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Dorit van Meel, Petra Hagen Hodgson et al. (Hrsg.): Green Care

Rezensiert von Marina Lenk, 09.07.2026

Cover Dorit van Meel, Petra Hagen Hodgson et al. (Hrsg.): Green Care ISBN 978-3-456-86300-9

Dorit van Meel, Petra Hagen Hodgson, Roswitha Wolf (Hrsg.): Green Care. Lehr- und Arbeitsbuch für Grün- und Gesundheitsberufe. Hogrefe AG (Bern) 2026. 232 Seiten. ISBN 978-3-456-86300-9. D: 70,00 EUR, A: 72,00 EUR, CH: 91,00 sFr.

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Thema

Die drei Herausgeberinnen des Buches Dorit van Meel, Petra Hagen Hodgson und Roswitha Wolf haben zusammen mit einem großen Autorenteam aus Experten und Expertinnen verschiedener Fachrichtungen, ein umfassendes Fachbuch mit dem Titel „Green Care – Lehr‑ und Praxishandbuch für Grün‑ und Gesundheitsberufe“ verfasst. Die Auswahl des Expertenteams, zusammengesetzt aus verschiedenen Fachrichtungen, spiegelt auch die vielfältigen Einsatz‑ und Umsetzungsmöglichkeiten des Themas Green Care, wider.

Herausgeber:innen

Die Herausgeber des Buches sind Dorit van Meel, Petra Hagen Hodgson und Roswitha Wolf, welche durch ein umfangreiches Autorenteam, zusammengesetzt aus Experten und Expertinnen verschiedener Fachrichtungen, unterstützt wurden.

Dr. biol. Dorit van Meel ist Leiterin der Forschungsgruppe „Grün und Gesundheit“ sowie Dozentin an der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Chefredakteurin der Zeitschrift Green Care.

Dr. phil. Petra Hagen Hodgson arbeitet in verschiedene Leitungsfunktionen für Forschung und Lehre, Dozentin BSLA.

Prof. Dipl. Ing. Roswitha Wolf ist Vizerektorin für Lehre und Hochschulentwicklung der Hochschule für Agrar‑ und Umweltpädagogik.

Entstehungshintergrund

Der Begriff „Green Care“ verbindet verschiedene Bereiche und Berufsgruppen miteinander, Tiere, Menschen, Pflanzen sowie Landschaften. Die Fachbereiche der Grün‑ und Gesundheitsberufe werden im Buch thematisch miteinander verbunden und verschiedene Projekte, Maßnahmen und Best-Practice-Beispiele und Tipps zur Umsetzung, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren dabei vorgestellt. Erfahrene Experten und Expertinnen aus verschiedenen Berufsgruppen geben Einblicke in unterschiedliche Arbeitsorte, klären Grundbegriffe, Konzepte, bieten Orientierung in Ausbildung, Studium und Weiterbildung und stellen verschiedene Fachbereiche dabei vor. Das Buch soll sich zum einen an interessierte Leser und Leserinnen richten, als auch an Fachleute, welche Interesse haben an Hintergrundwissen, Erkenntnissen und Erfahrungen oder der Verwirklichung eigener Projekte im Bereich Green Care.

Aufbau und Inhalt

Das Taschenbuch, umfasst insgesamt 225 Seiten. Das Buch beinhaltet neben dem Vorwort und der Danksagung ein Literaturverzeichnis, sowie eine kurze Vorstellung des Autorenteams. Das Buch gliedert sich in 10 Hauptkapitel, welche wiederrum unterteilt sind mit thematischen Unterpunkten.

Jedes Kapitel endet außerdem mit einem eigenen kurzen Literaturverzeichnis und auch Hinweisen zu weiterführender Literatur.

Das Buch ist mit vielen Fotos, Grafiken, Hinweisen und Zusammenfassung ergänzt, um die verschiedenen Themenbereiche verständlich und abwechslungsreich zu erklären.

Die einzelnen Kapitel des Fachbuches werden im Folgenden kurz dargestellt:

Historische Perspektiven und anthropologische Voraussetzungen von Green Care

Das erste Kapitel bietet einen kurzen historischen Abriss der Entwicklungen im Bereich Green Care. Es beginnt bei den Wurzeln, betrachtet die Entwicklungen im Mittelalter, sowie Heil‑ und Pflegeanstalten im 19. und 20. Jahrhundert. Weiter geht es im Kapitel mit Licht, Luft, Sonne, Technik – heilende Gärten und therapeutische Landschaften. Bildungsforschung, der Mensch als ultrasoziales Wesen und psychologische Grundgedanken, vervollständigen das Kapitel eins. Viele Beispielbilder lockern das Kapitel ergänzend auf.

Green Care und Gesundheit – zu den Begrifflichkeiten

Im Kapitel 2 erklären die Autoren relevante Begrifflichkeiten sowie das Konzept Green Care.

Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität und positive Wirkformen von Green Care werden vorgestellt. Verschiedene Abbildungen ergänzen die Erklärungen. Auch werden Definitionen der WHO, die Ottawa-Charta der WHO, sowie das Salutogenese Konzept von Antonovsky, durch die Autoren mit einbezogen.

Naturbasierte Interventionen für Gesundheit und Wohlbefinden

Im Kapitel 3 werden unterschiedliche Green Care Angebote und das Verständnis von Green Care im Ländervergleich zwischen Deutschland, Österreich und Schweiz dargestellt. Das Konzept Green Care entwickelt sich die letzten Jahre sehr dynamisch weiter, es gibt unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen: Pflege, Prävention, Bildung, Therapie, Rehabilitation und soziale Arbeit.

