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Regina Mühlhäuser: Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen [...]

Cover Regina Mühlhäuser: Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion, 1941 - 1945. Hamburger Edition (Hamburg) 2010. 416 Seiten. ISBN 978-3-86854-220-2. 32,00 EUR.
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Symbol und Wirklichkeit – Über Sexualität als Ausdruck von Macht

„Die natürliche Grausamkeit des Menschen verlangt unaufhörlich nach Betätigung, auch wenn sie durch das Zusammenleben in der Gesellschaft und die Angst vor Polizei und Gesetz eingeengt wird. Aber: sind dieser Gier nach Sensationen der Grausamkeit die äußeren Umstände nicht allzu oft günstig und erscheint nicht die Straflosigkeit selbst der grauenvollsten Untaten zuweilen förmlich gesichert? Kriege und Hungersnöte und die Vernichtung von politischen und wirtschaftlichen Gegnern sind die besten Beispiele dafür.“[1] Diese Grausamkeit inszeniert sich in den unterschiedlichsten Handlungen und Entscheidungen von Menschen – der Symbolgehalt dieser Akte ist nicht immer im Bewusstsein der Akteure – teils, weil sie die Symbolhaftigkeit ihrer Handlungen gar nicht wahrnehmen, teils, weil sie diese Symbolhaftigkeit auch gar nicht intendieren. Das Postulat symbolischer Akte geht daher mitunter an der Realität der handelnden Individuen vorbei. Symbole müssen aber als etwas Reales verstanden werden, nichts, was bloß mystischen Charakter trägt. Was der Philosoph Nelson Goodman über Symbole schreibt, kann daher auch um menschliche Handlungen ergänzt werden – „„Symbol“ wird hier als ein sehr allgemeiner und farbloser Ausdruck gebraucht. Er umfasst Buchstaben, Wörter, Texte, Bilder, Diagramme, Karten, Modelle und mehr, aber er hat nichts Gewundenes oder Geheimnisvolles an sich.“[2] Wichtig dabei ist aber die Erkenntnis, dass der Symbolcharakter einer Handlung nicht unbedingt im Fokus der handelnden Personen zu sein braucht, um wirksam werden zu können.

Sexuelle Gewalt in Kriegszeiten ist ein brisantes Thema – alle drei Elemente würden für sich genommen bereits eine stark emotionalisierte Diskussion bedeuten – aus ihrer Verbindung heraus entstand das Buch von Regina Mühlhäuser, ohne diese Emotionalisierung überhaupt aufkommen zu lassen.

Sexuellen Gewalttaten kommt eine außerordentliche Symbolkraft zu – „Während des Rußlandfeldzuges der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg …fielen zahlreiche Frauen und junge Mädchen den vorrückenden Armeen zum Opfer, und nicht selten wurden solche Kriegsverbrechen gar nicht oder mit wenig Nachdruck verfolgt.“[3]

„An dieser Gefahr, im Verlaufe kriegerischer Auseinandersetzungen zum sexuellen Opfer zu werden, hat sich auch heute, ein halbes Jahrhundert nach dem Zweiten Weltkrieg, nichts geändert … Wann immer Frauen auf irgendeine Weise Männern ausgeliefert waren, bestand die Gefahr, dass diese Frauen gegen ihren Willen koitiert wurden.“[4]

Autorin

Regina Mühlhäuser[5] (Jg. 1971) ist Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung und ist dort auch Ansprechpartnerin der Arbeitsgruppe „Krieg und Geschlecht“. Mit dem Buch „Eroberungen“ veröffentlicht sie nun die Ergebnisse ihres Dissertationsprojekts, das sie in etwas anderer Form als Abschlussarbeit im März 2008 an der Philosophischen Fakultät der Universität Köln vorgelegt hat.

