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Michael Henninger, Heinz Mandl (Hrsg.): Handbuch Medien- und Bildungsmanagement

Rezensiert von Dipl.Soz.-Arb. Karl-Michael Froning, 13.08.2010

Cover Michael  Henninger, Heinz Mandl (Hrsg.): Handbuch Medien- und Bildungsmanagement ISBN 978-3-407-83162-0

Michael Henninger, Heinz Mandl (Hrsg.): Handbuch Medien- und Bildungsmanagement. Beltz Verlag (Weinheim, Basel) 2009. 496 Seiten. ISBN 978-3-407-83162-0. D: 49,95 EUR, A: 51,40 EUR, CH: 84,00 sFr.
Reihe: Pädagogik. Beltz Medien in der Bildung
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Thema und Entstehung

Michael Henninger und Heinz Mandl stellen sich im Vorwort und Einleitung die Frage, „Was ist mit Medien- und Bildungsmanagement gemeint“ und „Welche Themen lassen sich darunter subsumieren?“. Auch ist ihnen die Frage wichtig, „welche Disziplinen sind involviert, sowie „was sollen Medien- und Bildungsmanager können?“
Als eine besonders erwähnenswerten Umstand bezeichnen die Herausgeber die Tatsache, dass sie selber bei der Auswahl der thematischen Schwerpunktsetzung nicht ihren eigenen Vorlieben oder „einer singulären wissenschaftlichen Sichtweise, sondern einer breit angelegten internationalen Studie gefolgt sind. Aus den Umschlagtext: „Das Handbuch qualifiziert für Schnittstellen- und Managementaufgaben in der modernen Bildungsarbeit – sei es in der Schule und Weiterbildung oder bei der Entwicklung von Bildungsmedien.“
Es ist der Versuch „medienrelevante Inhalte verschiedener Fachrichtungen zu einem fächerübergreifenden Lehr- und Nachschlagewerk“ zusammen zu stellen.

Aufbau

Die Systematik der Beiträge wird in zwölf Hauptrichtungen geordnet.

1. „Kompetenzprofile im Medien- und Bildungsmanagement“

Im ersten Teil beschäftigt sich Christine Hörmann mit der „Aufgabenstellung und Kompetenzprofile im Medien- und Bildungsmanagement“. Mit einem Beispiel führt die Autorin in das Thema ein. Sie versucht damit deutlich zumachen, dass die Aufgabe eines Medien- und Bildungsmanager interdisziplinär, vor allem durch die Schnittstellen und Managementaufgaben eben in der Bildungs- und Medienlandschaft ist. Der Bildungs- und Medienmanager verfügt über interdisziplinäre Fähigkeiten welche sich von den traditionellen Berufsprofilen der Psychologen, Pädagogen oder Medienentwicklers sowie Betriebswirt unterscheidet. Im Aufsatz bearbeitet sie dann den Kompetenzverständnis und definiert Kompetenz mit Klieme et al, „Kompetenzen sind demnach verfügbare oder erlernbare kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten bestimmte Probleme zu lösen…“. Nach dieser Beschreibung von Kompetenzverständnis setzt sich Hörmann mit der einer empirischen Basis der Kompetenzprofile auseinander in dem sie zuerst die Hintergründe deutlich macht auf Grund dessen diese Kompetenzprofile beschrieben werden. Im weiteren geht die Autorin auf die Kommunikation, sowie dem Management und den Medien als zentrale Kompetenzbereiche auseinander, sowie im weiteren dann mit den Kompetenzprofil der verschiedenen Tätigkeitsbereichen wie Entwicklung, operative Durchführung und Bewertung auseinander.

2.„Pädagogische und instruktionale Aspekte des Medien- und Bildungsmanagement“

Im zweite Teil schreiben Jan Hense und Heinz Mandl zum Thema „Bildung im Zeitalter digitaler Medien – Zur wechselseitigen Verflechtung von Bildung und Technologien“, dass historisch gesehen die Verbindung zwischen technologischer Entwicklung und dem Bildungsbereich kein neues Phänomen darstellt. In der Wahrnehmung, so die Autoren, hätte allerdings „die immer noch wachsenden Allgegenwart der digitalen Medien und Technologien zusätzlich an Dynamik gewonnen“. Im Abschnitt „Die behavioristisch beeinflusste Phase“ beschreiben sie, ausgehend von der Theorie des operanten Konditionierens Skinners die Sicht des Behaviorismus der durch drei Grundprinzipien charakterisiert wird (vgl. Ewert/Thoms 1996). Im weiteren des Abschnittes wird dann die Frage gestellt, warum die Lernmaschinen gescheitert sind. Im Abschnitt „Die kognitivistisch beeinflusste Phase“ beschreiben Hense/Mandl die Lehr- Lern – Forschung der ab den 1970er Jahre. Danach wurde das Lernen nicht mehr als reine „Verhaltensänderung begriffen sondern als Aufbau und Veränderung des Wissens und Denken der Lernenden.“ Der Abschnitt „Die individuell-konstruktivistisch beeinflusste Phase“ erläutern die Autoren, dass das Wissen nicht einfach weitergegeben wird, sondern durch aktive Konstruktion der Lernenden zustande kommt. Im weitern wird dann auf die verschiedenen Möglichkeiten und a. u. auf Simulationen in und durch die Entwicklung der PC-Welt hingewiesen. Übergehend auf den Abschnitt „Die sozial-konstruktivistisch beeinflusste Phase“ erläutern sie das sich die Vertreter dieser Phase auf die entwicklungspsychologischen Arbeiten von Vygotsky beziehen, der bereit zu Anfang des 20.Jahrhunders die Rolle sozialer Interaktion für die kognitive Entwicklung betonte. In der Zusammenfassung „Lehren aus 50 Jahren Bildungstechnologie fragen die Autoren dann auch folgerichtig was sich aus diesen Erkenntnissen lernen lässt.

