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Zugangsvoraussetzungen Studiengänge Sozialer Arbeit

socialnet Studium konzentriert sich zunächst auf die Studiengänge Soziale Arbeit bzw. Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Sozialarbeit und Sozialpädagogik entstammen unterschiedlichen Entwicklungslinien, werden heute aber zumeist unter dem Oberbegriff ‚Soziale Arbeit‘ zusammengefasst. Die früher getrennten Studiengänge Sozialarbeit und Sozialpädagogik sind an den meisten Hochschulen - mit Studiengangs-Bezeichnungen wie ‚Soziale Arbeit‘, ‚Sozialwesen‘ oder ‚Sozialarbeit/ Sozialpädagogik‘ - zusammengelegt bzw. integriert. Hier finden Sie einige Informationen zu Hintergründen und Voraussetzungen für das Studium Soziale Arbeit.

Allgemeines zu Studiengängen Sozialer Arbeit

In jeder Gesellschaft entstehen soziale Probleme, die von den betroffenen Menschen nicht aus eigener Kraft bewältigt werden können. Ziel von professioneller Sozialer Arbeit ist die Vermeidung, Aufdeckung und Bewältigung sozialer Probleme. Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) erläutert in folgendem Dokument u.a. die Ziele, Aufgaben und Funktionen der Profession Soziale Arbeit. 

Studiengänge Sozialer Arbeit mit dem Abschluss Bachelor (BA) haben eine Regelstudienzeit zwischen sechs und sieben Semestern. Sie qualifizieren für vielfältige Praxisfelder Sozialer Arbeit wie der Altenhilfe, Behindertenhilfe, beruflichen Integrationsförderung, Gesundheitsförderung, Kinder- und Jugendhilfe, Resozialisierung, Sozialpsychiatrie etc. Nähere Beschreibungen und Erläuterungen zu Praxisfeldern Sozialer Arbeit finden Sie u.a. in folgender Fachliteratur.

Besondere Einblicke in ausgewählte Praxisfelder Sozialer Arbeit vermitteln die Filmbeiträge auf folgender Internetseite, die im Rahmen eines Praxisprojektes am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster entstanden sind.

Die meisten Bachelor-Studiengänge ermöglichen im Studienverlauf die Wahl von Schwerpunktbereichen bzw. Spezialisierungen in bestimmten Gebieten oder Handlungsfeldern. Manche Bachelor-Studiengänge sind jedoch bereits von vornherein auf spezielle Praxisfelder ausgerichtet. Für die Wahl Ihrer Hochschule sollten Sie sich über Aufbau und Ausrichtung des Studiengangs informieren.

Hochschulzugangsberechtigung

Für einen Bachelor-Studiengang Sozialer Arbeit benötigen Sie die Allgemeine Hochschulreife (Universitätsstudiengänge) oder die Fachhochschulreife (Fachhochschulstudiengänge). Daneben lassen einige Hochschulen auch BewerberInnen zu, die entweder ein Fachabitur im sozialen oder pflegerischen Bereich erlangt haben oder eine entsprechende Berufsausbildung vorweisen können.

Das Vorhandensein dieser Voraussetzungen garantiert die Zulassung jedoch nicht, da zudem zu berücksichtigen ist, ob in dem Studiengang der gewünschten Hochschule örtliche Zugangsbeschränlungen (Numerus Clausus - NC) bestehen.

Vorpraktikum

Die meisten Hochschulen setzen zudem eine praktische Vorerfahrung bzw. ein Vorpraktikum im sozialen Bereich voraus. Die Anforderungen an den zeitlichen Umfang eines Vorpraktikums variieren und können je nach Hochschule zwischen 12 Wochen und 6 Monaten liegen. Als Praktikum werden etwa entsprechende Tätigkeiten in Einrichtungen anerkannt, die Einblicke in Aufgabenfelder Sozialer Arbeit ermöglichen (wie Kinder- und Jugendeinrichtungen, Werkstätten für behinderte Menschen etc.). Oft werden auch einschlägiges Praxiserfahrungen (z.B. Freiwilliges Soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst) oder Berufsausbildungen und -tätigkeiten (z.B. ErzieherIn, HeilerziehungspflegerIn) auf das Praktikum angerechnet.

Studienbeginn und Bewerbung

Alle Hochschulen ermöglichen einen Studienbeginn zum jeweiligen Wintersemester. Manche Hochschulen ermöglichen daneben auch den Beginn im Sommersemester. Hierbei sind die hochschuleigenen Bewerbungsfristen zu beachten, die wiederum recht unterschiedlich gehandhabt werden.

Die Bewerbung an den Hochschulen erfolgt mehrheitlich online ab bestimmten Zeitpunkten vor der Bewerbungsfrist; manche Hochschulen bevorzugen eine postalische Bewerbung oder eine Kombination aus postalisch und online.

Informationen über die Hochschulen

Die Informationen zu Zugangsvoraussetzungen sollen Ihnen einen ersten Überblick vermitteln und sind ohne Gewähr! Bitte informieren Sie sich an den einzelnen Hochschulen über die jeweiligen und aktuellen Zugangsvoraussetzungen:

  • Fachhochschulstudiengänge Soziale Arbeit (auch Sozialarbeit/Sozialpädagogik)
  • Universitätsstudiengänge Erziehungswissenschaft bzw. Pädagogik und teils Studiengänge oder -schwerpunkte Sozialpädagogik und Soziale Arbeit.

Aktuelle Rezension

Buchcover

Beate Hörr, Wolfgang Jütte (Hrsg.): Weiterbildung an Hochschulen. W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG (Bielefeld) 2017. 287 Seiten. ISBN 978-3-7639-5564-0.
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