Die Variationen sexueller Zusammentreffen mit deutschen Soldaten

Regina Mühlhäuser legt ihre Forschungsarbeit ganz konkret auf zwei Ziele an: „Zum einen möchte [sie] durch die Präsentation und Zusammenstellung von Quellen ganz unterschiedlicher Art die Vielschichtigkeit des Phänomens mit seinen jeweiligen Wechselwirkungen deutlich machen. … Zum anderen geht es [ihr] um die Entschlüsselung und theoretische Deutung der Quellen im Sinne der Foucaultschen Erkenntnis, dass sexuelle Vorstellungen und Praktiken nichts Gegebenes, Festes, Biologisch-Invariables sind, sondern eine Form von Macht/Wissen darstellen, die immer wieder neu hergestellt und etabliert werden muss.“ (S.10) An diesen beiden Zielen wird diese Arbeit auch zu beurteilen sein:

  • die Exemplarische Darstellung des Phänomens
  • die theoretische Fundierung des Phänomens

Regina Mühlhäuser sieht die Symbolkraft sexueller Gewaltakte in dem kollektiven Angriff auf eine Bevölkerung – „Maßgebend ist die Einsicht, dass die Ausübung sexueller Gewalt gegen Frauen in bewaffneten Konflikten kein vereinzeltes „Kavaliersdelikt“ ist, sondern regelhaft ausgeübt wird um das gegnerische Kollektiv zu schädigen … Ein Angriff auf die sexuelle Identität, Intimsphäre und die Reproduktionsfähigkeit mag daher zu einer Waffe werde, um das soziale Gefüge, die Kultur und die biologischen Grundlagen des Gegners zu zerstören.“ (S.79-80)

Das Buch ist so angelegt, dass die historischen Studien von einem eher theoretisch gehaltenen Teil eingeleitet werden, in dem die Schlüsselkonzepte und der methodische Zugang näher beschrieben werden. Das Buch schöpft aus vier Typen von Quellen (S.28):

  • zeitgenössische Selbstzeugnisse und Erinnerungserzählungen der Soldaten der Wehrmacht und von SS-Angehörigen
  • Wehrmachtsakten
  • zeitgenössische Selbstzeugnisse und Erinnerungserzählungen verfolgter Individuen (aus politischen oder rassischen Gründen)
  • Berichte aus der russischen Bevölkerung

Als zentrale Begriffe des Buches gelten:

  • Der Begriff des sexuellen Zusammentreffens
  • Die Konstruktion von Männlichkeit
  • Die Konstruktion von Weiblichkeit

Unter dem Begriff des sexuellen Zusammentreffens subsummiert Regina Mühlhäuser eine Vielzahl von menschlichen Beziehungsformen – „Der für diese Untersuchung zentrale Begriff der sexuellen Zusammentreffen ist dem in der englischen Literatur verbreiteten Ausdruck sexual encounters entlehnt und umfasst das ganze Spektrum sexueller Kontakte von zwei oder mehreren Personen: das Erzwingen von Nacktheit, unterschiedliche Formen sexueller Folter, Vergewaltigung und sexueller Versklavung, ebenso wie sexuellen Tauschhandel, gewerbliche Prostitution, einvernehmliche Affären und romantische Verhältnisse. Dabei betont das Wort Zusammentreffen die unterschiedlichen Momente des Aufeinanderprallens: von Männern und Frauen, von Macht und Ohnmacht, von unterschiedlichen Kulturen und Positionen.“ (S.8)

Damit ergibt sich für das Buch folgende inhaltliche Struktur:

  • Ausgangspunkte – hier werden die Voraussetzungen der Arbeit erläutert (S.12-64)
  • Sexuelle Gewalt – hier kommen verschiedene sexuelle Gewaltakte deutscher Soldaten zur Sprache (S.73-155)
  • Sexuelle Tauschgeschäfte - hier werden vierschiede Formen der Prostitution beschrieben, sowie Formen sexueller Beziehungen zum beiderseitigen Nutzen (S.156-239)
  • Einvernehmliche Verhältnisse – hier geht es um (quasi)normale sexuelle Beziehungen zwischen Soldaten und Frauen aus den Ostgebieten (S.240-299)
  • Besatzungskinder – Was wurde aus den Kindern, die aus solchen sexuellen Zusammentreffen hervorgegangen sind (S.309-365)
  • Zum Abschluss – Ein Fazit der Autorin (S.366-378)

Diskussion

Die Stärken des Buches liegen sicherlich in der historischen Darstellung des Phänomens sexueller Gewalt deutscher Soldaten während des 2.Weltkrieges. Das Thema wird systematisch aufgearbeitet und Regina Mühlhäuser verliert bei ihrer Darstellung niemals das Wesentliche aus den Augen – eine konzise Darlegung der historischen Realität sexueller Gewalttaten.