Im Kapitel „Digitale Medien als E-Learning-Werkzeuge“ gehen Hense und Mandl auf die Werkzeuge zur Unterstützung der Präsenslehre, zur Gestaltung netzbasierter Lehr-Lern-Angebote ein und erläutern die Möglichkeiten des „Content Management System“ (CMS) und von Lernplattformen sowie die Anwendungen und Dienste des Web 2.0. Die Autoren zeigen im weiteren Einsatzformen der digitalen Medien für Lehr-Lern-Zwecke, die pädagogischen Potenziale digitaler Medien auf und kommen zum Schluss zu der Überzeugung, dass „(D)die digitalen Medien [nur dann] das Lernen nachhaltig positiv beeinflussen [werden], wenn sie auch pädagogisch sinnvoll zum Einsatz gebracht werden.“

Auch Kirsten Hansen und Hans Grubersetzen sich in ihrem Aufsatz „“Erwachsenenbildung – Konzepte, Methoden und Perspektiven“ mit den Möglichkeiten des Lernen mit Medien insbesondere mit Online-Seminaren auseinander. Dabei beschreiben sie im ersten Teil den Begriff Erwachsenenbildung, mit hinweisen zur Erwachsenenbildungsforschung sowie der Theorien und Modelle der Erwachsenenbildung bis hin zur Definition von Online-Lernen in der Erwachsenenbildung. Im weiteren erläutern die AutorInnen die Didaktische Gestaltung von Online-Seminaren in dem sie der Frage nachgehen, das für die Qualität und Erfolg von netzgestützten Seminaren die mediendidaktische und methodische Gestaltung eine wesentliche Rollen spielen. Als ein Beispiel für das Online-Lernen Erwachsener zeigen Hansen und Gruber „ENTER: Lehren und Lernen mit Neuen Bildungsmedien in der Weiterbildung“ auf. Abschließen machen die Autoren deutlich, dass es beim Online-Lernen um eine interessante Variante der Erwachsenen- und Weiterbildung handelt, die jedoch mehr als bei anderen Angeboten das selbstständig arbeiten sowie eine hohe Selbstmotivation und Frustrationstoleranz sowie Engagement und Aktivität erfordert.

Birgitta Kopp und Heinz Mandl beschäftigen sich mit der „Gestaltung medialer Lernumgebungen“. Es gehe darum, dass „(I)im Rahmen der Gestaltung medialer Lernumgebungen [als wichtiges Ziel] die Lernenden nachhaltiges Wissen erwerben.“ Insbesondere stellen sie sich zwei Fragen, wie lern der Mensch und wie kann man mediale Lernumgebung so gestalten, dass ein anhaltendes Wissen erzielt wird. Ausgehend von den „Pädagogisch-psychologischen Grundlagen des Lernens mit Medien“ beschreiben sie „Gestaltung von medialen Lernumgebungen. Dabei gehen die Autoren dann auf problem- bzw. fallbasierten Lernen, zeigen Voraussetzungen für problemorientiertes Lernen auf, um dann auf das Konzept der „Blended Learning“ einzugehen. Im weitern ist das Thema die „Mediale Gestaltung“. In diesem Abschnitt erläutern Kopp und Mandl die verbale und nonverbale Gestaltung, sowie der „Mono- und bimodale Präsentation und zeigen dann „Möglichkeiten, in den Ablauf der medialen Darbietung einzugreifen. Sie weisen daraufhin, dass der Technik im Rahmen der Aufbereitung eine wesentliche Bedeutung zukommt. Dabei erläutern die Autoren verschiedene Umsetzungsaspekte. Im Abschluss zeigen Kopp und Mandl noch drei Beispiele zur Gestaltung von medialen Lernumgebungen, nämlich das Tele-Tutoring, die Learnig-Communities, sowie Planspiele und Simulationsspiele. Zu Schluss stellen sie fest, dass mediale Lernumgebungen die Chance biete „Lerninhalte so aufzubereiten, dass sie individuell zum Einsatz kommen können“.

3. „Psychologischen Grundlagen des Medien- und Bildungsmanagements“

Im Aufsatz „Organisationspsychologie“ setzen sich Lutz von Rosenstiel und Peter Neumann mit der Problemstellung, wie organisieren wir die künftige Arbeitsteilung, wer wird künftig für die Führungsprozesse verantwortlich sein, wie soll mann die Kommunikationsprozesse nach innen und außen gestalten und wie lässt sich [dieses] Wissen vermarkten? Zu beginn bringen sie den Lesen auf den Stand des Wissens und stellen im Abschnitt Organisation aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht die Frage, was ist eine Organisation. Im weiteren beschreiben die Autoren im Abschnitt „Organisationspsychologie als anwendungsorientierte Forschung und wissenschaftlich begründetes Handel in der Praxis“, dass zwischen zweckfreier Grundlagenforschung, der anwendungsorientierte Forschung und praktischen Handeln unterschieden werden muss und beschreiben weiter das die Organisationspsychologie der angewandten Psychologie zugeordnet wird und bei der praktischen Psychologie um routinemäßigen Umsetzung des psychologischen Wissen in Diagnosen und Intervention geht. v.Rosenstiel und Neumann beschäftigen sich im Folgenden mit Feldern und Arbeitsprozesse ind er Organisationspsychologie und skizzieren im weiteren wichtige Methoden und Forschungsergebnisse der vorher im Aufsatz beschriebenen vier Arbeitsfelder. Im Ausblick stellen die Autoren dann fest, dass vielfach die Erkenntnisse nur unzureichend in Anspruch genommen werden, dass es aber große Unterschiede zwischen einzelnen Organisationen vorhanden sind.

Pädagogisch-Psychologische Grundlage“ sind das Thema des Aufsatzes von Roland Brünken, Babette Koch und Inge Jänen.Kurz wird von den Autoren in die pädagogische Psychologie eingeführt, um dann auf die Lehr-Lern-Situation einzugehen. Dabei wird u.a auf das INVO-Modell(Individuellen Voraussetzungen erfolgreichen Lernens) eingegangen. Im Abschnitt „Stand der Wissenschaft“ wird das INVO-Modell noch näher erläutert. Weiter wird dann auf das CTML (Cognitive Theory of Multimedia Learning) welches im Hinblick auf das INVO-Modell auf die kognitiven Aspekte der Informationsverarbeitung bezieht, eingegangen und deutlich gemacht, dass die CTNL auf drei Grundannahmen beruht. Im weiteren gehen die AutorInnen dann auf das instruktionale Design ein und erläutern dann weiter einfache gegenüber komplexe Lernumgebungen. Danach gehen Brünken, Koch und Jänen auf selbst reguliertes Lernen, Lernstrategien und Metakognotion, auf das Feedback als diagnostische Funktion und geschlechtsspezifische Effekte ein. In Anwendung der theoretischen Ausführungen beschreiben die AutorInnen dann noch adaptives Lernen. Sie enden im Ausblick mit der Vermutung, dass „vor dem Hintergrund der in der Praxis immer wieder erwarteten motivationalen Vorteile medialer Informationspräsentation […] in naher Zukunft mit intensiven Forschungen zu rechnen“ ist.

