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Angelika Birck, Christian Pross u.a. (Hrsg.): [...] Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin

Cover Angelika Birck, Christian Pross, Johan Lansen (Hrsg.): Das Unsagbare. Die Arbeit mit Traumatisierten im Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin. Festschrift zum 10jährigen Bestehen des Behandlungszentrums für Folteropfer Berlin. Springer (Wiesbaden) 2002. 303 Seiten. ISBN 978-3-540-43856-4. 29,95 EUR.
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AutorInnen und ihr Hintergrund

Alle Autoren/Autorinnen - mit Ausnahme von dreien - arbeiten als Fachkräfte im BZFO. Sie verfügen über langjährige, vielschichtige Erfahrungen mit Folteropfern - schwerst traumatisierten Menschen.

Sie wissen über wen und über was sie schreiben und wem sie stellvertretend ihre Stimme leihen, um das Unsagbare ins Wort zu bringen. Sie übernehmen Anwaltschaft für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen, ihre KlientInnen.

Zielgruppen

Das Buch wendet sich ausdrücklich an alle, die interessiert sind und/oder sich engagieren für eine menschliche Welt, frei von Gewalt und Waffen. Pflichtlektüre sollte es sein für all die, die mit Traumatisierten arbeiten, aber auch für all die, die in Politik, im Gesundheitsbereich und Verwaltungen Entscheidungen darüber treffen, ob die Betroffenen gefoltert, traumatisiert wurden und sie asyl-'würdig' sind. Das Buch ist sowohl aufklärend und informativ als auch beunruhigend und zum Handeln auffordernd.

Aufbau und Inhalt

Das Buch hat neben zwei Geleitworten, einem Vorwort und einem AutorInnenVerzeichnis, 18 Kapitel von verschiedenen AutorInnen. Ziel des Buches ist es, multiperspektivisch die Situation von Folteropfern, ihre Behandlung und Betreuung aufzuzeigen und kritisch zu reflektieren.

Kapitel 1 erzählt die Geschichte des Zentrums von der Gründung bis zum heutigen Tage. Es beschreibt die scheinbar nie enden wollenden Balanceakte zwischen therapeutischer Empathie und professioneller Distanz, zwischen notwendiger Parteilichkeit für die Folter-Überlebenden und Neutralität in Asylverfahren u.ä.m..

Kapitel 2 gibt die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung traumatisierter Flüchtlinge im Exil bzgl. ihrer subjektiven Krankheits-, Problem und Therapievorstellung wieder. Nur ein interdisziplinäres ganzheitliches Konzept der Betreuung - medizinische und therapeutische Hilfe, muttersprachliche soziale und juristische Unterstützung - ist für die Integration und die stützenden Gesprächen aussichtsreich. Denn die professionelle psychosoziale und therapeutische Hilfe sind der Ersatz für die Alltagskommunikation im sozialen Netzwerk daheim. Flucht ist/war keine 'freiwillige' Entscheidung, sondern die allerletzte Möglichkeit zu überleben. Umso belastender und erniedrigender sind im Exil der ungesicherte Aufenthaltstatus, Ungesichertheit des Bleibens und die damit verbundenen, wenig empathischen, verwaltungsbürokratischen und meist retraumatisierenden Befragungen, die unfreiwillige soziale Isolationen in 'Heimen' bzw. Lagern, das Arbeitsverbot und die Abhängigkeit vom 'Wohlfahrts'-Staat.

Kapitel 3 zeigt am Beispiel äthiopischer Flüchtlinge auf, wie sozialkulturelle Unterschiede - Grundorientierungen, Denk- und Fühlweisen, Werte, Normen und Verhaltensregeln, Sprachgewohnheiten und Autoritätsverständnis u.v.m. - zu wechselseitigen Missverständnissen und 'Fehlverhalten' führen. Effektive Hilfe an der Schnittstelle unterschiedlicher Kulturen kann nur gelingen, wenn die Begegnung der Menschen von Achtung, Respekt und Toleranz geprägt ist und dem/der Hilfesuchenden weder der persönliche Standpunkt genommen wird noch sein Wertesystem diskriminiert wird. Folgerichtig beschäftigt sich

