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Bettina Völter, Bettina Dausien u.a. (Hrsg.): Biographieforschung im Diskurs

Cover Bettina Völter, Bettina Dausien, Helma Lutz, Gabriele Rosenthal (Hrsg.): Biographieforschung im Diskurs. VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2009. 2. Auflage. 274 Seiten. ISBN 978-3-531-16177-8. 29,90 EUR.
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Thema

In der vorliegenden Publikation stehen neuere Ansätze der Biographieforschung im Mittelpunkt. Die Beiträge werden in die drei Teile „Biographien und Kollektive“, „Biographie und soziales Konstrukt“ sowie „Biographie in der beruflichen Praxis“ gruppiert. Der erste Teil umfasst Beiträge, die sich aus der Perspektive der Biographieforschung mit eher klassisch soziologischen Fragen – etwa der Rekonstruktion des gesellschaftlichen Allgemeinen in einzelnen Biographien – auseinandersetzen. Im zweiten Teil werden verschiedene Verknüpfungen zwischen der Biographieforschung und weiteren Ansätzen kritisch diskutiert und im dritten Teil schliesslich werden Anwendungsmöglichkeiten von Biographieforschung in der professionellen Praxis aufgezeigt und diskutiert.

Herausgeberinnen

Die vier Herausgeberinnnen verbindet eine langjährige Auseinandersetzung mit Theorien und Methoden der Biographieforschung. Alle befassen sich auch gegenwärtig vertieft mit diesem Gegenstand, was sie im Buch in einem autobiographischen Abriss aufzeigen.

Frau Bettina Völter ist seit 2007 Professorin für Theorie und Methoden der Sozialen Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Sie arbeitet seit 1992 mit Methoden der Biographieforschung, so etwa (unter anderem) im Rahmen ihrer Dissertation zum Thema „Judentum und Kommunismus“, in welcher sie sich mit deutschen Familiengeschichten in drei Generationen beschäftigt hat. Ihre Schwerpunkte sind Biographie- und Mehrgenerationenforschung, Rekonstruktive Soziale Arbeit und Gemeinwesenarbeit.

Frau Bettina Dausien ist seit 2007 Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Empirische Bildungsforschung an der Universität Flensburg. Schon seit Anfang 1980 beschäftigt sie sich mit Theorien und Methoden der Biographieforschung. Ihre Dissertation und ihre Habilitation verfasste sie zu diesem Themenbereich. In ihrer Dissertation steht das Thema „Geschlecht und Biographie“ im Fokus, in ihrer Habilitation „Diskurse über Biographie“. Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind Bildung und Lernen im Lebenslauf, qualitative Sozialisations- und Bildungsforschung, Geschlechterforschung, Methodologien und Methoden interpretativer Forschung, bes. Konzepte der Biographieforschung, rekonstruktive Praxisforschung sowie reflexive Professionalisierung pädagogischen Handelns.

Frau Helma Lutz ist seit 1999 Oberrätin am Fachbereich für Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften an der Universität Münster. Sie arbeitet seit Mitte der 1980er Jahre mit biographischen Methoden. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit dem Thema „Welten Verbinden. Türkische Sozialarbeiterinnen in den Niederlanden und der Bundesrepublik Deutschland“, ihre Habilitation verfasste sie in Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften. Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteresssen gelten den Themen „Gender und Migrationsforschung“, „interkulturelle Studien“, „Rassismus- und Ethnizitätsforschung“.

Frau Gabriele Rosenthal ist Professorin für Qualitative Methoden am Methodenzentrum Sozialwissenschaften, an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. Mit Theorien und Methoden der Biographieforschung arbeitet sie schon seit 1979. Ihre Dissertation verfasste sie zum Thema „Krise und Wandlungsprozesse. Biographische Thematisierung der nationalsozialistischen Vergangenheit von ehemaligen Mitgliedern der Hitlerjugend“. Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind interpretative Methoden, Migrationsforschung und Generationenforschung.