Regina Jucks, Ingo Kollar, Nicole Krämer und Frank Fischer widmen sich in ihrem Aufsatz „psychologische Grundlagen des Medien- und Bildungsmanagements“ der Frage nach den Vorteilen der Computermedien ind Lehr-Lern-Situationen. In dem Abschnitt Medienpsychologische Grundlagen wird zuerst auf die Definition und Aufgaben der Medienpsychologie eingegangen. In der Geschichte der Medienpsychologie stellen die AutorInnen fest, dass mit den ersten Formen der Massenkommunikation die Medienwirkungsforschung ihren Anfang nahm. Dabei, so die AutorInnen, wurde den Medien immer eine starke Einflussnahme zugesprochen. In „Klassifikation von Medien und psychologische Phänomene bei der Mediennutzung betrachten Jucks, Kollar, Krämer und Fischer das Spektrum der Medien. Dabei zeigen sie eine Klassifikation von Medien wie auch psychologische Phänomene bei der Mediennutzung auf. Dabei stellen sie fest, dass „[…]neben Aufmerksamkeitsprozessen vor allem Verarbeitungsprozesse im Arbeitsgedächtnis fokussiert werden […].“ In dem Abschnitt „Lehr-Lern-Forschung und neue Medien: Analyse und Förderung computergestützter Lernprozesse“ setzen sich die AutorInnen mit der Mediendebatte von R.Clark auseinander und beschreiben dass trotz der Kritik an der Meinung von R.Clark „die neuere pädagogisch-psychologische Medienforschung sich deutlich von der empirischen Untersuchung reiner Medieneffekte im Sinne klassischer Medienvergleiche distanziert.“ Die AutorInnen stellen im weiteren unterschiedliche Forschungen vor. In dem Abschnitt „Kommunikationspsychologische Grundlage“ beschreiben die AutorInnen, dass „(D)der Computer und das Internet [die] Wissenskommunikation entscheidend verändert [haben]“ Ausgangspunkt und Anlass der Kommunikation sei eine systematische Wissensdivergenz, denn „(W)wenn systematische Unterschiede im Wissen der beteiligten Kommunikationspartner vorliegen,“ so Jucks, Kollar, Krämer und Fischer, „die den Beteiligten bewusst sind, handelt es sich um Experten-Laien-Kommunikation“ die von den Autoren näher beschrieben werden. Die „Medienspezifischen Möglichkeiten und Einschränkungen der Kommunikation“ ist darnach Thema der Abhandlung. Im Abschnitt „Computergestützte Lern- und Kommunikationsprozesse“ werden dann von den AutorInnen drei Anwendungsbeispiele beschrieben, 1. das „Gemeinsame Lernen am Computer, 2. die“Computergestützte Kommunikation zwischen ExpertInnen und Laien“ und 3. den „Pädagogischen Agenten“. In der Zusammenfassung und im Ausblick vermerken die AutorInnen zu Schluss, dass empirische Untersuchungen im Sinne der interdisziplinären Zusammenarbeit erst am Anfang stehen würden, aber notwendig wären.

4.„Managementaufgabe Kommunikation“

Michael Henninger und Michael Balkführen in ihrem Aufsatz in die „Grundlagen der Kommunikation“ ein und begründen „(I)im Medien- und Bildungsmanagement sind Kenntnisse in Kommunikation zentral.“ Sie stellen im weiteren die Frage nach gelungener Kommunikation und beschreiben unterschiedliche theoretische Ansätze und empirische Befunde. Dabei setzen sie sich mit der „zirkulären Dynamik in dyadischen Kommunikationssituationen auseinander. Im Abschnitt „Kompetenzprofil in dyadischen Kommunikationssituationen“ zeigen die Autoren unterschiedliche dyadische, zirkuläre Kommunikationssituationen auf und machen deutlich, dass diese zum gegenseitigen Verstehen wichtig sind. In dem Abschnitt „Automatisierung sprachlichen Handelns wird deutlich, dass „(D)der erforderliche kognitive Aufwand beim Zuhören und Sprechen […] durch [einen] hohen Grad der Automatisierung der Teilprozesse sprachlichen Handelns reduziert [wird][…]“. „Sprachliches Handeln wird von verschiedenen Autoren ein hohes Maß an Intentionalität zugeschrieben“ schreiben die Autoren im Abschnitt „Intentionalität und Veränderung sprachlichen Handelns und führen dann aus, dass „Personen durch Sprechen und Zuhören bestimmte Ziele […] verfolgen.“ Sprachrezeption und Sprachproduktion, sowie die Sprachfunktion, die Umsetzungsmöglichkeit des vorweg Beschriebenen wird im Folgenden Abschnitt erklärt, sowie ein Prozessmodell der Gesprächsführung dargelegt.
Im Fazit weisen die Autoren darauf hin, dass „um das Ziel einer gelungenen Kommunikation zu erreichen, […] es aber immer die eigene Bereitschaft zum Zuhören und die Fähigkeit, diese beim Gesprächspartner zu wecken, falls sie nicht ohnehin schon vorhanden ist, [bedarf].

