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Barbara Fornefeld (Hrsg.): Menschen mit Komplexer Behinderung

Rezensiert von Prof. Dr. Daniel Oberholzer, 16.11.2009

Cover Barbara Fornefeld (Hrsg.): Menschen mit Komplexer Behinderung ISBN 978-3-497-01984-7

Barbara Fornefeld (Hrsg.): Menschen mit Komplexer Behinderung. Selbstverständnis und Aufgaben der Behindertenpädagogik. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2008. 224 Seiten. ISBN 978-3-497-01984-7. D: 24,90 EUR, A: 25,60 EUR, CH: 42,70 sFr.
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Thema

Das Buch „Menschen mit Komplexer Behinderung“ geht auf die Lebens- und Entwicklungssituationen von Menschen ein, die aufgrund ihrer spezifischen Beeinträchtigungen und aufgrund der laufenden Entwicklungen in der Behindertenhilfe und daraus resultierenden wirtschaftlichen Überlegungen immer mehr Gefahr laufen, aus den professionellen, institutionalisierten Hilfeangeboten ausgeschlossen zu werden. Die Beiträge im Buch sollen wichtige personbezogene, institutionelle, politische oder ethische Aspekte und Zusammenhänge aufzeigen, um diese komplexen Lebensumstände und mögliche weitere Entwicklungen zu klären und verständlich zu machen. Die Bezeichnung „Menschen mit Komplexer Behinderung“ soll verdeutlichen, dass es nicht um die Beschreibung und Bewertung von komplexen Behinderungen geht, sondern um das Komplexe des gesamten Entwicklungsgeschehens und der Lebensumstände. Das Buch ist als Lehrbuch konzipiert.

Überblick

Im Buch „Menschen mit Komplexer Behinderunge“ widmen sich Barbara Fornefeld, Professorin an der Universität zu Köln, Markus Dedrich, Professor an der Universität Dortmund, Ursula Stinkes, Professorin an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Martin W. Schnell, Professor an der Universität Witten-Herdecke und Günter Dörr, Leitender Regierungsdirektor i.R., den Belangen von Menschen, die aufgrund ihrer schweren Beeinträchtigungen oder ihrer herausfordernden Verhaltensweisen einen besonders hohen Hilfe- und Unterstützungsbedarf haben und die heute in Gefahr stehen aus den sich wandelnden Hilfesystemen und -angeboten ausgeschlossen und übersehen zu werden. Wie Fornefeld einleitend schreibt, unterscheiden sich diese Menschen zwar stark bezüglich ihrer Schädigungen und Beeinträchtigungen von einander. Nicht aber in der Komplexität ihrer Lebensbedingungen. „Das Buch will die Ansprüche und Bedürfnisse dieser Menschen in einer Zeit des Wertewandels deutlich machen, pädagogische, ethische und rechtliche Schutzbereiche aufzeigen und sie in einem bildungstheoretischen und behindertenpädagogischen Kontext diskutieren, um hierbei das Bewusstsein für diese Personengruppe zu schärfen“ (Fornefeld, 2008, S. 10).

Aufbau und Inhalt

Barbara Fornefeld setzt sich in ihrem ersten Beitrag mit den Konsequenzen auseinander, welche sich aus dem Um- und Abbau des Sozialstaates für Menschen mit geistiger Behinderung ergeben. Die Verfasserin beschreibt die Reformprozesse, welche die Behindertenhilfe seit 1946 durchlaufen hat; von den Leitideen der Verwahrung und Desintegration von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen hin zu den aktuellen Handlungsansätzen der Normalisierung der Lebenssituationen, der Integration, des Empowerment oder der Inklusion und beschreibt die vier aktuellen Motive für die heutigen Entwicklungen der Pädagogik und Rehabilitation als „Teilhabe verwirklichen“, „Gleichstellung durchsetzen“, „Selbstbestimmung ermöglichen“ und „Lebensqualität sichern“. Wie Fornefeld schreibt, hätten zu keiner Zeit Menschen mit Behinderungen so viele Möglichkeiten der Selbstbestimmung und der gesellschaftlichen Teilhabe wie heute gehabt (vgl. Fornefeld, 2008, S. 14). Fornefeld stellt aber auch fest, dass diese Möglichkeiten nicht allen Menschen mit Beeinträchtigungen zur Verfügung stehen. Insbesondere Menschen mit Komplexer Behinderung, die (scheinbar) nicht selbstbestimmt handeln können, die nicht ambulant leben können oder die nicht einfach in die Gemeinde integriert werden können, bleiben unbeachtet und zu oft von den allgemeinen Reformen ausgeschlossen. Es entsteht, so Fornefeld, eine eigentliche Zwei-Klassen-Behindertenversorgung. Die Exklusion von Menschen mit Komplexer Behinderung werde zudem durch die laufende Ökonomisierung und das neoliberale Denken in der Behindertenhilfe gefördert und gefestigt. Fornefeld fordert deswegen eine Neupositionierung der Behindertenpädagogik. Sie dürfe sich nicht länger als Ausführungsorgan sozial- und bildungspolitischer Vorgaben verstehen, sondern müsse sich auf ihre genuin pädagogischen Aufgaben besinnen und sich für die Bedürfnisse und Rechte dieser Klientel stärker einsetzen (Fornefeld, 2008, S. 25ff)

