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Mériem Diouani-Streek, Stephan Ellinger (Hrsg.): Beratungskonzepte in sonderpädagogischen Handlungsfeldern

Rezensiert von Prof. Dr. Sabine Schäper, 09.11.2008

Cover Mériem Diouani-Streek, Stephan Ellinger (Hrsg.): Beratungskonzepte in sonderpädagogischen Handlungsfeldern ISBN 978-3-89896-291-9

Mériem Diouani-Streek, Stephan Ellinger (Hrsg.): Beratungskonzepte in sonderpädagogischen Handlungsfeldern. Athena-Verlag e.K. (Oberhausen) 2007. 243 Seiten. ISBN 978-3-89896-291-9. 19,50 EUR. CH: 34,00 sFr.
Reihe: Lehren und Lernen mit behinderten Menschen - Band 13
Weitere Informationen bei DNB KVK GVK.

Seit Erstellung der Rezension ist eine neuere Auflage mit der ISBN 978-3-89896-579-8 erschienen, auf die sich unsere Bestellmöglichkeiten beziehen.

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Thema

Beratung ist eine zunehmend wichtige Aufgabe von Professionellen in allen heil- und sonderpädagogischen Arbeitsfeldern: Sie beraten Schülerinnen und Schüler, Eltern und Angehörige, sie beraten sich kollegial oder nehmen selbst spezifische Formen berufsbezogener Beratung (Supervision, Coaching) in Anspruch. Sie beraten Klientinnen und Klienten im schulischen Kontext und in außerschulischen Feldern der Jugend- und Familienhilfe sowie der Behindertenhilfe und Psychiatrie. Selbst wenn es für spezifische Beratungskontexte notwendig sein kann, eine zusätzliche Beratungsausbildung zu absolvieren, ist doch Beratung zu einem so weit verbreiteten Handlungstypus geworden, dass es für alle heil- und sonderpädagogischen Fachkräfte hilfreich ist, Beratungskonzepte und Grundlagen methodischen Vorgehens zu kennen und unterscheiden zu können. Der vorliegende Sammelband gibt einen Überblick über für diese Felder relevante Beratungsansätze und will damit eine "schmerzliche Lücke in der Welt der Fachbücher zur pädagogischen Beratung" (S. 7) schließen. Die Beiträge des Sammelbandes stellen "Beratungsfiguren" vor dem Hintergrund verschiedener Heil- und sonderpädagogischer Handlungsfelder vor und verdeutlichen die Relevanz und Effektivität der Beratungskonzepte an Beispielen aus diesen Handlungsfeldern.

