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Matthias Drilling, Olaf Schnur (Hrsg.): Governance der Quartiersentwicklung

Cover Matthias Drilling, Olaf Schnur (Hrsg.): Governance der Quartiersentwicklung. Theoretische und praktische Zugänge zu neuen Steuerungsformen. VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2009. 272 Seiten. ISBN 978-3-531-17084-8. 39,90 EUR.

Reihe: VS research - Quartiersforschung.
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Thema

Quartiere werden immer bedeutsamer für die soziale Verortung von Menschen und gleichzeitig sind Quartiere einer Stadt immer strukturell eingebunden in den Kontext einer Stadt. Stadtteile sind Teile einer Stadt; als solche verändern sie auch den gesamten urbanen Kontext einer Stadt, wenn sie sich wandeln. Insofern wird die soziale Verortung in Quartieren für deren Bewohnerschaft zunehmend nicht nur zu einer Frage, wie Quartiere integrieren und ausgrenzen, sondern wie man sich in der Stadt als Ganzem integrieren kann, wo man dort jeweils verortet ist. Deshalb ist die Quartiersentwicklung aus zwei Sichtweisen hoch brisant. Einmal geht es in der Tat um die Frage wie Quartiere sich selbst steuern können im Kontext der Steuerungsmechanismen und -strukturen einer Stadtpolitik. Da taucht immer mehr der Begriff der Governance auf. Zum anderen geht es um die Integrationspotentiale eines Quartiers, um soziale Vernetzung, soziale Anerkennung, Vertrauen in die unmittelbaren Umweltbedingungen, es geht insgesamt um Zugehörigkeit - auch in einer Stadt als Bedingung für Governance.

Herausgeber, Autorinnen und Autoren

Dr. Mattias Drilling ist Dozent am Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Dr. Olaf Schnur ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Autorinnen und Autorenkommen allermeist aus den Bereichen Stadt- und Stadtentwicklungsforschung und beschäftigen sich als Geographen, Stadtplaner Erziehungs- und Sozialwissenschaftler mit Fragen der Stadt, der Stadtquartiere und deren Entwicklung. Ein großer Teil der Autorinnen und Autoren kommt auch aus der Praxis und hat Erfahrungen mit der Quartiersentwicklung von Ort.

Entstehungshintergrund

Das Buch geht auf eine Tagung zurück, die unter dem Titel "Wohin steuern unsere Quartiere? Governance in der Quartiersentwicklung" vom Arbeitskreis Quartiersforschung der Deutschen Gesellschaft für Geographie durchgeführt wurde.

Aufbau

Das Buch ist in fünf Kapitel untergliedert.

I. Einführung

Das erste Kapitel umfasst eine Einführung der Herausgeber, die sich unter dem Titel "Governance - ein neues Zauberwort auch für die Quartiersentwicklung?" kritisch und differenziert mit dem Begriff Governance und seinen Facetten auseinandersetzt. Als Modell eignet sich Governance offensichtlich, alte Steuerungslogiken zumindest kritisch zu befragen. Kann man einen Stadtteil, ein Quartier nach den gleichen Mustern "regieren" wie der Staat regiert wird oder bedarf es anderer Mechanismen der Auseinandersetzung? Und: Können Planungsprozesse noch so ablaufen, dass bestimmte Formen der Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren auf deren Zustimmung oder Ablehnung beschränkt bleiben? Die Autoren setzen sich mit diesen Fragen aus der Sicht unterschiedlicher Disziplinen auseinander und referieren dazu wichtige theoretische Positionen.

Als tragfähiges Konzept plädieren sie für das Konzept des Urban Governance, "… das neben ökonomischen und politischen auch zivilgesellschaftliche Akteure in mögliche Steuerungsmodi integriert." (17) Dabei geht es weniger um eine Demokratisierung bereits bestehende Strukturen und Prozesse in der Planung und Steuerung. Vielmehr geht es um eine völlig andere Art der Bearbeitung von Problemen und der Steuerung von Planungsprozessen mit allen davon betroffenen Akteuren.

