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Heinrich Niederfahrenhorst: Krankenhaus-Finanzierungsrecht

Cover Heinrich Niederfahrenhorst: Krankenhaus-Finanzierungsrecht. Lexikalisches Handbuch mit ergänzenden Materialien. Erich Schmidt Verlag (Berlin) 2007. 3. Lieferung Auflage. 2872 Seiten. ISBN 978-3-503-01942-7. 96,00 EUR.

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Thema

Die vorliegenden Bände verstehen sich als lexikalisches Nachschlagewerk zum Krankenhausfinanzierungsrecht und zu den Regelungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (Sozialgesetzbuch V). Begründet wurde der Band von Klaus Grünenwald und Angelika Wettstein-Grünenwald bereits im Jahr 1980. Selbstredend ist festzustellen, dass seit dieser Zeit der Bereich der Krankenhausfinanzierung sich erheblich gewandelt hat. Zahlreiche neue Rechtsvorschriften sind in Kraft getreten. Nahezu jährlich ist eine Gesundheitsreform im Gesetzesblatt zur Kenntnis zu nehmen. Zuletzt z.B. 2004 mit der Einführung des Diagnose-bezogenen Abrechnungssystems (DRG-System).

Diesen Veränderungen will die vorliegende Loseblatt-Veröffentlichung Rechnung tragen. Sie versteht sich als Hilfestellung, um trotz des sich ständig wandelnden rechtlichen Umfelds sachgerechte Antworten zur Krankenhausfinanzierung zu finden. Dabei bietet sie eine umfassende Begriffserläuterung nach dem Prinzip eines lexikalischen Stichwortverzeichnisses sowie eine Sammlung aller relevanten Gesetze, Verordnungen und Vorschriften des fünften Sozialgesetzbuches im Anhang.

Aufbau und Inhalt

Die Loseblatt-Sammlung zum Krankenhausfinanzierungsrecht ist in zwei Bänden erschienen. Beide sind in Ringbuchform aufgelegt, was eine fortlaufende Aktualisierung der Bände unproblematisch ermöglicht. Die entsprechenden Aktualisierungen können beim Kauf der Bände abonniert werden. Pro Jahr erscheinen zwei bis drei Aktualisierungen der Blattsammlung, wobei bei jeder Aktualisierung mit Kosten zwischen 20,- und 30,- Euro gerechnet werden muss.

Band 1 enthält zu Beginn ein umfassendes Inhaltsverzeichnis über die behandelten Stichworte, welches alphabetisch im Stil eines Lexikons gegliedert ist. Es ermöglicht das schnelle Auffinden von Stichworten sowie den Gesetzestexten und Veröffentlichungen. Die Gesetzestexte sind unterschieden in Bundesgesetze, Landesgesetze und Vereinbarungen, Empfehlungen und andere Materialien. Einige Bundesgesetze werden bereits am Ende des ersten Bandes wiedergegeben, größtenteils werden die Gesetze aber im Band 2 zusammengefasst.

Die Veröffentlichung enthält komplexe Begriffserläuterungen welche zur sachgerechten Lösung von Fragen des Krankenhausfinanzierungsrechts beitragen sollen. Auf durchschnittlich vier bis acht A5 Seiten werden die jeweiligen Begriffe erläutert. Dabei ist auf eine verständliche Erklärung des Begriffes genauso Wert gelegt, wie auf das Benennen der damit in Zusammenhang stehenden gesetzlichen Fundstelle. Zu jedem Begriff werden die relevanten Gesetzestexte detailliert angegeben, teilweise die einschlägigen Paragraphen zitiert. Weiterführende Veröffentlichungen zum jeweiligen Thema werden am Ende der Erläuterung genannt. Neben der einschlägigen Rechtsprechung, die berücksichtigt wurde, sind zahlreiche Hinweise auf Beiträge und Schrifttum enthalten.

Bedeutende Aussagen und Kernbegriffe sind durch Fettdruck hervorgehoben.

Am Ende jedes Abschnitts werden weiterführende, selbstständig erklärte Begriffe aufgeführt.

Die Begriffserläuterung ist durchgängig übersichtlich gestaltet. Teilweise werden Tabellen und Übersichten genutzt um relevante Vorschriften und Gesetze übersichtlich darzustellen.

Die Seitenzahl der einzelnen Texte zu den erläuterten Begriffen sind nummeriert. Am oberen Rand ist der erläuterte Begriff nochmals fett gedruckt und die jeweilige Ordnungszahl des Inhaltsverzeichnisses angegeben.

