Mojca Pajnik, Helge Schwiertz et al. (Hrsg.): Framing Solidarities in Times of Multiple Crises
Rezensiert von Prof. Dr. Karin Cudak, Hannah Maiwald, 04.03.2026
Mojca Pajnik, Helge Schwiertz, Donatella Della Porta, Franz Bernhardt, Marko Ribać (Hrsg.): Framing Solidarities in Times of Multiple Crises. Social Movements across European Cities. Springer International Publishing AG (Cham/Heidelberg/New York/Dordrecht/London). 2025 Auflage. 190 Seiten. ISBN 978-3-031-82562-0.
Thema
Der englischsprachige Sammelband „Framing Solidarities in Times of Multiple Crises – Social Movements across Europe“ von Mojca Pajnik, Donatella della Porta, Marko Ribać, Helge Schwiertz und Franz Bernhardt analysiert auf Basis von Artikulationen sozialer Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, wie umfassende Krisen – Wohnungsnot, Ökonomisierung des Gesundheits‑ und Bildungswesens, Dehumanisierungstendenzen marginalisierter Bewohner:innengruppen – das Alltagsleben der Menschen in der Stadt strukturieren und wie hier z.T. unerwartete Allianzen zwischen unterschiedlichen Feldern und Akteuren entstehen können. Auf Basis von fünf Fallstudien in mehr als zehn Städten aus fünf europäischen Ländern (DK, D, I, Sl, CH) werden die Effekte gegenwärtiger, zunächst als unverbunden erscheinender gesellschaftlicher Krisen untersucht. Es werden die durch die sozialen Bewegungen abgeleiteten Ursachen und ihre Ansätze zur Lösung dieser Krisen in den Blick genommen. Die Analysen des Forscher:innenkollektivs erfolgen auf Basis von Dokumenten, produziert durch die lokalen Akteur:innen selbst (NGOs, soziale Bewegungen, soziale Organisationen). Fokussiert werden drei inhaltliche Bereiche: „Rechte von Migrant:innen“, „Wohnen“ und „Carearbeit“. Methodologisch folgen die Forschenden hier keinem methodologischen Nationalismus, sondern sie wählen einen sozialräumlich situierten Erkenntniszugang. Auf diese Weise gibt der vorliegende Sammelband lebendige Einblicke in ein komplexes Zusammenspiel zwischen kumulierenden Krisen, die in den Städten Gesicht zeigen, und ihre Effekte auf das Zusammenleben und Wege, sich solidarisch miteinander zu verbünden.
Herausgeber:innen und Autor:innen
Die Herausgeber:innen des Buches sind:
Mojca Pajnik ist tätig am Friedensinstitut (Peace Institute) in Ljubljana und ist ebenso Dozentin und Sozialwissenschaftlerin an der Fakultät der Sozialwissenschaften an der University of Ljubljana in Ljubljana, Slowenien.
Donatella della Porta ist Dozentin und Sozialwissenschaftlerin an der Fakultät der Politik‑ und Sozialwissenschaften an der Scuola Normale Superiore in Florenz, Italien.
Marko Ribać ist tätig als Sozialwissenschaftler am Friedensinstitut in Ljubljana, Slowenien.
Helge Schwiertz ist Dozent und Sozialwissenschaftler an der Fakultät der Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg in Hamburg, Deutschland.
Franz Bernhardt ist Dozent und Sozialwissenschaftler an der Fakultät Kultur und Lernen an der Aalborg University in Aalborg, Dänemark.
Weitere Autor:innen und Wissenschaftler:innen des Buchbands sind: Carlotta Caciagli (Italien), Sarah Schillinger (Schweiz), Mashudu Salifu, Paola Buconjic und Martin Bak Jørgensen (Dänemark) sowie Jo Gerdes und Mouna Maaroufi (Deutschland).