Doch es gibt auch Schwächen – die sich exemplarisch an folgenden Punkten festmachen lassen:

  • die mangelnde Analyse menschlicher Handlungen
  • ein zu enger Rahmen menschlicher Sexualität in Zeiten des Krieges
  • an manchen Stellen werden Aussagen von Opfern und Beobachtern sexueller Gewalt nicht ausreichend differenziert
  • wesentliche Begriffe wie Prostitution, Gewalt, Grausamkeit, usw. werden theoretisch zu wenig behandelt

Charakterisierungen, die bloß oberflächlich (wenn auch erschöpfend) Handlungen und Entscheidungen verständlich machen sollen, sind wenig differenziert. Was Regina Mühlhäuser über deutsche Männer schreibt, um ihre Motivationslage zu beschreiben, ist wenig spezifisch: „Deutsche Männer reagierten in der Kriegssituation auf unterschiedliche Weise. Sie deuteten das Geschehen abhängig von gesellschaftlich dominanten Normen oder situativ gebildeten Gruppennormen, von sozialisierten Werthaltungen, religiösen Überzeugungen, von Erfahrungen, Kompetenzen, Gefühlen, Wünschen et cetera. Entsprechend steckten sie ihre Handlungsräume ab, trafen ihre Entscheidungen und trugen die Konsequenzen ihres Handelns.“ (S.30) Die wichtige Frage nach den Handlungsgründen, bleibt aber zumeist in den Darstellungen (Quellen) unbeantwortet – schließlich gilt, was Reinhard Jirgl in einem seiner Romane so beschrieben hat – „Das Verstörendste für den Gesunden Menschenverstand ist das offensichtliche Fehlen von Gründen.“[6] Nur, was bleibt, wenn Gründe fehlen? Gründe schaffen ebenfalls Tatsachen, so wie Ereignisse oder Handlungen, und die Welt ist demnach tatsächlich an Tatsachen ärmer, wenn Gründe fehlen[7]. Die Welt, die von Regina Mühlhäuser historisch nachgezeichnet wird, ist im Grunde wenig ergiebig.

Als weiteren Beleg dafür muss darauf hingewiesen werden, dass Regina Mühlhäuser es verabsäumt, die sexuellen Zusammentreffen in einen größeren Rahmen zu stellen, der von Sittlichkeit, Moralität, und Normalität gespannt wäre – das zweibändige Werk „Sittengeschichte des Weltkrieges“, das der deutsche Sexologe Magnus Hirschfeld 1930 herausgegeben hat, beschreibt einen solchen Rahmen (wenn auch der 1. Weltkrieg darin thematisiert wird, und darin haben die Autoren eine Fülle an Fragestellungen abgearbeitet, die für die Strukturierung der Frage nach den sexuellen Gewaltakten deutscher Soldaten im 2. Weltkrieg ebenso von großer Wichtigkeit gewesen wären), bleibt aber von der Autorin leider unerwähnt. Magnus Hirschfeld schreibt: „Alles in allem ist der Krieg vom sittengeschichtlichen Standpunkt aus eine historische Lage, in der sich ein Teil der menschlichen Handlungen der Gesetzgebung der Moral (und auch des Rechts) entzieht oder aber zumindest die Intensität der moralischen Zensur für eine gewisse Kategorie der Handlungen nachläßt.“[8] Klar, die Frage nach dem Zivilisationsgrad von Gesellschaften wird kaum noch gestellt, auch wenn unter diesem Thema sehr aktuelle Fragestellungen behandelt worden sind, die dem Phänomen sexuelle Gewalt im Krieg interessante Impulse hätte geben können.

