige kräftige Nachwehen abgibt und die Plazenta sich, im besten Fall vollständig, von der Gebärmutterwand löst.
Ob vaginale termingerechte Spontangeburt oder Kaiserschnitt: Die Plazenta kann immer verwendet werden, sofern die Hebamme ihr Okay dazu gibt, denn sie wird vorher sorgfältig standardmäßig untersucht. Die Hebamme schaut aufmerksam die mütterliche und die kindliche Seite inkl. der Eihäute an.
Geburtshäuser bitten die Eltern aus juristischen Gründen durchaus mal, die Plazenta mitzunehmen, weil sie „Sondermüll“ darstellt. Sofern vorher nichts besprochen ist, sollte die Schwangere, ihr Partner, ihre Doula oder eine sonstige Begleitung die Hebamme bitten, die Plazenta nach der Geburt auszuhändigen.
Sie riecht nicht, und wenn nur leicht mineralisch, ist ein bisschen glitschig und nur leicht blutig.
Wie die Plazenta transportiert wird? Ganz einfach: in einer Tupperbox oder einer größeren, sauberen und gut verschließbaren Eisbox. Nach 2–4 Std. sollte sie für den Transport mit Kühl-Akkus gekühlt werden, bis die Plazenta in den Kühlschrank kommt, um sie zügig weiterzuverarbeiten.
Welche Vorteile existieren für die Mutter? 70 % der Frauen, die schon die Plazenta genutzt haben, nutzten sie zur Vermeidung der postpartalen Depression. Die Forscherinnen nennen noch viele Aspekte darüber hinaus:
So benennen sie neurochemische Faktoren, die eine erhöhte Anziehung der Mutter gegenüber dem Baby ermöglichen, sodass das Baby mehr Zuwendung erfährt (S. 73).
Plazentophagie ist muttermilchfördernd und somit positiv, u.A. da das Stillen die Gewichtsabnahme nach der Geburt fördert. Außerdem vermag der Verzehr der Placznta Gebärmutterblutungen zu stillen, es ergibt sich mehr Energie für die Frau im Wochenbett und eine schnellere Rückbildung.
Darüber hinaus wurde die schmerzstillende Wirkung erforscht, welche ängstliches Verhalten reduziert, vermutlich aufgrund der stabilisierten Gemütslage. Guter Schlaf scheint die beste Prophylaxe für postpartale Depression zu sein.
Durch die Nutzung der Plazenta wird ein „geschärftes Bewusstsein“ bei Schwangeren attestiert, was z.B. beim Geruch von anderer Plazenta sogar für die Geburtseinleitung förderlich sein kann.
Welche Vorteile gibt es für das Baby?
Weniger Erkältungen, Blähungen, Einschlafprobleme und Neurodermitis stellten die Forscherinnen fest (S. 66). Indem die Mutter physisch und mental stabiler ist und besser schläft, hat das Baby auch direkt großen Nutzen davon, wenn es der Mutter gut geht.
Kontraindikationen:
Grünes Fruchtwasser zeigt den Hebammen und dem klinischen Personal an, dass das Kind unter der Geburt Stress hatte, sowie auch Mekonium im Fruchtwasser. Das geburtsbegleitende Personal wird entscheiden, ob die Plazenta weiterverwendet werden kann oder nicht, was in den meisten Fällen aber möglich ist (S. 84).
Die Hebamme prüft sorgfältig, ob evtl. Gefäße verkalkt sind, was durch Sand/Krümel/Knubbel/Knoten sicht- und fühlbar ist. Außerdem prüft sie, ob Durchblutungsstörungen oder Narben sichtbar sind. Sofern dann Mutter und Kind wohlauf sind, kann die Plazenta (oder auch Nabelschnur, z.B. um darauf zu lutschen) verwendet werden.