Entstehungshintergrund
Das Buch „Framing Solidarities in Times of Multiple Crises – Social Movements across Europe“ von Mojca Pajnik, Donatella della Porta, Marko Ribać, Helge Schwiertz und Franz Bernhardt basiert auf dem europaweiten Forschungsprojekt „Enacting Citizenship and Solidarity in Europe ‚From Below‘: Local Initiatives, Intersectional Strategies and Transnational Networks“ (ECSEuro). Das Forschungsprojekt wurde 2022 bis 2025 durchgeführt und durch den Open Access Fund der Universität Hamburg sowie der Volkswagen Stiftung gefördert. Das daraus entstandene Buch präsentiert die Forschungsergebnisse der Fallstudien aus mehr als zehn europäischen Städten, darunter Florence und Palermo, Zürich und Bern, Kopenhagen, Aarhus und Aalborg, Berlin und Hamburg sowie Ljubljana und Maribor entlang der o.g. drei Bereiche „Rechte von Migrant:innen“, „Wohnen“ und „Sorgearbeit“. Es wird analysiert, wie ausgewählte soziale Bewegungen die drei Bereiche vor Ort kritisch beobachten, soziale Probleme einordnen und transformieren möchten.
Aufbau und Inhalt
Helge Schwiertz, Mojca Pajnik, Donatella della Porta, Franz Bernhardt und Marko Ribać greifen das Thema der multiplen Krisen in Europa einleitend auf und erläutern ihre Auswirkungen und Komplexität. Ob finanzielle, Migrations-/​Regierungs-, Gesundheits-, Klimakrisen oder intersektionale Ungleichheiten: Es wird deutlich, dass sich die multiplen Krisen (gegenseitig) verstärken und neue ebenso dazukommen können, die als Ausgangspunkte für Solidaritäten und die lokale Ausgestaltung von Citizenship seitens der Autor:innen betrachtet werden. Zivilgesellschaft, soziale Bewegungen und soziale Organisationen werden dabei als Akteur:innen der Transformation seitens der Autor:innen eingeordnet, die bestehenden Strukturen, Konventionen und Problemlagen in den Städten entgegenwirken können. Leitend ist die Forschungsfrage, was von den sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Bezug auf das urbane Zusammenleben gelernt werden kann. Im gesamten Prozess der Forschung wird Solidarität in verschiedenen Dimensionen betrachtet.
Wie der Titel des Buches „Framing Solidarities“ nahelegt, wird einleitend erläutert, dass in allen lokal eingebetteten Untersuchungskontexten eine Rahmenanalyse (frame analysis) sozialer Bewegungen entlang eines Datenkorpus, bestehend aus insgesamt 127 Textdokumenten, darunter öffentliche Stellungnahmen, Briefe und Social-Media-Posts sozialen Bewegungen aus Europa im Zeitraum von 2019 bis 2022, zurückgegriffen wird. Dabei konzentrieren sich die jeweiligen Rahmenanalysen auf drei o.g. Bereiche. Begründet wird die Auswahl derselben damit, dass hier innovative Diskurse, Handlungsansätze urbaner Politik und Demokratie erforschbar und ebenso strukturelle Differenzen und Ungleichheiten sichtbar werden. Für ihre Analyse definieren die Autor:innen drei Rahmentypen:
- Diagnostik: Wie wird das Problem beschrieben und in seinen Ursachen eingeordnet? Welche Verantwortlichkeiten werden ausgemacht?
- Prognostik: Wie und mit welchen Mitteln kann das Problem gelöst werden bzw. welche Problemlösungen werden in Betracht gezogen?
- Motivationen: Was bewegt Menschen dazu, sich einzubringen?
