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Ralf Hering, Bernd Schuppener u.a.: Leadership statt Management

Cover Ralf Hering, Bernd Schuppener, Nina Schuppener: Leadership statt Management: Führung durch Kommunikation. Haupt Verlag (Bern Stuttgart Wien) 2010. 284 Seiten. ISBN 978-3-258-07567-9. D: 32,00 EUR, A: 32,90 EUR, CH: 49,00 sFr.
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Wirtschaftssysteme und Systemerhalter

„One of the most salient features of our culture is that there is so much bullshit. Everyone knows this. Each of us contributes his share.”[1] In Zeiten ökonomischer Krisen, kommt vielen Unternehmen der lokalen Wirtschaften eine ganz besondere Aufgabe zu – einerseits müssen sie sich auf die verminderte Nachfrage der Konsumenten, der fehlenden Zahlungsfähigkeit ihrer Partner, und auf die Unruhe in ihrer Belegschaft fokussieren.

Die Rede von der Chance in der Krise zielt ja darauf ab, Adaptionen in der Ausrichtung und Einrichtung (wenn man so sagen will) vorzunehmen – dem Führungsstil wird dabei eine ganz besondere Rolle zugewiesen. Einerseits ist es die strategische Ausrichtung auf neue und alte Märkte, die verlangt wird, andererseits ist es die Motivation und Förderung der eigenen Belegschaft, die von Führungskräften verlangt wird. Zu diesem Motivationsprozess gehört soziologisch gesehen die Benennung eines äußeren Aggressors – die Krise, die Banker, die Globalisierung, dem das eigene Unternehmen nun durch innere Einigkeit und Fokussierung gegenüber treten muss. Dem „bösen“ Äußeren muss nun ein „gutes“ Inneres gegenüber gestellt werden – die Ethisierung der Wirtschaft und die Ethisierung des Führungsverhaltens stellen zwei komplementäre Strategien dar, sich dem „Bösen“ zu stellen.

Dieser Dichotomie kann man sich nun auf verschiedenen Wegen nähern – einem dogmatischem Weg, der sich durch normative Postulate (x ist gut, y ist schlecht) auszeichnet, und einem kritisch-reflexivem Weg, der versucht die Zuschreibungen von normativen Attributen auf eine rationale (=intersubjektiv nachvollziehbare) Art und Weise transparent zu machen. „Eine der wichtigsten und auch schwersten Aufgaben der Philosophie ist es, eine bestimmte Unterscheidung zu ziehen. Diese Linie teilt die Wirklichkeit in das Wirkliche, das vom Denken, Wollen und Fühlen des Menschen unabhängig ist, und das Wirkliche, das vom Menschen und seinem Zugriff auf die Welt abhängig ist.“[2] Die Markierung dessen, was uns als veränderbar entgegensteht, oder als unveränderbar unsere Adaptionsfähigkeiten herausfordert, macht einen großen Teil des Wirtschafts-Coachings aus. Dieser Bezug auf die grundlegende Disziplin der Philosophie wird immer öfter in Überlegungen zum Coaching-Prozess eingebunden, und damit auch Teil der Coaching-Praxis. Ein Ausgangspunkt für viele Überlegungen zu diesem Thema ist daher eine Situationsanlyse, die natürlich zu einer adaptierten Zuschreibung von Verantwortung und Verantwortlichkeiten führt.

Vor diesem Hintergrund darf aber nicht vergessen werden, dass ethische Begriffe bereits eine normative Aufladung mit sich führen – und noch etwas darf nicht außer Acht gelassen werden: „Ethik ist eine Modeerscheinung geworden, und zwar so sehr, daß der noch vor kurzer Zeit leicht angestaubte und akademische Begriff nicht nur zeitgemäß, sondern auch vieldeutig geworden ist. Aufgrund einer Reihe von Entwicklungen, die Soziologen besser verstehen als Philosophen, nennen sich heute unterschiedlichste Fachleute, und die Philosophen darunter am wenigsten, „Ethiker“, und geben normative Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen der Wissenschaft und der Gesellschaft ab. … In diesem „ethischen Diskurs“ geht es nicht vorrangig, was für die philosophische Ethik kennzeichnend ist, um die Suche nach Gründen, warum etwas so und so sein soll (oder warum etwas gut oder schlecht ist), sondern eher um Einflußnahmen, daß etwas so und so sein soll.“[3]

Das vorliegende Buch von Ralf Hering, Bernd Schuppener und Nina Schuppener schlägt einen dogmatischen Weg ein, an dessen Ende es eher um Einflussnahmen geht, dass etwas so und so sein soll.