„Tröste dich kleine, wir werden sagen, ein Deutscher hätte Dich vergewaltigt!“ – Diesen Titel trägt eine Zeichnung von L. Gedö[9], die einen Aspekt der Chancen und Gefahren historischer Forschung aufzeigt, die mit privaten Erfahrungen zu tun hat, die oftmals unter intime Tabus und Schamgrenzen fallen. Es ist ein heikles Thema, zu Aussagen von Opfer von Gewaltverbrechen auf Distanz zu gehen – die Gefahr der Verkleinerung, Verharmlosung, oder Verleugnung deren Leid liegt (zu) nahe. Dennoch – gerade das Fehlen einer Vielzahl an Quellen und Belegen sollte die Bedeutung der wenigen historischen Quellen, die man vorfindet, nicht unangemessen erhöhen.

Phänomene der Prostitution, der Vergewaltigung, usw. brauchen eine detaillierte Beschreibung, was die spezifischen Momente dieser Phänomene sind. Leider bleibt diese Analyse aus, auch wenn im Text immer wieder von diesen Phänomenen die Rede ist (Begriffe wie „das Böse“[10], oder „Prostitution“[11] sollten eingehender untersucht werden).

Fazit

Zunächst etwas zur Gestaltung des Buches selbst – Der Verlag hat ein wirklich gutes Buch abgeliefert!

Der Band ist sehr schön und brauchbar gestaltet – die Fußnoten (insgesamt 1233) finden sich fortlaufend auf jeder Textseite, und sogar einige Bilder sind abgebildet. Dazu gibt es noch ein Lesebändchen – und die Bindung solide.

Auch der Inhalt überzeugt – das Thema sexuelle Gewalttaten deutscher Soldaten in der Sowjetunion während des 2.Weltkrieges ist ein brisantes Thema, das sich allzu leicht anböte, um mit historischen Verkürzungen, psychologischen Deutungen, dem Gebrauch von Schlagworten, eine emotionalisierte Diskussion weiter zu führen. Regina Mühlhäuser wählte einen anderen Weg!

Nimmt man die im Buch geäußerte Zielsetzung zum Maßstab,

  • die exemplarische Darstellung des Phänomens
  • die theoretische Fundierung des Phänomens

so ist es Regina Mühlhäuser zum großen Teil gelungen diesem Anspruch auch zu genügen. Regina Mühlhäuser liefert mit ihrem Buch „Eroberungen“ eine solide historische Studie ab – sachlich im Ton, umfassend und akribisch in der Aufarbeitung der historischen Quellen (ein Literaturverzeichnis, das systematisch angelegt ist, und 34 Seiten umfasst), und systematisch in der Abhandlung. Diese Monographie liefert damit einen sehr profunden Blick auf ein Phänomen, das für die deutsche Gesellschaft noch immer von Bedeutung ist. Was leider zu kurz gekommen ist, ist die Einordnung des Themas in den Kontext der Sexualität unter besonderen historischen Bedingungen, wie es ein Eroberungsfeldzug nun einmal ist. Was Magnus Hirschfeld als Sittengeschichte für den 1.Weltkrieg abgeliefert hat, hätte auch für das Buch „Eroberungen“ einen sehr brauchbaren Rahmen abgegeben. Die genauere Analyse von Begriffen und Themen wie Sexualität(Was ist eine Vergewaltigung? Wann spricht man von Prostitution?, usw.), Handlungs- bzw. Entscheidungstheorie (Welche Strukturmerkmale unterscheiden Handlungen von Verhalten? Wie können und müssen symbolische Handlungen in Bezug auf die jeweils individuelle Intention verstanden werden?) bleiben unberücksichtigt. Die detaillierte historische Studie bleibt somit in einem engen historischen Rahmen, womit der Blick auf die Ereignisse merkbar trübe bleibt. Erkenntnisse aus anderen Bereichen der Wissenschaft (Ethnologie, Sexologie, Philosophie, Psychologie) bleiben in der vorliegenden Untersuchung unterrepräsentiert. Das fällt bei der Nichtberücksichtigung der Arbeiten von Hans-Peter Duerr[12] besonders ins Gewicht.