Entstehungshintergrund

Das Herausgeberwerk ist aus vielzähligen Diskussionen im Umfeld der Sektion Biographieforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie entstanden. Mit dem Buchkonzept – die eigenen Ansätze und Erfahrungen der Autorinnen und Autoren mit der Biographieforschung als Ausgangspunkt der einzelnen Beiträge zu nehmen – verfolgen die Herausgeberinnen vor allem zwei Ziele: Erstens wollen sie die breite Palette biographischer Ansätze darstellen, zweitens möchten sie zur wechselseitigen Schärfung und Weiterentwicklung der einzelnen theoretischen und methodischen Zugänge beitragen.

Aufbau

Das Buch umfasst insgesamt zwölf Beiträge, welche drei Teilen zugeordnet sind.

Die Beiträge des ersten Teils beschäftigen sich mit der Rekonstruktion des gesellschaftlichen Allgemeinen in einzelnen Biographien und damit einer klassischen soziologischen Frage. Sie setzen sich mit methodischen und theoretischen Problemen auseinander und zeigen anhand konkreter Forschungsbeispiele Anwendungsmöglichkeiten auf.

Der zweite Teil umfasst vier Beiträge, in welchem der Frage nach der den Selbst- und Fremddeutungen innewohnenden Konstruktivität nachgegangen wird. Dabei findet in theoretischer, methodischer und forschungspraktischer Hinsicht ein produktiver Umgang mit der Frage der Konstruktivität statt, indem die Biographieforschung mit weiteren Ansätzen zusammen geführt bzw. weiterverfolgt wird.

Im dritten Teil schliesslich wird im Rahmen eines Beitrages der Frage nachgegangen, wie die ethnographische und erzählanalytische Arbeitsweise für die (Selbst-)Reflexion professioneller Arbeit nutzbar gemacht werden kann, um dadurch einen bedeutenden Beitrag zur Professionalisierung sozialer Berufe zu leisten.

1. „Biographien und Kollektive“

Der erste Teil des Buches „Biographien und Kollektive“ umfasst folgende sieben Beiträge:

Peter Alheit zeigt in seinem Beitrag „Biographie und Mentalität“ auf, wie das Konzept der „Mentalität“ sowie die in Anlehnung an Norbert Elias formulierte „Mentalitätsfiguration“ für die empirische Biographieforschung nutzbar gemacht werden kann. Er beabsichtigt damit, Beziehungen zwischen den historisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sozialen Lebens in einer nationalen Kultur und individuelle Verarbeitungsformen dieses Lebens im Kontext biographischer Erfahrungen zu erfassen. Alheit verdeutlicht seinen Ansatz anhand der Ergebnisse aus einer der ersten systematischen Untersuchungen mit qualitativen Massendaten aus einem internationalen Vergleichsprojekt dreier postsozialistischer Gesellschaften (Ostdeutschland, Polen und Tschechien). In diesem wurden insgesamt mehr als 300 biographisch-narrative Interviews mit Grosseltern und Enkelgeneration derselben Familie geführt.

In Gabriele Rosenthals` Beitrag „Die Biographie im Kontext der Familien- und Gesellschaftsgeschichte“ steht ebenfalls die Frage nach dem Allgemeinen im einzelnen Fall im Fokus des Interesses. Mit ihrem Beitrag schliesst sie an frühere Arbeiten der Chicago School und damit an die soziologische Biographieforschung an, indem sie den Einzelfall konsequent im historisch-sozialen Kontext des Erlebens und im sog. „Thematischwerden“ in unterschiedlichen Kontexten in einzelnen Interviewsituationen untersucht. Zur Rekonstruktion der jeweiligen Kontexte bedient sich Rosenthal des Diskurskonzeptes. In ihrem Beitrag wird deutlich, dass Lebensgeschichten in ihrer Entwicklung sowie im deutenden Rückblick immer sowohl individuelles als auch soziales Produkt darstellen.

