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Schirin Homeier, Andreas Schrappe: Flaschenpost nach irgendwo

Cover Schirin Homeier, Andreas Schrappe: Flaschenpost nach irgendwo. Kinderfachbuch für Kinder suchtkranker Eltern. Mabuse-Verlag GmbH (Frankfurt am Main) 2008. 130 Seiten. ISBN 978-3-940529-17-6. 19,80 EUR, CH: 35,90 sFr.
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Thema

Das Buch behandelt auf kindgerechte Art und Weise Probleme, mit denen Kinder suchtkranker Eltern konfrontiert werden.

Autorin und Autor

Schirin Homeier ist Dipl.-Sozialpädagogin und arbeitet in der Evangelischen Beratungsstelle in Würzburg. Andreas Schrappe ist Dipl.-Psychologe und stellvertretender Leiter der Evangelischen Beratungsstelle in Würzburg.

Aufbau und Inhalt

Im Grunde besteht das vorliegende Buch nicht aus einem, sondern gleich drei Büchern, die zu einem sinnvollen Ganzen zusammengefügt wurden.

  1. Der erste Teil bildet auf rund 70 Seiten ein klassisches Bilderbuch für Kinder ab dem Lesealter. Die Familiengeschichte von Julia und Mark ist lebensnah erzählt und führt wegen der Alkoholproblematik des Vaters – jenseits einer heilen Welt – zum Auseinanderbrechen der Familie.
  2. Der zweite Teil besteht aus einem Kinderratgeber. Am Beispiel von Julia und Mark werden auf ca. 25 Seiten für Kinder sehr verständlich und einfühlsam die verschiedenen Aspekte einer Suchterkrankung am Beispiel des Alkoholmissbrauchs aufgezeigt. Wichtige Informationen werden ohne moralisch erhobenen Zeigefinger angeboten. Kinder betroffener Eltern können mit diesem Buch in ihrer Resilienz gestärkt werden.
  3. Der dritte Teil des Buches richtet sich an Eltern und Bezugspersonen. Offen und direkt werden suchtbelastete und nichtabhängige Eltern in einer annehmenden Art und Weise angesprochen. Thematisiert wird dabei die eigene Situation und jeweils die der Kinder. Kurz und knapp wird dargeboten, was Kinder aus suchtbelasteten Familien für eine gelingende Entwicklung benötigen. Abgerundet wird dieser Teil durch viele hilfreiche postalische und Internetadressen.

Zielgruppen

Das Buch richtet sich an Kinder, Eltern und Bezugspersonen, die sich mit dem Thema Sucht in der Familie beschäftigen wollen oder sollten.

Fazit

Dieses Buch stellt eine sehr gelungene Verbindung zwischen Bilderbuch und Ratgeber dar und kann deshalb auch als „Kinderfachbuch“ bezeichnet werden. Es ist verständlich geschrieben, spricht eine klare Sprache, ist ansprechend bebildert und im Hinblick auf die Suchtthematik auf dem aktuellen Stand der Fachdiskussion. Dem Buch wäre über einen solventen Sponsor eine hohe Auflage zu wünschen, damit es nach Möglichkeit in die Hände vieler Kinder gelangen könnte, deren Eltern mit einer Suchtproblematik leben.


Rezension von
Prof. i.R. Dr. Peter Bünder
Vormals Hochschule - University of Applied Sciences - Düsseldorf, Lehrgebiet Erziehungswissenschaft am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Homepage www.systemische-praxis-bruehl.de
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Zitiervorschlag
Peter Bünder. Rezension vom 24.04.2009 zu: Schirin Homeier, Andreas Schrappe: Flaschenpost nach irgendwo. Kinderfachbuch für Kinder suchtkranker Eltern. Mabuse-Verlag GmbH (Frankfurt am Main) 2008. ISBN 978-3-940529-17-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/6844.php, Datum des Zugriffs 06.07.2020.


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