Training kommunikativer Kompetenzen“ sind das Thema bei Michael Fuhrmann und Algar Rother. Sie beschreiben, das in der derzeitigen betrieblichen Weiterbildung Kommunikationstrainings zu den Standardangeboten gehören würden. Im Aufsatz zeigen die AutorInnen dann auf, warum ein hoher Bedarf an Kommunikationstraining vorhanden ist und was es den Führungskräften so schwer macht lebenslang Kommunikation zu trainieren. Im Weiteren zeigen sie dann auf, wie die Fähigkeit zur Kommunikation auf unterschiedlichen Hierarchieebenen trainiert wird. In drei Zielgruppen, 1. die Zielgruppe der Mitarbeiter und jungen Führungskräften, 2. die Zielgruppe der erfahrenen Führungskräften und 3. die Zielgruppe der Top Manager teilen Fuhrmann/Rother Grundlagen und Beispiele von Kommunikationstrainings auf und erläutern unterschiedliche Schritte des Kommunikationstrainings. Kritische stellen sie an Schluss die Frage an der teilweisen Erfolglosigkeit von Kommunikationstrainings trotz guten Konzeptionen. Im Abschlussabsatz setzten sich die AutorInnen noch mit den Möglichkeiten und Grenzen von Erfolgsmessungen in der Praxis auseinander. Sie schließen: „ Dennoch: Der Nachweis für die Wirksamkeit von Kommunikationstrainings ist wichtig.“

Die Wichtigkeit „Konflikte erkennen und [zu] managen“ werden im Aufsatz von Christina Barth und Michael Henningerdeutlich. Die AutorInnen schreiben, (D)der Anspruch dieses Kapitel ist es, dem Leser einen Einblick in die Konfliktthematik zugeben und verschiedene theoretische Grundlagen zu beleuchten, die es ermöglichen, sich vertieft mit dem Thema zu befassen.“ Dabei definieren sie soziale Konflikte im Arbeitsleben, zeigen den Weg von den ersten Anzeichen eines Konfliktes zur Konfliktbehandlung auf, beschreiben Typologien sozialer Konflikte und stellen sich die Frage, welche Aufgabenstellung sich daraus für einen Medien- und Bildungsmanager sich daraus ergeben. Im zweiten Teil ihrer Ausarbeitung setzen sich die AutorInnen dann mit dem Umgang mit Konflikten, dem Konfliktmanagement auseinander, Über der Beschreibung von Konflikten und Konflikteskalation zeigen sie einzelne Möglichkeiten der Konfliktintervention auf. Dabei gehen sie auf die Negotiation (Verhandlung),Moderation, Prozessbegleitung und Organisationsberatung, Supervision, Coaching, Klassische Vermittlung, Mediation,das Schiedsverfahren, der Machteingriff und weitere Strategien der Konfliktintervention ein. Im weiteren stellen sie dann Überlegungen zur Bedeutung der Kommunikation im Konfliktgeschehen und stellen die Frage was denn in einem Konflikt entschärfend ist und was den Konflikt anreget. Im Fazit stellen Barth und Henninger fest, dass es wichtig ist, „Konflikte offen zu thematisieren, eigene Grenzen zu erkennen und, falls notwendig, rechtzeitig Hilfe hinzuzuziehen.“

5. „Medienwissenschaftlichen Perspektive“

Manuela Gläser, Sonja Weigand und Stephan Schwan beschreiben in ihrem Aufsatz Mediendidaktik, dass (D)der gezielten Gestaltung und Verwendung von digitalen Medien […] hierbei eine entscheidende Hilfe zu [kommt], um Lernprozesse in effektiver und nachhaltiger Weise zu fördern“ In dem Abschnitt Definition und Abgrenzung beschreiben sie Mediendidaktik als medienpädagogische Teildisziplin. Sie sagen aus, dass „(D)der Begriff >>Medium<< [sich] hierbei auf jeglichen Hilfsmittel bzw. Instrument [bezieht], das didaktisch geplant zur besseren Darstellung und Vermittlung von Informationen eingesetzt wird.“ Im weitern setzen sich die AutorInnen mit der Auswahl und Nutzung digitaler Medien auseinander. Dabei beschreiben sie lerntheoretische Annahmen, Sozialform des Lernens, Grad der Virtualisierung und setzen sich mit Lehrverfahren und Lernphasen auseinander. Danach beschreiben Gläser, Weigand und Schwan als integrierte Lösungen digitale Lernplattformen. Sie stellen dann Komponenten und Prinzipien von Lernplattformen vor. Sie setzen sich mit Learning Management Systeme, Learning Content Management Systeme und Kommunikations- und Kollaborationswerkzeuge vor. Im Abschluss dieses Abschnittes weisen sie dann auf die Notwendigkeit, wegen der Vielfältigkeit der auf dem Markt angebotenen Lehr-Lern-Umgebungen, für die Anschaffung der E-Learning-Software die Produkte zuvergleichen und auf die Erfordernis der Evaluation von E-Learning-Software hin.
Im weiteren zeigen die AutorInnen Auswahlkriterien für Lernplattformen auf um dann im Abschnitt Qualitätsicherung nach der Einsatzphase auf die Möglichkeit hinzuweisen,dass eventuell ein Abbruch des Lernplattformeinsatzes als Notwendigkeit in Erwägung zu ziehen. Der Ausblick zeigen sie, dass mittlerweile eine große Palette von digitalen Medien zur Verfügung stehen.