Im Beitrag von Michaela Köttig steht die Frage nach der Triangulation von Fallrekonstruktionen im Zentrum. Dabei diskutiert sie einerseits die zur Erweiterung des Fallwissens dienende Einbeziehung unterschiedlichen Datenmaterials in biographischen Fallrekonstruktionen, andererseits die Möglichkeit des Vergleichs von Fallrekonstruktionen, welche sich auf unterschiedliche soziale Einheiten beziehen. Zur ersten Triangulationsart empfiehlt sie, das zur Erweiterung dienende Wissen vorerst in seiner eigenen Entstehungs- und Bedeutungsstruktur und damit noch unabhängig voneinander zu erschliessen. Die Idee der zweiten Triangulationsart zeigt sie anhand eines Forschungsprojektes auf, in welchem sie Daten aus biographischen Interviews (Fall: Individuum) mit teilnehmenden Beobachtungen einer Gruppe (Fall: Gruppe) zusammen führt. Im Fazit folgert Köttig, dass die Triangulation unterschiedlicher Methoden auch im Falle der Fallrekonstruktion einen Mehrwert darstellt, da unterschiedliche Perspektiven auf denselben Fall abgebildet und miteinander in Bezug gesetzt werden können.

Sowohl im Beitrag von Brian Roberts zu „Biographical Formation And Communal Identities“ als auch in demjenigen von Ingrid Miethe und Silke Roth „Zum Verhältnis von Biographie- und Bewegungsforschung“ stehen kollektive Identitäten im Fokus des Interesses.
Robert geht in seinem Beitrag der Beziehung zwischen individuellen Biographien und kollektiven Biographien nach, indem er den methodischen Zugang der sog. „Bio-Ethnographie“ wählt, eine Kombination von biographischem und ethnographischem Ansatz. Vor dem Hintergrund seiner Forschungserfahrung folgert er, dass kollektive Identitäten differenziert erforscht werden müssen, indem nebst der lokalen Ebene jeweils auch die translokale und die transnationale berücksichtigt werden sollten.
Miethe und Roth führen in ihrem Beitrag die Biographieforschung und die Bewegungsforschung zusammen, was bislang kaum gemacht wurde. Grund dieser Unterlassung liegt gemäss Autorinnen vor allem in historischen Traditionen und theoretischen Prämissen der Bewegungsforschung begründet. Die Autorinnen sehen denn auch – vor dem Hintergrund neuerer Entwicklungen in der US-amerikanischen Bewegungsforschung, in welcher komplexe mehrdimensionale und multimethodische Forschungsansätze einbezogen wurden – gute Möglichkeiten, die Bewegungsforschung durch den Einbezug von Biographieforschung zu bereichern.

Jan Coetzee und Geoffrey Woods propagieren in ihrem Beitrag „The Fragmentary Method in Biographical Research“ die Wiederaufnahme der Lektüre zweier soziologischer Klassiker, Georg Simmel und Walter Benjamin, die mit „fragmentarischen Methoden“ gearbeitet haben. Beide verwenden die Subjektivität eines individuellen Lebens als Bezugspunkt ihrer als „situationell“ oder „mikro-molekular“ bezeichneten Methode (zwischen Mikro und Makro). Die zwei Autoren teilen wie ihre klassischen Vorbilder die Meinung, dass über die Kollektion und die Rekonstruktion von Fragmenten aus Lebensgeschichten soziale Realität zu einem Ganzen zusammen gefügt werden können.

Monika Wohlrab-Sahr wiederum führt in ihrem Beitrag „Verfallsdiagnosen und Gemeinschaftsmythen“ zwei Ansätze – objektive Hermeneutik nach Oevermann und die funktionale Analyse in den Versionen von Robert Merton und Niklas Luhmann – zusammen, was bislang kaum gemacht wurde. Sie verfolgt damit das Ziel, die Biographieforschung enger an soziologische Theorien und Begrifflichkeiten zu binden, und zwar hinsichtlich der zwei Kategorien „Bezugsproblem“ und „Problemlösungen“, welche in biographischen Äusserungen als nicht-intentionale Verweisungsstruktur gefasst werden. Dadurch werden das „objektive“ oder „funktionale“ Bezugsproblem und seine Lösungen hinter dem subjektiv „gemeinten Sinn“ und den Absichten der biographischen Subjekte offen gelegt.