Dennoch – das Buch wird für künftige Forschungsprojekte maßgeblich sein – Und nicht umsonst lässt Mühlhäuser das Buch mit einem weiteren Ausblick enden – die menschlichen Denk- und Handlungsweisen während des Krieges enden in ihrer Wirksamkeit nicht mit dem Kriegsende – sie schlagen sich im „Erfahrungs- und Denkpotential“ (Gaby Zipfel) einer Gesellschaft nieder, und werden von Generation zu Generation tradiert. „Was dies für die deutsche Gesellschaft der Nachkriegszeit und bis heute bedeutet, muss in Zukunft untersucht werden.“ (S.378)


[1] Villeneuve, R. (1968). Grausamkeit und Sexualität. Sadistisch-flagellantische, pathologische, gesellschaftlich-machtpolitische und religiöse Hintergründe der Leibes- und Todesstrafen, Hinrichtungsarten, Matern und Qualen bis in die Gegenwart in Wort und Bild. Schmiden/Stuttgart (GER), Franz Decker Verlag, S.11

[2] Goodman, N. (1996 [1976]). Sprachen der Kunst – Entwurf einer Symboltheorie. Frankfurt/Main (GER), Suhrkamp Taschenbuch Verlag, S.9

[3] Duerr, H. P. (1995 [1993]). Obszönität und Gewalt – Der Mythos vom Zivilisationsprozeß. Frankfurt/Main (GER), Suhrkamp Taschenbuch Verlag, S.416

[4] Duerr, H. P. (1995 [1993]). Obszönität und Gewalt – Der Mythos vom Zivilisationsprozeß. Frankfurt/Main (GER), Suhrkamp Taschenbuch Verlag, S.422-423

[5] http://www.his-online.de/institut/mitarbeiter/aktuell/person/1848/details.html (homepage)

[6] Jirgl, R. (2008 [2005]). Abtrünnig. Roman aus der nervösen Zeit. München (GER), Deutscher Taschenbuch Verlag,S.36

[7] Zur aktuellen philosophischen Diskussion von Gründen, Entscheidungen und Handlungen siehe Horn, C. and G. Löhrer, Eds. (2010). Gründe und Zwecke – Texte zur aktuellen Handlungstheorie. Berlin (GER), Suhrkamp Verlag

[8] Hirschfeld, M. and A. Gaspar, Eds. (1930). Sittengeschichte des Weltkrieges (I). Leipzig (GER) & Wien (AUT), Verlag für Sexualwissenschaft Schneider & Co., S.X

[9] Zu finden als bildliche Darstellung in Hirschfeld, M. and A. Gaspar, Eds. (1930). Sittengeschichte des Weltkrieges (II). Leipzig (GER) & Wien (AUT), Verlag für Sexualwissenschaft Schneider & Co., zwischen S.304 und S.305, ohne Paginierung.

[10] Vgl. dazu die Darstellungen in Arendt, H. (2006 [2003]). Über das Böse – Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik. München (GER) & Zürich (SUI), Piper Verlag; und Safranski, R. (2007 [1997]). Das Böse oder Das Drama der Freiheit. Frankfurt/Main (GER), Fischer Taschenbuch Verlag

[11] Primoratz, I. (2005 [1999]). Ethics and Sex. Abingdon, Oxon (UK), Routledge

[12] Die insgesamt fünf bändige Auseinandersetzung mit dem Mythos des Zivilisationsprozesses, und damit die Relativierung bzw. Widerlegung der vom Soziologen Norbert Elias postulierten fortschreitenden Zivilisierung der (westlichen) Gesellschaften dürfte in keinem Buch über Gewalt, Sexualität und Krieg unberücksichtigt bleiben.


Rezensent
Mag. Harald G. Kratochvila
Homepage www.kompetenz-coaching.at
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Zitiervorschlag
Harald G. Kratochvila. Rezension vom 24.05.2010 zu: Regina Mühlhäuser: Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion, 1941 - 1945. Hamburger Edition (Hamburg) 2010. ISBN 978-3-86854-220-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/9652.php, Datum des Zugriffs 17.11.2018.


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