Nachdem im vorigen Aufsatz die Mediendidaktik Thema war setzt sich Günter Dörr mit der Medienpädagogik auseinander. In der Einleitung und Problemstellung weißt Dörr auf die Notwendigkeit hin sich mit der Medienpädagogik zu befassen. Er beschreibt in „Medienpädagogik als normative Disziplin“ Teilgebiete der Medienpädagogik auf. Dabei geht er Medienerzieherischen Grundmustern nach und beschreibt Medienerziehung als Bewahrpädagogik, als aufklärerische Analyse und Kritik des Mediensystems, als Anleitung zum praktischen Handeln, als sozialökologische Analyse des Umgangs mit Medien und als Lernangebot. Im folgenden Abschnitt beschreibt Dörr die Medientheorien von McLuhan und Postman um dann nach Klauer die Medienpädagogik als deskriptive Disziplin einzugehen. Anhand unterschiedlicher Studien, JIM-Studie, KIM-Studie, PISA-Studie und weitern Studien zeigt er die Erfassung der Mediensituation auf. Im weiteren geht der Autor auf die Entwicklung von Theorien zur Medienwirkung ein und erläutert dann Medienpädagogik als präskriptive Disziplin. Im Rückblick auf das Kapitel „Kompetenzprofile im Medien- und Bildungsmanagement“ verweist er darauf, dass „historisch gesehen in der Medienpädagogik unterschiedliche Schwerpunkte verfolgt wurden“ und zeigt dann nach Tulodzieki auf, dass das Aufgabenspektrum der Medienpädagogik sich in fünf Aufgabenbereiche zusammenfassen lässt, auf die Dörr im folgenden eingeht. Dabei beschreibt er das Auswählen und Nutzung von Medienangeboten, das eigene Gestalten und verbreiten von Medienbeiträgen, das Verstehen und Bewerten von Mediengestaltungen das Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen, sowie das Durchschauen und Beurteilen von Bedingungen der Medienproduktion und Medienverbreitung. Im Fazit dazu meint er, dass offen bleibt, ob die Umsetzung bei Kinder und Jugendlichen zur Steigerung der Medienkompetenz führt, da bislang nicht ausreichend und vollständig die Wirksamkeit geprüft wurde. Im Abschnitt Präskription, die aus normativen Setzungen und deskriptiven Ergebnissen abgeleitet werden beschreibt Dörr unter Bezug auf Hörmann, dass „(E)ein gelungenes Beispiel für die Verknüpfung von normativen Setzungen und empirischen Ergebnissen […], die die empieriegestützte Entwicklung des Studienganges beschreibt.“ Neben den Zielgruppe der Weiterbildung zeigt Dörr auch die Ziele auf die durch die Weiterbildung erreicht werden sollen. Es gehe um die „Stärkung der Akzeptanz und Kompetenz in Bezug auf den Einsatz neuer Medien, (die) Nutzung moderner Informations- und Kommunikationssysteme bei Lehrer/innen der beteiligten Schulen, Beherrschung von Einsatzmöglichkeiten des Computers im Unterricht, Erweiterung der didaktischen Kompetenz bezüglich der Einbeziehung von Computer und Internet in den Unterricht, Erarbeitung und Erprobung von pädagogischen, didaktisch-methodischen Ausbildungskonzeptionen zur Nutzung moderner Medien in Grund-, Haupt- und Realschulen, didaktische Beratung und weitere Begleitung nach Abschluss der Fortbildungsmaßnahme über eine Internetplattform, Entwicklung und Etablierung neuer Formen des Lehrens und Lernens durch Einbeziehung von Computer und Internet, die selbst gesteuertes Lernen und kooperative Arbeitsverfahren unterstützen und Unterstützung der Schulen beim Einsatz neuer Technologien im Unterricht.“ Im Abschluss seines Aufsatzes zeigt Dörr noch den Aufbau vom Fortbildungsmodulen in MECI auf.

Anja Hartung und Wolfgang Reißmannstellen in ihrem Aufsatz „Medienwissenschaft“ „zentrale Grundbegriffe und Arbeitsfelder sowie die hier dominierenden Fragestellungen und Methoden“ vor. Nachdem Konzeptionen von Medienwissenschaft vorgestellt werden gehen sie im folgenden auf die Grundbegriffe Medien, Medium und Medialität ein. In Arbeitsfelder der Medienwissenschaft gehen die AutorInnen auf die Medienhistoriografie ein und beschreiben „Medienhistoriografie sucht auf die Medien bezogene Entwicklungsprozesse, ihre Ursachen und Auswirkungen zu beschreiben und zu erklären.“ Im folgenden beschreiben sie dann Mediengeschichtsschreibung als Beschreibung von Medienentwicklung und entlang von Kommunikationsprozessen. Im Abschnitt Medientheorie stellen Hartung und Reißmann Medientheorien ausgewählter Autoren vor und diskutieren diese und kommen im Schluss dazu festzustellen, dass „deutlich geworden sein (soll), dass Medientheorien mit heterogenen Ansprüchen auftreten.“ Als drittes zentrale medienwissenschaftliche Arbeitsfeld stellen die AutorInnen die Medienanalyse vor. Dabei gehen sie auf die Medienproduktion, sowie auf Medieninhalte als Arbeitsschwerpunkte ein. Als dritten Arbeitsschwerpunkt erwähnen sie die Medienrezipient/innen. Im Abschluss des Aufsatzes weisen Hartung und Reißmann auf die bereits vorhanden Masterstudiengänge hin.

6. Informatik im Medien- und Bildungsmanagement.

Andreas Urra und Oliver Deussenbeschreiben in ihrem Aufsatz „Informatik im Medien- und Bildungsmanagement – Programmiersprachen“ unterschiedliche Begriffe und Programmiersprachen ein. Dabei verweisen sid darauf, dass Programmierung eigentlichen ein unscharfer Begriff sein und erläutern, dass bereits dass erstellen von Makros in z. Bsp. Word eine Programmierung sei. Im weiteren befassen sie die Autoren mit unterschiedlichen Anwendung und Programmierungen. Sie definieren Lernprogramme, Simulationen und internetbasiertes E-Learning vor. In Arten von Programmierung zeigen sie die unterschiedlichen Programmiersprachen und Skriptsprachen sowie Programmiersprachen für das E-Learning vor. Im weiteren gehen sie auf Programmierkonzepte ein. Als Formulierung von Aufgaben und Abläufen erläutern sie kurz UML (Unified Modeling Language), GUI (grafische Benutzeroberflächen) und die Bedeutung von Datenbanken. Neben den Grundlagen des Internets zeigen die Autoren wichtige Begriffe die für die Programmierung im Internet benötigt werden, bzw. benutzt werden können. Sie gehen auf Hypertext und Hypermedia genauso ein, wie auf notwendige Webstandards. Neben den Möglichkeiten von HTML zeigen die Autoren Möglichkeiten von XHTML, XML, CSS, dynamisches HTML, JavaScript und DOM. Als weiterer großer Schritt in Richtung interaktiver Webanwendung zeigen Urra und Deussen das Konzept von AJAX auf. Nach diesen clientseitgen Scriptings wird auch auf severseitige Skriptings PHP und Perl eingegangen. .Auch Programmiersprachen für den Einsatz ind er Lehren werden von den Autoren vorgestellt. Exemplarisch stellen sie die Sprache Logo, Processing und Scratch vor.
Im weiteren setzen sie sich mit Werkzeugen für die Erstellung von Lernanwendungen auseinander. Dabei gehen sie auf Autorensysteme ein. Abschließend beschreiben sie noch Lernobjekte und deren Standards. Sie beschreiben Lernplattformen wie Learning Management Systeme und Learning Content Management System. Deutlich wird, dass sich „mit Hilfe von LMS […] ganze Lernprozesse abbilden, Lehrpläne und Curricular erstellen [lassen]. […] Ein LCMS (Learning Content Management System) unterstütz nicht nur die Pflege, Suche und Administration von Lernobjekten, sonder idealerweise auch Aspekte wie Zugriffsregelung und Rechteverwaltung“ so stellen die Autoren fest. Einige Beispiele ergänzen zu Schluss des Aufsatzes die Ausführungen.