Kapitel 4 mit dem Thema Dolmetschen, der Triade KlientIn/DolmetscherIn/TherapeutIn. Zunächst werden die Rahmenbedingungen für dieses Triadensetting im BZFO aus der Sicht der DolmetscherInnen dargestellt und erläutert. Es folgen Erfahrungen mit nach unterschiedlichen Einstellungskonzepten - "Regeln befolgen" und/oder "eine gemeinsame Sprache suchen" - arbeitenden TherapeutInnen und Erfahrungen im Umgang mit KlientInnen i. S. dolmetschen mit Gefühl und optimaler Anteilnahme. Das Resümee betont die Bedeutung des wechselseitigen Respekts und Vertrauens zwischen DolmetscherIn und TherapeutIn: der Verzicht auf Statusmacht und/oder Konkurrenz'spielchen', das 'Einweihen und Einweisen' der Dolmetschenden in die therapeutische Vorgehens- und Arbeitsweise. DolmetscherInnen sind die im Prozess am meisten geforderten, denn sie müssen ständig aufmerksam und hoch konzentriert zuhören und 'pausenlos' während der gesamten Behandlungseinheit übersetzen. Diese passive Tätigkeit birgt in sich ein hohes Gefährdungspotential zur stellvertretenden Traumatisierung.

Kapitel 5 berichtet über die therapeutische Arbeit mit kurdischen Patientinnen. Einführend wird das kurdische Ehre-Konzept vorgestellt und erläutert. Demnach ist sexualisierte Gewalt/Folter eine der schwersten Formen der Ehrverletzung nicht nur für die Frau sondern gleichermaßen auch für den Ehemann und die gesamte Familie. Sexualisierte Folter zerstört nicht nur die Einzelperson, sondern schädigt zutiefst einen zentralen Kern der kulturellen Werte. Ehrverlust zieht gesellschaftliche Ächtung nach sich und hat sowohl Scham als auch Aggression gegen sich selbst zur Folge. Ursache von Schande zu sein, führt zur Ausstoßung der Einzelperson, um den Rest der Familie zu schützen. Folgerichtig ist das (Ver)-Schweigen bzgl. der erlittenen sexualisierten Gewalt die einzige Überlebensstrategie für das Individuum, um sich selbst, den Ehemann und das Familiensystem vor einer erneuten Entehrung zu schützen. Es folgt ein ausführlicher Bericht über Falldokumentationen von 35 kurdischen Patientinnen. Die Bedeutung von Scham und Schamangst wird expliziert "Die Scham zeigen können und damit die Scham vor der Scham abzulegen, ist ein entscheidender Schritt aus dem Teufelskreis von Scham und Ohnmacht herauszufinden". Es bedarf eines/r Zeugen/in, um den eigenen Platz in der Gesellschaft wieder zu finden. Eine Erfolg versprechende Ressourcenarbeit dockt an die kulturellen und sinnlichen Verwurzelungen an; denn sie sind häufig die tieferen Quellen von Vitalität, Kraft, Stolz und Kreativität. Wohingegen bei der traumafokussierenden Arbeit eben diese Verwurzelungen ein schwer zu überwindendes Hindernis sind. Äußerst erschwerend kommt hinzu, dass für die meisten Kurdinnen Autonomie eine negativ konnotierte Lebensweise ist. Respekt gegenüber der Patientin bedeutet zugleich Respekt vor ihrem kulturellen Hintergrund und ihrer Weise des Umgangs mit dem Trauma. Therapeutinnen können nur Begleiterinnen und manchmal auch Katalysatoren sein.