Autoren

Die drei Autoren des Buches, Ralf Hering, Bernd Schuppener und Nina Schuppener sind die maßgeblichen Akteure einer Kommunikationsagentur, und publizieren neben ihrer beruflichen Tätigkeit zum Thema Kommunikation und Management. Ihre berufliche Ausrichtung beeinflusst naturgemäß den Fokus ihrer Aufmerksamkeit – „Kommunikation macht rund 80% des Manageralltags aus und gehört zum Beruf eines jeden CEO dazu. Sie ist Chef- und Kernaufgabe, die nicht delegiert werden kann und darf.“ (S.7)

An den Grenzen individueller Fähigkeiten

Das Buch folgt einer klaren, und einfachen Argumentation: Die aktuelle Weltwirtschaftskrise ist eine Krise des Managements, also der Personen, die als Manager tätig sind, und Unternehmen führen – „Die Menschen mit ihren irrationalen und nicht vorhersehbaren Verhaltensweisen sind der entscheidende Faktor.“ (S.18) Bei dieser derart individualisierten Krise handelt es sich – aus der Sicht der Autoren – aber nicht nur um eine Wirtschaftskrise – „Die aktuelle Krise ist nicht nur eine Wirtschaftskrise, sondern eine Moralkrise.“ (S.129). Der Faktor Mensch ist verantwortlich für das Versagen auf drei fundamentalen Ebenen wirtschaftlichen Handelns:

  • das Vernachlässigen unternehmerischer Prinzipien (S.19-25)
  • die Fokussierung auf den Shareholder-Value (S.25-32)
  • das Fehlen eines Wertgerüsts und Argumentariums in den Vorstandsetagen (S.32-53)

Um dieses Versagen, diese Krise als Chance zu nutzen zu können, müssen Kommunikation und Kommunizieren besser verstanden, aber vor allem besser verstanden eingesetzt werden (S. 55-99). Dazu muss „Führungskommunikation ganzheitlich [betrachtet], … verbale und nonverbale Elemente und in dem Zusammenhang auch die Rolle der Stakeholder, d.h. der Empfänger von Führungskommunikation [beleuchtetwerden], denn es sind die Rezipienten, die maßgeblich über die Wirkung dessen bestimmen, was Führungspersonen sagen und tun.“ (S.55) Kommunikation muss darüber hinaus mit Ethik zusammengeführt werden (S.101-127).

Die Darstellung der Führungskommunikation nimmt knapp 30 Seiten des Buches in Beschlag – und ist somit der größte zusammenhänge Teil der Ausführungen. Es wird von einer „ganzheitlichen Führungskommunikation“ gesprochen (S.56), und dabei auf die verbalen (S.62 ff.), sowie nonverbalen (S.74 ff.) eingegangen. Die verbale Führungskommunikation beruht auf einem angemessenen Verständnis davon, was Sprache und Stimme dazu beitragen können, „einen klaren Kurs vor[zu]geben, auch wenn die Situation alles andere als klar ist.“ (S.56) Die Autoren weisen in Anlehnung an das Theorem von Paul Watzlawick: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ darauf hin, dass die Verhaltensdimension des Menschen zwar unhintergehbar ist – sprich: es gibt kein Gegenteil von Verhalten – dass aber nicht jedes Verhalten auch als Kommunikation gesehen werden darf. Die Autoren definieren Kommunikation daher folgendermaßen: „Kommunikation ist jede Art des verbalen wie nonverbalen Verhaltens, das sich an ein Du richtet. … Nur jenes Verhalten, das sich an andere richtet, ist zugleich Kommunikation.“ (S.58) In ihren Ausführungen zu den verbalen und nonverbalen Verhaltensformen gehen die Autoren auf die sprachlichen, stimmlichen, und körperlichen Möglichkeiten ein, wie Menschen miteinander kommunizieren können – der Fokus liegt aber darauf, wie die Führungskraft diese Mittel einsetzen können sollte, um seine Mitarbeiter damit auch zu erreichen.