2. Konstruktivität von Selbst- und Fremddeutungen

Die folgenden vier Beiträge gestalten zusammen den zweiten Teil des Herausgeberwerks:

Thomas Schäfer und Bettina Völter führen in ihrem Beitrag „Subjekt-Positionen“ die Biographieforschung und die Arbeiten Michel Foucaults zusammen. Sie sind sich dabei einig, dass sich die zwei Ansätze zu einer sozialkonstruktivistisch fundierten, rekonstruktiven Biographieforschung zusammen fügen lassen, was sich vor allem im Zusammenhang mit der De-Konstruktion der modernen Bekenntniskultur anerbietet. Mit ihrem Beitrag möchten sie aufzeigen, dass die wechselseitige Beziehung zwischen biographischen Subjekten und Diskursen für die Biographieforschung methodisch interessant ist, zumal die Diskurse für die Handlungsorientierung und für die biographische Selbstrepräsentation von Bedeutung sind bzw. im Gegenzug den sozialen Akteuren eine bedeutende Rolle zukommt bei der Produktion, Reproduktion und Neuproduktion von Diskursen.

Bettina Dausien und Helga Keller führen in ihrem Beitrag die Biographieforschung und die Ethnographie zusammen. Die unterschiedliche Art der Gegenstandskonstruktion der zwei Ansätze verdeutlichen die Autorinnen am jeweils bevorzugten Material – autobiographische Erzählungen auf der einen Seite und Protokolle von Interaktionen auf der anderen Seite. Auch gehen die Autorinnen der Frage nach, wie Biographisches im ethnographischen Material dargestellt wird. Abschliessend halten sie fest, dass die Biographieforschung und die Ethnographieforschung wohl unterschiedliche Perspektiven auf die soziale Konstruktion von Biographie eröffnen, sich dabei jedoch gut ergänzen.

Gerhard Jost wirft in seinem Beitrag die Frage auf, ob der Radikale Konstruktivismus ein Potenzial für die Biographieforschung darstellt und diskutiert dabei die Nähe und Distanz der zwei Ansätze. Jost kommt zum Schluss, dass wenngleich beide Ansätze von derselben Annahme – nämlich, dass (biographisches) Wissen Konstruktion sei – ausgehen, sie sich dennoch in zweierlei Hinsicht unterscheiden. Den einen Unterschied sieht er in der Verortung der Lebensgeschichte begründet, die einmal als intentionale Aktivität innerhalb der Systemreferenz verstanden und einmal durch thematische Felder strukturiert wird. Der andere Unterschied liegt seiner Meinung nach in der jeweiligen Konzeption des Subjekt-Objekt-Verhältnisses. Mit der Verbindung der zwei Ansätze erhofft er sich die Möglichkeit, den Biographieforschungsansatz durch die konstruktivistischen Prämissen zu irritieren und dabei auf zusätzliche Theoriebestände system- und strukturierungstheoretisch zurückgreifen zu können.

Helma Lutz und Kathy Davis schliessen mit ihrem Beitrag „Geschlechterforschung und Biographieforschung“ den zweiten Teil des Buches ab. Dabei gehen sie dem Verhältnis von Geschlechterforschung und Biographieforschung nach. Geschlechtsspezifische, subjektive Aneignung von Gesellschaft und gesellschaftliche Konstitution vergeschlechtlichter Subjektivität legen Zeugnis ab von der produktiven Verflechtung Geschlechterforschung - Biographieforschung. Nach Meinung der Autorinnen leisten beide Möglichkeiten einen zentralen Beitrag zum Verstehen der Herstellung des sozialen Geschlechts (Gender). Gleichzeitig warnen sie davor, weitere zentrale Differenzlinien wie Klasse oder Nationalität zu unterlassen.