II. Die "neue" Popularität des Lokalen

Das Kapitel umfasst vier Beiträge, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit der neuen Popularität des Lokalen beschäftigen.

Christa Kamleithner setzt sich in ihren Beitrag " „Regieren durch Community“ - Neoliberale Formen der Stadtplanung" sehr stark mit dem Foucaultschen Konzept der Gouvernementalität auseinander. Ihr Kerngedanke ist, das Governance nicht auf weniger Regulierung setzt, sondern auf eine andere Art der Regulierung, in der Freiheit und Planung nicht als Antipoden gedacht werden, sondern in ihrer Verschränkung gesehen werden und Freiheit als eine Ressource der Planung verstanden wird. Das erinnert an den kommunitaristischen Diskurs, der der Vereinzelung des Individuums die Gemeinschaft entgegen stellt. Solidarität kann demnach nur begriffen werden aus der sozialen Verortung der Einzelnen in spezifische Kontexte der sozialen Gemeinschaft, nicht aber als gesellschaftliches Vertragsverhältnis, wie es der anfängliche Sozialstaat des 19. Jahrhundert formulierte.

Céline Widmer geht es um die "Aufwertung benachteiligter Quartiere im Kontext wettbewerbsorientierter Stadtentwicklungspolitik am Beispiel Zürich". Vor allem die Aufwertungsstrategien benachteiligter Quartiere im Rahmen der Sozialen Stadtentwicklung bedürfen im Kontext einer wettbewerbsorientierten Stadtentwicklungspolitik einer Erklärung, sind doch die meisten Städte darauf aus, nach außen attraktiv zu sein und sind weniger daraus ausgerichtet, im Rahmen der Aufwertung benachteiligter Quartiere einen gewissen Ausgleich der Strukturen zu erreichen. Nun weißt C. Widmer nach, dass Zürich diese beiden "Kontrahenten" - Attraktivität im Rahmen eines polit-ökonomischen Wettbewerbs einerseits und soziale Stadtentwicklung andererseits zusammengebracht hat. Dabei mögen spezifische Strukturmerkmale der schweizerischen Gesellschaft und ihre spezifischen Integrationspotentiale eine Rolle gespielt haben.

"Quartiere auf Zeit: Multilokalität als Grenze der lokalen Governance" nennt Manfred Perlik seinen Beitrag. Am Beispiel neuer Mobilitäts- und Migrationsmuster versucht Perlik deutlich zu machen, dass sich die Bedingungen lokaler Governance verändern. Eben weil man nicht nur in einem Quartier integriert ist, sondern auch außerhalb von ihm seinen Status sichert und Integration möglich wird, sind die Voraussetzung lokaler Governance oft nicht gegeben. Deshalb bedarf es nach Perlik einer Einbettung lokaler Governance in regionale Strukturen von Governance - Governance muss sich auf die Region beziehen.

Fabian Kessl und Christian Reutlinger beschreiben in ihrem Beitrag "Formate des Räumlichen und Raumpolitiken" vernachlässigte Dimension der Raumforschung. Dieser Betrag versteht sich als eine kritische Rezension des bisherigen Forschungsstandes in der Raumforschung, der Praxis und der Politik, mit der Städte mit der Besetzung öffentlicher Räume umgehen. Sie reklamieren eine andere Sicht auf den Raum, etwa in Anschluss an den Begriff der Heterotopie (Foucault) oder in Anschluss an Simmels Konzept der Grenze als Markierung gegenüber dem Fremden.

III. Quartiere zwischen Programmen und Akteursinteressen

Das Kapitel wird eingeleitet mit einem Beitrag von Christina West: Utopien und Heterotopien: Protagonisten des gesellschaftlichen Wandels in Barcelona. Nachdem sich die Autorin mit den Begriffen auseinandergesetzt hat, entwickelt sie ein Modell, das sie die Triplizität von polis, urbs und Stadt nennt. (105 ff) Damit lassen sich die Beziehungen zwischen Politik (polis), Öffentlichkeit (urbs) und Kollektiv (Stadt) beschreiben. Bezogen auf Barcelona beschreibt und analysiert die Autorin nunmehr die Beziehungen der jeweiligen Protagonisten des sozialen Wandels, wobei die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung im Quartier, ihr sozialer Status, ihr Beildungsniveau, ihre Kreativität die jeweiligen Utopien und Heterotopien erzeugt, die für den Wandel sorgen.