Aufbau und Inhalt

  • Die Einleitung von Mériem Diouani-Streek und Stephan Ellinger gibt Auskunft über Anliegen und Verortung der Beiträge in dem weiten Feld sonderpädagogischer Praxis.
  • Mériem Diouani-Streek verortet in ihrem Beitrag den "pädagogischen Handlungstyp Beratung" zunächst in der Geschichte seiner Theorieentwicklung und liefert wichtige begriffliche Orientierungen und Abgrenzungen, indem sie verschiedene Formen, Formalisierungsgrade und strukturelle Merkmale unterscheidet. Nach einer Vergewisserung von Gegenstand und Ziel pädagogischer Beratung widmet sie sich der wichtigen Frage der Abgrenzung von Beratung und Psychotherapie und fordert eine interdisziplinäre Positionierung (sonder-) pädagogischer Beratung zwischen Wissenschaftlichkeit und "Handwerk" (S. 29).
  • In seinem Beitrag zur klientenzentrierten Beratung benennt Erwin Breitenbach neben den bekannten Grundhaltungen als wichtige Interventionsstrategie das Spiegeln, das Konfrontieren und Zusammenfassen sowie die Konkretisierung und den Perspektivenwechsel. Er gibt Hinweise für Handlungsmöglichkeiten in typischen schwierigen Gesprächssituationen, bevor er die Relevanz des klientenzentrierten Ansatzes für sonderpädagogische Handlungsfelder auslotet.
  • Dem Konzept systemischer Beratung ist der Beitrag von Monika Vernooij gewidmet. Sie grenzt dabei pädagogisch-systemische gegenüber klinisch-psychologischer Beratung entlang der Kriterien der Dauer, der Problemausprägung, der Interventionsintensität und der Qualifikation des Beratenden ab und schreibt klinisch-psychologischer Beratung einen fakultativen Charakter zu. Bevor sie das Konzept systemischer Beratung näher erläutert, geht sie noch kurz auf das seit einigen Jahren sich etablierende Beratungsformat "Coaching" ein. Im Hauptteil ihres Beitrags expliziert Vernooij theoretische Basis und Methoden systemischer Beratung und illustriert das methodische Vorgehen in der systemischen Beratung am Beispiel einer Verhaltensberatung im schulischen Kontext.
  • Wolfgang Mutzeck stellt das Konzept der "Kooperativen Beratung" vor, das er für sonderpädagogische Kontexte erschlossen hat. Die Qualifizierung als kooperative Beratung bezieht sich zum einen auf die strukturelle Notwendigkeit einer gemeinsamen Problemsicht und -bewältigung, zum anderen auf die innere Haltung des Beratenden (S. 71). Mutzeck gibt Auskunft über theoretische Grundlagen, methodisches Vorgehen und Anforderungen an das Beratungssetting und referiert wichtige Ergebnisse der Wirksamkeitsforschung zu diesem Ansatz. Er betont die Bedeutung der "Menschenbildannahmen" als äußeren Bezugsrahmen, deren Explikation unabdingbare Voraussetzung einer Beratungstheorie sei (S. 73) und zugleich die Basis für ein konkretes Handlungsmodell liefere, die auf einer "Handlungs-, Entwicklungs- und Störungstheorie" (S. 76) fuße. Die Studien zur Wirksamkeit dieses Ansatzes zeigen, dass das Konzept der Kooperativen Beratung von Ratsuchenden als hilfreich und von Beratenden als im Berufsalltag wirksam eingeschätzt wird.
  • Statt – wie in vielen Beratungsansätzen üblich – im Beratungsprozess "rückschauend, problemanalysierend und defizitsuchend" (S. 90) vorzugehen, plädiert Günter Bamberger mit Bezug auf die Konzepte Milton H. Ericksons und Steve de Shazers in seinem Ansatz der "lösungsorientierten Beratung" für eine ressourcenorientierte Perspektive. Auch diese beginne zwar mit einem "Problem" das es zunächst "aufmerksam", "achtsam" und "anteilnehmend" zur Kenntnis zu nehmen gilt (S. 92), ohne in vorschnelle Ratschläge zu verfallen. Der Fokus richtet sich dann aber auf das, was als nicht problematisch erlebt wird, denn die Ausnahmen vom Problem machen die Ressourcen sichtbar. Dazu haben sich bestimmte Fragetypen bewährt: Unterschiedsfragen ("Was tut der Klient in der als problematisch erlebten Situation, was er sonst nicht tut?"), Skalierungsfragen ("Wann taucht das Problem mehr, wann weniger deutlich auf?"), systemische Fragen, die den Klienten zu einer Außenperspektive einladen, sowie Reframing-Fragen, die dazu anregen, problematische Aspekte in "Herausforderungen" umzudeuten (S. 97). Im nächsten Schritt im