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Wolfram Dorrmann: Suizid. Therapeutische Interventionen bei Selbsttötungsabsichten

Rezensiert von Prof. Dr. phil. Norbert Erlemeier, 05.12.2007

Cover Wolfram Dorrmann: Suizid. Therapeutische Interventionen bei Selbsttötungsabsichten ISBN 978-3-608-89027-3

Wolfram Dorrmann: Suizid. Therapeutische Interventionen bei Selbsttötungsabsichten. Klett-Cotta Verlag (Stuttgart) 2009. 6., aktualisierte Auflage. 168 Seiten. ISBN 978-3-608-89027-3. 18,90 EUR. CH: 32,20 sFr.
Reihe: Leben lernen - 74
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Thema und Hintergrund

Das Buch ist bereits in der fünften, aktualisierten Auflage erschienen. Mit Recht kann von einem gut eingeführten und bewährten "Standardwerk" gesprochen werden. Der Anstoß zu dieser Publikation, die 1991 zum ersten Mal vorgelegt wurde, kam aus der ambulanten psychotherapeutischen Arbeit des Autors, in der er mit suizidgefährdeten Patienten konfrontiert wurde, die besondere Ansprüche an fachlich methodische und persönlichkeitsspezifische Qualitäten des Therapeuten stellten. Der Autor hatte durch seine Schwerpunktbildung in der Behandlung von Depressiven stärker als andere Therapeuten mit suizidalen Personen zu tun und gewann dadurch fundierte und differenzierte Erfahrungen in der Therapie dieses Personenkreises. Diese Erfahrungen konnte er in Seminaren der Aus- und Weiterbildung nutzbar machen (z. B. in Trainingskursen für Psychologen). Das therapeutische Material wuchs derart an, dass er "diejenigen therapeutischen Möglichkeiten, die sich in (seiner, N. E.) Arbeit im Umgang mit suizidalen Patienten als praktikabel und effektiv herausgestellt hatten, auch anderen Therapeuten vermittelte" (11). Das Buch fasst diese Ergebnisse zusammen. Es kann nach Überzeugung des Autors jedoch die praktische Übung und Anwendung des Geschriebenen nicht ersetzen. Mit seinen Worten: "Geschriebenes hat einfach eine andere Qualität und Wirkung als Erlebtes" (83).

Wolfram Dorrmann, psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendpsychotherapeut, mit mehreren Zusatzausbildungen, scheut sich nicht, die "übliche therapeutische Zurückhaltung" (121) aufzugeben, um auch unkonventionelle Interventionsmethoden zu vertreten, die sich in seiner Sicht bewährt haben. An einigen Stellen werden mit Bedacht auch Ratschläge gegeben und Gesprächssituationen eingeführt, die, wie der Autor selbst einräumt, als "etwas gewagte Interventionen" (56) zu gelten haben.

Das Buch basiert in seinen fünf Auflagen auf langjähriger Expertise in der Behandlung suizidaler Patienten, die es dem Autor erlauben, die sonst übliche wissenschaftliche Abstinenz in persönlichen Einlassungen und Stilfragen aufzugeben. Sehr häufig bezieht er sich in Gesprächssequenzen und Fallberichten auf Patienten aus seiner Praxis und wählt als Sprachstil die Ich-Form. Dadurch gewinnt das Buch an Realitätsnähe und Authentizität. Es spricht in Inhalt und Stil für die fachliche Kompetenz und das persönliche Engagement nicht nur in der Arbeit mit seinen Patienten, sondern auch für sein Anliegen, Kolleginnen und Kollegen für die nicht leichte Behandlung von suizidalen Personen zu qualifizieren. Als er die erste Auflage seines Buches 1991 vorlegte, bemängelte Asmus Finzen in seinem Geleitwort noch die schmale Literaturbasis zum Umgang mit Suizidgefährdung. Zu einem ähnlichen Resümee kommt der Autor in seiner Einleitung. Dieser Mangel konnte durch die "Therapeutischen Interventionen bei Selbsttötungsabsichten" und weitere Veröffentlichungen des Autors sicherlich abgeschwächt werden. Positiv zu bewerten ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass die Fachliteratur zu Suizidprävention, Krisenhilfe und Therapie bei Suizidgefährdeten in der Zwischenzeit  insgesamt erheblich zugenommen hat. Auf grundlegende Publikationen z. B. von Finzen, Henseler, Milch, Reimer, Wolfersdorf und vielen anderen bezieht sich Wolfram Dorrmannn auch in seinem Text.