Im letzten Teil des Buches wird der Versuch unternommen, Ethik und Kommunikation zusammenzuführen. Das ist für die Autoren deshalb eine wesentliche Angelegenheit, weil die „Krisenursachen … vor allem menschlicher Natur [sind].“ (S.101) Die Autoren haben im ersten Teil des Buches die derzeitige ökonomische Krise ja vor allem als individuelles Versagen analysiert – stellen sie doch zu Beginn die Frage „Sind die Manager von ihren persönlichen Fähigkeiten her überhaupt fit für Krisenzeiten? Was haben sie zu sagen? Haben sie gelernt, auch in schwierigen Zeiten adäquat zu kommunizieren?“ (S.7), die sie „in vielen Fällen verneinen müssen.“ (S.7) Die Lösung der allgemeinen Krisensituation, und der individuellen Defizienz der Führungskräfte liegt für die Autoren daher in der Ausbildung eines Wertegerüsts und eines dazu passenden Vokabulars (S.8) schließlich sei zwar die Sensibilität für das Wertbewusstsein vorhanden, deren Umsetzung bliebe aber unzureichend (S.108). Als wesentliche Aufgabe muss daher folgende Quaternität (Vierheit) erfolgreich umgesetzt werden: „Werte müssen definiert, kommuniziert, etabliert und gelebt werden“ (S.108). Die „Implementierung von Werten und Wertbewusstsein funktioniert nur langfristig und nur mittels Kommunikation.“ (S.112) Die Autoren geben einige Beispiele dafür, wie diese Implementierung tatsächlich in Unternehmen stattfinden kann, und nennen auch, in Anlehnung an ein Modell von Michael Rebstock, „[f]ünf Grundbedingungen für die Etablierung eines Wertebewusstseins in Unternehmen“ (S. 110 ff.):

  • die moralische Entwicklung des Individuums
  • verständigungsorientierte Kommunikation
  • Erfahrung von Kooperation und Verantwortung
  • Organisatorisch-technische Rahmenbedingungen
  • Soziale Rahmenbedingungen

Doch wie stichhaltig ist dieses Argument?

Falsch verstandene „Ethisierung“ - Warum Kommunikation alleine nicht die Lösung sein kann!

Auf die inflationäre Verwendung des Begriffs Ethik wurde bereits hingewiesen – an dieser Stelle sollen kursorisch vier weitere Grenzen aufgezeigt werden, die das von den Autoren vorgetragene Argument vieles von seiner anfänglichen Plausibilität nehmen werden. Der größte Mangel der Darstellung der Autoren liegt sicherlich in der unsystematischen Verwendung von verschiedenen Konzepten, Ideen und Begriffen – damit entsteht zwar ein plausibles Konglomerat, aber leider keine brauchbare Theorie, und somit auch kein brauchbarer Lösungsansatz für die Frage – „Was können Unternehmen tun, um aus der Krise zu kommen?“

Eine der wichtigsten Fragen, wenn von Werten oder gar falschen Werten die Rede ist, ist die Frage nach der Genese und Wirkung von Werten – bei dem deutschen Philosophen Hans Joas findet sich folgende Passage: „[W]ie entstehen Werte und Wertverbindungen? … Werte entstehen in Erfahrungen der Selbstbildung und Selbsttranszendenz.“[4] Selbstbildung und Selbsttranszendenz geben also einen möglichen Rahmen vor, der die Bildung von Werten und deren Wirksamkeit erklären könnte – Werte sind ja für normative Überlegungen von besonderer Bedeutung, gilt doch das Diktum: Werte schaffen Normen! Dieser Frage stellen sich die Autoren in ihrem Buch aber nicht – da wird an vielen Stellen des Buches von guten und schlechten, alten und neuen Werten gesprochen, ohne aber eine rationale Begründung dafür zu liefern, was Werte überhaupt ausmacht, und was diese Werte eigentlich sind.