Beratungsprozess werden Ressourcen und Kompetenzen des Klienten als "Bausteine für die Zukunft" erschlossen und wertschätzend herausgestellt, was oft nicht ganz zutreffend als "Komplimente machen" bezeichnet wird. Bamberger betont hier, dass der Aspekt der Schmeichelei im Sinne einer Instrumentalisierung positiver "Botschaften" für andere Zwecke gerade nicht gemeint sei, sondern echte Wertschätzung (S. 98). Die "Lösung" entstehe dann schließlich durch das "Verschreiben" von Veränderungen, die die identifizierten und aktivierten Ressourcen in selbstgestaltete neue Handlungsmöglichkeiten überführt. Das Ende der Beratung in diesem Sinne aktiv zu gestalten ist wichtig, um den Klienten zum Ende des Prozesses die permanente "Selbst-Erweiterung" erleben zu lassen, die Voraussetzung dauerhaften Erfolgs der Beratung ist. Bamberger erläutert diese Arbeitsschritte ausführlich und illustriert sie schließlich an Beispielen aus dem sonderpädagogischen Kontext.
  • Stephan Ellinger knüpft mit seinem Konzept der "kontradiktischen Beratung" an die aristotelische Idee an, der Mensch sei in besonderer Weise zur "Situationsüberlegenheit" in der Lage. Sie ist als selbst erlebte Situationsunabhängigkeit die Voraussetzung für das Nachdenken über aktuelle Erlebenszusammenhänge und ermöglicht Kompetenzerweiterung – in der "Nikomachischen Ethik" Aristoteles" die Voraussetzung für menschliches Glück. Die kontradiktorische Beratung sucht nicht wie andere Beratungsansätze primär nach Hintergründen und Entstehenszusammenhängen von Problemen, sondern versucht diese zu verstehen, indem sie sie auf "Möglichkeiten einer entgegengesetzten Lesart" hin überprüft (S. 113) und nach Möglichkeiten sucht, in kritischen Situationen "etwas völlig gegen den Strich Gefolgertes ( = kontra zur ersten Diktion) einzustielen" (S. 113). Ausgehend von einer solchen Problemwahrnehmung beschreibt Ellinger den (idealtypischen) Verlauf kontradiktorischer Beratungsprozesse und erweist diesen Ansatz als besonders geeignet, um in Grenzsituationen handlungsfähig zu bleiben: Erlebte Grenzen werden "zugunsten einer kontradiktorisch erwachsenden Situationsüberlegenheit" erweitert oder sogar überwunden (S. 118). Den Gewinn des kontradiktorischen Beratungsansatzes erläutert Ellinger an Beispielen aus dem sonderpädagogischen Feld und dekliniert an diesen die methodische Handlungsabfolge "Diktion – Kontradiktion – Aktivationsplanung" (S. 133) durch.
  • Die Entwicklungsberatung von Eltern im Kontext institutioneller Frühförderung steht im Zentrum des Beitrages von Dorothee Gutknecht. Sie konstatiert einen paradigmatischen Wechsel "hin zu familien- und beziehungsorientierten Ansätzen" (S. 139), zugleich aber ein hohes Maß an Unsicherheit über die Wirksamkeit und Grenzen von Entwicklungsförderung, die sich auch in entsprechenden Effektivitätsstudien erwiesen habe. Nachdem die Autorin den institutionellen Kontext der Frühförderung und die Erwartungen von Eltern ausgelotet hat, beschreibt sie als wesentliche Kompetenzbereiche die Fachkompetenz in Fragen der frühkindlichen Entwicklung und ihrer Erschwernisse bei unterschiedlichen Behinderungsformen. Dabei fokussiert sie die erschwerte Eltern-Kind-Interaktion, die zugleich wichtigster Ansatzpunkt für eine hilfreiche Beratung als beziehungsorientierte Entwicklungsberatung sei. Als relevante Methode geht sie neben dem Beratungsgespräch auf Formen videogestützter Interaktionsbeobachtung und -beratung und die kreative Methode des "Actionpainting" ein.
  • Sonderpädagogische Organisationen sind Gegenstand des Beitrages von Oliver Hechler. Er fragt nach dem Verhältnis von Profession und Organisation in sonderpädagogischen Handlungsfeldern und benennt Merkmale (sonder-) pädagogischen Professionalität unter Rückgriff auf die strukturtheoretische Professionstheorie Oevermanns. Die Logik professionellen Handelns ist demnach durch stellvertretende Deutung, die Einheit von wissenschaftlichen und hermeneutischen Kompetenzen, einen "professionellen Habitus", die Orientierung an der Autonomie des Klienten, die Gleichzeitigkeit von Diffusität und Spezifität in professionellen Beziehungen sowie ein professionelles