Gesellschaftliche und interdisziplinäre Aspekte der Informatik überschreiben Rainer Hammwöhner und Christian Wolffihren Beitrag. In ihrer Einleitung weisen sie daraufhin, dass „(S)sowohl betriebliche Abläufe als auch der private Alltag […] im hohem Maße durch die Nutzung von Informations- und Planungssystemen und computerbasierten Netzwerk und Kommunikationstechnologien bestimmt“ wird. Sie gehen der Frage nach, ob Informationsethik, Medienethik, Netzethik und Computerethik ein Abgrenzungsproblem bedeutet. Die Beschreibung der Informationskompetenz wird am Beispiel des informationskompetenten Studenten dargelegt. Daraus entwickeln Hammwöhner und Wolff Gedanken zu Sozialen Medien: Gläserner Mensch oder mediale Freiheitsutopie. Durch die Weiterentwicklung vom WWW zum Web 2.0 wird deutlich, dass nicht die technische Innovation im Vordergrund stehe, sondern die innovative Nutzung so die Autoren. Abschließend stellen Hammwöhner und Wolff fest, dass „(D)die Kompetenz im Umgang mit Information […] damit nicht nur den Aspekt der Informationserschließung oder die Kommunikation mit Dritten [umfasst], sondern auch unmittelbar auf das Individuum bezogenen Organisation und Bewahrung von Information.“

7. Betriebswirtschaftlichen Basiswissen

Verena Mayer, Stefanie Starke und Susanne Weberzeigen in ihrem Aufsatz die Unternehmerische Grundlagen – Unternehmensformen und Gesellschaftsmodelle auf. Die Zusammenarbeit von Mitarbeitern innerhalb und auch zwischen Unternehmen, wie auch der Wandel von der Industrie- zu einer Informationsgesellschaft wird von den Autoren unter dem Begriff >Digital Economy< zusammengefasst. Ihrer Meinung nach zählt Medienkompetenz zu einer umfassenden Handlungsfähigkeit auf Grund der zunehmenden Bedeutung so wie wachsenden Integration der neuen Medien.
Der Abschnitt „Aktuelle wissenschaftliche Diskussion“ setzt sich zu erst mit den Erfolgsfaktoren eines Unternehmens auseinander, neue Medien unter betriebswirtschaftlichen Perspektive dargestellt. Danach folgt eine Grundsätzliche Klärung über den Begriff Geschäftsmodell indem die Autorinnen ausgewählte Elemente oder Komponenten eines Geschäftsmodells aufzeichnen. Im Abschnitt „Neue Medien als Teil des Geschäftsmodells“ gehen sie u.a. den Dimensionen eines Geschäftsmodells nach Wirtz (Wirtz 2001, S.211) nach und stellen fest: „In jedem Fall wird der Frage nachgegangen, wie neue Medien dazu beitragen können, dass ein Unternehmen erfolgreich(er) und effizient(er) sein kann.“ Auch zeigen sie Möglichkeiten des Internetz-Einsatzes innerhalb eines Geschäftsmodells auf. Im Abschnitt Unternehmensformen erläutern Mayer, Strake und Weber Begriff und arten von Unternehmensformen indem sie weit verbreitete Unternehmensformen darstellen und bewerten in einer Tabelle einzelne Rechtsformen die Unternehmen haben können. Über „Unternehmensformen im Rahmen der Internationalisierung“ und Unternehmensformen bei Geschäftsmodellen mit neuen Medien, wobei die Autorinnen noch deutlich machen, dass „Medienkompetenz als Antwort auf die mediale Herausforderung“ zusehen ist, kommen Mayer, Starke und Weber dazu, dass „(I)in dem Beitrag […]gezeigt [wurde], dass der Einsatz von Medien innerhalb von Unternehmen zunimmt.“ und stellen endlich fest, dass „(N)neu Medien […] dabei keine Selbstläufe dar[stellen], sondern […] didaktisch sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt werden [müssen].“

Marketingpsychologie überschreiben Peter Neumann und Lutz von Rosenstiel eine weiteren Aufsatz und machen in der Einleitung und Problemstellung deutlich, dass es für verschiedene Anbieter z. B. von Rauchwaren, Süßem, aber auch Fernreisen selbstverständlich ist, vom Abnehmer her zu denken um sich dabei zufragen, ob die Kaufbereitschaft, sowie die Kauffähigkeit vorhanden ist und womit diese gefördert werden kann. Dem gegenüber würden die Anbieter von hochwertigen technischen Erzeugnissen häufig glauben, dass allein die technische , Innovation und das sogenannte „over-engineering ausreichend sei um Kunden zum Konsum zu locken. Im weiterem setzen sich die Autoren dann mit Marketing aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht, der Marketingpsychologie als anwendungsorientierte Forschung und wissenschaftlich begründeten Handeln in der Praxis auseinander. Im Abschnitt Felder, Arbeitsprozesse und Praxisbeispiele in der Marketingpsychologie zeigen die Autoren Klassifikation marketingpsychologischer Arbeitsgebiete mit Beispielen auf. Der Abschnitt Angebot zeigt auf, was ein psychologischer Produkt- bzw. Angebotstest ist und wie das Angebot auf der kognitiven, evaluativen sowie der konativen Ebene erlebt wird. Auch der Vertriebsweg wie auch die Marktkommunikation und welche Bedeutung der Preis hat, wird von den Autoren bearbeitet, und erläutern Methoden mit denen mann vorgehen kann. Im Ausblick kommen Neumann und von Rosenstiel dazu, dass „Bildungsangebote […]zielgruppenadäquat konzipiert und kommuniziert werden [müssen], und zwar zu Preisen, die akzeptabel und erschwinglich sind. Letztlich heißt dies, dass auch Bildungseinrichtungen eine marktorientierte Unternehmensführung benötigen“