Kapitel 6 beginnt mit einer Fallgeschichte und beschreibt dann, dass und wie Sozialarbeit und Sozialtherapie die gesellschaftliche und soziokulturelle Rahmung der Folter berücksichtigen muss. Für asylsuchende Folterüberlebende ist ein sozialarbeiterisches/-therapeutisches Vorgehen unverzichtbar, auch wenn die restriktive Asylpolitik die Leitidee der 'Hilfe zur Selbsthilfe' fast ad absurdum führt. Sozialtherapie arbeitet ressourcenorientiert, konzentriert sich zum einen auf den Aufbau einer tragfähigen, dialogischen Beziehung zum/r Folterüberlebenden und zum anderen auf eine systemische Arbeit mit dem Umfeld, den sozialen Gruppierungen, in denen er/sie sich bewegt und lebt. Zur Aufdeckung des zurzeit relevanten Bezugssystems hat sich eine modifizierte Form des 'Sozialen Atoms' als hilfreich erwiesen. Mittels beratenden Gesprächen und Case Management wird gemeinsam mit den Betroffenen das weitere Vorgehen geplant und gestaltet, dabei wird jede - noch so winzige - Handlungsmöglichkeit der PatientInnen hervorgelockt und unterstützt. Ziel der Sozialtherapie ist die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Copingstrategien. Ergänzend dazu gibt es Hilfestellung bei der Integration in die neue Gesellschaft und eine unermüdliche aufklärende Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit. Sozialarbeit im BZFO unterliegt einer 'politischen Doppelbotschaft': Integration und Rehabilitation der Folterflüchtlinge bei gleichzeitig existenter deklassierender, abschreckender Gesetzgebung und rassistischen Tendenzen.

Kapitel 7 bis 10 stellen verschiedene therapeutische Ansätze - Integrative Familientherapie, holistische Musiktherapie, Gestaltungs- und Konzentrative Bewegungstherapie, Psychodrama - ihre Grenzen und Reichweite, modifiziert für die Arbeit mit Folterüberlebenden, vor und konkretisieren sie an Fallvignetten bzw. Fallgruppen. Die Einführungen in die jeweiligen theoretischen Konzepte sind fachlich korrekt und zugleich verständlich für Laien. Voraussetzung sowohl für TherapeutinnEn als auch für Lesende ist jedoch, sich achtsam und respektvoll der (Ent)-Fremdheit der Folterüberlebenden anzunähern und sich vorurteilsfrei einzulassen.

Kapitel 11 beschreibt differenziert und argumentativ überzeugend, dass und weshalb psychiatrische Fachkräfte mit therapeutischer Zusatzqualifikation sinnvoll und notwendig sind in einer Einrichtung wie dem BZFO. Genannt werden differentialdiagnostische Abgrenzungen zwischen dissoziativen anfallsartigen Episoden und epileptischen Anfällen, zwischen komplexen psychisch reaktiven Folterfolgen und chronisch verlaufender Schizophrenie, von somatischen Symptombildern und basaler Depression, von exogenen psychischen Belastungen mit passageren paranoiden Reaktionen. Es ist einleuchtend, dass die Medikamentation, die für manifeste psychiatrische Krankheitsbilder sinnvoll ist, bei Folterfolgen kontraindiziert bis obsolet sind. Des weiteren sind PsychiaterInnen unverzichtbar sowohl für psychiatrische Notfälle, für Konsiliardienste in Fragen psychiatrischer Diagnostik, für ggf. begleitende psychopharmakologische Therapien als auch für die psychiatrische Begutachtung, die aufgrund ihres hohen Potentials für schnelle und extreme Gegenübertragungspositionen - zu große Distanz und fehlende Empathie oder zu geringe Distanz und persönlich empathische Verstrickung - höchst komplex ist und deshalb Traumaerfahrener PsychiaterInnen bedarf.

Kapitel 12 beschreibt die Behandlung von Flüchtlingskindern - eines Jungen aus Grosny und einer jungen Frau aus Srebrenica. Im ersten Fall wird die Bedeutung und Funktion eines realen und imaginären sicheren Ortes zur (Erst)-Stabilisierung, im zweiten Fall werden die elterlichen Delegationen und ihre Folgen für die Autonomieentwicklung überzeugend dargestellt. Ein erschütterndes und gerade deshalb höchst lesenswertes Kapitel.

