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Beate U.M. Strobel: Heilpädagogik für ErzieherInnen

Cover Beate U.M. Strobel: Heilpädagogik für ErzieherInnen. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2005. 186 Seiten. ISBN 978-3-497-01773-7. 14,90 EUR, CH: 26,80 sFr.
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Einführung in das Thema

Erzieherinnen und Erzieher haben es nicht nur mit vermeintlich "normalen" Kindern zu tun, sondern immer auch mit Abweichungen von der "Norm": motorische und soziale Auffälligkeiten, Lernschwierigkeiten und Behinderungen gehören zum ErzieherInnenalltag. Wie können ErzieherInnen mit solchen Abweichungen umgehen und erkennen, wann sie fachliche Hilfe hinzuziehen sollten?

Die Psychologin Beate Strobel hat an einer bayerischen Fachakademie für Sozialpädagogik Heilpädagogik unterrichtet und aus dem Mangel geeigneter Fachliteratur eine Tugend gemacht, indem sie ihr Unterrichtsskript zu einem Buch aufbereitet hat.

Aufbau und Inhalt

Nach einer allgemeinen Einleitung zur Bedeutung der Heilpädagogik für ErzieherInnen bearbeitet Strobel folgende heilpädagogische Themen:

  • Wann gelten Kinder als verhaltensauffällig?
  • Spezielle Formen von Verhaltensauffälligkeiten:
    • Enuresis und Enkopresis
    • Konzentrationsstörungen
    • Essstörungen
    • Dissoziales Verhalten
    • Aggressives Verhalten
    • Angst und Phobien
    • Sexuelle Gewalt gegen Kinder
    • Heilpädagogisches Handeln bei Verhaltensauffälligkeiten
  • Depressionen im Kindes- und Jugendalter
  • Chronische Erkrankungen
  • Hochbegabung
  • Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen (ADS, ADHS und Legasthenie)
  • Autismus
  • Sprach- und Sprechprobleme
  • Behinderungen (Hör- und Sehbehinderung, Lernbeeinträchtigung und geistige Behinderung, Körperbehinderung)
  • Frühförderung und Integration
  • Elternarbeit und Gesprächsführung

Strobel beginnt ihre Erklärungen in der Regel mit einem (verfremdeten) Fallbeispiel aus ihrer Berufspraxis. Sie klärt das beschriebene Verhalten, indem sie auf mögliche Ursachen eingeht und theoretische Hintergründe mit einbezieht. Sie geht auf mögliche erzieherische Hilfen ein (wobei sie sich häufig auf das Fallbeispiel bezieht) und benennt auch die erzieherischen Grenzen, an denen die ErzieherIn fachliche Hilfe von außen hinzuziehen muss. Den Abschluss eines jeden Kapitels bilden Empfehlungen zum Weiterlesen, die durchgängig auf neueste und neuere Literatur hinweisen.

Diskussion

Man merkt dem Buch an, dass es in enger Verbindung mit der Praxis und den AdressatInnen geschrieben worden ist. In anschaulicher Weise nimmt Strobel Probleme des ErzieherInnenalltags auf und stellt sie in auch für heilpädagogische LaiInnen gut verständlicher Sprache und praxisrelevanter Weise dar, wobei sie gleichzeitig fundiertes Fachwissen vermittelt. Insofern wird sie ihrem eigenen Anspruch, ein Nachschlagewerk für angehende und praktizierende Erzieherinnen zu schreiben, gerecht.

Fazit

Ein informatives und fachlich fundiertes Buch, in dem man nachschlagen und - man staune - auch schmökern kann.


Rezensentin
Dr. Anke Meyer
Fachschule für Sozialpädagogik, Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen
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Zitiervorschlag
Anke Meyer. Rezension vom 07.03.2006 zu: Beate U.M. Strobel: Heilpädagogik für ErzieherInnen. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2005. ISBN 978-3-497-01773-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/3455.php, Datum des Zugriffs 22.09.2019.


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