Am Ende des ersten Bandes beginnt bereits der Anhang. Dieser enthält Gesetzes- und Verordnungstexte des Krankenhausfinanzierungsrechts sowie Vorschriften des fünften Sozialgesetzbuches und weitere Gesetze.

Das dazugehörende Stichwortverzeichnis der Reglungen ist nach regionalem Bezug (das Krankenhauswesen ist Bundesländersache!) geordnet. Beginnend mit allen bundesweit gültigen Regelungen, unterteilt in Gesetze und Vereinbarungen, Empfehlungen und andere Materialien folgen diesem Teil die Regelungen der Bundesländer.

Folgende 299 Stichworte werden behandelt:

  • Abgrenzungsverordnung
  • Abschläge für Fallpauschalen und Sonderentgelte
  • Abteilungspflegesätze
  • Allgemeine Krankenhausbehandlungsbedingungen
  • Allgemeine Krankenhausleistungen
  • Allgemeine Vertragsbedingungen
  • Ambulantes Operieren
  • Anhörung
  • Anlagegüter
  • Anlagennachweis
  • Anlaufkosten
  • Anpassungsrücklagen
  • Anstaltshebamme/-entbindungspfleger
  • Arbeitszeitbedingungen
  • Arzneimittel
  • Arzneiliefervertag (§ 129a SGB V)
  • Arzneimittelkommission
  • Arzneimittelliste
  • Arzneimittelversorgung
  • Arzneimittelversorgungsverträge
  • Ärztlicher Dienst
  • Arzt im Praktikum (AiP)
  • Aufnahme
  • Ausbildungsstätten
  • Ausbildungsstätten-Ausgleichsfonds
  • Ausbildungsstätten-Finanzierung
  • Ausgleichszahlungen
  • Auskunftspflichten
  • Ausländische Patienten
  • Basisfallwert
  • Basispflegesatz
  • BAT-Berichtigungsrate
  • Bedarfsgerechtigkeit
  • Begleitperson
  • Behandlung im Nicht-Vertragskrankenhaus
  • Behandlungsunterlagen (Herausgabe, Einsichtnahme)
  • Belegabteilungen
  • Belegärzte
  • Belegärztliche Leistungen
  • Beleghebamme/-entbindungspfleger
  • Belegungsdaten der Fachabteilung
  • Belegungsdaten des Krankenhauses
  • Belegungstage im Fallpauschalenbereich
  • Benehmen
  • Berechnung der Sonderentgelte
  • Berechnung der tagesgleichen Pflegesätze
  • Berechnungstage für Sonderentgelt-Patienten
  • Berechnungstage für teilstationäre Patienten
  • Berechnungstage im Budgetbereich
  • Beurlaubung von Patienten
  • Berufsgenossenschaftliche Unfallkliniken
  • Beteiligte
  • Beteiligung am Pflegesatzverfahren
  • Betriebliches Vorschlagswesen
  • Betriebskindergarten
  • Bettenführende Fachabteilungen
  • Bereitschaftsdienst
  • Bilanz
  • Brennstoffe
  • Buchführung
  • Budgetneuvereinbarung
  • Bundespflegesatzverordnung
  • Bundesschiedsstelle
  • Bundesstatistik
  • Bundesverbände der Krankenhausträger
  • Bundeswehrkrankenhäuser
  • Case-Mix-Index
  • Datenübermittlung an die DRG-Datenstelle
  • Datenübermittlung an die Krankenkassen
  • Deutsche Krankenhausgesellschaft
  • Diagnosestatistik
  • Diagnoseschlüssel
  • Disease Management
  • Dreiseitige Rahmenempfehlungen
  • Dreiseitige Verträge
  • DRG-Datenstelle
  • DRG-Fallpauschalensystem
  • DRG-Systemzuschlag
  • Durchschnittlich beschäftigte Vollkräfte
  • Durchschnittlicher Wert je Vollkraft
  • Eigenmittelausgleich
  • Energie
  • Enge Zusammenarbeit
  • Entgelt für Unterkunft und Verpflegung
  • Entlassung
  • Ergänzende Kalkulationsaufstellung
  • Ergänzende Vereinbarungen