Der Weg zu einer urbanen Care Farm

Im vierten Kapitel stellt die Autorin Petra Köchli ihren beruflichen Werdegang und ihre beruflichen Beweggründe zur Care-Farmerin vor. Das Kapitel unterteilt sich in:

  • Einleitung
  • Erste Schritte in die Landwirtschaft
  • Von der herkömmlichen zur sozialen Landwirtschaft
  • Suche nach einer Care Farm
  • SAH Garten und Landwirtschaft
  • Umstrukturierung und Professionalisierung
  • Abhängigkeit von gesellschaftspolitischen Umständen
  • Suche nach einem geeigneten Standort
  • Aufbauprozess
  • Lebendiger Raum mitten im Quartier
  • Gartenarbeit so vielfältig wie die Teilnehmenden
  • Biogemüse für die lokale Gemeinschaft
  • Gelungene Teamarbeit
  • Ausstrahlung der urbanen Landwirtschaft
  • Persönliche Motivation
  • Vielschichtige Herausforderungen, kreative Lösungen
  • Schlussforderungen

Heilsames Grün im Klinikalltag

Im Mittelpunkt des Kapitels fünf steht die Gartentherapie. Hierzu werden verschiedene Projekte und Modelle vorgestellt. Treffpunkt Garten, der Kern des Gartens – die Pflanzen.

Innerhalb des Kapitels geht die Autorin auf verschiedene Praxisprojekte wie die „Pflanzerei“ ein und stellt sehr anschaulich Angebote und Projekte vor. Viele Praxisbilder wurden in das Kapitel integriert. Den Abschluss des Kapitels bildet das Thema „Ein Garten für die Intensivstation“. Hier wird das Konzept der Gartentherapie im Setting Intensivstation sehr anschaulich beschrieben und mit Bildern vorgestellt. Mit Literaturhinweisen und Hinweisen zu weiterführender Literatur, wird das Kapitel abgeschlossen.

Gemeinschaftswerk GartenPark Hohrainli

In diesem Kapitel wird über das Projekt GartenPark Hohrainli berichtet. Planung, Umsetzung, Herausforderungen, Grenzen, interdisziplinäres Denken und Verstetigung des Projektes werden im Kapitel sechs dargestellt. Viele Bilder zum Projektverlauf machen das Kapitel sehr anschaulich.

Tiergestützte Intervention auf dem Bauernhof

Tiergestützte Intervention auf dem Bauernhof bildet das Thema des Kapitels 7. Hühner als Logopäden, Schafe beruhigen, Kühe machen stark lauten die Unterkapitel des Buches. Es werden verschiedene Projekte, sowie verschiedene Tierarten dazu vorgestellt. Viele Bilder, Zusammenfassungen und Tabellen, fassen die wesentlichen Punkte gut zusammen. Weiterführende Lesetipps, werden zum Ende des Kapitels, als Ergänzung zum Thema, vorgestellt.

Wald als Lehr‑ und Heilkraft

Im achten Kapitel werden verschiedene Projekte zum Thema Wald, als Lehr‑ und Heilkraft dargestellt. Vorgestellt werden z.B. Waldpädagogik für den Kindergarten, Waldpädagogik an Mittelschulen, Waldwandern mit der Heilkraft Natur, Waldkindergärten, Wildnis-Spielplätze sowie Einzelbegleitung im Wald, sind ausgewählte Projekte, welche im Kapitel näher beschrieben werden. Viele Bilder laden zum Betrachten und Lesen des Kapitels ein.

Wann kommen die Alpakas wieder?

Im Kapitel neun beschreibt der Autor die Haltungsbedingungen, Verhaltenseigenschaften und ausgewählte Projekte zum Thema „Alpaka“. „Alpakas sind als Tierart für tiergestützte Interventionen vielfältig einsetzbar – in tiergestützten Aktivitäten ebenso wie in tiergestützter Pädagogik, tiergestützter Therapie und sicher auch, obwohl in diesem Beitrag nicht erwähnt, für tiergestütztes Coaching“ (Meel et al., 2026, S. 212). Dieses Zitat spiegelt gut die inhaltliche Zusammenfassung des Kapitels neun wieder.

Schlussbetrachtungen

Kapitel 10 gibt als Schlussbetrachtung eine kompakte Zusammenfassung der thematischen Inhalte des Buches und bildet daraus ein Fazit.

Diskussion

Das Buch bildet eine gute Zusammenfassung der verschiedenen Themenbereiche, welche der Überbegriff „Green Care“ vereint. Das interdisziplinäre Autorenteam greift die verschiedenen Bereiche einzeln auf und stellt sie anhand von Studien, Projekten, Eigenerfahrungen, Best-Practice-Beispielen und sehr vielen Bildern anschaulich dar. Durch Fotos, Skizzen und kurzen Zusammenfassungen, in Form von grafisch abgesetzten Kästen, lassen sich die einzelnen Kapitel gut lesen.

Fazit

Das Buch lässt sich als Nachschlagewerk nutzen, um sich mit den einzelnen Themenbereichen gezielt vertraut zu machen, lädt aber auch zum Durchblättern und Lesen von Seite 1 bis zum Ende des Buches ein. Es richtet sich sowohl an den interessierten Laien, als auch an Fachpersonen aus den Grün‑ und Gesundheitsberufen.

Rezension von
Marina Lenk
Gesundheits- und Pflegemanagerin (B.A.), Pflegeberaterin §7a SGB XI, Fachkrankenschwester für Anästhesie- und Intensivpflege, Palliative-Care-Fachkraft, Betriebliche Gesundheitsmanagerin, freiberufliche Fachautorin und Dozentin
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Es gibt 19 Rezensionen von Marina Lenk.

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ISSN 2190-9245