Samuel Mössner nennt seinen Beitrag "Local Governance ohne Vertrauen: Die „Conratti di Quartiere“ ("Quartiersverträge" D. B.) in Mailand. Die Quartiersverträge wurden zwischen unterschiedlichen Akteuren im Quartier geschlossen: den kommunalen Verwaltungseinheiten, der Regionalregierung, den kommunalen Wohnungsbauunternehmen, den Anwohnern und ihren Interessenvertretungen und vielen weiteren Akteuren in den Quartieren. Sie dienen der Verbesserung der Infrastruktur und der städtebaulichen Gestaltung. Der Autor beschreibt dieses Programm, bettet es ein in europäische Stadtentwicklungskonzepte ähnlicher Prägung und diskutiert diese Programme vor dem Hintergrund dessen, was Governance meint. Dabei stößt er auf eine zentrale Kategorie jeder sozialen Verortung, aber auch jeder Beziehung: Vertrauen. Das Fazit des Beitrags könnte lauten: Wenn Vertrauen nicht institutionalisiert wird und auf gegenseitige Anerkennung der Akteure alleine angewiesen ist, wird die Entwicklung zum Akteur schwierig.

Christian Strauß setzt sich in seinem Beitrag "Integrierte Quartierkonzepte: Beitrag der Stadtentwicklungsplanung zum Umgang mit dem demographischen Wandel" mit den Herausforderungen auseinander, mit denen Kommunen angesichts der Alterung der Gesellschaft und ihrer Schrumpfung zu tun haben. Dabei beschränkt sich der Autor hauptsächlich auf die Dimension der Schrumpfung und fragt nach den Planungsstrategien, die sich aus den unterschiedlichen Programmen und gesetzlichen Vorgaben ergeben können. Schrumpfung wird dabei hauptsächlich als ein Problem gesehen, dass zu bearbeiten ist; die daraus erwachsenden Chancen einer Umgestaltung von Städten werden nicht ins Auge gefasst. Diese Beschränkung ist sicher auch sinnvoll. Die Frage, welche wechselseitigen Bedingungen sich aus dem Verhältnis von Schrumpfung und Alterung ergeben, wäre hier allerdings eine sinnvolle Ergänzung gewesen und hätten den Beitrag eher abgerundet.

Gesellschaftliche Transformationsprozesse an Zürichs Stadtrand: Interventionen in Schwamendingen analysiert Orlando Eberle in seinem Beitrag. Offensichtlich gibt es in Zürich auch eine ungleiche Verteilung von Lebenschancen durch den Raum und im Raum. Der Stadtteil Schwamendingen scheint ein Stadtteil am Rand der sozialen und räumlichen Kerndynamik der Stadt Zürich zu liegen und darunter auch zu leiden. Der Autor beschreibt diesen Stadtteil und seine Strukturdimensionen und die Programme, mit denen er verbunden ist. Ein Stadtteil u. a. mit einem wachsendem Migrantenanteil und einem hohen Anteil von Familien mit Kindern lässt ihn prädestiniert sein für Entwicklungsprogramme der Stadt und der Schweizer Bundesregierung. Das Ergebnis der Interventionen und Hilfen kann sich sehen lassen - so Eberle. Es entwickelte sich eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit.