Im ersten Kapitel analysieren Carlotta Caciagli und Donatella della Porta Solidarität als Care bzw. Sorgearbeit, indem sie verschiedene Dimensionen von Ungleichheiten und Narrativen sozialer Bewegungen in Florenz und Palermo zentrieren, darunter die Bewegung „Fridays for Future“, feministische wie arbeitskampfbezogene soziale Bewegungen. Herausgearbeitet wird der widersprüchliche Einfluss der COVID-19-Pandemie auf die Arbeit der Pflegekräfte (Applaus auf der einen Seite, Prekarisierung der Beschäftigungskonditionen auf der anderen Seite). Als diagnostische Frames stellen die Autor:innen heraus, dass beide Städte mit zunehmender Ungerechtigkeit konfrontiert sind. Zur Abmilderung derselben werden seitens der sozialen Bewegungen eine Ausweitung von needs-orientierten Sozialleistungen vorgeschlagen und es wird versucht, einen Beitrag zur Durchsetzung sozialer, politischer und bürgerlicher Rechte von Communities vor Ort zu leisten. Deutlich wird, dass insbesondere der Care-Bereich ein verbindendes Element zwischen unterschiedlichen sozial-ökologischen Bewegungen und ihren Forderungen darstellt. In Palermo wird dies entlang der Gründung der Gemeindeklinik „Borgo Vecchio Community Health Clinic“ verdeutlicht, indem die Anliegen der lokalen Bevölkerung mit denjenigen des Wohnquartiers verknüpft werden, z.B. die wohnortnahe, gesundheitliche Versorgung älterer, mobilitätseingschränkter Quartiersbewohner:innen und Müllsammelaktionen im Stadtteil. In Florenz konnten weitere Solidaritätspraktiken und ‑dynamiken im Sinne von Care „von unten“ identifiziert werden, etwa die Versorgung mobilitätsbeeinträchtigter Stadtteilbewohner:innen mit Lebensmitteln während der COVID-19-Pandemie (Einkaufsunterstützung), Kampagnen gegen steigende Mieten sowie gegen die mit dem Tourismus verbundene Gentrifizierung des Stadtraums.
Das zweite Kapitel von Sarah Schillinger greift solidaritätsbasierte Infrastrukturen in den schweizerischen Städten Bern und Zürich auf. Beide Städte sind – wenn auch in ganz unterschiedlichem Ausmaß – von massiven, intersektionalen Ungleichheiten geprägt. Offengelegt wird die Migrationsprägung beider Städte, wobei oftmals durch Migrant:innen verrichtete Care Arbeit, z.B. im Reinigungssektor, Wohlstand und Lebensqualität sozio-ökonomisch privilegierter Migrant:innen sichere. Ausgangspunkt der Rahmenanalysen der Autorin ist sind die Krisen im reproduktiven Sektor (u.a. Ausbeutung der Mitarbeiter:innen) und eine zunehmende Prekarisierung (Wohnungsnot, ‑verlust, unwürdige Unterbringungsformen), etwa bei geflüchteten und älteren Stadtbewohner:innen. Sowohl die Bedürfnisse von KiTa-Kindern, Kita-Beschäftigten sowie älteren Menschen würden – so die Beobachtungen von politischen Akteur:innen – würden systematisch ausgeblendet und unsichtbar gemacht (neglect), was eine Politisierung alltäglicher Bedürfnisse nach Care, Rechtssicherheit und Wohnqualität zur Folge habe und soziale Bewegungen evoziere – darunter Initiativen wie „Wir alle sind Bern“, „Migrant Solidarity Network“ sowie „Zürich City Card“. Verdeutlicht werden Intersektionen von Ausschlüssen aus sozialen Infrastrukturen: „Citizenship is negotiated in direct confrontation over access to and the design of public infrastructures and in resistance to the privatization and marketization of public services“ (S. 83).
Franz Bernhardt, Mashudu Salifu, Paola Buconjic und Martin Bak Jørgensen stellen im dritten Kapitel „From the Ghettos to the Camps: Interrelational Solidarity in Denmark“ ihre Ergebnisse der Frameanalyse aus Kopenhagen, Aarhus und Aalborg in Dänemark vor. Hier wurden Dokumente von sozialen Bewegungen und Organisationen wie „Asylforum Aalborg“ und „Aarhus for Solidarity“ analysiert. Seitens der sozialen Bewegungen wird primär der Staat als verantwortlicher Akteur für Wohnkrise (Überwachung gemeinnützigen Wohnraums, Privatisierung, Segregation) und Entzug von staatsbürgerlichen Rechten (insbesondere derjenigen ehemals geflüchteten Menschen, die in den dänischen Abschiebezentren in sozialräumlicher Isolation und oftmals über Jahre hinweg untergebracht sind) gedeutet. Insbesondere das im Jahr 2018 verabschiedete dänische „Ghettogesetz“ und die zunehmend restriktive, nationale Asylpolitik wird seitens der sozialen Bewegungen scharf kritisiert. Den restriktiven und gewinnorientierten Politiken setzen die sozialen Bewegungen Solidaritätsbesuche von Menschen in Abschiebezentren, solidarische Mieterversammlungen und solidarische Sammelaktionen entgegen. Soziale, staatsgetragene Wohn‑ und Migrationsinfrastrukturen werden gefordert und als Lösungsansätze betrachtet. Dabei werden unterschiedliche Carearbeiten, wie Rechtsberatung, Kleidersammelaktionen, als feldübergreifende Solidaritätsformen und staatsbürgerliche Akte eingeordnet.