8. Politisches und juristischen Basiswissen

Gerhard Vowehat sich in seinemBeitrag Medien in Politik und Gesellschaft anfänglich der Situation vom 11.Sep. 2001 gewidmet und macht deutlich, das „(D)dieses Ereignis wirft ein Schlaglicht auf das Verhältnis von Medien und Politik.“ Er macht deutlich, dass Medien nicht nur die Tatsache als solches darstellen, sondern auch die Reaktion der, wie Vowe meint „politischen Akteure“ darstellt. Aber auch die Einschränkung die sich beide Seiten auferlegen sind Thema in seinem Aufsatz. Nach McNair(2003) und Jarren/Donges(2006) zeigt die grundlegenden Akteurskonstellation der politischen Kommunikation ein Dreieck aus politischer Organisation, Medienorganisation und der Bürgerschaft. Im weiteren geht er dann auf modernere Übertragungsmedien ein. Er geht darauf ein, dass dadurch eine Vielfalt von Perspektiven entstehen, die für die empirischer Forschung ein intersubjektives Urteil darüber erlaubt, „welche Perspektiven zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bessere Sicht auf die Welt und ein umsichtiges Handeln ermöglicht.“

Den „(J)juristischen Felder(n) im Medienmanagement widmet sich Joachim Löffler. Er schreibt, dass sich der Beitrag „einen Überblick über die wichtigsten juristischen Aufgabenfelder des Medien- und Bildungsmanagement“ auseinandersetzt und dass sich die“Schwerpunkte der Darstellung dabei an der praktischen Bedeutung der einzelne Rechtsmaterien für ein Tätigkeit in diesem Berufsfeld“ orientiert. Löffler weißt darauf hin, dass „Kompetenzen in einigen zentralen juristischen Materialien unerlässlich“ seien. Der Autor legt dar, dass unterschieden werden muss zwischen Medienrecht in engeren und Medienrecht im weiteren Sinne unterschieden werden muss. Im Folgenden erläutert er dann die entsprechenden Begriffe und deren rechtliche Einbindung, sowie deren Auswirkung. Im Fazit macht Löffler noch deutlich, dass im Beitrag nur ein kurzer Überblick möglich gewesen sei, der aber für eine vertiefte Beschäftigung mit diesem Thema Appetit anregen sollte.

9. Mediengestaltung

Der einzige Beitrag in diesem Kapitel ist Instructional Design(ID) von Helmut M. Niegemann.In der Problemstellung macht der Autor dem(r) Leser(in) nach Fragestellungen, die sich bei der Konzeption und Entwicklung von Kursen ergeben, woher kommt bei der Entscheidung die Orientierung, oder wie können schwerwiegende Fehler vermieden werden?. Er erläutert, das man unter „Instructional Design“ die systematische Planung und Konzeption von Lernangeboten und Lernbedingungen versteht. Im weiteren zeigt er die Ursprünge des Instructional Design auf und geht aus das Urmodell und weitere Modelle der ersten Generation ein. Er erläutert die zweite Generation und situationistische Modelle. Er setzt sich mit Entscheidungsfelder, Kriterien und „4C/ID: ein aktuelles ID-Modell für komplexe Kompetenzvermittlung“ auseinander. In der Zusammenfassung und im Ausblick zeigt Niegemann auf, dass auch wenn sich seit über 50 Jahren im angelsächsischen Raum das Instructional Design als eine technologische Teildisziplin der Bildungspsychologie entwickelt hat, diese Technologie im deutschsprachlichen Raum kaum bekannt ist.

10. Organisations- und Personalentwicklung

Mit der Organisationsentwicklung befasst sich der Aufsatz von Katharina Ebner und Thomas Lang-von Wins.„Die Frage nach dem Sinn und Zweck von Organisation bezeiht sich nur auf den ersten Blick auf formale und im Kern betriebswirtschaftlichen Zielsetzung im Sinne eines Unternehmens. Tatsächlich aber sind damit die zusammenhängenden Fragen sehr alt und gehören zu den zentralen Themen der Menschheit.“ Neben der Definition von Organisationsentwicklung setzten sich die AutorInnen mit der Geschichte, Charakteristika, Modelle von Organisationsentwicklung sowie den Erfolgsfaktoren für Projekte der Organisationsentwicklung auseinander. Im Abschnitt „Wie planbar ist der organisatorische Wandel zeigen sie den Verlauf eines Veränderungsprozesse nach Streich(1997) auf. Ebner/Lang-von Wins schließen mit einem Fallbeispiel.

Möglichkeiten der Personalauswahl und Personalentwicklung gehen Karlheinz Sonntag, Sonja Bausch und Ralf Stegmaier nach. In der Einleitung vermerken sie: „ In diesem Kapitel werden Ansätze der Personalauswahl und –entwicklung angesprochen und die Aufgabenfelder E-Recruiting, E-Assessment und E-Learning beschrieben, in denen der Einfluss neuer Medien sehr weitreichend ist, während andere Bereich davon weniger berührt werden.“ Im Fazit wird deutlich, dass in einem hohen Maße eine interdisziplinäre Zusammenarbeit für die Personalentwicklung und –auswahl zwischen Arbeits- und Organisationspsychologie, Instruktionspsychologie, Informatik und Medien um die Entwicklung und Erprobung computergestützte Human-Ressource(HR) voranzutreiben.

11. Qualitätsmanagement und Forschungsmethoden

Michael Henninger geht im Aufsatz Qualitätsmanagement am Beispiel von Hochschulen auf die für diesen Bereich spezifischen Problemlagen ein und diskutiert kritisch das Qualitätsmanagement im Bildungssektor.
In den Begriffserklärungen geht er u,a, auf die Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität ein und weist daraufhin, dass die drei Dimensionen nicht unabhängig von einander zu betrachten seien, sondern dass sie sich gegenseitig beeinflussen. Die Qualitätsbereiche der ISO 9000 werden dargestellt und in die acht Handlungsgrundsätze der ISO 9000:2000 werden die Grundsätze vorgestellt, in die sich ein modernes Qualitätsmanagement entwickeln soll. Der Autor stellt darüber hinaus das EFQM ( European Foundation for Quality Management), die Faktoren des EFQM-Modells vorgestellt. Im Abschluss weißt er daraufhin, dass die Qualitätsbestimmung immer eine subjektive Entscheidung ist, egal welche Standards man wählt.