3. Bedeutung für die (Selbst-)Reflexion professioneller Arbeit

Der dritte Teil schliesslich umfasst den Beitrag von Gerhard Riemann. Mit diesem wird ein zentrales Anliegen der Biographieforschung wieder aufgegriffen, indem die Biographieanalyse und andere rekonstruktive Forschungsverfahren als Teil der Qualifizierung und des Selbstverständnisses für professionelles Handeln sowohl theoretisch, methodisch und didaktisch als auch institutionell in der Aus- und Weiterbildung sozialer Berufe verankert wird.

Diskussion

Den Herausgeberinnen ist es mit den zwölf Beiträgen gelungen, eine breite Palette von Ansätzen, Forschungsanliegen und methodologischen Reflexionen zur Biographieforschung in unterschiedlichen Forschungskontexten aufzuzeigen. Dadurch, dass die einzelnen Beiträge theoretisch und methodisch fundiert aufgebaut sind, wird der als „Überblick“ betitelte Teil durch vertiefte Einblicke ergänzt. Die gelungene Kombination von „Überblick“ und „Tiefenbohrung“ ermöglicht letztlich auch die Einlösung des zu Beginn des Buches formulierten Versprechens der Herausgeberinnen, dass durch den Vergleich der verschiedenen Ansätze eine wechselseitige Schärfung und Weiterentwicklung der einzelnen Ansätze erreicht werden soll. Ebenfalls ein grosses Verdienst dieser Publikation ist die gelungene Umsetzung der Buchkonzeption, welche vorgesehen hat, dass die Autorinnen und Autoren ihre eigenen Forschungserfahrungen und die daraus hervorgehenden Fragestellungen als Ausgangspunkt ihrer Publikationen verwenden. Dadurch wurde letztlich erzielt, dass die theoretischen und methodischen Ausführungen nicht einzig abstrakt blieben, sondern in Forschungsvorhaben konkretisiert wurden.

Fazit

Dass die Biographieforschung vielfältige Anwendungsmöglichkeiten eröffnet, dies wird mit der Publikation „Biographieforschung im Diskurs“ deutlich: Biographieforschung beschränkt sich nicht nur auf herkömmlich soziologische Forschungsvorhaben, sondern birgt vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Zusammenführung von der Biographieforschung mit anderen Ansätzen, wie etwa demjenigen nach Michel Foucault, der Ethnographie, des radikalen Konstruktivismus oder der Geschlechterforschung. Theoretische und methodische Begründungen hierzu sowie deren konkrete Anwendung in einzelnen Forschungsvorhaben finden sich in dieser Publikation. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Biographieforschung wird schliesslich auch in der professionellen Praxis aufgezeigt. Methoden der Biographieforschung eignen sich für die (Selbst-)Reflexion der eigenen professionellen Praxis.

Das Gesamtwerk – zwölf fundierte Beiträge umfassend – bietet sowohl die Möglichkeit, sich mit einzelnen Beiträgen vertieft auseinanderzusetzen, verschafft den Leserinnen und Lesern jedoch auch einen guten Überblick über verschiedene Facetten und neuere Ansätze der Biographieforschung. Ferner motiviert die Publikation dazu, eigene Forschungsvorhaben weiterzuentwickeln bzw. den Mut aufzubringen, den Rahmen traditioneller Forschungsmethodiken zu sprengen, indem unterschiedliche Ansätze miteinander verbunden und schliesslich zu einem neuen Ansatz “amalgiert“ werden.


Rezensentin
Prof. Dr. Esther Forrer
Leitung der Abteilung Master an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Departement Soziale Arbeit
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Zitiervorschlag
Esther Forrer. Rezension vom 16.04.2010 zu: Bettina Völter, Bettina Dausien, Helma Lutz, Gabriele Rosenthal (Hrsg.): Biographieforschung im Diskurs. VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2009. 2. Auflage. ISBN 978-3-531-16177-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/8507.php, Datum des Zugriffs 15.09.2019.


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ISSN 2190-9245

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