Zielgruppe(n)

Das Werk richtet sich in erster Linie nicht an therapeutische "Anfänger" im Feld von Depression und Suizidalität, schon gar nicht an einen Leserkreis, der mit der Thematik und den  besonderen Anforderungen an Beratung und Therapie völlig unvertraut ist. Dafür ist es fachlich zu voraussetzungsvoll geschrieben. Nach Ansicht des Rezensenten empfiehlt sich das Buch vor allem für Berater und Therapeuten, die in der ambulanten Praxis stehen und mit der Problematik suizidaler Klienten / Patienten konfrontiert werden. In Verbindung mit angeleiteter Reflexion und praktischen Übungen kann dieses Buch von hohem fachlichen und persönlichen Gewinn sein.

Aufbau

Das Werk gliedert sich in fünf Kapitel, von denen das dritte "Strategien und Techniken im Umgang mit Selbsttötungsabsichten" das zentralste und umfangreichste ist. Vertiefende Übungen schließen sich den jeweiligen Kapiteln an. Eine Einführung eröffnet das Buch; abgeschlossen wird es durch einen vierteiligen Anhang und ein umfangreiches, aktualisiertes Literaturverzeichnis. Zur Aktualisierung gehört im Text der 5. Auflage auch die Aufnahme neuerer statistischer Angaben und Quellenverweise.