Die Plazenta-Nutzung sollte wohldosiert sein, aber von der Plazentophagie geht keine Gefahr, z.B. durch toxische Spurenelemente, aus, sofern die Plazenta vor der Nutzung mit gutem Wasser (oder Wein?!) abgewaschen wurde. Auf Reiswaffeln für Babys ist mehr Arsen zugelassen, als auf roher oder getrockneter Plazenta wäre (S. 121).
Bei einer Lotusgeburt (S. 38), welche sich die werdenden Eltern wünschen, wird die Nabelschnur nicht wie üblich durchtrennt, sondern die Mutter wartet, bis die Nabelschnur ausgetrocknet ist. Entweder kann die Plazenta am Baby befestigt werden und, um es herumtragen zu können, wird die Plazenta inkl. Nabelschnur in einen Beutel mit langen Schlaufen gelegt. Wie auch immer Eltern sich entscheiden: Nach der Geburt hat die Plazenta ihre wichtigste Aufgabe erfüllt.
Was danach? Eltern können die Plazenta vergraben, ob im eigenen Garten oder im öffentlichen Park (ohne dass Nabelschnur herausschaut, sonst wird es juristisch heikel …), und z.B. einen Baum darauf pflanzen. Es könnte ein Abdruck der Plazenta auf (edlem) Papier gemacht werden, was sehr ästhetisch aussieht, und an die Wand gehängt werden.
Bei einer Namensfeier des Babys – als Ritual, um es auf dieser Erde willkommen zu heißen – könnte die Plazenta auch, z.B. im selbst gestalteten Tontopf mit Blüten darin, vergraben werden oder eben wie oben erwähnt die „Alleskönnerin“ durch Plazentophagie zubereitet und lange haltbar gemacht werden.
Diskussion
Nach der Geburt fehlen der Frau – und zwar sehr plötzlich – diverse Hormone, die mit dem Verzehr der Plazenta ausgeglichen werden können. Insbesondere der Wochenbettdepression kann nachweislich vorgebeugt werden.
Die Autorinnen schreiben erfrischend und nachvollziehbar und so, als wäre man mit den Forscherinnen mit im Labor, beispielsweise „… und dann dachten wir …“ oder „Wochenbett … wie spannend“ (S. 102). Sie wiederholen auch mal Aussagen, damit die Lesenden ihnen besser folgen können (S. 116). Von der Verlags-Namensgeberin Ingeborg Stadelmann (Hebamme, Heilkundige, Expertin, Autorin und Referentin), die in der Hebammenschaft außerordentlich anerkannt ist, erhalten sie im Vorwort ein großes Lob für ihr Werk.
Aus ärztlicher Sicht definieren sie den Begriff „integrativ“ sehr umfangreich, sogar mit einer anschaulichen Tabelle zum „Medizinkonzept, zur Indikation und zum Präparat“. Dies zu den Bereichen der Chinesischen Medizin, der Homöopathie und zur anthroposophischen Medizin (S. 70). Ein ausführliches Litertaurverzeichnis findet sich nach jedem Kapitel.
Unabhängiges Crowdfunding zeigt, dass die Forscherinnen es ernst meinen, nicht beeinflusst zu werden, um unbeirrt ihren Weg zu gehen, was ihnen hoch anzurechnen ist.
Klar und deutlich formulieren sie: „Bevor ein Wirkstoff verabreicht werden darf, müssen ausreichende Langzeitergebnisse dessen Unbedenklichkeit belegen“ (S. 95). Und konkretisieren: „Medikamente werden nicht an schwangeren Frauen getestet.“ Da fragt sich die Rezensentin, warum – nach ausführlicher Schilderung des Contergan-Skandals (S. 96) – die Forscherinnen nicht auch in ihrem Buch „Plazenta Power“ schlussfolgern, dass keine Schwangere irgendeiner Manipulation von außen ausgesetzt werden sollte, erst recht keinen sogenannten „Impfungen“. Das hätte gern aufgeführt sein können.