  • Erlöse
  • Ermächtigung von Krankenhausärzten
  • Erweiterte Landesschiedsstelle
  • Erweitertes Bundesschiedsamt
  • Fachrichtungen
  • Fälle mit Fallpauschalen
  • Fälle mit nachstationärer Behandlung
  • Fälle mit vorstationärer Behandlung
  • Fallpauschalen
  • Fallpauschalen-Katalog
  • Fehlbelegungen
  • Festbetragsförderung
  • Folgekosten
  • Fördertatbestände
  • Förderung von Nutzungsentgelten
  • Förderungsgrundsätze
  • Förderungsvoraussetzungen
  • Fortbildung der Fachärzte im Krankenhaus
  • Funktionsdienst
  • Gebrauchsgüter
  • Geschäftsjahr
  • Gesondert berechenbare Unterkunft
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Grenzverweildauer
  • Grundsatz der Beitragssatzstabilität
  • Heilmittel
  • Hilfsmittel
  • Hochschulambulanzen
  • Hochschulkliniken
  • Inlier
  • Institutsambulanz, psychiatrische
  • Integrierte Versorgung
  • Interne Revision
  • Investitionskosten
  • Investitionsprogramme
  • Investitionsverträge
  • Jahresabschluss
  • Kappungsgrenze
  • Kassenärztliche Vereinigungen
  • Klinisches Hauspersonal
  • Kontenplan
  • Kontenrahmen
  • Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen
  • Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus (KTQ)
  • Kooperation zwischen Krankenhäusern
  • Kooperatives Belegarztwesen
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Kostenabzug für belegärztliche Leistungen
  • Kostenabzug für Wahlleistungen
  • Kostenartenrechnung
  • Kostenerstattung der Ärzte
  • Kostenerstattung der Belegärzte
  • Kostenstellenrechnung
  • Kostenträgerrechnung
  • Krankenhausbehandlung
  • Krankenhausbehandlungsbedürftigkeit
  • Krankenhaus-Buchführungsverordnung
  • Krankenhäuser
  • Krankenhausfinanzierungsgesetz
  • Krankenhausführung
  • Krankenhaushäufigkeit
  • Krankenhausleistungen
  • Krankenhauspflege-Richtlinien
  • Krankenhauspläne
  • Krankenhausstatistik-Verordnung
  • Krankenhausträger
  • Krankenhausvergleich
  • Krankenkassen
  • Krankentransport-Richtlinien
  • Krankheitsfrüherkennungsmaßnahmen
  • Kurzlieger
  • Landes-Basisfallwert
  • Landeskrankenhausgesellschaft
  • Landeskrankenhausgesetze
  • Landespflegesatzausschuss
  • Landesschiedsstelle
  • Landesschiedsstellenverordnungen
  • Landesverbände der Krankenkassen
  • Lebensmittel und bezogene Leistungen
  • Leistungen Dritter
  • Leistungs- und Kalkulationsaufstellung
  • Leistungsdaten
  • Medizinischer Bedarf
  • Medizinisch-technischer Dienst
  • Mindestmengen
  • Mitaufnahme einer Begleitperson
  • Modellvorhaben
  • Nachstationäre Behandlung
  • Nettoprinzip
  • Nicht förderungsfähige Einrichtungen
  • Nicht pflegesatzfähige Kosten
  • Nicht zurechenbare Personalkosten
  • Nichtärztliche Wahlleistungen
  • Nutzungsgrad der Planbetten
  • Öffentliche Förderung
  • Öffentlich-rechtliche Kostenträger
  • Operationenschlüssel
  • Operationsstatistik
  • Optionsmodell
  • Patientenaufklärung
  • Patientenbeurlaubung
  • Patientenunterrichtung
  • Pauschale Förderung
  • Personalgruppen
  • Personalkosten
  • Personalstatistik
  • Pflegedienst
  • Pflegeeinrichtungen
  • Pflegesatzbegrenzung
  • Pflegesätze