IV. Neue Entwicklungsagenten und neue Akteursallianzen in der Quartiersentwicklung

Das Kapitel wird eingeleitet mit einem Bericht aus Greifswald. Töns Föste überschreibt seinen Beitrag "Wer steuert die Quartiersentwicklung? Das Beispiel der Fleischervorstadt in Greifswald". Der Autor beschreibt die Arbeit des Quartiersmanagement in einem Programmgebiet der Sozialen Stadt. Die Fleischervorstadt ist ein Stadtteil mit allen Merkmalen, die als Bedingungen gelten, wenn man durch das Programm der Sozialen Stadt gefördert werden will. Auch die Aufgaben und das Verständnis von Quartiersmanagement als Koordination der Aktivitäten und die Entwicklung von Bewohnern zu Akteuren weicht nicht von dem ab, was wir in anderen Quartieren kennen.

Hermann Brachmann berichtet in seinem Beitrag über die "Gründung einer Genossenschaft im Quartier am Beispiel Ulm Weststadt". Gerade in Stadteilen, die im Rahmen des Programms der Sozialen Stadt einen Blick auf die lokale Ökonomie werfen, sind oft mit den praktischen Fragen der Gründung von Genossenschaftsläden u. ä. konfrontiert. Hier zeigt der Autor mit seinem Bericht einen möglichen Weg auf.

Katja Heike Birkhölzer beschreibt und analysiert die "Rolle sozialer Unternehmen bei der Quartiersentwicklung am Beispiel der Berliner Entwicklungsagentur für soziale Unternehmen und Stadtteilökonomie (BEST)". Birkhölzer identifiziert Arbeitslosigkeit und den Niedergang der lokalen Ökonomie als die schwerwiegendsten Prozesse, die für das Abrutschen eines ganzen Quartiers verantwortlich sein können. Mit BEST wird eine Entwicklungsagentur beschrieben, die diesen Prozessen Einhalt zu geben versucht, indem sie sozialen Unternehmen Existenzgründungshilfen anbietet. Die Autorin analysiert die Aufgaben von BEST, die sich vor allem auf die fehlenden Strukturen konzentrieren, auf das mangelnde soziale Kapital, auf Akzeptanzprobleme auf die Kontraproduktivität der arbeitsmarktpolitischen Programme und auf den fehlenden Zugang zu Ressourcen.

"Powered by Quartiersmanagement: Füreinander leben im „Problemkiez„" nennt Stephan Lenz seinen Beitrag. Ist Quartiersmanagement bereits eine Vorform von Governance, von Regieren durch Community? Seine empirische Studie lässt den Autor zu dem Schluss kommen, dass Quartiersmanagement als Allheilmittel für alle sozialen Probleme im Quartier gesehen wird. Community organizing wird zur zentralen Methode, von der man erwartet, dass sich die Community dadurch auch steuern lässt, dass alle beteiligt und vor allem verantwortlich beteiligt sind. Gleichzeitig wird der kommunitaristische Diskurs mobilisiert, den auch der Autor kritisch einschätzt, was das Ziel lokaler Vergemeinschaftung angeht. Hier wäre interessant gewesen, das Quartiersmanagement im Verhältnis zu Konzepten der Governance auch theoretisch zu diskutieren.

V. Neue Steuerungs- und Evaluationsinstrumente in der Quartiersentwicklung

Das letzte Kapitel umfasst zwei Beiträge.

In dem Beitrag von Gisela Prey und Anette Vollmer geht es um "Chancen für Quartiere durch die Einbindung von Immobilieneigentümern: Business Improvement Districts und Immobilien- und Standortgemeinschaften". Die Autorinnen beschreiben Business Improvement Districts (BID) "als Instrument zur Stabilisierung und Revitalisierung von Quartieren, vor allem in innerstädtischen Lagen" (228). Sie geben einen Überblick über die Konzepte in der Bundesrepublik und setzen sich mit dem Beispiel Hamburg ausführlicher auseinander. Gerade an Hamburg kann aufgezeigt werden, dass BID nicht nur ein Beitrag zur (ökonomischen) Leistungserbringung ist, sondern auch zu Prozessen der "community building" führen kann.

Annette Kuhk nennt ihren Beitrag "Lokale und regionale Instrumente der Quartiersentwicklung in Brüssel".