Arbeitsbündnis gekennzeichnet. Eine Theorie pädagogischer Professionalität entwickelt Hechler unter Bezugnahme auf Herbarts Konzeptualisierungen zum Verhältnis von pädagogischer Theorie und erzieherischer Praxis und die spezifische Beziehungsstruktur, die Nohl mit dem Begriff des "pädagogischen Bezugs" expliziert hat. Als Grundlagen der pädagogischen Handlungsfigur beschreibt Hechler das "Zeigen" in den Formen des "ostentativen" und des "repräsentativen" Zeigens, die sich auch pädagogische Beratung zunutze mache: Beratung zeigt, "was vorher (noch) nicht bekannt war" und erweitert bisherige Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten (S. 179). Auch die dritte Handlungsfigur, das "reaktive Zeigen", ist für Beratungsprozesse relevant als Rückmeldung über den Lernprozess, die zugleich "ein Moment der Anerkennung" enthält (S. 180). Die pädagogische Organisationsberatung basiert auf diesen Grundannahmen und analysiert die pädagogische Professionalität und deren Realisierungschancen und -bedingungen auf den verschiedenen organisationalen Interventionsebenen.
  • Anforderungen an die professionelle Kompetenz im Kontext der sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren beschreiben Dieter Katzenbach und Valeska Olde. Dieses Praxisfeld stellt eine institutionelle Erweiterung von Förderschulen in einigen Bundesländern (u.a. in Hessen) dar, in denen Beratung als professioneller Handlungstyp im Vordergrund steht. Erste Erfahrungen und Evaluationsstudien zeigen, dass dies ein ausgesprochen spannungsreiches Praxisfeld pädagogischer Beratung ist, das vor allem durch die Polarisierung zwischen Delegation und Kooperation gekennzeichnet ist. Typische Spannungsfelder auf der schulorganisatorischen Ebene liegen im Verständnis von Beratung, in den Prozessen der Auftragsklärung und -aushandlung, in qualitativen Merkmalen des Arbeitsbündnisses sowie dem Stellenwert und Verständnis von Diagnostik im Beratungsprozess. Auf der Basis von Untersuchungen zu diesen Spannungsfeldern beschreibt der Beitrag Anforderungen an die Qualifizierung von Mitarbeitenden in Förder- und Beratungszentren: Sie müssen sich im Kontext vielfältiger struktureller Paradoxien rollenklar und rollensicher bewegen, auf Entwicklungen im Umfeld der Institution reagieren (etwa das "derzeit beobachtbare Wegbrechen außerschulischer Unterstützungsangebote", S. 203), sich mit "lehrertypischen professionellen Habitusformationen" auseinandersetzen und schließlich die Balance von situativer Symmetrie und funktionaler Asymmetrie so handhaben, dass Asymmetrie weder geleugnet noch zum Ausgangspunkt instruierender Handlungskonzepte wird.
  • Der abschließende Beitrag von Annegret Overbeck und Olga Kauz widmet sich der wichtigen professionstheoretischen Frage, ob die Art der Rezeption von Beratungsansätzen aus dem Bereich der Psychotherapie in pädagogischen Handlungsfeldern professionalisierend oder deprofessionalisierend wirkt und wie dies empirisch zu erheben ist. Nach einer Abgrenzung pädagogischer Beratung von anderen Beratungstypen (Expertenberatung, gutachterlicher Tätigkeit, Lernberatung und individuumsbezogener Prozessberatung) analysieren die Autorinnen Transkripte von Beratungsgesprächen mithilfe der Methode des objektiv-hermeneutischen Fallverstehens. Sie zeigen, dass die "strukturelle Eigenheit des Schulsystems (die Handlungslogik der Instruktion) (…) sich auch in der Beratung durch[setzt], weil die institutionellen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Beratung keinen genügend externen und unabhängigen Ort zugewiesen haben" (S. 226f.). Die Ergebnisse der Fallanalyse werden in Bezug gesetzt zur psychoanalytischen Praxeologie und münden in Hinweise zur Gestaltung von Beratungsprozessen. Demnach müssen Rollen und Auftrag ebenso klar sein und im Prozess (durch Supervision und berufsbezogene Selbsterfahrung unterstützt) permanent reflektiert werden wie die Bedeutung des Settings und des Arbeitsbündnisses mit Eltern. Schließlich weisen die Autorinnen auf die Bedeutung der psychoanalytischen Haltung als "Medium der Entwicklungs- und Veränderungsbereitschaft" des Klienten hin (S. 239).