  • Pflegesatzfähige Kosten
  • Pflegesatzgenehmigung
  • Pflegesatzvereinbarungen auf Landesebene
  • Pflegesatzvereinbarungen auf Ortsebene
  • Pflegesatzverfahren auf Bundesebene
  • Pflegesatzverfahren auf Landesebene
  • Pflegesatzverfahren auf Ortsebene
  • Pflegesatzverhandlungen auf Landesebene
  • Pflegesatzverhandlungen auf Ortsebene
  • Pflegesatzzeitraum
  • Planbetten
  • Praxisgebühr
  • Praxiskliniken
  • Preisvergleichsliste
  • Psychiatrie-Personalverordnung
  • Psychiatrische Institutsambulanzen
  • Qualitätssicherungsabschläge
  • Qualitätssicherungszuschläge
  • Rahmenvereinbarungen
  • Rechnungsabschlag ab 2007
  • Rechnungswesen
  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Röntgenverordnung
  • Sachkosten
  • Schiedsstelle
  • Schiedsstellenverordnungen
  • Schuldendienstförderung
  • Sonderdienste
  • Sonderentgelte
  • Sonderentgelt-Katalog
  • Sonstiges Personal
  • Sozial tragbare Pflegesätze
  • Sozialdienst
  • Sozialleistungsträger
  • Sozialpädiatrische Zentren
  • Spitzenverbände der Krankenkassen
  • Strahlenschutzverordnung
  • Systemzuschlag
  • Tagesgleiche Pflegesätze
  • Technischer Dienst
  • Teilstationäre Behandlung
  • Teilstationäre Fälle im Budgetbereich
  • Teilstationäre Pflegesätze
  • Teilzahlungen
  • Transplantationsgesetz
  • Umstellungskosten
  • Umweltschutz
  • Unmittelbar Beteiligte
  • Unterkunfts- und Aufenthaltsräume
  • Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Krankenhaus
  • (Bewertung nach § 137c SGB V)
  • Veränderungsrate
  • Verbrauchsgüter
  • Vergütungsempfehlungen
  • Verlegung
  • Verlegungstransportkosten
  • Verordnung zum Fallpauschalensystem für Krankenhäuser (KFPV)
  • – Erläuterungen
  • Verordnungsermächtigung
  • Versicherungen
  • Versorgungsauftrag
  • Versorgungsstufen
  • Versorgungsverträge
  • Vertragsparteien auf Bundesebene
  • Vertragsparteien auf Landesebene
  • Vertragsparteien auf Ortsebene
  • Verwaltungsbedarf
  • Verwaltungsdienst
  • Verweildauer
  • Vielfalt der Krankenhausträger
  • Vollstationäre Behandlung
  • Vollstationäre Fälle im Budgetbereich
  • Vorauszahlungen
  • Vorklärung wesentlicher Fragen
  • Vorlage-/Übermittlungspflichten
  • Vorläufige Pflegesatzvereinbarung
  • Vorsorgeeinrichtungen
  • Vorstationäre Behandlung
  • Wahlärztliche Leistungen
  • Wahlleistungen
  • Wahlleistungsentgelte
  • Wahlleistungsvereinbarung
  • Wirtschaftlichkeitsprüfungen
  • Wirtschafts- und Versorgungsdienst
  • Wirtschaftsbedarf
  • Wirtschaftsgüter
  • Wissenschaftliche Forschung und Lehre
  • Zentrale Gemeinschaftsdienste
  • Zentrale Verwaltungsdienste
  • Zinsen für Betriebsmittelkredite
  • Zinsen für Eigenkapital
  • Zinsen für Fremdkapital
  • Zugelassene Krankenhäuser
  • Zusätzlich pflegesatzfähige Kosten
  • Zusätzliche Unterlagen
  • Zuschläge für Fallpauschalen und Sonderentgelte
  • Zuschläge für Qualitätssicherung
  • Zuständige Landesbehörde
  • Zustimmung zu Pflegesatzvereinbarungen
  • Zuzahlung der Versicherten bei Krankenhausbehandlung
  • (§ 39 Abs. 4 SGB V)
  • Zweiseitige Rahmenempfehlungen
  • Zweiseitige Verträge