Grenzen der Intentionalität

„Kommunikation ist jede Art des verbalen wie nonverbalen Verhaltens, das sich an ein Du richtet. … Nur jenes Verhalten, das sich an andere richtet, ist zugleich Kommunikation.“ (S.58) Diese Gerichtetheit wird auch als Intentionalität bezeichnet. Aber Intentionalität alleine reicht nicht aus, um die inhaltlichen Bestimmungen vollends klären oder bestimmen zu können, weil Gerichtetheit bloß ein Modus ist, und selbst keinen Inhalt mit sich führt. Diese Gerichtetheit nun als Kommunikation auszuweisen, und damit gleichzeitig zu behaupten, dass damit so etwas wie Ethik, Werte oder Verantwortlichkeit vermittelt werden kann, ignoriert die wichtige Frage nach dem Warum der Gerichtetheit – warum soll gerade dieser Modus jetzt alles besser werden lassen? Dier Autoren bleiben eine Antwort auf diese Frage schuldig.


Grenzen der Rationalität

„„Eine Handlung ist rational zwingend, wenn es irrational ist, sie nicht zu tun. Man muß sie tun, sonst handelt man irrational. Rational möglich ist eine Handlung hingegen, wenn es nicht irrational ist, sie nicht zu tun, wenn es aber auch nicht irrational ist, sie zu tun. Man muß sie also nicht tun man muß sie aber auch nicht lassen. … Man kann sie tun, und man kann sie nicht tun. Beides ist rational möglich.“[5]

Damit ist bloß eine formale Bestimmung van Rationalität ausgewiesen – doch muss klar sein, dass Rationalität als Begriff noch keine inhaltliche Bestimmung zulässt – für die Begriffe „Rationalität“ sowie „Kommunikation„/„Intentionalität“ gilt dasselbe – in der umgangssprachlichen Formulierung (Verwendung) gelten beide als positiv konnotiert, und es werden damit Inhalte verstanden, die nicht notwendigerweise darin enthalten sind – Rationalität sowie Kommunikation können daher als beliebige Platzhalter für normative Bestimmungen fungieren, die es erst zu explizieren gilt. Die Autoren bleiben aber in ihren Ausführungen nebulos und liefern keine Explikation der inhaltlichen Bestimmungen ihrer Begriffe.


Grenzen der Verantwortung

„Our lives, whether we know is or not and whether we relish the factor bewail it, are works of art. To live or lives as the art of living demands, we must – just as artists must – set ourselves challenges that are difficult to confront up close,text6"> [6] Gesellschaftliche Veränderung ist etwas, das nicht ohne Verantwortung ablaufen kann – diese Verantwortung kann aber sowohl deskriptiv (Kausalität), als auch normativ (z.B. Moralität) verstanden werden – im Laufe des Buches gelingt es den Autoren aber nicht, klar zu machen, was sie selbst unter dem Begriff „Verantwortung“ verstehen. Es wird zwar oft davon gesprochen, dass man jetzt Verantwortung übernehmen müsse (für die Krise, die Wirtschaft, die Menschen, die Mitarbeiter, …), aber die zugrundeliegende Begründungsstruktur – Warum und unter welchen Bedingungen ist jemand für etwas verantwortlich? – bleiben die Autoren schuldig.


Grenzen der Banalität

„Die aktuelle Krise ist nicht nur eine Wirtschaftskrise, sondern auch eine Moralkrise“ (S.129) – und um diese Krise erfolgreich hinter sich lassen zu können, sind „Leadership, Verantwortung, Wertbewusstsein“ (S.129) gefragt. Auch hier gilt: „Kaum ein Wort wird in derartig unterschiedlichen Bedeutungsweisen verwendet wie das Wort „Moral“[7] Auch bei diesem Begriff stellt sich eine gewisse Oberflächlichkeit der Autoren in seiner Verwendung ein – Ethik, Moral, Kommunikation und Rationalität sind. Der Begriff „Moral“ wird durch die Autoren implizit mit einer ganz bestimmten Ausrichtung und inhaltlichen Bestimmung verwendet, die nicht notwendigerweise mit diesem Begriff zusammen hängen müssen – Moral wird als etwas durchaus Gutes verstanden, und zum Beispiel dem bösen Egoismus gegenübergestellt, obwohl „Moral“ nur ein anderes Wort für Gewohnheit ist, und noch nichts darüber aussagt, welche Werte damit verbunden sind. An dieser Stelle kann darauf nicht weiter eingegangen werden, aber was Ethik als philosophische Disziplin tatsächlich an Antworten auf die Fragen nach dem guten Leben, nach dem moralisch guten Leben zu bieten hat, findet sich unter anderem bei der österreichischen Philosophin Herlinde Pauer-Studer[8].