  • In der Einleitung werden erstens die Motive und Anlässe des Autors, das Buch zu schreiben, genauer expliziert und zweitens eine Vorschau auf wesentliche Punkte im Argumentationsgang des Hauptteils gegeben. Das Anliegen des Buches besteht darin, "Anregungen zu therapeutisch günstigem Verhalten" in risikoreichen Situationen (hier mit suizidalen Patienten) zu liefern (12). Es soll dazu beitragen, dass auf Seiten der Therapeuten innere Hemmnisse gegen die Behandlung dieses Personenkreises abgebaut werden. Im Umgang mit suizidalen Personen geht es dann vor allem darum, den Entscheidungsprozess zum Suizid bei Betroffenen möglichst lange im Fluss zu halten, um Zeit für mögliche Entscheidungsalternativen zu finden (14).
  • Kapitel 1 befasst sich mit "Voraussetzungen beim Therapeuten für die Arbeit mit Suizidalen". Es gliedert sich in mehrere Unterkapitel, die die Voraussetzungen im Einzelnen sehr differenziert behandeln. Es geht um die "Bearbeitung eigener suizidaler Gedanken" als Grundlage für die Therapie, die eine "reflektierte und auch günstige (z. B. angstfreie, N. E.) Einstellung des Therapeuten zum Problem der Selbsttötung" (15) voraussetzt. Provozierend ist die Überzeugung des Autors, dass ein Therapeut in der Arbeit mit Suizidalen sicher sein müsste, "daß es für ihn keinen Grund gibt, sich umzubringen" (16). Angesprochen wird in einem weiteren Unterkapitel die "Sensibilität für Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse", die bekanntermaßen eine zentrale Rolle in der Psychodynamik der Beziehungsgestaltung zwischen Therapeut und Patient einnehmen. Es folgen Ausführungen zu "Therapeutisch günstige(n) Grundeinstellungen zum Suizid", zu denen die zentrale Erkenntnis gehört, dass man "letztlich niemanden hindern (kann), sich umzubringen" (24). (NB: Der Ausdruck "sich umbringen" wird vom Autor häufig gewählt).
  • Kapitel 2 ist überschrieben mit "Diagnostik der Suizidalität". Zunächst geht es um Definitionen (Suizid, Parasuizid, Selbsttötungsabsichten). Ein zweites Unterkapitel befasst sich mit sechs Situationen, in denen Suizidalität auftreten und eine therapeutische Intervention erforderlich werden kann. Suizidalität kann z. B. Anlass für Krisenintervention sein, aber auch während einer Psychotherapie oder nach einem Suizidversuch erneut auftreten. Möglichkeiten und Methoden der "Risikoabschätzung" werden anschließend thematisiert (z. B. das Präsuizidale Syndrom von Ringel, die zehn Signale für Selbsttötungsabsichten nach Shneidman, mit ihren therapeutischen Konsequenzen). Ferner geht es u. a. um Kriterien für die Einschätzung der Höhe des Suizidrisikos und um Hinweise auf latent vorhandene Selbsttötungsabsichten.
  • Kapitel 3 umfasst den Hauptteil des Buches. Es trägt den Titel "Strategien und Techniken im Umgang mit Selbsttötungsabsichten" und beinhaltet sechszehn Unterkapitel, u. a. mit einem Exkurs über ethische und rechtliche Aspekte der Suizidprävention. Im Hauptteil kommen wichtige Aspekte und Einzelheiten therapeutischer Interventionen unterschiedlicher Provenienz zur Sprache. Sie werden jeweils durch Fallbeispiele und zahlreiche Gesprächsbelege untermauert. Der Autor ist mit den verschiedensten Interventionsmethoden vertraut und arbeitet nach einem Integrationskonzept, das sich in seiner langjährigen Praxis bewährt hat. Dazu gehören auch unkonventionelle Vorgehensweisen, die für manche Therapeuten zunächst "ungewohnt oder sogar fremd" (47) erscheinen mögen. Techniken und Strategien sollten jeweils der Problemlage des Patienten und dem persönlichen Profil des Therapeuten angemessen sein. Die Strategien und Techniken im Einzelnen: Sie beginnen mit dem Schritt "Rapport bekommen", d. h mit Erfolg versprechenden Zugangswegen und Möglichkeiten den Patienten zu erreichen. Ein wichtiger Zwischenschritt ist der des Zeitgewinnens, des Aufschubs definiter Entscheidungen also, der über verschiedene Gesprächstechniken erreicht werden kann. Sehr ausführlich und kritisch setzt sich der Autor mit Vor- und Nachteilen von "Verträgen und Selbstverpflichtungen" von Patienten auseinander. Überzeugend beschreibt er seine eigene Praxis in der Formulierung und im Umgang mit Verträgen in der Therapie, einschließlich "Ergänzender Maßnahmen für Verträge". In manchen Situationen, z. B. wenn Patienten nicht bereit sind, einen Vertrag zu vereinbaren, greift der Autor zur ungewöhnlichen Methode der "Konfrontation", damit sich Patienten z. B. mit realen Konsequenzen ihrer Selbsttötung auseinandersetzen. Instruktive Gesprächsbeispiele verdeutlichen diese Art von Intervention. Es schließen sich in sachlogischer Folge Unterkapitel zu Themen wie "Arbeit mit Gefühlen" (als