Markus Dedrich analysiert in seinem Beitrag „Der Mensch als Ausgeschlossener“ die Hintergründe und die Folgen des gesellschaftlichen Wandels und des Abbaus des Sozialstaates. „Er zeigt, dass mit dem Integrationsgebot neue Formen der Exklusion verbunden sind, die bei Menschen mit Komplexer Behinderung in besonderer Weise zur Anwendung kommen“ (Fornefeld, 2008, S. 11). Dedrich stellt in einem ersten Schritt wichtige Sachverhalte und Aspekte des sozialen Wandels dar und geht auf neue Exklusionsgefahren ein, welche mit diesem Wandel im Zusammenhang stehen. Wichtige Veränderungsprozesse lokalisierte er in der Globalisierung und ihrer Wirkung auf die Gesellschaft, einer immer stärkeren Individualisierungsideologie oder der Ökonomisierung des Sozialen und dem Umbau des Wohlfahrtstaates. Nach der Meinung Dedrichs müsse heute von neuen Lebensrisiken, einer Prekarisierung der Lebenslagen und möglicherweise einer neuen Marginalisierung von Menschen mit Behinderungen ausgegangen werden (Dedrich in Fornefeld, 2008, S. 32).
In einem zweiten Schritt gibt der Verfasser einen Überblick über die sozialwissenschaftliche Exklusionsdebatte und geht dann kurz auf die Exklusionsrisiken bei Menschen mit Komplexer Behinderung ein. Dedrich geht davon aus, dass Menschen mit Komplexer Behinderung in besonderem Mass von neuen Marginalisierungs- und Ausgrenzungsprozessen betroffen sind. Systematische empirische Untersuchungsergebnisse gäbe es aber bis heute nicht.
Den Beitrag abschliessend stellt Markus Dedrich deshalb seine Typologie des Ausschlusses vor. Sie soll helfen, unterschiedliche Formen und Ausprägungsgrade von Benachteiligung, Marginalisierung und Ausgrenzung einer differenzierten Betrachtung und Bewertung zugänglich zu machen.

In ihrem zweiten Beitrag begründet Barbara Fornefeld die Bezeichnung „Menschen mit Komplexer Behinderung“. Dazu analysiert und reflektiert sie gängige Behinderungsbegriffe in Bezug auf die zu bezeichnende Personengruppe. Sie kritisiert die Bezeichnung „Menschen mit komplexer Behinderung“ als unzulässige Eigenschaftsbeschreibung und begründet die neue Bezeichnung, in der nicht die Komplexität der Behinderung, sondern die Komplexität der Lebensumstände grundlegend ist. Wie Fornefeld schreibt, geht es ihr ausdrücklich nicht um die schlichte Definition einer neuen Eigenschaftsbeschreibung, sondern darum, dieser Gruppe von Menschen einen tragfähigen Namen zu geben, um auf ihre Mitglieder aufmerksam zu machen. Denn mit der Namensgebung sei die Anerkennung, die ethische und rechtliche Aufwertung der betroffenen Menschen verbunden (vgl. Fornefeld, 2008, S. 51. Hervorhebung durch die Verfasserin).
Fornefeld stellt drei Lebensskizzen von Menschen mit Komplexer Behinderung an den Anfang ihrer Ausführungen und begründet, auf diese Bezug nehmend in einer anthropologischen und phänomenologischen Reflexion die neue Bezeichnung und den Namen. Laut Fornefeld soll der neue Namen eine Schutzfunktion übernehmen.