Brüssel galt in den 70ern als die Stadt der 100 Bürgerinitiativen, weil sich die Mehrheit der Bevölkerung seinerzeit gegen die großräumige Sanierung alter Quartiere wehrte. Als damals entwickeltes Instrument gelten heute noch für die Steuerung von Quartieren Kontrakte für Quartiere. Ziel dieser Kontrakte ist die Verbesserung der Attraktivität des Quartiers und der Lebens- und Wohnqualität im Quartier. Nach der Beschreibung der Struktur solcher Kontrakte bewertet die Autorin die bisherigen Maßnahmen und kommt zu dem Ergebnis, dass es ein relativ flexibles, und für diesen Maßstab einzigartiges Steuerungsinstrument ist, das den Anforderungen auf mehreren Ebenen gewachsen ist:

  • Quartiere sind pragmatisch abgegrenzt;
  • die soziale Perspektive ist integriert;
  • der Staat als Unternehmer gibt Impulse für die Entwicklung;
  • das Konzept kann variabel eingesetzt werden und hat nicht nur ein Ziel (259).

Diskussion

Das Buch umfasst Beiträge, die sich - so der Untertitel - mit den "theoretischen und praktischen Zugängen zu neuen Steuerungsformen" beschäftigen. In der Tat finden wir in den jeweiligen Kapiteln auch eine theoretische Auseinandersetzung vor allem mit dem Konzept der Governance, mit Gouvernementalität, mit Regieren durch community, mit Quartiersmanagement und community organizing. Interessant sind die durch Praxis durchdrängten Beiträge, die an Beispielen auch einiges deutlich machen. Nicht in allen Beiträgen finden wir konsistent den Bezug zum Thema: Governance der Quartiersentwicklung. Die Beispiele, die auch gerade sich auf Quartiersmanagement beziehen, vertun hier eine Chance, Governance als einen Ansatz vorzustellen, der durch überparteiliche Aushandlungsprozesse der unterschiedlichsten Akteure, eben durch einen anderen Ansatz der Steuerung gekennzeichnet ist. Es geht nicht um Demokratisierung der Steuerung, sondern um eine andere Steuerungslogik, die zu anderen Formen der Moderation der Steuerung führt. Das wird nicht in allen Beiträgen deutlich, in einigen umso mehr.

Das Thema ist virulent, und zwar nicht nur in städtisch strukturierten Quartieren, also in Stadtteilen, sondern auch in ländlichen Strukturen, in Dörfern und Kleinstädten. Dabei ist der Bezug zum Lokalen als Fokus der sozialen Verortung das Eine; das Andere ist, dass Menschen sich ihrer sozialen Verortung immer bewusster werden und sie deshalb von ihren Rahmenbedingungen her mit gestalten wollen. Das setzt in der Tat neue Steuerungsmodelle voraus und hier kann man in diesem Buch einige wichtige Impulse finden.

Fazit

Der von Drilling und Schnur herausgegebene Sammelband bereichert sicher die Diskussion um die Bedeutung der Quartiere als Rahmen eines "gelingenden Lebens". Das Buch bietet interessante Praxisbeispiele und einige gute theoretische Positionen; es ist als Studienbuch gut einsetzbar und bietet eine Reihe von guten Argumentationssträngen, deren weitere Diskussion sich lohnt.


Rezensent
Prof. Dr. Detlef Baum
Professor für Soziologie mit den Schwerpunkten Soziale Probleme, Kommunale Sozialpolitik, Stadtsoziologie, insbesondere Soziale Probleme der Stadtentwicklung, Segregationsprozesse, Stadtumbau
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Zitiervorschlag
Detlef Baum. Rezension vom 25.02.2010 zu: Matthias Drilling, Olaf Schnur (Hrsg.): Governance der Quartiersentwicklung. Theoretische und praktische Zugänge zu neuen Steuerungsformen. VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2009. ISBN 978-3-531-17084-8. Reihe: VS research - Quartiersforschung. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/8933.php, Datum des Zugriffs 17.10.2018.


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