Folgende Gesetzestexte finden sich in der Loseblatt-Sammlung zum Krankenhausfinanzierungsrecht:

Gesetze auf Bundesebene

  • Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG)
  • Transplantationsgesetz (TPG)
  • Grundgesetz (GG – in Auszügen)
  • Einigungsvertrag (in Auszügen)
  • Abgrenzungsverordnung (AbgrV)
  • Röntgenordnung (RöV)
  • Krankenhausentgeltgesetz (KHEntG)
  • Krankenhausinvestitionsprogramm für die Neuen Bundesländer
  • Gesetz zur Stabilisierung der Krankenhausausgaben
  • Krankenhausstatistik-Verordnung (KHStaV)
  • Psychiatrie-Personalverordnung (PsychPV)
  • Bundespflegesatzverordnung (BPflV)
  • GKV-Solidaritätsstärkungsgesetz
  • Krankenhausentgeltgesetz (KHEntG)

Gesetze auf Landesebene

jeweils das einschlägige Landeskrankenhausgesetz und ggfs. die Krankenhausverordnung

z.T. Landesschiedsstellenverordnungen

Darüber hinaus finden sich weitere „Vereinbarungen, Empfehlungen und andere Materialien“ z.B.

  • zu Wirtschaftlichkeitsprüfungen,
  • zum Belegarztwesen,
  • zur Zahl der Ausbilder an Ausbildungsstätten,
  • zum Personalbedarf für Hebammen,
  • zum Krankenhausvergleich,
  • zur Erhebung der Praxisgebühr,
  • zur einheitlichen Übermittlung der Diagnose- und OP-Statistik,
  • zu Qualitätsberichten, zu Qualitätsscherungsmaßnahmen und zu Qualitätsvereinbarungen der Krankenhäuser
  • zur Bundesschiedsstelle
  • zu Informationen der DKG zur Integrierten Versorgung,
  • zu diversen Prüfberichten
  • zu einem Vertrag für ambulantes Operieren
  • zur Empfehlung zur Kalkulation von Zusatzentgelten
  • zu Empfehlungen zur Europäischen Krankenversicherungskarte usf.

Diskussion

Die Veröffentlichung des Erich Schmidt Verlages zum Krankenhausfinanzierungsrecht ist angesichts des ausufernden Krankenhausrechts notwendiger denn je. Für Verantwortliche im Bereich der Geschäftsführung von Krankenhäusern ist es unabdingbar, mit den rechtlichen Grundbegriffen der Finanzierung ihrer Unternehmen vertraut zu sein. Diese aus rechtlicher Sicht häufig nur vom Spezialisten zu erfassenden Begriffe werden hier allgemeinverständlich erläutert.

Als gelungen ist zudem die Vernetzung der Begriffe zu allen relevanten Gesetzen sowie der Hinweis auf weiterführende Begriffe zu bezeichnen. Dadurch kann ein Begriff in seiner Komplexität erfasst und in seinen Zusammenhängen verstanden werden.

Die Form der Ringbuchbindung ist – wie bei anderen Loseblattsammlungen auch – bestens dazu geeignet, neue Regelungen bzw. Aktualisierungen einzupflegen. Dies ermöglicht es unproblematisch, neue Begriffe und Reglungen aufzunehmen und damit auf dem neusten Stand zu bleiben.

Das Stichwortverzeichnis mit knapp 300 Schlagworten ermöglicht es schließlich problemlos, einzelne Begriffe und Reglungen zu finden.

Positiv ist ebenfalls ein ausführliches Abkürzungsverzeichnis zu nennen (11 Seiten). Es ist geeignet, im Fachschrifttum nicht erläuterte Abkürzungen zu dechiffrieren.

Unübersichtlich geordnet ist der Anhang mit Gesetzes- und Verordnungstexten sowie Vorschriften des fünften Sozialgesetzbuches zum Krankenhausfinanzierungsrecht. Ist im Inhaltsverzeichnis dieser Teil noch nach regionalen Komponenten sortiert, entzieht er sich später in der Blattsammlung leider diesem Ordnungssystem. Dies kann durchaus dem gesetzgeberischen Verfahren geschuldet sein, wirkt sich aber auf die Arbeit mit dem Werk negativ aus. Ein Auffinden der einzelnen Texte ist dadurch nur noch mit Hilfe des Stichwortverzeichnisses möglich, welches aber nur im ersten Band vorhanden ist. Da fast alle Gesetzestexte und Verordnungen in Band 2 zusammengefasst sind, wäre es nach Auffassung des Rezensenten wünschenswert, auch in diesem Band ein Stichwortverzeichnis zur Hand zu haben.

Fazit

Die Veröffentlichung von Heinrich Niederfahrenhorst stellt ohne Zweifel ein unverzichtbares Werkzeug dar, für jeden Krankenhausmitarbeiter, Verwaltungsangestellten bzw. Freiberufler, der mit der Finanzierung von Krankenhäusern befasst ist. Er erläutert gut verständlich die wichtigsten Begriffe des Krankenhausfinanzierungsrechts und liefert dazu weiterführende, selbstständig erläuterte Begriffe und relevante Reglungen.

Durch die Möglichkeit, fortwährend Ergänzungen zu abonnieren, bleibt das Werk, trotz sich rasch ändernder Rahmenbedingungen, aktuell.

Negativ einzuschätzen ist neben der eingangs genannten nicht systematischen Ablage der Gesetzestexte, dass es bisher nicht möglich ist auf die Veröffentlichung auch digital zugreifen zu können. Dies wäre eine Empfehlung an den Verlag und kann ja noch nachgeholt werden.


Rezension von
Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch
E-Mail Mailformular
und
Michael Junge
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Zitiervorschlag
Friedrich Vogelbusch/Michael Junge. Rezension vom 16.04.2009 zu: Heinrich Niederfahrenhorst: Krankenhaus-Finanzierungsrecht. Lexikalisches Handbuch mit ergänzenden Materialien. Erich Schmidt Verlag (Berlin) 2007. 3. Lieferung Auflage. ISBN 978-3-503-01942-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/5682.php, Datum des Zugriffs 25.05.2020.


Urheberrecht
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ISSN 2190-9245

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