Das verlorene Wissen aufgrund der Hexenverbrennungen als auch der Neuerung Mitte des 20. Jahrhunderts von der Hausgeburt zur Klinikgeburt überzugehen, was sie als „Rückschritt für die Bedeutung der Plazenta“ (S. 85) bezeichnen, versuchen sie, mit diesem Buch wiederzugewinnen.
Sollte es eine Neuauflage bzw. weitere unabhängige Forschungen geben, was diesem wichtigen Buch zu wünschen ist, hier einige zusätzliche Anregungen:
Auf (werdende) Väter wird im Rahmen der „Rezept-Ecke“ eingegangen. Klar entscheidet dann die Mutter, ob und was sie zu sich nehmen mag. Wie stehen Väter zum Thema Plazenta Power? Sophia K. Johnson hat diesbezüglich Glück gehabt, doch wie könnten Väter generell für die Nutzung der Plazenta für Frau und Kind sensibilisiert werden?
Im Buch steht, dass die Plazentaablösung nach 10–30 Min stattfindet (S. 40), was die Autorinnen als „normal“ betrachten. Hier wäre es interessant gewesen, zu erfahren, ab wann eine Plazentaablösung als „nicht mehr normal“ gilt. In der Hebammenschaft wird nämlich diskutiert, dass die Ablösung gefahrlos durchaus auch mal bis zu 5 Std. dauern kann. Diese Information würde vermeiden, dass Mutter und Baby nach 40 Minuten im RTW ins nächstgelegene Krankenhaus gefahren werden müssen.
Ein Stichwortverzeichnis fürs gesamte Buch wäre für die Neuauflage sinnvoll wie auch die Vermeidung des Begriffs Nachgeburt (S. 21).
Das ist den Autorinnen sicher bekannt: Es könnten aus Teilen der Plazenta (getrocknet) oder aus der Nabelschnur Schmuckstücke gefertigt werden.
Es gibt keine Lobby für Wöchnerinnen im Wochenbett, mahnen die Forscherinnen an. Hohe Kosten könnten dem Gesundheitssystem erspart werden, würde z.B. die Wochenbettdepression umfangreicher untersucht werden. Nur ein Dutzend Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen forschen weltweit zur Plazenta, und die Autorinnen mahnen die Dringlichkeit für weitere Forschungen und Lehrstühle zur Frauengesundheit (Wochenbettdepression, Stillprobleme …) an.
Das Herzblut für den „Star“, die Plazenta, ist spürbar und somit ist es eine Freude, das umfangreiche, interessante Buch zu lesen. Vielleicht beginnt eine neue Ära der Plazentophagie? Die Autorinnen regen einen „Internationalen Feiertag für die Plazenta“ an, was das Thema in die breite Öffentlichkeit bringen würde, um im Idealfall eine Lobby zu etablieren.
Wissen ist eine Holschuld. Nun haben erst recht die Eltern ein Buch zum Nachschlagen übers magische Wunderorgan, welches für therapeutische und rituelle Zwecke Beachtung findet. Anschaulich ausgestattet mit Erfahrungsberichten, ästhetischen Fotos und übersichtlichen Tabellen, ist dieses Buch ein passendes Geschenk, wenn nur an „Schwangerschaft“ gedacht wird.
Fazit
Dr. Sophia K. Johnson und Dipl.-Biol. Jana Pastuschek haben hier ein ausgezeichnetes Werk vorgelegt, um ihre klinischen Studien ohne umständlichen Fachjargon einer breiten Fach-Öffentlichkeit, wie Hebammen(-studierenden), klinischen Geburtsbegleitern und Doulas zu präsentieren. Dieses Buch sollte als Standardwerk für alle Studienbereiche/Berufe festgelegt werden, die mit Schwangerschaft und Geburt zu tun haben.
Rezension von
Dr. phil. Christina Maiwald
Dipl.-Sozialwirtin
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