Kapitel 13 beschäftigt sich mit den Risiken und Ressourcen des intersubjektiven Erlebens von TraumatherapeutInnen, mit den Erfahrungen und Wechselwirkungen zwischen Traumatisierten und professionellen Helfern und den Veränderungen in der Haltung, der Beziehungsgestaltung und des therapeutischen settings in der Arbeit mit Traumatisierten.

Eingegangen und erläutert werden die kontextuellen Wirkfaktoren: kulturelle Verschiedenheit als Herausforderung an Respekt und Toleranz und das eigene Wertesystem, unsichere soziale und aufenthaltsrechtliche Absicherung der Flüchtlinge, hohe Abhängigkeit der KlientInnen und daraus resultierender Leistungsdruck, Grenzerfahrungen bzgl. emotionaler und professioneller Belastbarkeit und Wirkmöglichkeiten, hoher Erwartungsdruck bei noch relativ bescheidenen Behandlungsmethoden sowie der unerfüllbare Wunsch nach 'Heilung'. Höchst differenziert wird des weiteren der Frage nachgegangen, ob und inwieweit von einer 'wechselseitig traumatisierenden Interaktion' zu sprechen ist. Dargestellt und reflektiert werden die sich im intersubjektiven Erleben mit Extremtraumatisierten entwickelnden psychodynamischen Prozesse. Die Konfrontation mit extremtraumatischen Erlebnissen wecken bei TherapeutInnen sowohl starke Gefühle als auch Abwehrmechanismen. Notwendig sind deshalb größtmögliche Selbst-Wachsamkeit und Bewusstheit bzgl. innerpsychischer Prozesse und Verschiebungen in der Selbstwahrnehmung. Sie sind der 'Königsweg aus den traumatogenen Wirkmechanismen'. In der Arbeit lernen TherapeutInnen viel über die individuellen und kollektiven menschlichen Fähigkeiten zum physischen und psychischen Überleben, was sie auch in anderen Therapiefeldern nutzen können. Denn neben dem Trauma nehmen in der Therapie vielfältige alltägliche Sorgen und Nöte Platz. Trotz aller Belastungen, Verwicklungen u.ä.m. ist die Arbeit mit Extremtraumatisierten von tiefer Befriedigung, (Mit)Freude und Sinngebung geprägt.

Kapitel 14 stellt eine empirische Untersuchung bzgl. des Verlaufs der posttraumatischen Störungen bei psychotherapeutisch behandelten Folterüberlebenden im BZFO aus der Sicht der ehemaligen PatientInnen nach 2 Jahren vor.

Kapitel 15 beschäftigt sich mit dem Thema Supervision für HelferInnen von Opfern organisierter Gewalt. Supervision wird verstanden als geteilte Reflexion zwischen einem/r Experten/in von außen und einem/r Supervisanden/in, einer Gruppe oder einem Team. Ziel dieser Supervisionen ist einerseits emotionale Entlastung und kollegiale Solidarität zu ermöglichen und andererseits die therapeutische Kompetenz zu festigen und zu vergrößern. Zwei Fallvignetten und drei Supervisionssettings - Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision- werden exemplarisch vorgestellt. Wichtige Aspekte für dieses Supervisionsfeld sind: das Fallkonzept, die professionellen Rollen und ihre Grenzen, die emotionale Selbst-Sensitivität. In der Gruppensupervision wird die Kreativität, Kraft und die Erfahrungen der TeilnehmerInnen genutzt, was die Reflexionen intensiviert und facettenreicher macht. Methoden wie Identifizierungen, Rollenspiele u.ä.m. vertiefen via Perspektivenwechsel das Verstehen des Falles. In Teamsupervisionen werden neben fachlichen auch interkollegiale und strukturelle Probleme bearbeitet. So spiegeln sich des öfteren Phänomene der Klientenarbeit auf der Verhaltensebene im Team wider z.B. Verfolgung, Isolierung, Grenzverletzung.