Diskussion

Die Beiträge des Sammelbandes liefern sowohl Studierenden heil- und sonderpädagogischer Studiengänge als auch Lehrenden und ExpertInnen aus der Praxis vielfältige Orientierungen für die Praxis (sonder-) pädagogischer Beratung. Sie bewegen sich auf den unterschiedlichen Ebenen der professionstheoretischen Grundlagen, konzeptioneller Erörterungen und Spezifizierungen, Fallanalysen und methodischen Hinweisen und liefern eine Fülle von Ansatzpunkten für die Professionalisierung des Handlungstyps der (sonder-) pädagogischen Beratung. Diese Ebenen geraten dabei aber nicht nur insgesamt, sondern auch in einzelnen Beiträgen bisweilen aus dem Blick. Insbesondere für LeserInnen (wie etwa Studierende), die sich erstmals mit Theorien und Konzepten von Beratung auseinandersetzen, wäre eine klarere Strukturierung hilfreich gewesen, die die Ebenen der theoretischen Konzepte, der institutionellen Kontexte, der Beratungsformate und spezifischer Methoden differenziert hätte Eine stärkere Bündelung der Beiträge würde gerade "Neulingen" in diesem Feld etwas mehr Orientierung geben.

Die Beiträge liegen in ihrer institutionellen Verortung auf der Linie schulbezogener sonderpädagogischer Forschung und Praxis. Die AutorInnen stammen überwiegend aus dem Handlungs- und Forschungsfeld der Förderschulen – eine nicht ganz nachvollziehbare Eingrenzung, weisen doch die Herausgeber selbst darauf hin, dass sich auch in außerschulischen Handlungsfeldern wichtige Felder pädagogischer Beratung etabliert haben und weiterentwickeln. Das Buch hätte einen größeren LeserInnenkreis ansprechen können ohne diese (möglicherweise unbeabsichtigte) Fokussierung. Die fachlich spannende Frage der besonderen Anforderungen an die Beratung von KlientInnen mit kognitiven Beeinträchtigungen wird zwar benannt ("Beratungssituationen, die nicht mehr zwischen Eltern und Berater, sondern zwischen erwachsenen Menschen mit Behinderungen und Beratern stattfinden"; S. 10), die damit verbundenen Anforderungen werden aber in keinem Beitrag des Sammelbandes wieder aufgegriffen.

Fazit

Trotz einiger Beschränkungen ist der Sammelband eine Fundgrube für die Klärung und Verortung der eigenen Beratungspraxis in konzeptioneller, rollenbezogener und organisationaler Hinsicht. Die Beiträge liefern einen Einblick in relevante Beratungsansätze, ihre theoretischen Fundamente und methodische Arbeitsschritte, stellen jeweils einen gut nachvollziehbaren Bezug zur sonderpädagogischen Praxis her und geben Auskunft über Wirksamkeit und Grenzen der Beratungsansätze. Zudem machen einige Beiträge auf wichtige institutionelle Widersprüche und rollenbezogene Paradoxien aufmerksam und bieten vielfältige weitergehende Hinweise für Beraterinnen und Berater, die ihre eigene Berufspraxis reflektieren und professionalisieren möchten – in dem Wissen, sich in einem außerordentlich spannungsreichen Feld zu bewegen.

Rezension von
Prof. Dr. Sabine Schäper

Es gibt 2 Rezensionen von Sabine Schäper.

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Zitiervorschlag
Sabine Schäper. Rezension vom 09.11.2008 zu: Mériem Diouani-Streek, Stephan Ellinger (Hrsg.): Beratungskonzepte in sonderpädagogischen Handlungsfeldern. Athena-Verlag e.K. (Oberhausen) 2007. ISBN 978-3-89896-291-9. Reihe: Lehren und Lernen mit behinderten Menschen - Band 13. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/6028.php, Datum des Zugriffs 30.09.2022.


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