Ursula Stinkes stellt in ihrem Beitrag „Bildung als Antwort auf die Not und Nötigung, sein Leben zu führen“ ein Bildungsverständnis vor, das alle Menschen einschliesst. „Sie zeigt, wie sich das Bildungsverständnis in der Geistigbehindertenpädagogik verändert hat, kritisiert die moderne Idee der Bildung und eintwirft in einem bildungsphilosophischen und pädagogischen Diskurs ein Bildungsverständnis, dessen Wesensmerkmal die Responsivität ist, das Antwort-Verhältnis zwischen dem Menschen mit Komplexer Behinderung und seinen Pädagogen und Pädagoginnen“ (Fornefeld, 2008, S 11). Nach Stinkes versucht Bildung Antworten zu geben auf die Not und Nötigung, sein Leben zu führen. Das betrifft alle Menschen. Dementsprechend bräuchten Menschen mit Komplexer Behinderung keinen eigenen Bildungsbegriff, wohl aber die Anerkennung und Antworten auf ihre Selbst- und Lebensgestaltung. Für Ursula Stinkes wird dabei der Begriff der Bildenden Verhältnisse zentral. Bildung müsse auch unter dem Aspekt der Schaffung von bildenden Bedingungen betrachtet werden. „Menschen mit Komplexer Behinderung benötigen bildende Verhältnisse, die ihnen Bedingungen zur Bildung der Selbstgestaltung pädagogisch-sys-tematisch, institutionell verankert und qualitätssichernd garantieren“ (Stinkes in Fornefeld, 2008, S. 104).

Der dritte Beitrag von Barbara Fornefeld setzt sich mit den aktuellen Leitprinzipien der Behindertenhilfe der Integration, der Inklusion und Selbstbestimmung und der Autonomie auseinander. Barbara Fornefeld zeigt, dass diese Leitmotive zu Ausschlusskriterien für Menschen mit Komplexer Behinderung werden können. Sie plädiert deswegen für die Einführung eines neuen Leitprinzips der „Anerkennung“. Laut Fornefeld ist ohne Anerkennung die Einlösung der Forderungen der anderen Leitprinzipien nicht möglich. Ein Leitprinzip der Anerkennung wäre nach Meinung der Verfasserin als neuer Orientierungsrahmen für agogisch-therapeutisches Handeln geeignet, da es sich auf humane Werte bezieht und den Menschen nicht an Leistungsnormen misst. Und nur eine Behindertenpädagogik, die sich der Anerkennung ihrer Klientel stellt, bleibe selbst glaubwürdig. Die „Schwachen und Schwierigen“ (Fornefeld, 2008, S. 144) dürften nicht länger aus Gründen wachsender Anforderungen eines sich ausdifferenzierenden und komplexer werdenden Systems ausgeklammert werden. „Stattdessen sollten sie bestehende Schutzbereiche weiter ausbauen, damit die Ansprüche von Menschen mit Komplexer Behinderung auf Anerkennung, Identität und Einzigartigkeit gewahrt bleiben“ (ebd).

Ausgehend von der Setzung, dass zur Sicherung der humanen Ansprüche von Menschen mit Komplexer Behinderung ein pädagogischer, ethischer und rechtlicher Schutzraum entstehen muss, formuliert Martin Schnell ethische Grundlegungen gegen die Exklusion von Menschen. „Seine antropologischen Grundlagen (…) münden in einer „Ethik des bedürftigen Menschen“, deren grosse ethische Interaktionsleistung darin besteht zu zeigen, dass die Bedüftigkeit nicht Folge von Behinderung ist, sondern sich aus dem Menschsein ergibt“ (Fornefeld, 2008, S.12).
Nach Meinung des Verfassers sind Verhaltensweisen von Menschen dann ethisch, wenn sie einander Achtung und Schutz gewähren. Behinderung sei keine Krankheit, sondern ein Testfall ethischer Exklusion. Und es gehe darum, den „Schutzraum des Ethischen“ möglichst umfassend zu denken, so dass niemand ausgeschlossen wird (vgl. Schnell in Fornefeld, 2008, S. 149).
Anerkennung bedeute, so Schnell, dass dem Anderen zu geben sei. Das reiche aber noch nicht für eine Ethik aus. Es müsse auch definiert werden, was und wie dem Anderen zu geben sei (vgl. ebd.). Dies sei eine Frage der Gerechtigkeit. Eine Frage, die je nach Standpunkt unterschiedliche Antworten findet. Martin Schnell stellt drei idealtypische Standpunkte vor und leitet von diesen mögliche Perspektiven für die Behindertenhilfe ab.

