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Marie-Luise Conen (Hrsg.): Aufsuchende Familienthereapie

Cover Marie-Luise Conen (Hrsg.): Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden. Aufsuchende Familienthereapie. Carl Auer Verlag GmbH (Heidelberg) 2002. 239 Seiten. ISBN 978-3-89670-299-9. D: 24,90 EUR, A: 25,60 EUR, CH: 44,00 sFr.

Mit Worworten von Jorge Colapinto und Jochen Schweitzer-Rothers.

Seit Erstellung der Rezension ist eine neuere Auflage mit der ISBN 978-3-89670-563-1 erschienen, auf die sich unsere Bestellmöglichkeiten beziehen.
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Zur Herausgeberin

Die Herausgeberin und Autorin ist eine der profiliertesten Vertreterinnen der aufsuchenden Familientherapie in Deutschland. Diese hat in den vergangenen 10 Jahren zusehends an Ansehen gewonnen, was zu einem guten Stück das Verdienst von Frau Conen ist. Mit dem hier vorliegenden Werk werden die Erfahrungen aus gut 10 Jahren Praxis beschrieben.

Aufbau und Inhalte

Das vorliegende Werk gliedert sich in 8 Kapitel mit unterschiedlichen Längen.

Im ersten beschreibt die Herausgeberin die Stärken und die Bedeutung der familialen Resilienz. Resilienz "beschreibt eine Elastizität, die mit der Kraft verbunden ist, die vorherige Form oder Position wieder einzunehmen, nachdem diese eingedrückt oder verbogen war" (S. 18) . Im zweiten Kapitel befasst sich die Herausgeberin mit der aufsuchenden Familientherapie. Auf gut 120 Seiten erschließen sich dem Leser die Basiselemente der aufsuchenden Familientherapie von der Co-Therapie, dem Reflecting Team, dem Zusammenspiel zwischen Jugendamt und Therapeuten, den Phasen der Therapie bis zur Finanzierung. Im dritten Kapitel geht es um "Multiproblemfamilien und kurzzeitorientierte Hilfeansätze: ein Widerspruch? Das vierte Kapitel widmet sich der Zusammenarbeit von Familie und Helfersystem. Das anschließende diskutiert die Co-Therapie in der aufsuchenden Familientherapie. Kapitel sechs ist überschrieben mit: "Familientherapie zwischen Coach und Katzenklo oder: Systemarbeit im "n-dimensionalen Hyperraum". "Wenn der Nachbar über`n Zaun Schaut..."- Aufsuchende Familientherapie im ländlichen Raum, ist der Titel des siebten Kapitels. Das letzte Kapitel heißt "Herausfinden, was wirkt..... Selbstevaluation – eine Methode auch für aufsuchende Familientherapeuten.

Zielgruppe

Die in den einzelnen Kapiteln aufgezeigten Erfahrungen und Entwicklungen sind nicht nur für Mitarbeiter und Mitabeiterinnen der Aufsuchenden Familientherapie von Interesse, sie stellen ebenso auch Perspektiven dar, die für andere ambulante Hilfen der Erziehung von großem Nutzen sind.

Fazit

Insgesamt ist das Buch für alle diejenigen, die mit sogenannten Multiproblemfamilien arbeiten, von großem Interesse und sehr zu empfehlen. Die Praxisnähe bzw. die Entstehung der Artikel aus der praktischen Arbeit machen die Lektüre zu einer Art "Lesesupervison". Es ist zu hoffen, das sich viele durch die Lektüre anregen lassen, den systemischen Ansatz in den Aufsuchenden Hilfen zu etablieren.


Rezensent
Dipl.Päd. KJPsychTh Reinert Hanswille
Familientherapeut und Supervisor
Tätig in der Aus- und Fortbildung von Systemischen Familientherapeuten und Supervisoren.


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Zitiervorschlag
Reinert Hanswille. Rezension vom 26.11.2002 zu: Marie-Luise Conen (Hrsg.): Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden. Aufsuchende Familienthereapie. Carl Auer Verlag GmbH (Heidelberg) 2002. ISBN 978-3-89670-299-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/451.php, Datum des Zugriffs 16.10.2019.


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