Kapitel 16 beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Langzeit-Isolationshaft. Isolierende Haft bedeutet soziale und/oder sensorische/perzeptive Isolierung und birgt damit ein hohes Traumapotential. Ein Fallbeispiel verdeutlicht zum einen wie Identifizierung und Internalisierung des Aggressors das weitere Leben steuern und andererseits wie die in der Haft erzwungene Regression das Welt- und Selbstverständnis von Entwicklung zerstören kann. Langzeitisolierung wirkt sich aus aufs Selbstbild, Gedankeninhalte, Konzentration und Gedächtnisleistungen, auf Realitätswahrnehmung und -verarbeitung, sie reduziert die Möglichkeiten der Selbstvergewisserung extrem. Isolationsfolgen bedürfen deshalb einer optimalen Reizstimulation. Die Geschichte der Isolationsforschung wird skizziert und es wird über Isolation im Strafvollzug der BRD am Beispiel der RAF berichtet.

Kapitel 17 beschäftigt sich mit dem Missbrauch psychologischen Wissens und Methoden durch Geheimdienste und ähnliches mehr. Am Beispiel der Stasi wird aufgezeigt, wie Menschen destabilisiert, klein und weich gemacht wurden. Zerstört wurde das Vertrauen und die Ich-Funktionen, wodurch das innere Bezugssystem durcheinander gebracht wird, so dass die betroffene Person nicht mehr unterscheiden kann, was wirklich und was eingebildet ist. Es wird die Befürchtung ausgesprochen und belegt, dass psychologisches Wissen zur Folterung missbraucht wird und die Arbeit mit solchen Folterüberlebenden nochmals schwerer werden wird.

Kapitel 18 ist der Kampagne gegen Folter in der Türkei gewidmet. Vorgestellt wird die Türkische Menschenrechtsstiftung (TIHV), ihre Entstehung und ihre 'Überlebens'-Geschichte bis heute. Deutlich benannt werden die Hindernisse bei der Aufklärung und die Bedeutung eines wissenschaftlich fundierten Nachweises von Folterspuren. Wissenschaftliche Untersuchungsmethoden werden aufgezählt und kurz erläutert. Den Abschluss bilden die gegenwärtigen Probleme der Türkei in Sachen Demokratie und Menschenwürde.

Durch die Beiträge zieht sich wie ein blutroter Faden das Faktum, das die meisten KlientInnen gesundheitlich, sozial und aufenthaltrechtlich schlecht abgesichert sind. Aufgedeckt wird damit die Therapie, Therapiefortschritte und Integration behindernde Wirkung des fehlenden Schutzes und Sicherheit in der BRD aufgrund der restriktiven Asylbedingungen und der unendlichen und menschenentwürdigenden Verfahrensbedingungen. Denn der schlechte soziale Standard dient der Abschreckung eines weiteren Zuzuges ausländischer Asylbewerber.

Fazit

Das Buch hält mehr als der Titel verspricht. Es ist klar strukturiert, gut gegliedert, bietet Einblick in verschiedenste Facetten der Probleme von Folterüberlebenden und der therapeutischen Arbeit. Es liefert eine überzeugende Mischung von gelebter Praxis und theoretisch reflektiertem Erfahrungswissen. Die AutorInnen klären nicht nur auf, sondern beziehen fachlich, politisch und ethisch Stellung. Sie benennen und beschreiben Schwierigkeiten, Konsequenzen, Folgen und Erfolge. Geschrieben wurde das Buch von fachkompetenten und engagierten Menschen.

Darüber hinaus ist das Buch lesenswert, weil es respektvoll, empathisch, berührend und herausfordernd geschrieben ist.


Rezensentin
Dr. Michaela Schumacher
Homepage www.drmichaelaschumacher.de
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Zitiervorschlag
Michaela Schumacher. Rezension vom 14.01.2003 zu: Angelika Birck, Christian Pross, Johan Lansen (Hrsg.): Das Unsagbare. Die Arbeit mit Traumatisierten im Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin. Festschrift zum 10jährigen Bestehen des Behandlungszentrums für Folteropfer Berlin. Springer (Wiesbaden) 2002. ISBN 978-3-540-43856-4. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/595.php, Datum des Zugriffs 22.10.2017.


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