In Einführung in quantitative Methode der empirischen Bildungsforschung geht es Robin Starkum einen „Überblick über die Forschungsmethoden zu geben, die in dem Bereich der empirischen Bildungsforschung zur Anwendung kommen.“ Im abschnitt Forschungsansätze quantitativer Bildungsforschung stellt er die experimentellen und quasi-experimentellen Ansätzen, sowie den kausal-vergleichenden und den deskriptiven Ansätzen vor. Das Prinzip des Messens und Gütekriterien quantitativer Forschung ist im weitern Abschnitt Thema der Ausarbeitung in dem sich Stark mit dem Messen und Messbarmachung theoretischer Konstrukte auseinandersetzt. Gütekriterien wurden entwickelt, so Stark um die Qualität einer Messung zu bewerten. Im Exkurs geht es dem Autor um die Abgrenzung in der qualitativen Forschung von der Forschungslogik des Auffindens allgemeingültiger Gesetzmäßigkeiten zur Forschungslogik der beschreibenden Untersuchung. Mit der Möglichkeit der Verwendung von Fragebogen und Test zeigt er Methoden der Datenerhebung auf. In weiterem diskutiert er dann komplexe Verfahren zur Datenanalyse und zeigt die Evaluationsforschung auf.
Im letzten Abschnitt geht Stark dann der Frage (Gretchenfrage wie Stark schreibt) nach in wie weit die Bildungsforschung Praxisrelevanz besitzt. Er meint abschließend, dass sich innovative Kooperationsmöglichkeiten abzeichnen, „die die empirische Bildungsforschung und das Medien- und Bildungsmanagement gleichermaßen bereichern können“

12. Medien- und Bildungsmanagement in der Praxis

Sven Lehmann und Heinz Mandl beschreiben in ihrem Aufsatz Implementierung von E-Learning in Unternehmen das „verschiedene E-Learning-Formen vielfältige Möglichkeiten, von Computer Based Training über Online-Lernen bis hin zu selbst organisierten >Communities of Pracitce< reichen.“ Di9e Autoren stellen das 5-Stufen-Modell zur Implementation nach Lehmann (2007) vor. Danach ist die Stufe 1 Vision und Initialisierung, Stufe 2 Bildungsprognose – Analyse Ist- und Soll-Zustand, Stufe 3 Konzeption und Design, Stufe 4 Realisierung und Produktion und Stufe 5 betrieblich Umsetzung. Im Abschlussabschnitt stellen die Autoren in Konsequenzen für Forschung und Praxis u.a. fest, dass das „Fünf-Stufen-Modell“ einen vielversprechender Ansatz zur implementieren von E-Learning in Unternehmen ist.

Projektmanagement ist von Susanne Weber, Verena Mayer und Stephanie Starke.Sie schreiben „ Projektmanagement war und ist zu allen Zeiten nötig, […], Vorhaben zu verwirklichen, die über eine übliche Aufgabenstellung hinausreichen.“ Neben der wissenschaftlichen Diskussion zeigen sie die Vorteile des Projektmanagement auf und beschreiben illustrativ die Struktur eines Projektmanagements mit der Phase Planung, Ablaufplanung und Controllings. Danach weisen sich auf die Notwendigkeit der Unterstützung des Projektmanagement durch neue Medien und die neuen Anforderungen an ProjektmitarbeiterInnen und ProjektmanagerInnen hin. Im Fazit und Ausblick zeigen sie die Notwendigkeit des Projektmanagement und damit auf die Human Resource Education und Management zur Weiterentwicklung von Projekten in den Betrieben hin.

Als letzten Beitrag des Handbuches schreibt Michael Balküber Moderation und Präsentation. Balk zeigt erst einmal auf, worum es den geht, und beschreibt worum es in der gelingenden Moderation geht. Er stellt Moderation als ein komplexe Arbeit vor und erläutert Ziele, Grundsätze und aktuelle Trends in der Moderation. Zu den Aufgaben des Moderators gehören zu allererst eine Vorbereitung, mit einem Vorgespräch, eine positive Einstellung zu Personen und Prozesse entwickeln,einen Moderationsplan zu entwerfen und einen wirksamen Umgang mit kritischen Situationen durch selbst situationsbezogene Vorsätze entwickeln, so beschreibt Balk. Der Autor beschreibt sodann die Durchführung, die nonverbale (Raumgestaltung, Ausstrahlung und Präsenz) Kompetenz und die verbale ( Differenziertes Verstehen von Gesprächsäußerungen und gezieltes Stellen von Fraggen) Kompetenz mit einschätzen und steuern von Gruppenprozessen und Visualisierung, das heißt Ergebnisse und Vorgehensweise sichtbar machen. Zu Abschluss ist die Reflexion des eigenen Handelns wichtig.

Fazit

Wer glaubt eine Literatur zu erhalten, die sie durchgängig lesen lässt, ist im Irrtum. Allerdings erhält der Leser eine Zusammenfassung von Lehr- Lerninhalten, die auf eine weitere Auseinandersetzung mit dem Bereich Bildungs- und Medienmanagement Lust macht. Der Leser sollte sich allerdings mit einem Fachwörterlexikon bewaffnen, um an einigen Stellen den Sinn nachvollziehen zu können.
Für den Personenkreis, für den das Buch gemacht sein will, nämlich für Medien- und Bildungswissenschaftler, Pädagogen, Psychologen oder auch die, die beruflich mit Medien zutun haben, dürfte das vorliegende Buch weiterhelfen.
Beim Lesen kam mir in den Sinn, dass ich ein Curriculum für eine Studiengang Medien- und Bildungsmanager vor mir habe.

Rezension von
Dipl.Soz.-Arb. Karl-Michael Froning
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaft; Fakultät Soziale Arbeit
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Es gibt 8 Rezensionen von Karl-Michael Froning.

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Zitiervorschlag
Karl-Michael Froning. Rezension vom 13.08.2010 zu: Michael Henninger, Heinz Mandl (Hrsg.): Handbuch Medien- und Bildungsmanagement. Beltz Verlag (Weinheim, Basel) 2009. ISBN 978-3-407-83162-0. Reihe: Pädagogik. Beltz Medien in der Bildung. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/9178.php, Datum des Zugriffs 27.05.2022.


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