basales Element von Therapie), "Brücken bauen", vor allem gedacht als Überbrückungshilfe zwischen einzelnen Therapiesitzungen. Vorgeschlagen werden die unterschiedlichsten Methoden, die nach Ansicht des Autors anwendbar sind. Es geht dann um "Deutungen und Umdeutungen", die ausgehend vom psychoanalytischen Ansatz von Henseler die unbewusste Motivation suizidaler Absichten und Handlungen zum Gegenstand haben. Die "Arbeit mit Teilen der Persönlichkeit" im Kontext einiger Therapieschulen (z. B. Neurolinguistische Programmierung, Transaktionsanalyse) beschäftigt den Autor im nächsten Unterkapitel, dann die "Arbeit mit inneren Bildern" (z. B. in der Hypnotherapie, mit der er selbst arbeitet). Die "Arbeit mit der Weltanschauung des Klienten" wird ebenfalls angesprochen, dann die "Verschreibung von Ritualen", z. B. beim Abschiednehmen von Verstorbenen durch Angehörige. Als Beispiel kann das Verfassen von Abschiedsbriefen dienen. "Inkompatible Erfahrungen" zwischen psychischen und physiologischen Zuständen (auch Körperhaltungen) sind Gegenstand des nächsten Unterkapitels. Dem folgen detaillierte Ausführungen zur Anwendung "systemischer Interventionen" in der Therapie von suizidalen Patienten, die das familiale Umfeld mit einbezieht (Stichwort: Familientherapie). Angesprochen werden auch Vorschläge für den Klienten, sein soziales Netz zu erweitern, um Isolation und Einsamkeit zu überwinden. Von eminent praktischer Bedeutung ist auch ein "Notfallplan" für den Patienten, wenn der Therapeut, z. B. bedingt durch Urlaub, für einige Zeit nicht zur Verfügung steht, und "Wenn Nichts mehr geht" muss unter Umständen und nach Ausschöpfung aller ambulanten Möglichkeiten eine stationäre Einweisung unter Beachtung strenger Kriterien erwogen und auch veranlasst werden. Die Schwierigkeiten, die dabei auftreten können, werden im Einzelnen erörtert, einschließlich der ethischen und rechtlichen Implikationen, die die Suizidprophylaxe insgesamt betreffen. Dabei beruft sich der Autor vor allem auf den Sozialethiker Birnbacher, der einen "schwachen Paternalismus" vertritt, der unter der Prämisse der Freiverantwortlichkeit die Selbsttötung nicht verhindern möchte.
  • Kapitel 4 greift die Frage nach "Übliche(n) Fehler(n) und riskante(n) Interventionen" im Umgang mit suizidgefährdeten Personen auf. Sie sind schon häufig in der Fachliteratur systematisiert worden. Zunächst gibt der Autor zu bedenken, dass die Fülle der von ihm aufgezeigten Interventionsmethoden nicht zu einem unreflektierten "therapeutischen Interventionismus" verführen darf (141). Psychotherapie sei in ihren am weitesten entwickelten Formen eher als Kunst, denn als Wissenschaft zu verstehen, ein Standpunkt, der eine nähere Begründung erforderte, die sich der Autor an dieser Stelle aber erspart. Die Liste möglicher "Kunstfehler" im Umgang mit suizidal Gefährdeten ist lang und umfasst z. B. solche wie "Latente suizidale Reaktionen übersehen", "Bagatellisierungen (der Patienten, N. E.) akzeptieren" und "Abgenützte Beschwörungsformeln (verwenden, N. E.)" wie "Sie haben doch noch so viel vor sich" u. ä.
  • Der Textteil schließt mit Kapitel 5 unter der Überschrift "Wenn der Patient sich gegen das Weiterleben entschieden hat". Es geht hier besonders um die Verarbeitung von Suiziden von Patienten, die während oder nach der Therapie erfolgten. Versagens- und Schuldgefühle beim Therapeuten stellen sich besonders dann ein, wenn Gefahrensignale für Suizidalität übersehen wurden oder der Kontakt zu Patienten, die sich töteten, vorher abriss. Eine ehrliche Fehleranalyse kann in solchen Extremfällen der zukünftigen Suizidprophylaxe nur dienlich sein. Auch eine nachträgliche Supervision kann entlastend wirken. Ein weiteres Problem ist die Kontaktaufnahme zu Angehörigen und die Art der Anteilnahme nach dem Suizid eines Patienten. Der Autor macht dazu einige konkrete Vorschläge, zu denen selbstverständlich eine schriftliche Beileidsbekundung gehören muss.
  • Im Anhang findet sich unter A ein Prozessmodell für die Arbeit mit suizidalen Patienten / Klienten, ein Fragebogen zur kontinuierlichen Erfassung des Erlebens und Verhaltens (FKEEV), den der Autor in seiner Arbeit regelmäßig verwendet (Anhang B), ein Fragebogen zu den Ängsten von Psychotherapeuten bei ihrer Arbeit mit suizidalen Patienten und eine Auswertungsstatistik dieses Fragebogens (Abb. 1, S. 155) (Anhang C). Anhang D umfasst "bibliotherapeutische (kommentierte, N. E.) Literatur" für Betroffene, Angehörige sowie Berater und Psychotherapeuten, ferner aktuelle Kontaktadressen (einschließlich solcher im Internet). Ein umfangreiches Literaturverzeichnis schließt das Buch ab.