Im vierten Kapitel analysieren Jo Gerdes, Mouna Maaroufi und Helge Schwiertz diskursive Praktiken der Solidarität, des Gemeinwohls und der kollektiven Subjektivierung von sozialen Bewegungen wie „Lampedusa“, „WomeN IN Action“ (NINA) und der „Recht-auf-Stadt“-Bewegung in Berlin und Hamburg. Gemeinwohl‑ und nachbarschaftsorientierte Ansätze werden zur Lösung bzw. Abmilderung multipler Krisen in beiden Städten angeführt. Kritisiert werden Neoliberalisierungstendenzen auf dem Wohnungsmarkt und im Gesundheitswesen sowie dehumanisierende Unterbringungsformen geflüchteter Menschen. Obwohl ähnliche und sich überschneidende Zukunftsvisionen seitens der untersuchten sozialen Bewegungen herausgearbeitet werden, befördern die Autor:innen doch auch ihre Heterogenität und Hierarchisierungen untereinander ans Licht. In den untersuchten sozialen Bewegungen werde Solidarität als kollektive politische Subjektivierung gefasst und versucht, mit der Figur des „selbstverantwortlichen Bürgers“ zu brechen.
Das fünfte Kapitel von Marko Ribać greift unterschiedliche Solidaritätsformen in den slowenischen Städten Ljubljana und Maribor auf. Differenziert wird in bürgerliche Solidarität im Bereich der Migrant:innenrechte, institutionelle Solidarität im Kontext von Pflege und Wohnen sowie autonome Solidarität in den Kämpfen um Stadtraum. Diagnostiziert werden beispielsweise versicherheitlichte und rassistische Grenzregime und institutionelle Gewalt, die sich gegen Asylsuchende, geflüchtete Menschen und Migrant:innen richteten. Kritisiert werden Abschiebegewalt und der Einsatz von Cyber-Technologien wie Drohnen gegen Menschen auf der Flucht entlang der slowenischen Grenze, die gleichzeitig EU-Außengrenze bilde und Teil der sogenannten Balkanroute in Richtung Norden darstelle. Ebenfalls kritisieren die sozialen Bewegungen Polizeigewalt und institutionelle Diskriminierungen im Bildungsbereich und auf dem Wohnungsmarkt gegenüber geflüchteten, asylsuchenden und migrantisch gelesenen Menschen. Sowohl innerhalb der untersuchten Städten selbst, wenn die Menschen ihre Wohnungen verlören oder erst gar keine Mietverträge erhielten, sowie Formen der isolierenden und entrechtenden Zwangsunterbringung im ländlichen, peripheren Raum von geflüchteten Menschen. Gefordert werden die Schaffung existentieller und rechtlicher Sicherheiten für Migrant:innen, ein Stopp illegaler Pushbacks an den EU-Außengrenzen von Menschen auf der Flucht sowie eine Legalisierung von Flucht‑ und Migrationsrouten. Im Bereich Wohnrechte werden Krisenphänomene entlang von Themen wie Überschuldung-Armut-Wohnungslosigkeit sowie Tourismus-Gentrifizierung-Verdrängung unerwünschter Bevölkerungsgruppen aus den Innenstädten durch eine autoritäre Stadtverwaltung und ‑politik (Immobilienmarkt) ausgemacht. Forderungen nach einem Wohnungsmarkt für die Gesamtheit der Stadtbewohner:innen werden als Lösungsansätze vorschlagen.