Fazit – Mind the Gap

Die Weltwirtschaft genauso wie die nationalen und regionalen Ökonomien, die einzelnen Betriebe funktionieren weil es sich dabei um regelgeleitete menschliche Unternehmungen handelt – der Schlüssel zum Verständnis des Erfolges, oder der Erfolglosigkeit einzelner Unternehmen

Die starke Individualisierung von Erfolg, die Betonung der individuellen Verantwortung in kooperativen Unternehmungen und das Ausweisen von Kommunikation als Schlüsselkompetenz in diesen Prozessen bildet das Phänomen Wirtschaft nicht treffend ab. Die Vorstellungen von ethischem Verhalten und ethischem Denken, wie sie in diesem Buch vorgetragen werden bleiben oberflächlich und können gerade nicht das einlösen, was die Autoren phrasenhaft fordern – dem Miteinander, der Kooperation, dem wechselseitigen Respekt im Unternehmen mehr Raum zu geben. Die Autoren propagieren in diesem Buch eine Instrumentalisierung von Mitarbeitern auf „höherem“ Niveau – die Analyse der Kommunikationsprozesse soll nicht dazu führen, dass Miteinander von Führungskraft und Mitarbeitern authentisch und aufrichtig zu gestalten, sondern eher Mitarbeiter stärker in die Verantwortung für das Gelingen des Unternehmens einzubinden, was aber auch gleichzeitig eine stärkere Abhängigkeit vom Unternehmen bedeutet.

Es gibt ausführlichere Bücher zum Thema Kommunikation und Wirkung von Kommunikation – dafür muss man nicht zu diesem Buch greifen; und es gibt durchdachtere Bücher zum Thema Ethik in der Wirtschaft, die nicht bei hohlen Phrasen stehen bleiben – wenn dieses Buch als Werbung für die Kommunikationsagentur der Autoren geschrieben wurde, dann trifft wohl der werbewirtschaftliche Ausdruck „Negativ-Werbung“ am ehesten darauf zu – das letzte Wort dazu hat wohl der amerikanische Philosoph Harry G. Frankfurt: „Bullshit is unavoidable whenever circumstances require someone to talk without knowing what he is talking about.”[9]


[1] Frankfurt, H. G. (2005). On Bullshit. Princeton, NJ (USA) & Oxford (UK), Princeton University Press, S.1

[2] Stemmer, P. (2008). Normativität. Eine ontologische Untersuchung. Berlin (GER) & New York, NY (USA), Walter de Gruyter, S.11

[3] Leist, A. (2000). Die gute Handlung – eine Einführung in die Ethik. Berlin (GER), Akademie Verlag, S.1

[4] Joas, H. (1999 [1997]). Die Entstehung der Werte. Frankfurt/Main (GER), Suhrkamp, S.10

[5] Stemmer, P. (2000). Handeln zugunsten anderer. Eine moralphilosophische Untersuchung. Berlin (GER), Walter de Gruyter, S.15

[6] Bauman, Z. (2008). Does Ethics Have a Chance in a World of Consumers? Cambridge, MA (USA) & London (UK), Harvard University Press, S.17-18

[7] Ott, K. (2001). Moralbegründungen zur Einführung. Hamburg (GER), Junius Verlag, S.7

[8] Pauer-Studer, H. (2003). Einführung in die Ethik. Wien (AUT), WUV-Universitätsverlag

[9] Frankfurt, H. G. (2005). On Bullshit. Princeton, NJ (USA) & Oxford (UK), Princeton University Press, S.63


Rezensent
Mag. Harald G. Kratochvila
Homepage www.kompetenz-coaching.at
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Zitiervorschlag
Harald G. Kratochvila. Rezension vom 05.08.2010 zu: Ralf Hering, Bernd Schuppener, Nina Schuppener: Leadership statt Management: Führung durch Kommunikation. Haupt Verlag (Bern Stuttgart Wien) 2010. ISBN 978-3-258-07567-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/9711.php, Datum des Zugriffs 16.06.2019.


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ISSN 2190-9245

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