Diskussion

Bei der Arbeit von Wolfram Dorrmann handelt es sich um ein gut eingeführtes (5. Auflage) und fachlich sehr fundiertes und anspruchsvolles Werk, dass besonders durch seine Praxisnähe und Handlungsrelevanz besticht, die der Autor durch seine langjährige therapeutische Erfahrung und seinen umfangreichen Fundus an methodischem Material beisteuern kann. Das Buch gewinnt zudem durch den persönlichen, häufig unkonventionellen Stil des Autors, der den oft distanzierten Wissenschaftsjargon zugunsten der persönlich gefärbten Ich-Form an vielen Stellen aufgibt, um den Leser unmittelbar in seinem Bestreben nach konkreter Hilfestellung anzusprechen. Dabei wird er nicht enttäuscht. Durch die Schwerpunktsetzung "Therapeutische Interventionen bei Selbsttötungsabsichten" erhält der Leser / Berater / Therapeut zahlreiche Hinweise und Beispiele zur Verbesserung seiner eigenen therapeutischen Kompetenz im Umgang mit Suizidgefährdeten, der nicht nur die Beherrschung vielfältiger Interventionsmethoden voraussetzt, sondern immer auch die Fähigkeit zur kritischen Selbstanalyse einschließt. Beides, Förderung von Können und Einsicht, durchziehen wie ein roter Faden die Publikation Wolfram Dorrmanns. Zahlreiche anschauliche Gesprächssequenzen, Fallbeispiele und tabellarische Zusammenfassungen dienen in wirksamer Weise diesem Zweck, ebenso die Übungen zum Abschluss einzelner Kapitel. Literaturbezüge und statistische Daten werden nach Bedarf in den Text eingestreut, ohne, wie in manchen Publikationen üblich, ein Übergewicht zu bekommen.

Anzumerken ist noch, dass der Autor die Grenzen schriftlicher Anleitungen und Vorschläge (auch seines Buches) für die therapeutische Praxis realistisch einschätzt und nachdrücklich für praktische Umsetzung, Trainingsaktivitäten und Supervision (in schwierigen Praxisfällen) plädiert. Nur in dieser Kombination von Geschriebenem und Erfahrenem kann es nach Meinung des Autors zur Qualifikation für die Therapie mit suizidalen Patienten kommen.

Fazit

Das Werk ist uneingeschränkt einer Leserschaft zu empfehlen, die in Beratung und Therapie, hier vor allem in ambulanten Settings, mit suizidalen Patienten / Klienten konfrontiert wird und ihre professionelle Reflexions- und Handlungskompetenz verbessern will. Das heißt jedoch nicht, dass fachlich interessierte "Laien" das Buch nicht mit Gewinn lesen können, wenn sie bereit sind, sich in der Fülle der Beispiele, Interpretationen, Argumente und Methoden, die der Autor aus seinen Erfahrungen heraus vor uns ausbreitet, zurecht zu finden. An Rückmeldungen, Kritik und Anregungen zu seinem Buch ist der Autor seinerseits sehr interessiert.

Rezension von
Prof. Dr. phil. Norbert Erlemeier
Ehem. Mitglied und Sprecher der AG Alte Menschen im Nationalen Suizidpräventionsprogramm für Deutschland
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Es gibt 25 Rezensionen von Norbert Erlemeier.

Kommentare

Anmerkung der Redaktion: Die Rezension basiert auf der 5. Auflage aus dem Jahr 2006,

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Zitiervorschlag
Norbert Erlemeier. Rezension vom 05.12.2007 zu: Wolfram Dorrmann: Suizid. Therapeutische Interventionen bei Selbsttötungsabsichten. Klett-Cotta Verlag (Stuttgart) 2009. 6., aktualisierte Auflage. ISBN 978-3-608-89027-3. Reihe: Leben lernen - 74. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/5367.php, Datum des Zugriffs 10.08.2022.


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