Im letzten Kapitel des Buchs führen Pajnik, Schwiertz, Bernhardt, della Porta und Ribać einen Vergleich der unternommenen Fallstudien durch: Politische Kämpfe verschieben sich, so die Autor:innen, auf die lokale Ebene, wodurch kollektive Identitäten im urbanen Raum entstehen. Dadurch werden Solidaritäten und bürgerschaftliches Engagement zu kreativen und vielfältigen urbanen Diskursen, Praxen und Bewegungen der Solidarität, die ihrerseits eine wertvolle Ressource für inklusive und demokratische Städte bilden. Als riskant werden jedoch der hohe Grad an innerer und äußerer Fragmentierung urbaner Solidaritätsformen der Bewegungen von den Autor:innen gesehen.
Diskussion
Das Buch „Framing Solidarities in Times of Multiple Crises – Social Movements across Europe“ präsentiert Solidarität als relationale, konfliktnahe und praxisbasierte Kategorie im Kontext sozialer Bewegungen. Es wird deutlich, dass die drei in den Blick genommenen sozialen Handlungsfelder „Rechte von Migrant:innen“, „Wohnraum“ und „Carearbeit“ von miteinander verbundenen Krisen auf der einen Seite und von intersektionalen Solidaritäts‑ und Citizenship-Praktiken auf der anderen Seite geprägt sind. Der Fokus auf die lokale Ebene mittels der hier unternommenen Frameanalysen (Ursachen, Lösungen, Motivationen) verdeutlicht, dass Städte in Europa Orte politischer Artikulationen, Aushandlungen und Innovationen sind. Die vergleichende Perspektive in mehr als zehn europäischen Städten, über fünf Länder hinweg bietet differenzierte Einblicke in die Zusammenhänge multipler, globaler Krisen und ihre Effekte auf das urbane Zusammenleben sowie die jeweiligen lokalen Strategien, konkreter sozialer Bewegungen zur Bewältigung von Ungleichheiten, Schieflagen und sozialer Probleme vor Ort.
Das Buch bietet tiefe Einblicke in das urbane Diskurs‑ und Handlungsdickicht europäischer Städte, in denen soziale Bewegungen nicht bloß „Protest“ bedeuten, sondern als Akteur:innen sozialpolitischer, ‑rechtlicher und ‑ökonomischer Transformationen und Wissensproduzent:innen sichtbar werden. So wird auch das emanzipatorische Potenzial lokaler Solidaritätspraktiken deutlich. Das Buch zeigt zudem auf, dass die Verarbeitung von gesellschaftlichen Polykrisen nicht bloß „vom Staat“ oder von „der Wirtschaft“ aus zu betrachten oder zu lösen ist, sondern auch von ihrer zivilgesellschaftlichen Seite her angegangen werden kann. Genau hier – in der europäischen Stadtgesellschaft – spannt sich der Raum für gelebte Demokratie und urbane Staatsbürgerschaft auf.
Fazit
Das Buch ist ein bedeutender Beitrag hin zu einer kritischen Stadt‑ und Solidaritätsforschung, indem gelebte Solidaritäten und urbane Demokratie einsehbar werden. Die Forschung wie sie von Pajnik, Schwiertz, della Porta et al. (2025) vorgelegt wurde, ist besonders relevant, weil sie dazu anregt, Solidaritäten und Citizenship als gesellschaftliche Infrastrukturen und Ressourcen zu begreifen und als vielgestaltigen und praktischen Ausdruck des Lefebvrischen Rechts auf Stadt.
Rezension von
Prof. Dr. Karin Cudak
FB Inklusion, Teilhabe & Soziale Arbeit | Stellv. Senatsbeauftragte für Studierende mit Beeinträchtigungen & chron. Erkrankungen | Fakultätsbeauftragte für Inklusion
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ORCID: https://orcid.org/0000-0001-8860-3102
Hannah Maiwald
Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Standort Hildesheim, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
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