Daran anschliessend gibt Baraba Fornefeld in ihrem vierten Beitrag Anregungen zur Neuorientierung der Behindertenhilfe, um dem Anspruch von Menschen mit Komplexer Behinderung auf lebenslange Bildung und Unterstützung Geltung verschaffen zu können. Ihrer Meinung nach müsse die Behindertenpädagogik ihren Auftrag innerhalb der Versorgung von Menschen mit Komplexer Behinderung neu bestimmen. Es reiche nicht mehr aus, sich mit den betreffenden Menschen solidarisch zu erklären. Vielmehr müsse die Behindertenpädagogik ihr Verhältnis zu ihrer Klientel neu definieren und sich stärker als bisher mit Fragen von Gerechtigkeit, Bedürftigkeit und Anerkennung auseinandersetzen. Mit dieser Forderung sei weiter keine Rückbesinnung auf vergangene moralische Werte verbunden, sondern die Besinnung auf neue ethische Normen verlangt (vgl. Fornefeld, 2008, S. 163).
Mit Bezug auf Arbeiten von Margalit und Nussbaum beschreibt Barbara Fornefeld Voraussetzungen, unter welchen Menschen mit Komplexer Behinderung ein menschenwürdiges Leben in einer anständigen Gesellschaft führen können. Beide Konzepte können nach Fornefeld, wenn sinnvoll ergänzt, eine Neuorientierung in der Behindertenhilfe unterstützen.

Günter Dörr verbindet mit seinem Beitrag „Jedem das Seine“ ethische und rechtliche Überlegungen und schliesst das Buch ab. Seine „rechtsphilosophischen Grundlagen werden in rechtliche und rechtstaatliche Überlegungen überführt, um hierdurch Möglichkeiten der Verwirklichung des Rechtsanspruches von Menschen mit Komplexer Behinderung zu verdeutlichen“ (Fornefeld, 2008, S. 12). Der Aufbau des Beitrags folgt dem zeitgeschichtlichen Ablauf von der „Entdeckung“ der Menschenwürde hin zur Entwicklung des Sozialstaats, in dem Menschen mit Komplexer Behinderung leben können (vgl. Dörr in Fornefeld, 2008, S. 185). Dörr moniert abschliessend, dass immer deutlicher die Tendenz erkennbar werde, „die Verantwortung des Sozialstaates zu ersetzen durch die Verantwortung für den Sozialstaat: Grundsätzlich keine soziale Leistung ohne Gegenleistung (…)“ (ebd. S. 199) und stellt fest:“ Für diejenigen Mitglieder der Gesellschaft, die nicht in der Lage sind, eine Gegenleistung zu erbringen, führt diese Auffassung ins soziale Abseits. Menschen mit Komplexer Behinderung und lebenslanger Hilfebedürftigkeit sind im ökonomischen Sinne nicht in der Lage, Gegenleistungen zu erbringen. Sie sind auf eine Solidarität angewiesen, die sie nicht ausschliesst“ (ebd. S. 200).

Fazit

Ein ganz wichtiges Buch für alle Personen, die mit Menschen mit Komplexer Beeinträchtigung arbeiten oder sich mit den inhaltlichen, strukturellen oder qualitativen Entwicklungen der Behindertenhilfe und der Behindertenpädagogik auseinandersetzen. Die Beiträge sind durchgängig sehr informativ und meist vertieft und gut aufeinander bezogen.

Für mich eine Pflichtlektüre, die auch zur Diskussion einlädt.

Rezension von
Prof. Dr. Daniel Oberholzer
Sonderpädagoge, Kinder- und Jugendpsychopathologe. Dozent an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Institut für Professionsforschung und kooperative Wissensbildung. Lehr- und Forschungsbereiche: Person- und interaktionsbezogene Dienstleistungen in der Sonderpädagogik, Entwicklung neuer Prozessgestaltungssysteme.
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Zitiervorschlag
Daniel Oberholzer. Rezension vom 16.11.2009 zu: Barbara Fornefeld (Hrsg.): Menschen mit Komplexer Behinderung. Selbstverständnis und Aufgaben der Behindertenpädagogik. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2008. ISBN 978-3-497-01984-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/6128.php, Datum des Zugriffs 30.06.2022.


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